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Corona: Mehr als 100 katholische US-Schulen schließen für immer

29. Juli 2020 in Jugend, 2 Lesermeinungen
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Ausfall der monatlichen Schulgebühren und der jährlichen Spendenaktionen im Frühjahr führen zu finanziellen Engpässen, die nicht alle Schulen meistern können. Zugang zu Mitteln aus dem Hilfspaket ist mit Schwierigkeiten verbunden.


Washington D.C. (kath.net/jg)

In den USA haben mehr als 100 katholische Schulen bekannt gegeben, dass sie ihren Betrieb im kommenden Herbst einstellen müssen. Die Corona-Pandemie hat sie in existentielle finanzielle Nöte gebracht, die sie nicht zu bewältigen vermochten. In den nächsten Monaten werden noch weitere Schließungen befürchtet, berichtet der Catholic Herald.

 

Durch die Pandemie kam es zu einem Einbruch beim Schulgeld, das im Durchschnitt ungefähr achtzig Prozent des operativen Budgets der Schulen ausmacht. Die jährlichen Spendenaktionen im Frühjahr fielen ebenfalls aufgrund der Pandemie aus.


 

Fast jede Diözese in den USA sei von mindestens einer Schließung betroffen, sagt Mary Pat Donoghue, die für Bildungsfragen zuständige Mitarbeiterin der US-Bischofskonferenz. Sie hoffe, dass durch das Corona-Hilfspaket der Regierung zumindest einige der Schließungen verhindert werden können.

 

Für katholische Schulen tun sich aber Schwierigkeiten auf, das Geld aus dem Hilfspaket in Anspruch zu nehmen. Zum einen werden die Mittel primär an öffentliche Schulen vergeben. Katholische Schulen sind hier im Nachteil, weil sie Privatschulen sind.

 

Das zweite Hindernis für katholische Schulen sind bestimmte Anti-Diskriminierungsbestimmungen, deren Einhaltung Voraussetzung für die Antragsstellung ist. Katholische Schulen weigern sich, offen homosexuell lebende oder Transgender-Personen anzustellen, weil deren Lebensstil der katholischen Morallehre widerspricht. Ein Urteil des Obersten Gerichtshofes hat zwar erst vor kurzem bestätigt, dass staatliche Unterstützung für nichtöffentliche Schulen Privatschulen nicht ausschließen kann, nur weil sie eine religiöse Ausrichtung haben. Trotzdem bleiben rechtliche Hindernisse für katholische Privatschulen, schreibt der Catholic Herald.

 

 

Foto: Symbolbild

 


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Lesermeinungen

 Ulrich Motte 29. Juli 2020 
 

Staatliche Privatschuldiskriminierung

ist in den USA noch schlimmer als in Deutschland, wo Privatschulen regelmäßig weniger Geld vom Staat erhalten als private. Nach liberalen Grundsätzen müssen private Schulen selbstverständlich berechtigt sein, religiöse bzw. moralische Anforderungen an ihre Lehrer (und Schüler) zu stellen. Zu Schulschließungen:
Die nationale katholische Erziehungsvereinigung gibt für die letzten Jahre durchschnittlich rund 100 Schulschließungen (der Begriff " schulschließung" ist nicht ganz eindeutig) pro Jahr an, so daß obige Zahl im Rahmen läge.


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0
 
 doda 29. Juli 2020 

Beobachte die Finanzströme seit März 2020 und frage dich 'cui bono'?

Beobachte, wer in Geldnot gerät und frage dich 'cui bono'?


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