Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. "Ein Schisma und mein Ausstieg aus der Priesterbruderschaft St. Pius X."
  2. Medjugorje: Brandanschlag und Schändungen kurz vor Jugendfestival
  3. Festnahme nach Schändungen in Medjugorje - Bischof ruft zu Gebet auf
  4. Die US-Bischöfe fördern die natürliche Familienplanung
  5. "Die Hölle ist der Ort der größtmöglichen Gottesferne"
  6. Die katholischsten Länder der Welt sind...
  7. Gänswein wird 70: Kirchenkarriere wohl noch nicht am Ende
  8. Pax tecum – Wenn der Papst über Frieden spricht
  9. Neues Video bringt Sea-Watch unter schweren Verdacht: Zusammenarbeit mit bewaffneten Schleusern?
  10. Junge brasilianische Katholiken hoffen auf mehr Glaubenslehre und ehrfürchtige Liturgie
  11. 'Weihnachten im Juli': Der Gedenktag der Heiligen Drei Könige
  12. Vatikan stuft schottische Mönche nach unerlaubter Bischofsweihe als exkommuniziert ein
  13. Ahmad Mansour: „Nennen wir es beim Namen: Es ist der Islamismus“
  14. Kardinal Müller: Das Konsistorium ließ eine tiefgehende Debatte über kirchliche Fragen vermissen
  15. Papst Leo: „So können wir als Christen das Alter leben: gebrechlich, aber zugleich berufen“

Reichtum und Armut

27. Jänner 2021 in Jugend, 8 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Sind wir schon so reich, dass wir vom Thron gestürzt werden, oder sind wir doch noch arm genug, um reich beschenkt zu werden? - Die Jugendkolumne von kath.net - Von Viktoria Samp


Linz (kath.net)

Reichtum und Armut sind relative Begriffe. Je nachdem, worauf wir uns beziehen, mit wem wir uns vergleichen, zu welchem Zeitpunkt wir uns diese Frage stellen, fällt unsere Antwort darauf sicherlich sehr unterschiedlich aus. Letztens ist mir ein Ausschnitt aus dem Lukasevangelium im Gedächtnis geblieben: „Er stürzt die Mächtigen vom Thron und erhöht die Niedrigen. Die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben und lässt die Reichen leer ausgehn“. (Lk 1, 52-53)

Sind wir schon so reich, dass wir vom Thron gestürzt werden, oder sind wir doch noch arm genug, um reich beschenkt zu werden?

Ich denke, das ist vor allem eine Frage danach, wie wir mit unserer Situation umgehen – wie gehen wir mit unseren Reichtum um, wie mit unserer Armut? Wie gehen wir mit unserem materiellen Reichtum um, wie mit unserem intellektuellen Reichtum, unserem Reichtum an Autorität, Moral, Gutherzigkeit etc.? Reichtum ist nicht nur materiell und ich stelle mir vor, dass nicht nur derjenige, der materielles Reichtum besitzt und diesen nur für sich nutzt, anstatt zu teilen, vom Thron gestürzt wird, sondern auch derjenige, der in anderen Sphären reich ist, aber nicht teilen kann. Selbst ein materiell armer Mensch kann sehr reich sein in anderen „Dingen“ und ist ebenfalls zum Teilen berufen. Auch, wenn wir materiell nicht viel zu geben haben, so haben wir vielleicht doch einen solchen Reichtum an etwas anderem, dass wir diesen nicht für uns allein behalten dürfen. Ich denke hier z.B. an den Glauben, an Talente, an Freude und noch an vieles andere.


Wir müssen uns dabei auch bewusst werden, dass wir alles, was wir haben, nur auf bestimmte Zeit besitzen. Das Sind Gaben, die wir genauso gut hätten nicht haben können. Es ist eine Gnade, überhaupt mit dem Leben beschenkt worden zu sein und auch alles andere, was wir besitzen, haben wir nicht aus eigener Kraft erlangt. Einerseits schenkt uns Gott selbst viele Gnaden, andererseits werden wir auch von anderen Menschen beschenkt. Und es liegt auch an uns, ob wir diese Gnaden und Geschenke annehmen und weise nutzen können. Teilen zu können ist auch ein Ausdruck unserer Dankbarkeit und unserer demütigen Einsicht, dass wir alles, was wir sind und haben, Gott zu verdanken haben.

Weihnachten ist vorüber, das neue Jahr dauert schon einige Zeit. Vielleicht reflektieren wir in diesen Tagen immer wieder unsere Vorsätze und fragen uns, ob wir auf einem guten Weg sind. Vielleicht können wir uns in diesen Tagen auch fragen, was unsere Stärken und unsere Schätze sind. Vielleicht können wir in diesem Jahr jeden Tag im Leben einer anderen Person eine „Bescherung“ sein und so dafür sorgen, dass das Weihnachtsfest jeden Tag aufs Neue geschieht.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. Medjugorje: Brandanschlag und Schändungen kurz vor Jugendfestival
  2. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  3. "Ein Schisma und mein Ausstieg aus der Priesterbruderschaft St. Pius X."
  4. Festnahme nach Schändungen in Medjugorje - Bischof ruft zu Gebet auf
  5. Gänswein wird 70: Kirchenkarriere wohl noch nicht am Ende
  6. Leo beruft den lehramtstreuen US-Erzbischof Cordileone in die Apostolische Signatur
  7. Krebs und Paradies – Das Leben des 17-jährigen David Buggi
  8. Ahmad Mansour: „Nennen wir es beim Namen: Es ist der Islamismus“
  9. Erzdiözese Wien bestätigt Pensionierung von Dompfarrer Faber
  10. Kardinal Müller: Das Konsistorium ließ eine tiefgehende Debatte über kirchliche Fragen vermissen
  11. Historiker Raymond Ibrahim: Kreuzzüge waren Antwort auf islamische Aggression
  12. Neues Video bringt Sea-Watch unter schweren Verdacht: Zusammenarbeit mit bewaffneten Schleusern?
  13. Irrtümer über den Jakobsweg
  14. Wie der heilige Augustinus Urlaub machte – und das wahre Glück fand
  15. Pax tecum – Wenn der Papst über Frieden spricht

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz