Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. „Wir können nicht sagen, dass das, was 1.600 Jahre lang getan wurde, jetzt nicht mehr gültig sei“
  2. Kissler-Kritik an Papst Leo XIV.: „Fatale Botschaft“ bei Lampedusa-Besuch
  3. Die US-Bischöfe fördern die natürliche Familienplanung
  4. INSA-Umfrage: Relative Mehrheit der Deutschen lehnt Leihmutterschaft ab
  5. Neues Video bringt Sea-Watch unter schweren Verdacht: Zusammenarbeit mit bewaffneten Schleusern?
  6. Gänswein wird 70: Kirchenkarriere wohl noch nicht am Ende
  7. Pax tecum – Wenn der Papst über Frieden spricht
  8. 'Weihnachten im Juli': Der Gedenktag der Heiligen Drei Könige
  9. Vatikan dementiert Berichte über Ende des Rupnik-Verfahrens
  10. Deutsches Auswärtiges Amt verzichtet auf Genderschreibweise
  11. Papst ruft zu christlichem Lebensstil im Urlaub auf
  12. Papst Leo: „So können wir als Christen das Alter leben: gebrechlich, aber zugleich berufen“
  13. Auf der Intensivstation zum ständigen Diakon geweiht: Pino Cannavò
  14. Ahmad Mansour: „Nennen wir es beim Namen: Es ist der Islamismus“
  15. Leo beruft den lehramtstreuen US-Erzbischof Cordileone in die Apostolische Signatur

Benedikt XVI.: „Es gibt keine zwei Päpste. Nur einer ist Papst…“

1. März 2021 in Weltkirche, 42 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Emeritierter Papst im „Corriere della Sera“-Gespräch – Zu US-Präsident Biden: „Er ist katholisch… und persönlich gegen Abtreibung, aber als Präsident tendiert er dazu, sich in Kontinuität mit Linie der Demokraten zu präsentieren“. Von Petra Lorleberg


Vatikan (kath.net/pl) „Es gibt keine zwei Päpste. Nur einer ist Papst…“ Das sagt der emeritierte Papst Benedikt XVI. (Archivbild) im Gespräch mit dem „Corriere della Sera“. „Der Rücktritt von vor 8 Jahren? Ich denke ich habe das gut gemacht“, erläutert er weiter und räumt ein, dass der Rücktritt sei durchaus „eine schwierige Entscheidung“ gewesen sei. „Aber ich habe sie bei vollem Bewusstsein getroffen und ich denke, ich habe es gut gemacht. Einige meiner leicht ‚fanatischen‘ Freunde sind immer noch wütend, sie wollten meine Entscheidung nicht akzeptieren. Ich denke an die Verschwörungstheorien, die darauf folgten: Manche sagten, es sei die Schuld des Vatileaks-Skandals, Folge einer Verschwörung der Schwulenlobby, Folge des Falles des konservativen lefebvrischen Theologen Richard Williamson. Sie wollen nicht an eine bewusste Entscheidung glauben. Aber mein Gewissen ist in Ordnung.“

Im Gespräch habe sich Benedikt XVI. zu verschiedenen Themen geäußert: Zum katholischen US-Präsidenten Joe Biden äußert er einige Vorbehalte. „Es ist wahr, er ist katholisch“. „Und persönlich ist er gegen Abtreibung, aber als Präsident tendiert er dazu, sich in Kontinuität mit der Linie der Demokratischen Partei zu präsentieren ... Und in Bezug auf die Gender-Politik haben wir seine Position noch nicht vollständig verstanden“. Damit, so der „Corriere della Serra“, gebe Benedikt dem Misstrauen und der Feindseligkeit gegenüber einer Partei Ausdruck. Auch einem großen Teil des US-Episkopats gelten Biden und die Demokraten als zu liberal.


Zur geplanten Irakreise von Papst Franziskus sagt Benedikt XVI. mit ernstem und besorgtem Gesichtsausdruck, dass er dies für „eine sehr wichtige Reise“ halte, die aber leider „in einen sehr schwierigen Moment“ falle, was sie auch „zu einer gefährlichen Reise macht: aus Sicherheitsgründen und wegen Covid.. Und dann ist da noch die instabile irakische Situation. Ich werde Franziskus mit meinem Gebet begleiten“. Einige Männer der Vatikanischen Gendarmerie und der Schweizer Garde sind seien bereits vor Ort, um Schutzmaßnahmen für Papst Franziskus zu organisieren. Auch italienische Geheimdienstagenten seien seit Wochen anwesend, aber es sei nicht klar, mit wem sie zusammenarbeiten.

Der inzwischen 93 jahre alte Emeritus äußere sich „mit schwacher Stimme“ und bemühe sich, „jedes Wort gut zu artikulieren“, schildert der Beitrag im „Corriere della Sera“, Gänswein helfe und wiederhole gegebenenfalls die Worte. Benedikt trage an einem seiner „sehr dünnen“ Handgelenke eine Armbanduhr, am anderen einen Notfallsender.

Man habe sich mit dem Emeritus im „Guardini-Raum getroffen“, dort werde nach Angaben des Privatsekretärs Benedikts, Erzbischof Georg Gänswein (Präfekt des Päpstlichen Hauses) u.a. das Gesamtwerk des italienisch-deutschen Theologen Romano Guardini gesammelt. Benedikt hatte vom Herausgeber des Corriere, Luciano Fontana, zwei Karikaturen des von ihm geschätzten Karikaturisten Emilio Giannelli überreicht bekommen, die ihn zum Lachen brachten.

Am Ende erzählt der Corriere: „Wenn man das Kloster verlässt, das von einem Schweizer Wachmann in Zivil mit einem Headset im Auto begleitet wird, könnte man meinen, dass wenn Ratzinger mit einem Schleier der Stimme darauf besteht, ‚Es gibt nur einen Papst‘, spricht er mit Sicherheit die ‚Fanatiker‘ an, die nicht aufgeben. Um sie zu beruhigen, spricht er mit den Anhängern von Franziskus, die den intellektuellen Schatten dieses alten und gebrechlichen Theologen mit zunehmendem Alter fürchten. Aber vielleicht flüstert der emeritierte Papst es nach acht Jahren mit seiner inneren Stimme unbewusst sogar sich selbst zu.“

Link zum Beitrag im „Corriere della Sera“: Intervista a Ratzinger: «Non ci sono due Papi. La rinuncia di 8 anni fa? Credo di aver fatto bene».


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  2. „Wir können nicht sagen, dass das, was 1.600 Jahre lang getan wurde, jetzt nicht mehr gültig sei“
  3. Kissler-Kritik an Papst Leo XIV.: „Fatale Botschaft“ bei Lampedusa-Besuch
  4. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  5. Gänswein wird 70: Kirchenkarriere wohl noch nicht am Ende
  6. DANKE JUSTIN! - Kanadischer Sänger bringt Stadion während WM-Finale mit „Halleluja“ zum Schweigen!
  7. Krebs und Paradies – Das Leben des 17-jährigen David Buggi
  8. Auf der Intensivstation zum ständigen Diakon geweiht: Pino Cannavò
  9. Kardinal Burke: ‚Die Synodalität muss gestoppt werden‘
  10. INSA-Umfrage: Relative Mehrheit der Deutschen lehnt Leihmutterschaft ab
  11. Erzdiözese Wien bestätigt Pensionierung von Dompfarrer Faber
  12. Leo beruft den lehramtstreuen US-Erzbischof Cordileone in die Apostolische Signatur
  13. Ahmad Mansour: „Nennen wir es beim Namen: Es ist der Islamismus“
  14. Birkenstock springt auf "Nun Girl Summer"-Trend auf: Animierte Filz-Nonne in Birkenstock-Sandalen
  15. Irrtümer über den Jakobsweg

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz