Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Die Alte Messe braucht die Piusbruderschaft nicht
  2. ZDF hasst Katholiken
  3. Eduard Habsburg: Alte Messe ist ‚absolute Antithese zur heutigen Welt‘
  4. Erzbistum Washington entlässt Exorzisten wegen Äußerungen zu UFOs und Dämonen
  5. Christus bleibt nicht im Tempel! Fronleichnam: Einladung für die Gegenwart
  6. Das Beichtgeheimnis: Festgeschrieben für die Ewigkeit?
  7. Es gibt keine zweite Chance mehr
  8. "Gesegneten Frohnleichnahm" - eine CSU-Blamage zu Fronleichnam
  9. Kurienerzbischof Pozzo: „Die beiden Formen des Römischen Ritus nicht gegeneinander ausspielen“
  10. Kardinal Woelki: In der Eucharistie schenkt sich Christus selbst
  11. Bischof Algermissen: kfd-Positionspapier zu § 218 StGB ist nicht katholisch
  12. ‚Jedes Knie soll sich beugen‘: Erzbischof Fisher ruft zum Knien vor der Eucharistie auf
  13. Technisch brillant, geistig obdachlos
  14. Papst: „Ich bin zutiefst berührt, dass Sie darüber sprechen können“
  15. Papst reagiert bestürzt auf Ermordung von Bischof Afonso/Mosambik

Unerschütterlich im Glauben - Leseprobe 1

10. April 2021 in Buchtipp, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Die Autobiografie von Erzbischof Fulton J. Sheen. Mit einem Vorwort von Raymond Arroyo. Leseprobe 1


Linz (kath.net)

Auszug aus der Trauerrede beim Begräbnis

Am 20. September sprach Erzbischof Sheen über den zweiten Abschnitt seines Lebens als einer Zeit der Verkündigung. Als er 1925 aus Europa zurückkam, begann seine erstaunliche berufliche Laufbahn des Redens, Lehrens und Predigens. Er war der Erste, der im Radio eine reguläre Sendereihe über religiöse Themen aufnahm, und der erste Kirchenmann, dessen wöchentliche Sendereihe im Fernsehen ausgestrahlt wurde. Im Lauf der Jahre wurde die Kanzel dieser großartigen Kathedrale zu seiner Kanzel, denn viele Menschen kamen, um seine Predigten zu hören. Daher ist es von schöner Symbolik, dass er in der Krypta unter dem Hochaltar beigesetzt wird. Mehr als sechzig Bücher gingen aus seiner Feder hervor, außerdem unzählige Artikel und Briefe. Immer ging er auf das Denken der gegenwärtigen Zeit ein und er betonte, dass ein Redner seine Hörer dort abholen muss, wo sie sich befinden, und nicht von seinem eigenen Standpunkt ausgehen darf.

Während dieser Zeit bat ihn die Kirche, die Kongregation für die Verbreitung des Glaubens in den USA zu leiten. Damals hatte er als Professor an der Katholischen Universität von Amerika bereits einen beträchtlichen Ruf. Viele fragten ihn, wie er eine solche Stellung für dieses anscheinend begrenztere Apostolat aufgeben könne, worauf er zu antworten pflegte: „Ich habe die Wände des Vorlesungssaals hinausgeschoben, und jetzt kann ich die ganze Welt umfangen.“ In diesem Amt wurde von ihm erwartet, dass er den missionarischen Enthusiasmus innerhalb der Kirche intensivierte und finanzielle Unterstützung für die Bedürfnisse der Mission einwarb.


Während dieses Lebensabschnitts bat ihn die Kirche, die Leitung des „Päpstlichen Werkes für die Verbreitung des Glaubens“ in den USA zu übernehmen. Damals war sein Ruf als Professor an der Katholischen Universität von Amerika bereits begründet. Viele fragten ihn, wie er eine solche Position für ein offenbar beschränkteres Apostolat aufgeben konnte …, worauf er antwortete: „Ich habe die Wände der Lehrräume nach außen verschoben und jetzt kann ich die ganze Welt einbeziehen.“ In dieser Rolle wurde von ihm erwartet, dass er die missionarische Begeisterung innerhalb der Kirche verstärken und finanzielle Mittel für die Bedürfnisse der Missionen sammeln würde.

Die Kirche steht weltweit für immer in seiner Schuld für die Art und Weise, wie er dieser Verantwortung gerecht wurde. Er vermittelte den Missionaren auf der ganzen Welt ein neues Gespür für die Würde ihrer Berufung. Die missionarischen Ideale fasste er in kurze, unvergessliche Formulierungen:

„Es gab einen heidnischen römischen Dichter, der sagte, dass die Wohltätigkeit zu Hause beginnt. An einem trockenen, felsigen Straßenrand zwischen Jerusalem und Jericho lehrte uns ein gewisser Samariter, dass die Nächstenliebe bei Christus entfernt von zu Hause beginnt, und bei den am wenigsten attraktiven Nachbarn.“

Oder: „Unsere Wohltätigkeit gegenüber den Armen der Welt wird von Gott nicht so sehr an dem gemessen, was wir geben, sondern daran, wie viel wir für uns zurückbehalten haben, nachdem wir gegeben haben. Deshalb war das Scherflein der Witwe eine so gewaltige Gabe: Sie gab alles, was sie besaß.“

Oder in einer Rede zu Menschen wie meinesgleichen: „Wir können sagen, dass wir nicht fähig sind zu graben, aber wir wollen niemals sagen, dass wir uns schämen zu betteln.“

Seine Liebe zum „Päpstlichen Werk der Glaubensverbreitung“ überdauerte Leben und Tod, und Sie sind sicher nicht überrascht zu hören, dass er sowohl im Leben wie im Tod seinen gesamten irdischen Besitz verschenkte.

Viele fanden durch seine Worte zum Glauben an Christus und zur Kirche, und für jede berühmte Persönlichkeit, die er im Glauben unterrichtet hatte, gab es Hunderte anderer, die ihm ebenso wichtig waren wie diejenigen, die im Rampenlicht standen. Er stellte die Fülle des katholischen Glaubens auf eindringliche und überzeugende Weise dar. Eine der von ihm Bekehrten sprach für alle und fasste seine Gabe am Ende einer Stunde des Glaubensunterrichts zusammen, indem sie aufsprang und mit geballten Fäusten, zum Himmel gewandt, ausrief: „O Gott, was für einen Protagonisten hast du doch in diesem Mann!“

Erzbischof Edward T. O’Meara, S.T.D.
St. Patrick’s Kathedrale
New York City
13. Dezember 1979

 

kath.net Buchtipp
Unerschütterlich im Glauben
Von Erzbischof Fulton J. Sheen
Geb., 416 Seiten, mit 58 Schwarz-Weiß- Fotos
Media Maria 2021
ISBN: 978-3-9479311-9-4
Preis: Euro 21,60 


Bestellmöglichkeiten bei unseren Partnern:


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Glaube

  1. Priester sagt, in seiner Gemeinde gebe es viele religiöse Menschen, aber nur wenig Christen
  2. Bischof Ivo Muser: "Der größte Mangel, den wir in unserer Diözese haben, ist der Gläubigenmangel"
  3. „Die Generation Z, die in Manhattan zur Messe kommt, sucht keine alternative Clubszene“
  4. Katholische Influencer öffnen neue Zugänge zum Glauben für die junge Generation
  5. Kardinal Nichols: „Das kostbarste Geschenk, das der Kirche anvertraut ist: das heilige Messopfer“
  6. „Junge Menschen, die zum Glauben zurückkehren, wollen den ‚vollen fetten Glauben‘“
  7. Kardinal Arborelius: In Schweden „weiß jeder, dass die katholische Kirche Abtreibung ablehnt“
  8. US-Vizepräsident Vance kündigt Buch über seinen persönlichen Rückweg zum katholischen Glauben an
  9. Spanische Bischofskonferenz beleuchtet Verhältnis von Verstand und Emotion im persönlichen Glauben
  10. „Broken Mary“ - Papst segnet die außergewöhnliche Marienstatue „Unsere Mutter der Beschädigten“






Top-15

meist-gelesen

  1. SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz - ANMELDUNG nur noch bis 22. JUNI!!!
  2. ZDF hasst Katholiken
  3. Das Beichtgeheimnis: Festgeschrieben für die Ewigkeit?
  4. "Gesegneten Frohnleichnahm" - eine CSU-Blamage zu Fronleichnam
  5. Erzbistum Washington entlässt Exorzisten wegen Äußerungen zu UFOs und Dämonen
  6. "Ich musste ihm unglücklicherweise ein paar Schläge verpassen"
  7. Östereichische Bischofskonferenz: Lackner bleibt Vorsitzender, Scheuer wieder Vize
  8. Kardinal Woelki: In der Eucharistie schenkt sich Christus selbst
  9. Polen: Fußballer Bartosz Sobczyk gab seine Karriere auf, um Priester zu werden
  10. Papst kommt unpünktlich und scherzt auf Deutsch: "Ich bin Ausländer"
  11. Aus der Liebe geboren, zur Einheit berufen - Ein Leib, ein Geist, eine Sendung
  12. Die Alte Messe braucht die Piusbruderschaft nicht
  13. Das Maß vor dem Gesetz. Würde, Recht und die Grenzen der Macht
  14. Papst: „Ich bin zutiefst berührt, dass Sie darüber sprechen können“
  15. Es gibt keine zweite Chance mehr

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz