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Missionar der Liebe zu Gott und zu jedem Nächsten

15. August 2020 in Chronik, 1 Lesermeinung
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Erzbischof Schick erinnert in Auschwitz an den heiligen Märtyrer Maximilian Kolbe.


Auschwitz (kath.net /ebb)

Der Vorsitzende der Kommission Weltkirche der Deutschen Bischofskonferenz und Vorsitzende des Stiftungsrats der Maximilian-Kolbe-Stiftung, Erzbischof Ludwig Schick (Bamberg), hat heute (14. August 2020) beim europäischen Workshop in Oświęcim/Auschwitz den heiligen Maximilian Kolbe als Missionar Jesu Christi gewürdigt. „Seine Hauptaufgabe sah er darin, die Menschen zu überzeugen, dass alle von Gott geliebt sind und sie zu befähigen, einander zu lieben, wie Jesus Christus uns geliebt hat“, sagte er in seiner Predigt zum Gedenktag des heiligen Franziskanerpaters, der im Vernichtungslager Auschwitz für einen Familienvater in den Hungerbunker ging und am 14. August 1941 durch eine Giftspritze ermordet wurde. Besonders in diesem Jahr, in Zeiten der Corona-Pandemie, sei es wichtig, sich von Kolbe inspirieren zu lassen und das Evangelium zu verkünden, damit sich kein Rassismus, Nationalismus oder Egoismus auf Kosten anderer ausbreiten kann.


 

Zwar sei seit dem Kriegsende vor 75 Jahren viel Versöhnung und Frieden in Europa entstanden – vor allem auch zwischen Deutschland und Polen. Aber Frieden sei brüchig und eine ständige Aufgabe, „das spüren wir gerade in diesem Jahr“, erklärte Erzbischof Schick, der auch Vorsitzender der deutsch-polnischen Kontaktgruppe der Bischofskonferenzen beider Länder ist. „Die Europäische Union durchleidet eine Zerreißprobe, die Spannungen zwischen den Völkern nehmen zu.“

 

Um zum Frieden und zur Versöhnung in der Welt beizutragen, hätten auch Papst Franziskus, sowie vor ihm Papst Benedikt XVI. und besonders der heilige Papst Johannes Paul II. der Kirche als wichtigste Aufgabe im 21. Jahrhundert und 3. Jahrtausend die Mission aufgetragen, so Erzbischof Schick. Aufgabe sei es, das Evangelium der Gottes- und Nächstenliebe jedem einzelnen Menschen ins Herz zu legen und den Völkern und Nationen die Zivilisation der Liebe näherzubringen. „Wenn wir Europa als Union verschiedener Nationen und Kulturen beibehalten wollen, die in Solidarität der Liebe geeint sind, in Respekt, Toleranz, Wohlwollen und Hilfsbereitschaft, dann müssen wir das Evangelium verkünden, wie es Maximilian Kolbe getan hat.“

Foto: (C) Erzbistum Bamberg


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Lesermeinungen

 Stefan Fleischer 15. August 2020 

Schon unser Landesvater

Bruder Klaus wusste:
"Fried ist allweg in Gott, denn Gott ist der Fried."
Wenn wir also am Ende des Heiligen Messopfers aufgefordert werden: "Gehet hin in Frieden!", dann sollten wir uns jedes Mal bewusst machen, dass wir nicht in unserem eigenen Frieden gehen sollten, sondern im Frieden des Herrn, der gesagt hat: „Frieden hinterlasse ich euch, MEINEN Frieden gebe ich euch; NICHT einen Frieden, WIE DIE WELT IHN GIBT, gebe ich euch. Euer Herz beunruhige sich nicht und verzage nicht.“ (Joh 14,27)
Deshalb finde ich es auch so falsch, wenn der Priester (eigenmächtig) sagt: „Gehet hin und bringt Frieden!“ Wenn wir im Frieden Christi gehen, dann bringen wir - man möchte fast sagen - automatisch – den wahren Frieden, wenn nicht, bringen wir (wenn es gut geht) höchstens den brüchigen Frieden dieser Welt.
Der Friede des Herrn sei allezeit mit euch!


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