Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Papst an Piusbrüder: 'Kehren Sie um!
  2. Papst: „Ich brauche Ihre Unterstützung – eine starke, ausdrückliche und öffentliche Unterstützung“
  3. Konsistorium: Kardinäle benennen aktuelle Probleme, z.b. Meinung, das Leben habe keinen Sinn
  4. Bevorstehende „illegale Bischofsweihen für die Piusbruderschaft“ „ein schwerer schismatischer Akt“
  5. GRÜN-Politikerin möchte das Töten von zwölf ungeborenen Kindern finanzieren
  6. Gehört der menschliche Leichnam der Allgemeinheit?
  7. "Der priesterliche Weg ist kein Weg irdischer Herrlichkeit, sondern ein Weg des Kreuzes"
  8. „Man kann die priesterlichen Vollmachten nicht beliebig aufteilen und funktionalistisch outsourcen“
  9. Leo XIV: „Die Autorität des Primats liegt bei demjenigen, der zuhört und nur deshalb führt“
  10. Mehr Klarheit mit jeder Absage aus Rom
  11. Petrus und Paulus: Die Einheit der Kirche wächst aus der Verschiedenheit
  12. Vorläufige Dialogpause zwischen der „Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa“ und dem Vatikan
  13. WM-Public-Viewing in katholischer KIRCHE - (K)eine gute Idee?
  14. US-Bischof Barron: „Erzbischof Paglia bestätigte die schlimmsten Befürchtungen vieler von uns“
  15. Nach Feier mit Erzbischof Lackner werden Karabiner von Schützenkompanien beschlagnahmt

Karl Habsburg: Europa ist mehr als die EU

7. Jänner 2021 in Aktuelles, 5 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Präsident der Paneuropabewegung Österreich: EU "noch nicht vollständig, da es viele Länder gibt, die organisch zu Europa gehören, gegenwärtig aber nicht dabei sind" - Mariazell ist ein spirituell besonders wichtiger Ort für die Familie Habsburg


Wien (kath.net/KAP) Eine Lanze für ein geeintes Europa, das über die Europäische Union (EU) hinausreicht, hat Karl Habsburg gebrochen. Im Interview mit der Wiener Kirchenzeitung "Der Sonntag" betonte Habsburg, "dass die Europäische Union nicht Europa ist". Es sei ein Missverständnis, "wenn die Menschen Europa und die Europäische Union gleichsetzen". Die aktuelle EU nannte Habsburg als "nicht vollständig, da es viele Länder gibt, die organisch zu Europa gehören, gegenwärtig aber nicht dabei sind". Sein Ziel sei es daher, "Europa als Ganzes" zu betonen, so der Präsident der Paneuropabewegung Österreich. Anlass des Interviews war der anstehende 60. Geburtstag des Kaiserenkels (11. Jänner).

Das europäische Konzept sei "natürlich ungemein mit unserer Familie verbunden, auch historisch", betonte Habsburg. "Wir haben persönliche Verbindungen in praktisch alle europäischen Länder, deswegen fühle ich mich auch in ganz Europa zu Hause."

Auf seinen Vater Otto angesprochen, sagte Habsburg: "Ich habe sehr selten den erhobenen Zeigefinger gesehen, aber sehr viel Unterstützung in meinen Interessen erhalten." Besonders Geschichte, Politik, Geografie, aber auch Religion habe sein Vater als sehr wichtig erachtet. "Ich verstand, wie wichtig Religion für die Schaffung unserer Gesellschaft, unseres Wertebildes immer gewesen ist."


Mariazell als spiritueller Lebensmittelpunkt

Als religiös besonders wichtigen Ort für die Familie Habsburg bezeichnete er den steirischen Wallfahrtsort Mariazell. "Es ist ein spiritueller Lebensmittelpunkt, den meine Familie mitentwickeln durfte und eine persönliche Beziehung dazu hatte." Die Basilika in Mariazell und die darin befindliche Muttergottesstatue sei für seine Vorfahren vor schwierigen Entscheidungen oder bei Problemen eine Stütze gewesen.

Auf seine persönliche Beziehung zu seiner Großmutter Ex-Kaiserin Zita angesprochen, sagte Habsburg: "Sie war ein ungemein charismatischer Mensch und eine sehr Respekt heischende Person. Es war für mich völlig normal, dass ich sie immer nur mit Sie angesprochen habe." Weiter: "Sie hatte eine unglaubliche Perspektive mit den Lebensabschnitten, die sie durchlaufen hat."

Zu seinem Großvater Kaiser Karl I., der 2004 seliggesprochen wurde, meinte Habsburg: "Die Vorstellung, dass man einen Großvater hat, der durch die Kirche seliggesprochen wurde, ist auf der einen Seite großartig, auf der anderen Seite natürlich nicht einfach, weil man das selber nie erreichen wird."

Einsatz für weltweite Kulturgüter

Habsburg setzt sich u.a. auch für die Bewahrung von Kulturgütern ein, etwa als Präsident von "Blue Shield International". Wie das Rote Kreuz in Krieg und Frieden die Menschen schützt, so schütze "Blue Shield" die bedrohten Kulturgüter, die die kulturelle Identität einer Gesellschaft bzw. der Weltgemeinschaft bilden. Habsburg wörtlich: "Für mich bedeutet Einsatz für die Kulturgüter Einsatz für unsere Identität." Es werde völlig unterschätzt, dass "wir Teile unserer gesamten Weltidentität verlieren, etwa wenn in Konflikten Kulturgüter zerstört werden, oder wenn Sprachen verloren gehen."

Wie das Magazin "Information Christlicher Orient" in seiner jüngsten Ausgabe berichtete, war Habsburg im vergangenen Herbst in seiner Funktion als "Blue Shild"-Präsident erstmals im Tur Abdin in der Südosttürkei. Das einstige Kerngebiet der Syrisch-orthodoxen Kirche beherbergt Klöster und Kirchen, die bis in die ersten christlichen Jahrhunderte zurückreichen. Aktuell leben nur mehr rund 2.500 Christen in der Region.


Auf dem Besuchsprogramm Habsburgs standen u.a. die Klöster Deyrulzafaran, Mor Gabriel, Mor Augin, Mor Yakoub (Salah) und Mor Yakoub (Karno), die antike Jakobskirche in Nisibis und die berühmte Marienkirche in Hah. Habsburg traf mit den beiden Abtbischöfen Bischöfe Timotheos (Mor Gabriel) und Philoxenos (Deyrulzafaran) zusammen, suchte aber genauso das Gespräch mit der lokalen Bevölkerung in den Dörfern der Region.


Das Interview mit Karl Habsburg wird am Sonntag, 10. Jänner, um 17.30 Uhr auf "radio klassik stephansdom" ausgestrahlt. (Infos: https://radioklassik.at/)


Copyright 2020 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
 Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 phillip 8. Jänner 2021 
 

Scotus meint, es fehle der EU an Gottesbezug, und

hat - verbal gesehen - nicht ganz unrecht, allerdings verkennt er einen Religionsbezug. Ein solcher ergibt sich nämlich aus den Fahnen und Emblemen der Union. Dort wird nämlich die "Religion" zum Ausdruck gebracht, die Albert Pike als "Lucifer-Religion" bezeichnet und bekennt. Sie zeigt sich in den Pentagrammen, die auf eine Spitze gestellt, den "(Gegen)Religionsgründer", und auf zwei Spitzen gestellt, seinen antichristlichen Grundsatz "non serviam" darstellen.


1
 
 Scotus 8. Jänner 2021 

Es fehlt der Gottesbezug in der Verfassung

EU = Europa ohne Gott


1
 
 phillip 8. Jänner 2021 
 

Was ist die EU nach ihrem Selbstverständnis und was sagt ...

... die Paneuropabewegung?
Die EU definiert sich wie folgt: "Die Europäische Union (abgekürzt: EU) ist ein Zusammenschluss von europäischen Staaten, die gemeinsame politische Ziele verfolgen. Die EU besteht seit dem 1. November 1993. An diesem Tag haben sich zwölf Staaten, darunter auch Deutschland, zur Europäischen Union zusammengeschlossen".

Was sagt die Paneuropabewegung? "Sie ist ganz Europa: Unter diesem Schlagwort betonen wir den Grundsatz, daß jedes europäische Land ein Recht auf Mitgliedschaft in der Europäischen Union hat".

Kann jemand dem Herrn Habsburg den Unterschied zwischen "Freiwilligem" Zusammenschluss von (demokratisch konzipierten) Staaten" einerseits und "Rechtsanspruch" andererseits erklären!


1
 
 Hilfsbuchhalter 7. Jänner 2021 

Die EU ist das dekonstruierte Europa.

Jenes verheerende Experiment, das in ganz Europa Religion und Politik, Institutionen und Überzeugungen, Identitäten und Gemeinschaften zerstückt und entleert hat, um deren endgültig entwertete Form als Moloch EU wieder neu vorzulegen.

Ein Hoch auf Habsburg! Ein Hoch auf Europa!


0
 
 J. Rückert 7. Jänner 2021 
 

Babel als Ziel?

Ein gesunder Staatenbund besteht aus gesunden Parzellen. Die EU zeigt immer mehr Parallelen zur Sowjetunion. Deren Ende ist bekannt.


4
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. EINMALIGE SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz - REISE AUSGEBUCHT
  2. „Man kann die priesterlichen Vollmachten nicht beliebig aufteilen und funktionalistisch outsourcen“
  3. Papst an Piusbrüder: 'Kehren Sie um!
  4. Ehemalige Hamas-Geisel deckt die Lügen der UN-Sonderberichterstatterin auf!
  5. US-Bischof Barron: „Erzbischof Paglia bestätigte die schlimmsten Befürchtungen vieler von uns“
  6. "Der priesterliche Weg ist kein Weg irdischer Herrlichkeit, sondern ein Weg des Kreuzes"
  7. Papst: „Ich brauche Ihre Unterstützung – eine starke, ausdrückliche und öffentliche Unterstützung“
  8. Mehr Klarheit mit jeder Absage aus Rom
  9. Vorläufige Dialogpause zwischen der „Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa“ und dem Vatikan
  10. Bevorstehende „illegale Bischofsweihen für die Piusbruderschaft“ „ein schwerer schismatischer Akt“
  11. Das zweite Konsistorium Leos XIV.
  12. Gehört der menschliche Leichnam der Allgemeinheit?
  13. GRÜN-Politikerin möchte das Töten von zwölf ungeborenen Kindern finanzieren
  14. Konsistorium: Kardinäle benennen aktuelle Probleme, z.b. Meinung, das Leben habe keinen Sinn
  15. Nach Feier mit Erzbischof Lackner werden Karabiner von Schützenkompanien beschlagnahmt

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz