Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Kardinal Marx meint: "Die Kirche ist kein sinkendes Schiff, sie wird nur umgebaut"
  2. Vatikan: Bischöfe fordern langfristige Begleitung von Ehepaaren
  3. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  4. „Warum bin ich Christ“
  5. Deutsche Caritas-Präsidentin fordert CDU-Annäherung an 'Die Linke'
  6. Böhmermann verhöhnt in seiner Sendung Jesus Christus
  7. Meghan Markle-Fans ‚terrorisieren‘ Priester wegen Kritik an ihrem Adventskalender
  8. Was wir mit unserem Körper tun, ist theologisch“
  9. USA: Zahl der Teenager-Mädchen, die sich als lesbisch oder bisexuell bezeichnen, sinkt stark
  10. 'Christen können Todesstrafe in gutem Gewissen ablehnen'
  11. Ohne Furcht und Heuchelei. Die Freiheit für das Gute ohne Kompromisse
  12. Norwegischer Bischof Erik Varden über „Laetitiae amor“ und „Amoris laetitia“
  13. Englische Lebensschützerin Vaughan-Spruce plädiert ‚nicht schuldig‘ bei Anklage wegen stillen Gebets
  14. Herabstürzendes Kruzifix tötet Priester während der Messe
  15. Weltmissionssonntag: Vatikan ermöglicht vollkommenen Ablass

Reichtum und Armut

27. Jänner 2021 in Jugend, 8 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Sind wir schon so reich, dass wir vom Thron gestürzt werden, oder sind wir doch noch arm genug, um reich beschenkt zu werden? - Die Jugendkolumne von kath.net - Von Viktoria Samp


Linz (kath.net)

Reichtum und Armut sind relative Begriffe. Je nachdem, worauf wir uns beziehen, mit wem wir uns vergleichen, zu welchem Zeitpunkt wir uns diese Frage stellen, fällt unsere Antwort darauf sicherlich sehr unterschiedlich aus. Letztens ist mir ein Ausschnitt aus dem Lukasevangelium im Gedächtnis geblieben: „Er stürzt die Mächtigen vom Thron und erhöht die Niedrigen. Die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben und lässt die Reichen leer ausgehn“. (Lk 1, 52-53)

Sind wir schon so reich, dass wir vom Thron gestürzt werden, oder sind wir doch noch arm genug, um reich beschenkt zu werden?

Ich denke, das ist vor allem eine Frage danach, wie wir mit unserer Situation umgehen – wie gehen wir mit unseren Reichtum um, wie mit unserer Armut? Wie gehen wir mit unserem materiellen Reichtum um, wie mit unserem intellektuellen Reichtum, unserem Reichtum an Autorität, Moral, Gutherzigkeit etc.? Reichtum ist nicht nur materiell und ich stelle mir vor, dass nicht nur derjenige, der materielles Reichtum besitzt und diesen nur für sich nutzt, anstatt zu teilen, vom Thron gestürzt wird, sondern auch derjenige, der in anderen Sphären reich ist, aber nicht teilen kann. Selbst ein materiell armer Mensch kann sehr reich sein in anderen „Dingen“ und ist ebenfalls zum Teilen berufen. Auch, wenn wir materiell nicht viel zu geben haben, so haben wir vielleicht doch einen solchen Reichtum an etwas anderem, dass wir diesen nicht für uns allein behalten dürfen. Ich denke hier z.B. an den Glauben, an Talente, an Freude und noch an vieles andere.


Wir müssen uns dabei auch bewusst werden, dass wir alles, was wir haben, nur auf bestimmte Zeit besitzen. Das Sind Gaben, die wir genauso gut hätten nicht haben können. Es ist eine Gnade, überhaupt mit dem Leben beschenkt worden zu sein und auch alles andere, was wir besitzen, haben wir nicht aus eigener Kraft erlangt. Einerseits schenkt uns Gott selbst viele Gnaden, andererseits werden wir auch von anderen Menschen beschenkt. Und es liegt auch an uns, ob wir diese Gnaden und Geschenke annehmen und weise nutzen können. Teilen zu können ist auch ein Ausdruck unserer Dankbarkeit und unserer demütigen Einsicht, dass wir alles, was wir sind und haben, Gott zu verdanken haben.

Weihnachten ist vorüber, das neue Jahr dauert schon einige Zeit. Vielleicht reflektieren wir in diesen Tagen immer wieder unsere Vorsätze und fragen uns, ob wir auf einem guten Weg sind. Vielleicht können wir uns in diesen Tagen auch fragen, was unsere Stärken und unsere Schätze sind. Vielleicht können wir in diesem Jahr jeden Tag im Leben einer anderen Person eine „Bescherung“ sein und so dafür sorgen, dass das Weihnachtsfest jeden Tag aufs Neue geschieht.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Erneut ruhige Spitalnacht für Papst nach Krebs-Operation
  3. Mit dem Rosenkranz im Gym
  4. Meghan Markle-Fans ‚terrorisieren‘ Priester wegen Kritik an ihrem Adventskalender
  5. 'Wenn ich zurückkönnte, würde ich sie wieder wählen – genau wie sie sind'
  6. 'Jeden Tag sprach ich mit Gott und mit meiner Mutter'
  7. Erkrankter Papst ruft Familien zu Mitarbeit in den Gemeinden auf
  8. 3,5 Millionen Ave Maria für den Papst
  9. Genesung des Papstes verläuft laut Ärzteteam nach Plan
  10. Wenn dir beim Rosenkranzgebet der Zahnarzttermin einfällt
  11. Kardinal Marx meint: "Die Kirche ist kein sinkendes Schiff, sie wird nur umgebaut"
  12. Die Familie als Schule der Liebe - Eine Kirche aus Familien
  13. Vatikan: Papst verbrachte nach Krebs-OP eine ruhige Nacht
  14. CDU-Politiker mahnt: Kirchen dürfen sich nicht auf ‚Sozialbuden‘ reduzieren
  15. Herabstürzendes Kruzifix tötet Priester während der Messe

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz