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Vom Vatikan geehrte Politikerin setzt sich weiter für Abtreibung ein

24. Februar 2021 in Prolife, 6 Lesermeinungen
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Die niederländische Politikerin Lilianne Ploumen erhielt 2017 den Päpstlichen Gregorius Orden.


Den Haag (kath.net/LifeSiteNews/jg)

Die niederländische Politikerin Lilianne Ploumen hat 2017 trotz ihres Engagements für legale Abtreibungen den Päpstlichen Gregorius-Orden erhalten. Seither hat sie diesen Einsatz fortgesetzt und sich für Frauenrechte engagiert.

In einem Interview mit der Zeitung Het Parool im Februar dieses Jahres wurde sie gefragt, ob ein Einsatz für Frauenrechte noch notwendig sei. Ploumen antwortete, die Niederlande hätten zwar Fortschritte gemacht, Frauen würden aber für die gleiche Arbeit immer noch weniger als Männer verdienen. Außerdem würde sie die Konsequenzen von vier Jahren Trump in den USA sehen. Frauen, die Abtreibungskliniken aufsuchen, würden jetzt häufiger belästigt. Das bereite ihr Sorgen, sagte sie.


Ploumen war 2017 eine der Gründerinnen der Bewegung „She Decides“ (dt. „Sie entscheidet“). Diese Bewegung will das „grundlegende Recht von Mädchen und Frauen“ unterstützen, ihr Sexualleben selbst zu bestimmen. Das schließe auch den Zugang zu modernen Verhütungsmitteln und zu „sicherer Abtreibung“ ein. „She Decides“ wurde als Antwort auf die „Mexiko City Politik“ gegründet, die von US-Präsident Donald Trump zu Beginn seiner Amtszeit im Januar 2017 wieder eingeführt wurde. Diese Regelung bestimmt, dass die US-Regierung kein Steuergeld an Organisationen vergeben darf, welche im Ausland Abtreibungen durchführen oder sich dafür einsetzen.

In einem Interview 2018 sagte Ploumen, sie habe den Orden für ihren „Einsatz für die Gesellschaft“ erhalten. Eine Sprecherin des Vatikan stellte später klar, dass die Verleihung des Ordens zu dem üblichen diplomatischen Austausch von Ehrungen  eines Staatsbesuches gehöre. Ploumen hatte König Willem Alexander und Königin Maxima bei einem offiziellen Besuch bei Papst Franziskus begleitet. Sie war Ministerin für Außenhandel und Entwicklungskooperation. Die Verleihung sei in keiner Weise als Billigung der Pro-Abtreibungs- und Geburtenkontrollpolitik von Ploumen zu verstehen, sagte die Sprecherin.

Seither hat sich Ploumen, die seit kurzem Vorsitzende der niederländischen Arbeiterpartei ist, weiter für leichteren Zugang zu Abtreibungen eingesetzt. 2019 setzte sie sich gemeinsam mit der Partei „Grüne Linke“ dafür ein, dass Hausärzte Abtreibungspillen verschreiben können. Im selben Jahr schrieb sie gemeinsam mit 130 europäischen Politikern einen offenen Brief an EU-Kommissionspräsidentin Ursula van der Leyen, in dem der Zugang zu „legalen und sicheren Abtreibungen für alle Frauen in der Europäischen Union“ gefordert wurde. Zu Beginn der Corona-Pandemie wollte sie, dass Abtreibungen als „wesentliche Leistungen“ von Einschränkungen im Rahmen der Pandemiebekämpfung ausgenommen sein sollten.

 


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