Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Deutsche Bischofskonferenz beschließt: Man will in Rom um Erlaubnis für Laienpredigt bitten
  2. Ist die Zeit der Barmherzigkeit bald vorbei? Stehen wir kurz vor der Zeit des Gerichts?
  3. Brasilianischer Erzbischof droht Teilnehmern an der Alten Messe Exkommunikation an
  4. Möge die Versöhnung der Kirche in Deutschland gelingen
  5. "Alle Iraner feiern. Die schlimmsten Menschen der Welt weinen"
  6. Toni Faber und der Zölibat - Beschwerdewelle gegen Wiener Dompfarrer
  7. Um Gottes willen: „die Waffen nieder“ – Kardinal Brandmüllers Ruf zur liturgischen Vernunft
  8. Die Wahl von Bischof Heiner Wilmer zum DBK-Vorsitzenden „ist ein echtes Hoffnungszeichen“
  9. „Gemeinnutz vor Eigennutz“: Bischof erntet Kritik für NS-Vergleich in Richtung AfD
  10. "Deutsche Kirchen" ersetzen spirituelle Dimension der Fastenzeit durch weltanschauliche Agitation
  11. Papst antwortet auf Leserbrief eines Atheisten
  12. Ein Gott, der nichts mehr verlangt
  13. 'Ein Katholizismus ohne Beichte ist wie ein Krankenhaus ohne Medikamente'
  14. "Mit Hitler hat es keinen vernünftigen, authentischen und verantwortungsvollen Dialog gegeben!"
  15. Kärntner Ordinaritaskanzler: Rechthaberei in der Kirche überwinden

Karl Habsburg: Europa ist mehr als die EU

7. Jänner 2021 in Aktuelles, 5 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Präsident der Paneuropabewegung Österreich: EU "noch nicht vollständig, da es viele Länder gibt, die organisch zu Europa gehören, gegenwärtig aber nicht dabei sind" - Mariazell ist ein spirituell besonders wichtiger Ort für die Familie Habsburg


Wien (kath.net/KAP) Eine Lanze für ein geeintes Europa, das über die Europäische Union (EU) hinausreicht, hat Karl Habsburg gebrochen. Im Interview mit der Wiener Kirchenzeitung "Der Sonntag" betonte Habsburg, "dass die Europäische Union nicht Europa ist". Es sei ein Missverständnis, "wenn die Menschen Europa und die Europäische Union gleichsetzen". Die aktuelle EU nannte Habsburg als "nicht vollständig, da es viele Länder gibt, die organisch zu Europa gehören, gegenwärtig aber nicht dabei sind". Sein Ziel sei es daher, "Europa als Ganzes" zu betonen, so der Präsident der Paneuropabewegung Österreich. Anlass des Interviews war der anstehende 60. Geburtstag des Kaiserenkels (11. Jänner).

Das europäische Konzept sei "natürlich ungemein mit unserer Familie verbunden, auch historisch", betonte Habsburg. "Wir haben persönliche Verbindungen in praktisch alle europäischen Länder, deswegen fühle ich mich auch in ganz Europa zu Hause."

Auf seinen Vater Otto angesprochen, sagte Habsburg: "Ich habe sehr selten den erhobenen Zeigefinger gesehen, aber sehr viel Unterstützung in meinen Interessen erhalten." Besonders Geschichte, Politik, Geografie, aber auch Religion habe sein Vater als sehr wichtig erachtet. "Ich verstand, wie wichtig Religion für die Schaffung unserer Gesellschaft, unseres Wertebildes immer gewesen ist."


Mariazell als spiritueller Lebensmittelpunkt

Als religiös besonders wichtigen Ort für die Familie Habsburg bezeichnete er den steirischen Wallfahrtsort Mariazell. "Es ist ein spiritueller Lebensmittelpunkt, den meine Familie mitentwickeln durfte und eine persönliche Beziehung dazu hatte." Die Basilika in Mariazell und die darin befindliche Muttergottesstatue sei für seine Vorfahren vor schwierigen Entscheidungen oder bei Problemen eine Stütze gewesen.

Auf seine persönliche Beziehung zu seiner Großmutter Ex-Kaiserin Zita angesprochen, sagte Habsburg: "Sie war ein ungemein charismatischer Mensch und eine sehr Respekt heischende Person. Es war für mich völlig normal, dass ich sie immer nur mit Sie angesprochen habe." Weiter: "Sie hatte eine unglaubliche Perspektive mit den Lebensabschnitten, die sie durchlaufen hat."

Zu seinem Großvater Kaiser Karl I., der 2004 seliggesprochen wurde, meinte Habsburg: "Die Vorstellung, dass man einen Großvater hat, der durch die Kirche seliggesprochen wurde, ist auf der einen Seite großartig, auf der anderen Seite natürlich nicht einfach, weil man das selber nie erreichen wird."

Einsatz für weltweite Kulturgüter

Habsburg setzt sich u.a. auch für die Bewahrung von Kulturgütern ein, etwa als Präsident von "Blue Shield International". Wie das Rote Kreuz in Krieg und Frieden die Menschen schützt, so schütze "Blue Shield" die bedrohten Kulturgüter, die die kulturelle Identität einer Gesellschaft bzw. der Weltgemeinschaft bilden. Habsburg wörtlich: "Für mich bedeutet Einsatz für die Kulturgüter Einsatz für unsere Identität." Es werde völlig unterschätzt, dass "wir Teile unserer gesamten Weltidentität verlieren, etwa wenn in Konflikten Kulturgüter zerstört werden, oder wenn Sprachen verloren gehen."

Wie das Magazin "Information Christlicher Orient" in seiner jüngsten Ausgabe berichtete, war Habsburg im vergangenen Herbst in seiner Funktion als "Blue Shild"-Präsident erstmals im Tur Abdin in der Südosttürkei. Das einstige Kerngebiet der Syrisch-orthodoxen Kirche beherbergt Klöster und Kirchen, die bis in die ersten christlichen Jahrhunderte zurückreichen. Aktuell leben nur mehr rund 2.500 Christen in der Region.


Auf dem Besuchsprogramm Habsburgs standen u.a. die Klöster Deyrulzafaran, Mor Gabriel, Mor Augin, Mor Yakoub (Salah) und Mor Yakoub (Karno), die antike Jakobskirche in Nisibis und die berühmte Marienkirche in Hah. Habsburg traf mit den beiden Abtbischöfen Bischöfe Timotheos (Mor Gabriel) und Philoxenos (Deyrulzafaran) zusammen, suchte aber genauso das Gespräch mit der lokalen Bevölkerung in den Dörfern der Region.


Das Interview mit Karl Habsburg wird am Sonntag, 10. Jänner, um 17.30 Uhr auf "radio klassik stephansdom" ausgestrahlt. (Infos: https://radioklassik.at/)


Copyright 2020 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
 Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. ISLAND im SOMMER - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Deutsche Bischofskonferenz beschließt: Man will in Rom um Erlaubnis für Laienpredigt bitten
  4. "Alle Iraner feiern. Die schlimmsten Menschen der Welt weinen"
  5. Die Wahl von Bischof Heiner Wilmer zum DBK-Vorsitzenden „ist ein echtes Hoffnungszeichen“
  6. Toni Faber und der Zölibat - Beschwerdewelle gegen Wiener Dompfarrer
  7. "Europa hat die Gefahr der islamischen Republik Iran noch immer nicht begriffen"
  8. "Mit Hitler hat es keinen vernünftigen, authentischen und verantwortungsvollen Dialog gegeben!"
  9. "Deutsche Kirchen" ersetzen spirituelle Dimension der Fastenzeit durch weltanschauliche Agitation
  10. Um Gottes willen: „die Waffen nieder“ – Kardinal Brandmüllers Ruf zur liturgischen Vernunft
  11. Bischof Erik Varden bei Fastenexerzitien im Vatikan: „Tausende fallen“
  12. Ist die Zeit der Barmherzigkeit bald vorbei? Stehen wir kurz vor der Zeit des Gerichts?
  13. Möge die Versöhnung der Kirche in Deutschland gelingen
  14. Mexiko in Angst: Priester spenden auf einem Dach eucharistischen Segen
  15. 'Ein Katholizismus ohne Beichte ist wie ein Krankenhaus ohne Medikamente'

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz