Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. "Ein Schisma und mein Ausstieg aus der Priesterbruderschaft St. Pius X."
  2. Medjugorje: Brandanschlag und Schändungen kurz vor Jugendfestival
  3. Kissler-Kritik an Papst Leo XIV.: „Fatale Botschaft“ bei Lampedusa-Besuch
  4. Festnahme nach Schändungen in Medjugorje - Bischof ruft zu Gebet auf
  5. Die US-Bischöfe fördern die natürliche Familienplanung
  6. Gänswein wird 70: Kirchenkarriere wohl noch nicht am Ende
  7. Neues Video bringt Sea-Watch unter schweren Verdacht: Zusammenarbeit mit bewaffneten Schleusern?
  8. Pax tecum – Wenn der Papst über Frieden spricht
  9. 'Weihnachten im Juli': Der Gedenktag der Heiligen Drei Könige
  10. Vatikan stuft schottische Mönche nach unerlaubter Bischofsweihe als exkommuniziert ein
  11. Vatikan dementiert Berichte über Ende des Rupnik-Verfahrens
  12. Ahmad Mansour: „Nennen wir es beim Namen: Es ist der Islamismus“
  13. Kardinal Müller: Das Konsistorium ließ eine tiefgehende Debatte über kirchliche Fragen vermissen
  14. Papst ruft zu christlichem Lebensstil im Urlaub auf
  15. Papst Leo: „So können wir als Christen das Alter leben: gebrechlich, aber zugleich berufen“

Lebensschützer Paul Cullen erhält von der Uni Münster Rückendeckung und behält seine Professur

1. März 2021 in Prolife, 5 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Uni: „Meinungsäußerungsfreiheit ist konstitutiv für freiheitlich-demokratische Grundordnung, es verbietet sich, bei Bestimmung ihres Schutzbereichs nach ‚guten‘ und ‚schlechten‘ Meinungen, ausgewogenen, unausgewogenen Begründungen zu differenzieren“


Münster (kath.net/pl) „Die Aberkennung der Bezeichnung ‚Außerplanmäßiger Professor‘ kommt vor diesem Hintergrund nicht in Betracht. Voraussetzung für eine solche wäre wissenschaftliches Fehlverhalten, zum Beispiel eine erhebliche, fahrlässige oder vorsätzliche Falschdarstellung wissenschaftlicher Erkenntnisse; dieses ist nicht gegeben.“ Das schreibt die Medizinische Fakultät der Universität Münster auf ihrer Homepage und beendet damit den Streit um Professor Paul Cullen. Die ASTA hatte gemeinsam mit einigen Medizinern den außerplanmäßigen Professor massiv angegriffen. Daraufhin untersuchte die Medizinische Fakultät „die kritisierten Äußerungen“, „die Prof. Cullen außerhalb seiner Lehrveranstaltungen an der Fakultät bei unterschiedlichen Anlässen und in verschiedenen Formaten insbesondere zum Thema des Schwangerschaftsabbruchs, der Corona-Impfung oder zur Positionierung des Vereins ‚Ärzte für das Leben‘ im gesellschaftlichen Diskurs verlautbart hat“. Dann betonte die Medizinische Fakultät: „Über die Argumentationsweisen, mit denen Prof. Cullen seine Meinungen vertritt, kann man ebenso streiten wie über die Positionen selbst, die er zu den oben genannten Themen einnimmt. Das von der Rechtsordnung vorgesehene Mittel der Reaktion auf kontroverse Meinungen ist das des gesellschaftlichen Diskurses und des Streits der Meinungen und nicht die rechtliche Sanktion. Dieser Grundsatz gilt für eine große Bandbreite von Äußerungen einschließlich solcher Beiträge, die sich einer tendenziösen Gedankenführung und fragwürdigen Wortwahl bedienten. Die Meinungsäußerungsfreiheit ist konstitutiv für eine freiheitlich-demokratische Grundordnung und es verbietet sich, bei der Bestimmung ihres Schutzbereichs nach ‚guten‘ und ‚schlechten‘ Meinungen oder ausgewogenen und unausgewogenen Begründungen zu differenzieren.“


Prof. Paul Cullen erklärte danach auf seiner Homepage: „Vielfalt, Offenheit, Meinungsfreiheit, freiheitlich-demokratische Grundordnung. Ich freue mich sehr, daß die medizinische Fakultät diese Prinzipien heranzieht, um der Forderung des AStA nach meiner Entlassung und damit der an Universitäten grassierenden „Cancel Culture“ klar zu widersprechen. Ich stehe weiter jedem für einen wissenschaftlichen Diskurs über meine Meinungen zur Verfügung. Auch dem Asta, der gar nicht diskutieren, sondern andere Meinungen lieber von der Uni verbannen will. In meiner Vorlesung wird es allerdings auch weiterhin nicht um Lebensrechtsfragen gehen, sondern wie bisher um Diabetes mellitus und Fettstoffwechsel.“

Bereits Anfang Februar hatte Cullen in einem Statement an die Studierenden der Universität Münster auf seiner Homepage erklärt: „Ich bin ein katholisch geprägter Ire, 60 Jahre alt und doziere über Diabetes. Privat setze ich mich für das Recht auf Leben ein. Meine Meinungen werden sich nicht immer mit allen Ihren Meinungen decken – und dieses Maß kultureller Diversität ist in Ordnung und an Universitäten durchaus üblich.“ Er werde, so erläuterte er weiter, „als ‚verschwörungsideologisch‘ oder ‚antisemitisch‘ diskreditiert, mir wird unterstellt, ich suche mit meinen Thesen Anschluss bei der extremen Rechten. – Zu Ihrer Information: Als Ire und Sohn eines Vaters, der mit 12 Jahren begann zu arbeiten, dürfen Sie sich sicher sein, dass der deutsche Nationalismus nicht meine politische Heimat ist.“ Dann betonte er: „Sehr geehrte Studierende der Universität Münster, Streit an Universitäten ist der Jungbrunnen für die Gesellschaft. Ich bin mir sicher, dass es Ihnen zuzumuten ist, etwas über Diabetes von mir zu erlernen, während ich in einem anderen Thema eine andere Meinung als Sie habe. Wehren Sie sich gegen die Entmündigung. Der Aktionismus Ihrer Kommilitonen ist eine Anmaßung. Fordern Sie den Diskurs gerade mit Positionen, die nicht die Ihren sind, um Ihr Wissen zu weiten und Ihre argumentative Kraft zu stärken. Weisen Sie jene in die Schranken, die über Ihr Gedankengut verfügen wollen. Ich vertraue auf Sie und Ihre Bildung ganz im Humboldtschen Sinne.“

- Link zur Stellungnahme der Medizinischen Fakultät der Universität Münster

- Link zur Stellungnahme von Prof. Cullen

Archivfoto Prof. Cullen (c) Paul Cullen


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. Medjugorje: Brandanschlag und Schändungen kurz vor Jugendfestival
  2. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  3. Kissler-Kritik an Papst Leo XIV.: „Fatale Botschaft“ bei Lampedusa-Besuch
  4. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  5. "Ein Schisma und mein Ausstieg aus der Priesterbruderschaft St. Pius X."
  6. Festnahme nach Schändungen in Medjugorje - Bischof ruft zu Gebet auf
  7. Gänswein wird 70: Kirchenkarriere wohl noch nicht am Ende
  8. DANKE JUSTIN! - Kanadischer Sänger bringt Stadion während WM-Finale mit „Halleluja“ zum Schweigen!
  9. Krebs und Paradies – Das Leben des 17-jährigen David Buggi
  10. Ahmad Mansour: „Nennen wir es beim Namen: Es ist der Islamismus“
  11. Leo beruft den lehramtstreuen US-Erzbischof Cordileone in die Apostolische Signatur
  12. Auf der Intensivstation zum ständigen Diakon geweiht: Pino Cannavò
  13. Erzdiözese Wien bestätigt Pensionierung von Dompfarrer Faber
  14. Kardinal Müller: Das Konsistorium ließ eine tiefgehende Debatte über kirchliche Fragen vermissen
  15. Neues Video bringt Sea-Watch unter schweren Verdacht: Zusammenarbeit mit bewaffneten Schleusern?

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz