Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Nach fast drei Wochen bricht die Diözese Rottenburg-Stuttgart das Schweigen
  2. US-Katholiken mehrheitlich für die Todesstrafe
  3. „Mir sind konkrete Reaktionen von Kindern bekannt, die diese Darstellung als verstörend empfanden“
  4. Vertrauliche Vorlagen des vatikanischen Konsistoriums sind aufgetaucht
  5. „Ich kann die Kommunion nicht empfangen. Ist es trotzdem sinnvoll, zur Messe zu gehen?“
  6. Hongkongs Kardinal Zen äußerte beim Konstistorium Grundsatzkritik an der letzten Bischofssynode
  7. Viel Bla-Bla zum Neuen Jahr!
  8. Wann enden die perspektivlosen Strukturdebatten?
  9. These: Die Wahrheit steht über der nachdrücklichen Forderung nach Einheit
  10. Regensburger Bischof Voderholzer beim Papst
  11. Papst Leo XIV. bestärkt Bischof Voderholzer auf dem Weg der Neuevangelisierung
  12. Griechisch-orthodoxe Bischöfe üben scharfe Kritik an EU-Plänen zu Abtreibungsfonds
  13. BILD-Chefin Marion Horn fordert jetzt: Daniel Günther muss das zurücknehmen oder zurücktreten
  14. Brigitte Bardot bedauerte den Verlust des Geheimnisvollen in der Neuen Messe
  15. Santo subito? - Vatikan untersucht mögliches Wunder durch Benedikt XVI.!

„Alles, was Katholiken heilig ist, wird in den Dreck gezogen“

25. Februar 2020 in Kommentar, 25 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


„Eine sogenannte ‚Stunksitzung‘ bietet im Kölner Karneval, WDR-öffentlich-rechtlich transportiert, eine minutenlange ‚lustige‘ Verächtlichmachung der Gottesmutter als sich selbst die Dummheit erklärende Jungfrau.“ Gastkommentar von Martin Lohmann


Köln (kath.net) Wenn etwas besonders schräg und ärgerlich ist, sagt der Volksmund gerne: Das ist aber ein dicker Hund. Wir leben heute in einer Zeit der massenhaften „Dicken Hunde“. Aber: Diese Bezeichnung ist längst eine Beleidigung für jeden Hund. Denn diese sind in der Regel treu und fernab von giftiger Pseudologik. Ein Hund ist kein Experte für Falschheit und Selbstbetrug. Viele Menschen in Deutschland offenbar schon. Andererseits: Die vielen „Dicken Hunde“ katapultieren in Studienzeiten, in denen man beobachten kann, wie Hetze, Propaganda und Agitation wirken. Drei Beispiele:

Eine sogenannte „Stunksitzung“ bietet im Kölner Karneval WDR-öffentlich-rechtlich transportiert eine minutenlange „lustige“ Verächtlichmachung der Gottesmutter als sich selbst die Dummheit erklärende Jungfrau. Alles, was Katholiken heilig ist, wird in den Dreck gezogen – und auch von Katholiken im Publikum „begeistert“ assistierend applaudiert. Alles wird herabgewürdigt. Alles mit Dreck beworfen. Alles wird missbraucht. Die Jungfräulichkeit, die Gottesmutterschaft, die Kirche, das Kreuz des Erlösers, die Sexualmoral, die Verehrung. Anstand? Fehlanzeige. Respekt? Fehlanzeige. Mit Christen kann man es ja machen. Die haben ja, anders als andere, den Auftrag zur Liebe – bis hin zu den Feinden. Dass dies kein Freibrief für die Christenverfolger ist – wen interessiert das schon! Ein dicker Hund? Eher eine Schande.

Von Köln nach Königswinter: Dort forderte – so berichtet die Kölnische Rundschau – die Linke, also die Erben der SED-Mauerbauer und Mauerschießer am Fuße des Drachenfelses am Rhein gegenüber von Bonn, jede kommunale Zusammenarbeit mit einer missliebigen Partei kategorisch zu unterlassen, bedingungslos auszuschließen. Sonst werde „Königswinter brennen“! Der „Demokrat“, der sich da so radikalisiert äußert, ist Bürgermeisterkandidat. Ein Demokrat bedient sich faschistoider Sprache? Ein Demokrat outet sich als linksextremer Gewaltradikaler? Aber Moment mal: Gibt es so etwas denn eigentlich nur rechts? Oder gilt hier der Spruch: L’extremes se touchent – die Extreme berühren sich? Kann es sein, dass nur der farbliche Anstrich unterschiedlich leuchtet? Und: Aus welchen Farben setzt sich eigentlich braun zusammen? Unweigerlich lässt der Unvereinbarkeitsbeschluss einer CDU grüßen. In Königwinter wird er begründet. Mehr als ein dicker Hund.

Und dann Rainald Becker vom SWR in den Tagesthemen. Er „kommentiert“. Gegen die Rechtsradikalen und Faschisten. Und er rührt gleich alles in seine „braune Suppe“, was ihm und seinen linken Überzeugungen im Wege steht. Der FDP-Mann in Erfurt, der sich von den Falschen hat mitwählen lassen. Auch der ehemalige Verfassungsschutzpräsident, der wegen erwiesener Nicht-Lüge gemobbt wurde von denen, die gelogen hatten, wird ebenfalls in die Giftbrühe gerührt und als jemand bezeichnet, der „die Grenzen zum Rechtsextremismus immer häufiger überschreitet“ und eine „WerteUnion, die die Nähe zur AfD nicht mehr leugnen kann“. Lügen statt Fakten. Hauptsache, das eigene Hassbild wird bedient. Und die Hatz ist längst eröffnet.

Wo bleiben beim öffentlich-rechtlichen „Qualitäts“-Journalisten Recherche, Fairness, Bildung und Anstand? „Wer das alles sieht und nichts tut, macht sich mitschuldig“, sagt der Selbstgerechte. Stimmt. Man kann diesen Satz ungebraucht an ihn zurückgeben. Und wo er recht hat, hat er recht: „Es wird Zeit aufzustehen, Gesicht zu zeigen – alle gemeinsam gegen die Spalter, Hetzer und Feinde der Demokratie.“ Und die sitzen wohl, wie man hören und sehen kann, nicht nur in Parlamenten und Parteien! Wer das nicht sehen will, macht sich mitschuldig. Mehr als nur „ein“ dicker Hund!


Martin Lohmann ist katholischer Theologe, Historiker und Publizist. Der Journalist ist unter anderem Buchautor und Fernseh-Moderator. Er ist Geschäftsführer der Akademie für das Leben in Bonn www.akademiefuerdasleben.de

Pressefoto Martin Lohmann


Foto (c) Lohmann Media


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Gesellschaft

  1. Warum Kirchen jetzt Frieden, Recht und Wahrheit verteidigen müssen
  2. Botox? – Die unsichtbaren tragischen Folgen des Jugendwahns
  3. Slowakei: Kirchen bitten gemeinsam um Vergebung für Verfehlungen
  4. Zwischen Wölfen und Brüdern
  5. „Alte Fragen, überraschende Antworten“
  6. Mike Johnson: Westen muss sich wieder auf christliche Werte besinnen
  7. Unschuldig angeklagt und verurteilt
  8. Scott Hahn: ‚Mit Kompromissen gewinnen wir nicht’
  9. Verkauf eines Feminismus-kritischen Buchs auf Facebook und Instagram gesperrt
  10. Österreichs Integrationsministerin richtet „Dokumentationsstelle politischer Islam“ ein






Top-15

meist-gelesen

  1. ISLAND-REISE - KOMMEN SIE MIT! - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Nach fast drei Wochen bricht die Diözese Rottenburg-Stuttgart das Schweigen
  3. Viel Bla-Bla zum Neuen Jahr!
  4. Australischer Forscher Andrew Lowenthal analysiert Zensur in Deutschland
  5. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  6. Hongkongs Kardinal Zen äußerte beim Konstistorium Grundsatzkritik an der letzten Bischofssynode
  7. „Mir sind konkrete Reaktionen von Kindern bekannt, die diese Darstellung als verstörend empfanden“
  8. Vertrauliche Vorlagen des vatikanischen Konsistoriums sind aufgetaucht
  9. Regensburger Bischof Voderholzer beim Papst
  10. „Ich kann die Kommunion nicht empfangen. Ist es trotzdem sinnvoll, zur Messe zu gehen?“
  11. MEHR hippe Missionare in Augsburg
  12. 'Exportweltmeister in Moral, ansonsten Beobachter an der Seitenlinie. Beschämend'
  13. BILD-Chefin Marion Horn fordert jetzt: Daniel Günther muss das zurücknehmen oder zurücktreten
  14. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz
  15. Brigitte Bardot bedauerte den Verlust des Geheimnisvollen in der Neuen Messe

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz