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Christliche Bilder in der Hagia Sophia: Verhüllt aber erhalten!

24. Juli 2020 in Aktuelles, 2 Lesermeinungen
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Unmittelbar vor erstem Freitagsgebet in der künftig als Moschee genutzten Hagia Sophia zeigt Fotomaterial, wie die Türkei das Problem mit den wertvollen alten christlichen Bildern gelöst hat – Aktuelles VIDEO zeigt jetzigen Zustand im Weltkulturerbe!


Istanbul (kath.net/pl) Die christlichen Bilder wurden verhüllt, aber bleiben erhalten, so lassen sich die Änderungen in der zuletzt lange als Museum genutzten Hagia Sophia in Istanbul auf den Punkt bringen. Die Hagia Sophia wurde vor kurzem offiziell zur Moschee umgewandelt und wird heute erstmals wieder für ein Freitagsgebet genutzt. Der türkische Ministerpräsident Tayyib Erdogan hat zuvor die Hagia Sophia besucht. Das Fotomaterial zeigt, dass die wertvollen und uralten christlichen Fresken und Bilder verschleiert werden. Dazu werden Teppiche genutzt, im Fall der Madonnendarstellung aber auch ein Segelvorhangsystem. Die große türkische Zeitung „Milliyet“ beschreibt das System folgendermaßen: „Das elektronische Schienensystem, das für das 6,5 Meter große Mosaik der Theotokos und die 7,5-Meter große Darstellung des Gabriel verwendet wird… kann innerhalb einer einzigen Minute geöffnet und geschlossen werden.“ Die „Milliyet“ berichtet weiter, dass man die ursprünglich angedachte Lichttechnologie zum Unsichtbarmachen der Bilder aufgegeben habe, weil sie sich schädigend auf die alten Bilder auswirken könnten. Auch ein Vorhang ist auf den Fotos zu erkennen, der ebenfalls als Verhüllung eingesetzt wird. Die Hagia Sophia steht auf der Liste der als Weltkulturerbe anerkannten Bauten.

Die Moschee wird künftig „Ayasofya-Moschee“, der alte Name „Hagia Sophia“ (griechisch: „Göttliche Weisheit“) bleibt also erhalten.

Hintergrund: Die Hagia Sophia in Istanbul wird wieder in den Status einer aktiven Moschee übergeführt, offenbar ist es der türkische Präsident Erdogan persönlich, der die Umwandlung in eine Moschee vorantrieb. Zuvor war die Kathedrale im alten Konstantinopel, die als „Vatikan der Ostkirche“ einst von gewaltiger weltkirchlicher und auch von architekturgeschichtlicher Bedeutung war, als Museum genutzt gewesen, um Spannungen zwischen den Religionen zu vermeiden. Die Hagia Sophia war Krönungskirche byzantinischer Kaiser (seit 641), Kathedrale des Ökumenischen Patriarchats von Konstantinopel und Ort wichtiger historischer Ereignisse gewesen. Nach der Eroberung Konstantinopels durch die Osmanen im Jahr 1453 verlor sie an Bedeutung, blieb aber in der Bausubstanz weitgehend unverändert erhalten. Sie war lange eine Moschee, bevor sie unter Atatürk in ein Museum umgewandelt wurde. Noch heute gilt sie als ein Wahrzeichen Istanbuls.

Es hatte zuvor starke Befürchtungen gegeben, dass die unersetzlichen Bilder und Fresken, die in der Hagia Sophia die Jahrhunderte überdauert hatten, übertüncht oder gar zerstört würden. Im Islam gilt ein strenges Bilderverbot, gläubige Muslime könnten sich deshalb an den Darstellungen durchaus stören.

VIDEO - Türkischer Regierungssender Diyanet zeigt erste Aufnahmen der zur Moschee umgewandelten Hagia Sophia - Besuch von Präsident Erdogan

Mehr dazu auf kathtube:


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Lesermeinungen

 Silvio 24. Juli 2020 
 

Wie denken

Bedford-Strohm und Kardinal Marx darüber? Ist ihnen heute wenigstens klar, was sie mit der Kreuzabnahme am Jerusalemer Tempelberg angerichtet haben?


7
 
 Eisenherz 24. Juli 2020 
 

Möge die Heilige Weisheit die Irrenden erleuchten und bald zur Umkehr zu Christus, den Sohn Gottes h

Das wünsche ich allen Muslimen, die in dieser Kirche beten, auch wenn sie derzeit noch nicht die Wahrheit erkennen können und auch nicht erkennen wollen. Irgendwie sind diese Verhüllungen ja selbstredend, für das, was hier geschieht: Auch wenn man die Gottesmutter und den Sohn Gottes mit Tüchern verhängt und verdrängen will, sie sind ja trotzdem da - ob man sie sehen will oder nicht!
Das gilt für viele Christen bei uns ja genauso...
Übrigens Herr Präsident: Man sollte sich nicht mit fremden Federn schmücken (das gilt auch für Christen!)


6
 

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