Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Fünf weibliche Opfer von Pater Marko Ivan Rupnik schreiben offenen Brief an Papst Leo XIV.
  2. Papst Leo singt mit 80.000 Jugendlichen das „Salve Regina“ auf Latein
  3. Es gibt drei Erzengel, die vor Gottes Thron für uns eintreten
  4. Sechs Messdiener mit Down-Syndrom ministrierten bei der historischen Papstmesse in Paris
  5. US-Bischof Robert Barron: „Der Kommunismus erlebt in unserem Land gerade ein Comeback“
  6. Ein Erzbischof auf Staatsbesuch
  7. Salzburg: 1.000 Gläubige bei Adoratio-Kongress zu "Himmlischer Friede"
  8. „Wenn wir den wahren missionarischen Geist, den richtigen Weg finden, gibt es in Deutschland noch…“
  9. „Das Ende von Maria 2.0“
  10. Bei öffentlichen Anlässen: Kanadas Militärkapläne dürfen nicht über Gott sprechen
  11. Papst Leo: „Diese vier Tage waren buchstäblich erfüllt mit vielen Segnungen, fast schon Wundern“
  12. Anerkanntes Wunder von Fulton Sheen: Baby nach 61 Minuten Atemstillstand lebt, heute kerngesund
  13. Der Katholik Macron wird bei keiner der drei Papstmessen in Frankreich mitfeiern
  14. Abtreibungsbefürworter begehen Farbanschlag auf Malteserklinikum in Flensburg
  15. 'Kirche casht ab' - Immer weniger österreichische Katholiken, immer mehr Millionen!

#SegenFürAlle: Pfarreien erklären Ungehorsam

12. April 2021 in Kommentar, 46 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Die österreichweite Initiative „#Segen für alle“ und ein gemeinsamer Protest der deutschsprachigen katholischen Frauenverbände sind bekannt wortgewaltig, in ihrer Argumentation aber nicht glaubwürdig. Eine Analyse von Michael Koder


Wien (kath.net/mk) Der offene Protest gegen die Klarstellung der Glaubenskongregation zur Segnung von Partnerschaften außerhalb der Ehe zieht immer weitere Kreise. In Österreich hat sich die Initiative „#Segen für alle“ formiert: Sie möchte „die zahlreichen und vielfältigen Positionen zur ‚Segnung von homosexuellen Paaren‘ von Vertreter:innen [sic!] der Katholischen Kirche“ abbilden. Die Homepage lässt Meinungsvielfalt aber vermissen: Sie macht nur wortgewaltig und emotional Stimmung gegen das Segnungsverbot durch zahlreiche ähnlich lautende Stellungnahmen von Theologen, Priestern und Pfarrgemeinderäten. Ein Pfarrgemeinderatsmitglied will in der umstrittenen Frage einen Konflikt zwischen Kurie und Papst sehen, übersieht dabei aber, dass der Papst die Note der Glaubenskongregation ausdrücklich gebilligt hat. Eine Theologin aus Graz stößt sich daran, dass es Segensfeiern für wiederverheiratete geschiedene und unverheiratete Paare gebe, nicht aber für homosexuelle. Doch gerade die Stellungnahme aus Rom klärt den scheinbaren Widerspruch: auch für erstere Paare sind nämlich keine Segensfeiern zulässig, selbst wenn das die letzten Jahre vielerorts anders gehandhabt wurde.


Die Verantwortlichen der neuen Initiative sind keine unbeschriebenen Blätter: Constanze Huber und Steffie Sandhofer kommen aus der Katholischen Jugend Wien bzw. der Jugendkirche Wien und haben bereits die Plattform "weilmaglaubn.at" ins Leben gerufen, wo sie auch kirchenpolitisch Flagge zeigen, etwa durch Sympathisierung mit der deutschen Maria-2.0-Bewegung und dem „Thesenanschlag“ für mehr Frauenrechte auf zahlreichen Kirchen. Dass sie im Umgang mit Internet und sozialen Medien versiert sind, wird auch bei ihrer Segenskampagne deutlich, die mit Hashtags wie #LoveIsNoSin oder #WirSegnenWeiter beworben werden soll. Gott wird dabei ein Gendersternchen umgehängt („Gottes* Segen“) und damit dessen Geschlecht (männlich, weiblich, „nichtbinär“?) ausdrücklich offengelassen.

Auf der Homepage von „#Segen für alle“ kann man Pfarren finden, die ausdrücklich erklären, gleichgeschlechtliche Paare zu segnen. Derzeit haben sich nur zwei Pfarren deklariert (Schwechat und Wien Breitenfeld). Einige mehr haben aber Bilder geschickt, auf denen Regenbogenfahnen als Beflaggungen der Pfarrkirchen zu sehen sind. Dass solche Aktionen wohl meistens auch nicht anders als ein ausdrücklicher Aufruf zum Ungehorsam zu verstehen sind, zeigt die Linzer Pfarre St. Konrad, die ganz oben in der Liste zu finden ist: Deren „leitende Seelsorgerin“ Monika Weilguni und die PGR-Obfrau Doris Nagl haben vor der Pfarrkirche eine Regenbogenfahne und daneben eine (weiß-gelbe) Vatikan-Fahne aufhängen lassen, offensichtlich eine Provokation. Der Pfarrgemeinderat habe sich „einstimmig und ausdrücklich für die Segnung von Menschen und deren Beziehungen  - unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung - ausgesprochen“.

Gemeinsam protestierend haben sich nun auch die katholischen Frauenverbände von Deutschland, Österreich und der Schweiz in einem offenen Brief an Rom zu Wort gemeldet: Sie fordern einen offenen Dialog über eine umfassende Reform der katholischen Sexual- und Beziehungsethik. Flankiert von den bekannten schwammigen Schlagworten wie „Homophobie“ und „Grundlage der Humanwissenschaften“ wollen sie eine Kirche, die nicht verurteile und auch nicht urteile. Hier tritt ein regelmäßiger Widerspruch zutage: die Kirche soll nicht bewerten und sich aus dem Leben der Menschen heraushalten. Was aber ist mit Klimasündern und „abschiebefreudigen“ Politikern? Ohne dieses Engagement gering zu schätzen, sind es regelmäßig genau die jetzt für „freie Liebe“ kämpfenden Gruppen und Pfarren, die mit Zeltlagern für Moria die Asylpolitik an den Pranger stellen und bei „Fridays for Future“-Demos eifrig mitmarschieren. Auf der einen Seite mit hocherhobenem Zeigefinger zu agitieren und andererseits Indifferenz einzufordern, ist nicht glaubwürdig.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Papst Leo: „Diese vier Tage waren buchstäblich erfüllt mit vielen Segnungen, fast schon Wundern“
  2. Fünf weibliche Opfer von Pater Marko Ivan Rupnik schreiben offenen Brief an Papst Leo XIV.
  3. 'Putin ist auf dem besten Weg, in diesem Jahr mehr Christen zu töten als der ISIS'
  4. Der evangelischen Theologischen Hochschule Basel soll die Akkreditierung entzogen werden
  5. Über das Dämonische
  6. 'Kirche casht ab' - Immer weniger österreichische Katholiken, immer mehr Millionen!
  7. Wissen Sie, wer die Idee zum fünffarbigen Missionsrosenkranz hatte?
  8. 'Ich habe mich geirrt'
  9. Der Mensch als Mitarbeiter Gottes - Fortschritt ist kein Gottesersatz
  10. Bei öffentlichen Anlässen: Kanadas Militärkapläne dürfen nicht über Gott sprechen
  11. Der Katholik Tolkien wird in der anglikanischen Westminster Abbey ein Denkmal erhalten
  12. Der Katholik Macron wird bei keiner der drei Papstmessen in Frankreich mitfeiern
  13. Salzburg: 1.000 Gläubige bei Adoratio-Kongress zu "Himmlischer Friede"
  14. Was ich als Priester von Fulton Sheen gelernt habe
  15. Papst an Klausurschwestern: „Der Herr ruft euch, seine Zeuginnen in Stille, Kontemplation zu sein“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz