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Papst an Klimakonferenz: Welt zu weit von Klimazielen entfernt

5. Dezember 2019 in Weltkirche, 48 Lesermeinungen
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Franziskus kritisiert in Schreiben an Delegierte der COP 25 fehlenden politischen Willen zu Klimaschutz und Entwicklungshilfe - Lob für junge Generation


Vatikanstadt (kath.net/KAP) In einem eindringlichen Appell hat Papst Franziskus zu entschiedenem Eintreten gegen den Klimawandel aufgerufen. Die gegenwärtigen Bemühungen seien "weit von dem entfernt, was nötig ist, um die Ziele des Pariser Klimaabkommens zu erreichen", schreibt das Kirchenoberhaupt in einer Botschaft an die Teilnehmer der Klimakonferenz in Madrid. "Wie weit Worte und konkrete Taten auseinanderliegen", belegten die jüngsten Studien des Weltklimarates.

Weiter schreibt der Papst: "Wir müssen uns ernsthaft fragen, ob es den politischen Willen gibt, ehrlich, verantwortungsbewusst und mutig mehr menschliche, finanzielle und technologische Ressourcen einzusetzen, um die negativen Folgen des Klimawandels zu dämpfen und den Ärmsten zu helfen." Die Botschaft an die Konferenzvorsitzende, Chiles Umweltministerin Carolina Schmidt, wurde von Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin in Madrid verlesen.


Noch sei es möglich, die globale Erwärmung zu begrenzen, so Franziskus. Aber dafür brauche es "einen klaren, weitsichtigen und starken politischen Willen". Dieser müsse die derzeitigen Konsum- und Produktionsmodelle sowie die Prozesse von Bildung und sonstiger Bewusstseinsbildung kritisch überprüfen. "Noch gibt es ein Zeitfenster, die Gelegenheit zu nutzen, aber wir dürfen nicht zulassen, dass es sich schließt", so der Papst.

Jungen Menschen sei die Lage wesentlich bewusster. Ihnen dürfe die ältere Generation die von ihr produzierten Probleme nicht auflasten. "Geben wir der nächsten Generation konkrete Anlässe für Hoffnung und arbeiten wir für eine gute, würdige Zukunft!", schloss der Papst seine Botschaft.

Die UN-Klimakonferenz 2019, auch COP 25 genannt, findet von 2. bis 13. Dezember in Madrid statt. Ursprünglich sollte das Treffen erst in Brasilien, dann in Chile stattfinden. Brasiliens damals noch designierter Präsident Jair Bolsonaro zog im November 2018 seine Zusage für die Ausrichtung zurück. Chiles Regierung sagte kürzlich die angebotene ersatzweise Ausrichtung wegen der sozialen Unruhen im Land ab; Madrid sprang ein.

Copyright 2019 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten


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