Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Nicht Bruch, sondern lebendige Tradition - Wider den Missbrauch der Liturgiereform
  2. Kard. Sarah: „Die Abneigung gegen Latein und Gregorianik wird mit der 68er-Generation verschwinden“
  3. Rom sollte in Deutschland endlich Bischöfe einsparen und Bistümer zusammenlegen!
  4. Die Krise des Bischofsamtes
  5. Papst Leo: „Die Welt durchlebt eine besonders unruhige Phase“
  6. Die Hölle, eine verschwiegene Wahrheit
  7. Deutschland: 2024 waren nur noch 43 % der Bestattungen christlich
  8. Caroline Bosbach: „Linkspartei erklärt evangelikale Christen zum Feindbild“
  9. Polnischer Primas in Jasna Góra: „Recht auf Leben von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod“
  10. Papst äußert sich skeptisch zu fundamentalen Risiken der KI
  11. US-Diözesen mit ungewöhnlich hoher Zahl an Priesterweihen
  12. Ist ein linker Punksänger klüger als Bischof Feige?
  13. „Es gibt keinen notwendigen Widerspruch zwischen Synodalität und Tradition“
  14. R.I.P. Dolly Parton
  15. ‚Tritt hinter mich!’ Der Weg des Messias führte über das Kreuz

Erzbischof Paglia: Priester dürfen assistierten Suizid begleiten

19. Dezember 2019 in Weltkirche, 36 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


‚Ideologische Debatten’ sollten vermieden werden, das Wichtigste sei die Begleitung der Sterbewilligen. Die Kirche verurteile sogar die Aussage, Judas Iskariot sei in der Hölle, behauptete Paglia.


Rom (kath.net/lifesitenews/jg)
Für Priester sei es legitim, beim assistierten Suizid sterbewilliger Personen anwesend zu sein. Im Vordergrund stünde die Begleitung der Sterbenden, sagte Erzbischof Vincenzo Paglia, der Präsident der Päpstlichen Akademie für das Leben. In diesem Zusammenhang sagte er, die Katholische Kirche verurteile jeden als Häretiker, der behaupte Judas Iskariot sei in der Hölle.

Paglia sprach bei einer Pressekonferenz am Vorabend des Symposions über „Religion und medizinische Ethik: Palliativmedizin und die psychische Gesundheit älterer Menschen“, die am 11. und 12. Dezember in Rom stattfand.


Assistierter Selbstmord

Ein Journalist fragte Paglia nach seiner Meinung zu einem Dokument der Schweizer Bischofskonferenz, das es Priestern untersagt, bei einem assistierten Selbstmord anwesend zu sein, weil dieser der Botschaft des Evangeliums radikal widerspreche.

Paglia antwortete, dass die Kirche assistierten Selbstmord ablehne. Einen Sterbenden zu begleiten und ihm die Hand zu halten sei aber eine „große Aufgabe“ für jeden Gläubigen, ebenso wie der Kampf gegen den assistierten Selbstmord, der „eine große Niederlage für die Gesellschaft“ sei. Jeder Selbstmord sei „eine Frage unerfüllter Liebe“, fuhr Paglia fort.

Die Frage der Begleitung bei assistiertem Selbstmord gehe über Gesetze hinaus. Er wolle hier keine Regel aufstellen, sondern „Ideologie von diesen Situationen für immer entfernen“. Wenn jemand selbst sein Leben beenden wolle, sei das immer ein Zeichen des Versagens der ganzen Gesellschaft, nicht aber ein Versagen Gottes. Gott verlasse niemanden. Man sollte ideologische Debatten vermeiden. Die Begleitung sei das Wichtigste, betonte Paglia.

Judas Iskariot

„Wir müssen auch daran erinnern, dass für die Katholische Kirche jemand der sagt, das Judas in der Hölle ist, ein Häretiker ist“, sagte der Erzbischof in diesem Zusammenhang, da auch Judas nach dem Bericht des Evangeliums Selbstmord begangen hat.

Das Evangelium berichtet auch, dass keiner der Jünger verloren ging, „außer dem Sohn des Verderbens, damit sich die Schrift erfüllt.“ (Joh 17,12) An einer anderen Stelle spricht Jesus davon, dass Judas „ein Teufel“ ist (Joh 6,70). Auch viele Heilige und Kirchenlehrer wie der heilige Augustinus, Papst Leo der Große, Thomas von Aquin und Katharina von Siena waren davon überzeugt, dass Judas verdammt war.



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Selbstmord

  1. Papst bittet um Unterstützung für selbstmordgefährdete Menschen
  2. Kirchen in England warnen vor Freigabe von assistiertem Suizid
  3. Suizidbeihilfe? – „Diese Sichtweise widerspricht der Position der katholischen Kirche“
  4. Student stürzt sich vom Kölner Dom
  5. Suizid: Praktizierende Homosexuelle gefährdeter als Ehepaare
  6. Bayern: Priester tot aufgefunden, offenbar Selbstmord
  7. Jede Unterstützung einer Selbsttötung verbieten
  8. Priester erhängt sich wegen Versetzung
  9. Ärzteschaft lehnt Beihilfe zum Suizid grundsätzlich ab
  10. Vatikan: Suizid Maynards war ein «Fehler»






Top-15

meist-gelesen

  1. EILT - Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns JETZT!
  2. Rom sollte in Deutschland endlich Bischöfe einsparen und Bistümer zusammenlegen!
  3. „Es gibt keinen notwendigen Widerspruch zwischen Synodalität und Tradition“
  4. Britische Regierung verweigert finnischer Abgeordneter Räsänen die Einreise
  5. Erfrischung für Rom: Als ein Papst die Piazza Navona unter Wasser setzte
  6. Polnische Salvatorianer boten Workshop für Ministrantendienst im klassischen Ritus an
  7. Irland: 30 Prozent Rückgang bei katholischen Taufen in zehn Jahren
  8. Ein Wunder der Vorsehung
  9. Die Krise des Bischofsamtes
  10. Deutschland: 2024 waren nur noch 43 % der Bestattungen christlich
  11. US-Regierung leitet 2 Milliarden Dollar an christliche Hilfsorganisationen um
  12. Slowakei und Polen planen gemeinsamen Johannes-Paul-II.-Pilgerweg
  13. „Wenn ich mich nicht täusche, gibt es in der Geschichte keine vergleichbare Institution“
  14. USA: Priester-Boom und Neueröffnung eines Philipp-Neri-Seminars in Kansas
  15. ‚Tritt hinter mich!’ Der Weg des Messias führte über das Kreuz

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz