Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Antwerpens Bischof Bonny droht jetzt dem Papst
  2. Zehn Jahre ‚Amoris laetitia‘ – Die Kunst, eine Lehre zu ändern, ohne sie zu ändern
  3. Tschechischer Bischof Holub meint: Neuer Ritus ist 'wesentlich' für Synodalität
  4. Schwester Helen und angebliche Flirt-Fantasien der Dominikaner
  5. Papst verkündet neuen Friedensappell der Weltreligionen in Assisi
  6. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  7. NZZ: 'Die Kirchen arbeiten an der Ächtung der AfD mit'
  8. Die Mitwirkung der seligen Jungfrau Maria an der Erlösung
  9. Zehn Jahre Amoris laetitia: die Schule des Zuhörens
  10. Wir können NICHT schweigen!
  11. Bischöfe beauftragen Familien als Missionare
  12. „Meine Lieben! Darum soll der Rosenkranz nicht vergessen auf dem Boden einer Schublade liegen“
  13. Papst Leo: 'Ehe offenbart etwas von Gottes Geheimnis'
  14. Christliche Eltern beten für den Mann, der ihre Töchter bei Autounfall tötete
  15. Forscher sprechen von neuen Beweisen für möglichen Fundort der Arche Noah

Der Fortschritt hat keine Zukunft

9. März 2020 in Kommentar, 12 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Progressive Bistumsleitungen wie das Bistum Osnabrück stehen nicht etwa für einen Aufbruch der Kirche, sie stehen für einen massiven Niedergang. Der Montagskick von Peter Winnemöller


Rom (kath.net)
Wer in der jüngsten Zeit die kirchlichen Veröffentlichungen hört, könnte zu dem Eindruck kommen, dass nur eine liberale theologische und kirchenpolitische Entwicklung die Kirche in eine gute Zukunft führen kann. Die kfd, das „ZdK“ und der bdkj scheinen endlich Oberwasser zu haben. Die Ohren der Oberhirten haben sie jedenfalls weitestgehend erobert. Immerhin soll auf dem „synodalen Weg“ von DBK und „ZdK“ über alles, vor allem über die uralten linksliberal-feministischen Forderungen an die Kirche, gesprochen werden.

Priestertum der Frau, Abschaffung des Zölibat und nicht zuletzt eine pseudomoderne Sexualmoral sollen die Zukunft der Kirche gewährleisten.

Einer der Vorreiter solcher Gedanken im deutschen Episkopat ist der stellvertretende Vorsitzende des DBK und Bischof von Osnabrück, Franz- Josef Bode. Bischof Bode hat die Presse auf seiner Seite. Im öffentlichen Diskurs bekommt man keine andere Ansicht als diese transportiert.


Dabei warnen seriöse Kenner der Kirche immer wieder davor, diesen dekonstruktivistischen Kurs fortzusetzen. Alle Warnungen werden in den Wind geschlagen oder nicht gehört.

Nun holt die Wirklichkeit die modernistischen Träumer ein. Progressive Bistumsleitungen stehen nicht etwa für einen Aufbruch der Kirche, sie stehen für einen massiven Niedergang. Der Niedergang der Glaubenspraxis zeigt sich vor allem in den unterdurchschnittlichen Gottesdienstteilnehmerzahlen. Wenn nun bald die Zahlen der Kirche offen gelegt werden, wird die Klatsche richtig laut hörbar und dürfte langsam auch anfangen schmerzhaft zu werden. Zwar kommt die offizielle Statistik der DBK aus gutem Grund im Spommerloch, wenn alle Urlaub haben, doch je dramatischer es wird, umso eher dringt vorher etwas durch.

Im Bistum Osnabrück sind nach Angaben der Bistumszeitung „Der Kirchenbote“ Austrittszahlen im vergangenen Jahr massiv angestiegen. In einigen Regionen kam es offensichtlich zu Verdoppelungen der Austrittszahlen. Als Grund gibt das Bistumsblatt eigenen Recherchen zu Folge den Missbrauchsskandal an. Dabei gibt zu denken, dass die Austritte vor allem in traditionell sehr katholischen Gegenden so massiv angestiegen sind. Man bleibt dennoch bei dem Narrativ vom Vertrauensverlust.

Es gibt jedoch bei ehrlicher Betrachtung kein Ausweichen vor der Tatsache, dass alles Gerede von „Vertrauen“ und „Vertrauen zurück gewinnen“ nur hohles Marketinggeschwätz sind. Es zeigt sich ganz klar, dass eine Kirche, die ihre eigene Lehre nicht offensiv vertritt, sich direkt und unmittelbar in die Bedeutungslosigkeit katapultiert.

Dabei ist das Absurdum schlechthin, dass der Missbrauchsskandal nicht eine Folge der Sexualmoral oder des Zölibat ist. Vielmehr konnte so etwas nur passieren, weil die aus dem Glauben resultierenden moralischen oder disziplinarischen Regeln nicht eingehalten wurden. Zudem zeigt sich in der Praxis, dass die Einhaltung der Regeln nur sehr lax bis gar nicht überwacht wird.

Bistümern wie Osnabrück, die der Ansicht sind, in einer weiteren Modernisierung liege die Zukunft der Kirche, werden sehr schmerzhaft, im schlimmsten Fall sogar durch Untergang, lernen müssen, dass der Modernismus in dieser Form verderblich ist. Der galoppierende Relevanzverlust, der sich in progressiv steigenden Austrittszahlen zeigt, sollte ein Aufwachen auslösen. Derzeit sieht es in der Tat danach aus, als liege die Zukunft der Kirche allein in der Tradition. Dort nämlich, wo Menschen ohne Belästigung durch eine blasphemische Zweinullerideologie katholisch sein dürfen, ist Wachstum zu verzeichnen. Die katholische Tradition atmet die frische Luft der ewigen Wahrheit. Der dekonstruktivistische Modernismus trägt in sich den Pesthauch des endgültigen Bedeutungsverlustes.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Montagskick

  1. Bischöfe beauftragen Familien als Missionare
  2. "Marsch für das Leben"-Grußwort des DBK-Vorsitzenden Wilmer verfehlt das Thema
  3. Dann sollen sie doch in die Hölle gehen
  4. Die Krise des Bischofsamtes
  5. Der Bischof und der Denunziant
  6. Das Schweigen der Bischöfe zur Causa Spahn
  7. Denn sie wissen nicht, was sie fordern
  8. Mehr Kirchensteuer bei weniger Mitgliedern
  9. Der deutsche Frauenweiheämterstuhlkreis
  10. Mehr Klarheit mit jeder Absage aus Rom







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Bischöfe beauftragen Familien als Missionare
  3. US-Studie: Regelmäßiger Kirchgang sorgt für glücklichere Ehen und mehr Intimität
  4. USA: Monat des Respekts für das Leben im Zeichen des Kampfs gegen Abtreibungspillen
  5. Florentiner Klosterapotheke entwickelte eines der frühesten Cola-Rezepte
  6. Gericht in Tschechien rehabilitiert "Märtyrer-Kardinal" Trochta
  7. Thilo Sarrazin warnt vor Folgen der demografischen Entwicklung in Berlin
  8. Vatikan beendet Reflexionsprozess bei den Servi Jesu et Mariae
  9. „Meine Lieben! Darum soll der Rosenkranz nicht vergessen auf dem Boden einer Schublade liegen“
  10. Der verworfene Stein wurde zum Fundament: Gott wirft unser Leben niemals weg
  11. Diözese Linz: In der Hälfte der Klassenzimmer in der Stadt Wels fehlten die Kreuze
  12. Christliche Eltern beten für den Mann, der ihre Töchter bei Autounfall tötete
  13. Ukrainischer Bischof: "Es gibt so unglaublich viel Leid"
  14. Ägyptisch-amerikanischer Pastor warnt vor ‚unheiliger Allianz‘ zwischen Linken und Islamisten
  15. Über 3000 Teilnehmer beim Marsch fürs Leben in Wien 2026

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz