Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Nach Berliner Stromausfall: „Herr Erzbischof Koch, wir warten auf Ihre Stellungnahme“
  2. „Sehr brüderliche Atmosphäre, die meisten waren von Dringlichkeit der Neuevangelisierung überzeugt“
  3. Rechtsanwalt Steinhöfel: Maduro war ohne legales Amt, hatte keine völkerrechtliche Immunität mehr
  4. Katholik kritisiert „Schleimjesus“-Fernsehgottesdient mit direktem Brief an verantwortlichen Pfarrer
  5. Unter den kroatischen Katholiken wächst Grundsatzkritik
  6. These: Die Wahrheit steht über der nachdrücklichen Forderung nach Einheit
  7. Menschenrecht auf Abtreibung?
  8. So fühlt sich Nachhausekommen an
  9. Der Stern stört Jerusalem. Epiphanie und die Ruhe der Gewöhnten
  10. Kardinäle votieren für Themen in der Linie von Papst Franziskus
  11. Der Weihnachtsglaube - Sand oder Fels
  12. Regensburger Bischof Voderholzer beim Papst
  13. „Die Ursache der Kirchenkrise und ihre Überwindung“
  14. Gegen Agenden und Aktivismus: das Kardinalskollegium hält inne
  15. Venezuela schließt sein Foltergefängnis, viele politische Gefangene sind auf dem freien Fuß!

Der Trost des Herrn, die Nähe, in Wahrheit, zur Hoffnung

8. Mai 2020 in Aktuelles, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Franziskus in Santa Marta: für alle, die beim Roten Kreuz arbeiten. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) Papst Franziskus – Freitag der 4. Woche im Osterkreis, fünfundfünfzigste Messe in Live-Streaming über Fernsehen und Internet aus der Kapelle des vatikanischen Gästehauses „Domus Sanctae Marthae“ in der messelosen Zeit.

In der Einleitung zur Messe am Tag des Bittgebets Unserer Lieben Frau von Pompei erinnerte der Papst an den heutigen Welttag des Roten Kreuzes:

„Heute ist der Welttag des Roten Kreuzes und des Roten Halbmonds. Wir beten für die Menschen, die in diesen wohlverdienten Institutionen arbeiten: möge der Herr ihre Arbeit segnen, die so viel Gutes tut“.

In seiner Predigt kommentierte der Papst das Evangelium vom Tag (Joh 14,1-6), in dem Jesus zu seinen Jüngern sagt: „Euer Herz lasse sich nicht verwirren. Glaubt an Gott und glaubt an mich! Im Haus meines Vaters gibt es viele Wohnungen. Wenn es nicht so wäre, hätte ich euch dann gesagt: Ich gehe, um einen Platz für euch vorzubereiten? Wenn ich gegangen bin und einen Platz für euch vorbereitet habe, komme ich wieder und werde euch zu mir holen, damit auch ihr dort seid, wo ich bin. Und wohin ich gehe – den Weg dorthin kennt ihr“.

Dieses Gespräch Jesu mit den Jüngern finde während des Letzten Abendmahls statt: „Jesus ist traurig und alle sind traurig: Jesus sagte, dass er von einem von ihnen verraten würde“, doch gleichzeitig beginne er, die Seinen zu trösten: „Der Herr tröstet seine Jünger, und hier sehen wir, wie Jesu Art ist, sie zu trösten. Wir haben viele Möglichkeiten des Trostes, von den authentischsten, von den nächsten bis zu den formellsten, wie diese Beileidstelegramme: ‚Tief betrübt wegen...’. Es tröstet niemanden, es ist falsch, es ist der Trost der Formalität. Aber wie tröstet der Herr? Das ist wichtig zu wissen, denn auch wir, wenn wir in unserem Leben Momente der Traurigkeit durchleben, müssen wir lernen zu erkennen, was der wahre Trost des Herrn ist“.


„In diesem Abschnitt aus dem Evangelium“, so der Papst, „sehen wir, dass der Herr immer in der Nähe, mit der Wahrheit und in der Hoffnung tröstet“. Dies seien die drei Züge des Trostes des Herrn: „in der Nähe, niemals weit weg. Franziskus erinnerte an das schöne Wort des Herrn: ‚Ich bin hier bei euch“. Viele Male sei er schweigend anwesend, „aber wir wissen, dass er da ist. Er ist immer da. Diese Nähe, die der Stil Gottes ist, auch in der Menschwerdung, uns nahe zu sein. Der Herr tröstet in der Nähe. Und er verwendet keine leeren Worte, im Gegenteil: Er zieht das Schweigen vor. Die Kraft der Nähe, der Präsenz. Und er spricht wenig. Aber er ist nahe“.

Eine zweite Spur von Jesu Nähe, von Jesu Art, zu trösten, „ist die Wahrheit: Jesus ist wahr. Er sagt keine formalen Dinge, die Lügen sind: ‚Nein, keine Sorge, alles wird vorübergehen, nichts wird geschehen, es wird vorübergehen, die Dinge werden vorübergehen...’. Nein, wird es nicht. Er sagt die Wahrheit. Er verbirgt die Wahrheit nicht. Denn in diesem Abschnitt sagt er selbst: ‚Ich bin die Wahrheit’ (vgl. Joh 14,6). Und die Wahrheit ist: ‚Ich gehe fort", das heißt: ‚Ich werde sterben. Wir stehen vor dem Tod. Das ist die Wahrheit. Und er sagt es einfach und er sagt es auch mit Sanftmut, ohne zu verletzen: wir sind vor dem Tod. Er verbirgt die Wahrheit nicht.

Die dritte Eigenschaft des Trostes Jesu ist die Hoffnung. Er sagt: ‚Ja, es ist ein schlechter Moment. Euer Herz lasse sich nicht verwirren: glaubt an mich’, denn ‚im Hause meines Vaters gibt es viele Wohnungen. Ich gehe, um einen Platz für euch vorzubereiten’. Zuerst geht er hin, um die Türen der Wohnung zu öffnen, in die er uns bringen will: ‚Ich komme wieder und werde euch zu mir holen, damit auch ihr dort seid, wo ich bin’. Der Herr kommt jedes Mal zurück, wenn einer von uns auf dem Weg aus dieser Welt heraus ist. ‚Ich werde kommen und euch holen’: die Hoffnung. Er wird kommen und uns an der Hand nehmen und uns mitnehmen. Er sagt nicht: ‚Nein, ihr werdet nicht leiden, es ist nicht schlimm. Nein. Er sagt die Wahrheit: ‚Ich bin euch nahe, das ist die Wahrheit: es ist eine schlimme Zeit, der Gefahr, des Todes. Aber lassen euer Herz sei nicht beunruhigt, bleibt in diesem Frieden, in diesem Frieden, der die Grundlage allen Trostes ist, denn ich werde kommen und an der Hand werde ich euch dorthin holen, wo ich sein werde’.

Es ist nicht leicht, sich vom Herrn trösten zu lassen. Oft sind wir in schlechten Augenblicken zornig auf den Herrn, und wir lassen nicht zu, dass er kommt und so zu uns spricht, mit dieser Milde, mit dieser Nähe, mit dieser Sanftmut, mit dieser Wahrheit und mit dieser Hoffnung.

Bitten wir um die Gnade zu lernen, uns vom Herrn trösten zu lassen. Der Trost des Herrn ist wahrhaftig, nicht trügerisch. Er ist keine Anästhesie, nein. Aber er ist nah, er ist wahr, und er öffnet uns die Türen der Hoffnung“.

Der Papst beendete die Messfeier wie immer mit der Anbetung und dem eucharistischen Segen und lud die Menschen zur geistlichen Kommunion ein.

Dem Autor auf Twitter folgen!


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Franziskus in Santa Marta

  1. Der Papst und die Engel
  2. Die Gnade des Gebetes, der Nähe, der Gerechtigkeit-Barmherzigkeit
  3. Der Heilige Geist lehrt uns die Sanftmut der Kinder Gottes
  4. Der Hass des Geistes der Weltlichkeit
  5. Der Geist der rigiden Starrheit bringt immer Verstörung
  6. Interreligiöses Gebet für die Befreiung von allen Pandemien
  7. Wie gibt die Welt den Frieden und wie gibt der Herr ihn?
  8. Die Mystik des Bleibens in Jesus
  9. Der Beistand –- der Geist, der im Glauben wachsen lässt
  10. Europa wachse vereint in der Brüderlichkeit






Top-15

meist-gelesen

  1. Weihnachtsspende für kath.net - Wir brauchen JETZT Ihre HILFE!
  2. ISLAND-REISE - SOMMER 2026 - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  3. „Die Ursache der Kirchenkrise und ihre Überwindung“
  4. "Beten wir gemeinsam für die kommende Welle!"
  5. Unter den kroatischen Katholiken wächst Grundsatzkritik
  6. Überlebende der Brandkatastrophe in Crans-Montana: „Möchte Gott danken, dass er mich gerettet hat“
  7. Nach Berliner Stromausfall: „Herr Erzbischof Koch, wir warten auf Ihre Stellungnahme“
  8. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  9. Katholik kritisiert „Schleimjesus“-Fernsehgottesdient mit direktem Brief an verantwortlichen Pfarrer
  10. Kardinäle votieren für Themen in der Linie von Papst Franziskus
  11. „Sehr brüderliche Atmosphäre, die meisten waren von Dringlichkeit der Neuevangelisierung überzeugt“
  12. "Der Herr ist wirklich in diesen Gestalten von Brot und Wein gegenwärtig"
  13. Regensburger Bischof Voderholzer beim Papst
  14. Rechtsanwalt Steinhöfel: Maduro war ohne legales Amt, hatte keine völkerrechtliche Immunität mehr
  15. Ich bin Staatsanwältin – und ich bete

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz