Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. 'Und ich dachte, es müßte um Gott und das Heil der Seelen gehen. Ich bin ja so naiv'
  2. Jesuitenpater Thomas Reese mit irrer Aussage: ‚Warum ich die alte lateinische Messe hasse‘
  3. 'Denn es wird nicht zu dem kommen, was diese Lügner versprechen.'
  4. Liebe 'Deutsche Kirche', ihr seid Heuchler vor dem Herrn!
  5. Ermahnung zur parteipolitischen Neutralität
  6. Nicht mehr zu retten - Zum Substanzverlust der Kirche
  7. ‚Synodalität – ein Wort ohne Begriff? Ein erfundenes Narrativ macht Karriere
  8. Ein Drittel der 15-Jährigen in Deutschland kann nicht mehr ausreichend lesen oder rechnen!
  9. Wahl in Sachsen-Anhalt: AfD auch bei Kirchenmitgliedern stärkste Kraft
  10. Dann sollen sie doch in die Hölle gehen
  11. Kritik von Theologen an der Beurlaubung von P. Edmund Waldstein
  12. Wundersame Heilung, eine Marienerscheinung und Berufung mit 4 Jahren
  13. US-Präsident Donald Trump gratuliert Katholiken zum Fest Maria Geburt
  14. 'BILD' greift kath.net-Beitrag von Kardinal Müller auf
  15. Nigeria: Bischöfe schlagen nach erneuten Massakern Alarm

Pakistan: Gericht hebt Todesurteil gegen christliches Ehepaar auf

6. Juni 2021 in Weltkirche, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Nach Kritik des Europäischen Parlaments wurde das Paar nach einer dreitägigen Verhandlung freigesprochen - Parallelen zum Fall von Asia Bibi


Islamabad (kath.net/KAP) In Pakistan hat das Oberste Gericht in Lahore nach dreitägiger Verhandlung ein christliches Ehepaar freigesprochen, das 2014 wegen Gotteslästerung zum Tode verurteilt worden war und seither auf die Vollstreckung wartete. Ein Imam hatte den beiden vorgeworfen, blasphemische Textnachrichten mit Beleidigungen des Propheten Mohammed verschickt zu haben. Ihr Rechtsanwalt Saif-ul-Malook, der bereits die Christin Asia Bibi verteidigt hatte, erwartet die Freilassung kommende Woche, wie der römische Nachrichtendienst "Fides" am Donnerstag berichtete.

Die beiden Freigesprochenen, Shafqat Emmanuel und seine Frau Shagufta Kausar aus der Stadt Gojra westlich von Lahore, sahen sich laut Angaben ihres Anwalts als Opfer einer Verschwörung. Sie bestritten im Prozess stets, die Nachrichten gesendet zu haben, vielmehr hätten sie einen Streit mit muslimischen Arbeitskollegen gehabt. Der ihnen zunächst angelastete Text sei von jemand anderem verschickt worden, nachdem sie das fragliche Telefon verloren hätten.


Die aktuelle Freisprechung erfolgt auch vor dem Hintergrund eines Antrags, welchen Europäische Parlament im April verabschiedet hatte. Pakistan war darin für den mangelnden Schutz religiöser Minderheiten, darunter schiitische Muslime, Christen und Ahmadis, verurteilt worden. Mitte Mai hatte das EU-Parlament dann in einer Resolution die Aufhebung des Todesurteils und die sofortige Freilassung des Paares gefordert. Eine weitere Forderung war eine Überarbeitung des Freihandelsabkommens, das Handelsvorteile für Pakistan als Teil eines Programms zur wirtschaftlichen Entwicklungshilfe im Gegenzug für Fortschritte bei den Menschen- und Sozialrechten vorsieht.

Pakistans Blasphemiegesetze sehen für alles, was als Beleidigung des Islam oder des Propheten Mohammed angesehen wird, die Todesstrafe vor. Menschenrechtsaktivisten kritisieren, dass die Gesetze gegen religiöse Minderheiten oder für persönliche Rachefeldzüge missbraucht werden.

Der Freispruch wurde am Donnerstag von Menschenrechtsorganisationen und Aktivisten begrüßt. In dem südasiatischen Land sind noch weitere Berufungsverfahren in hunderten Blasphemiefällen anhängig. Die Richter entscheiden diese aber oft nicht, da sie heftige Reaktionen radikaler Geistlicher und ihrer oft gewalttätigen Anhänger fürchten.

Die Entscheidung zu dem christlichen Paar ist die zweite derartige nach dem Fall der Christin Asia Bibi. Die Frau saß fast zehn Jahre in der Todeszelle, bevor sie im Jahr 2018 freigesprochen wurde. Nun lebt sie mit ihrer Familie im Exil in Kanada.
Copyright 2021 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 SalvatoreMio 7. Juni 2021 
 

Dankt dem Herrn!

Wir sollten dankbar sein für jeden kleinen Schritt, der in der muslimischen Welt Christen zum Recht verhilft.Denn wie bekannt: es wird verleumdet und angeschwärzt, und selbst Juristen und Richter sind vor blindwütigen Islamisten nicht sicher.


1
 
 Aschermittwoch 6. Juni 2021 
 

Das Gebet wirkt

Gott sei Dank !


1
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. EILT - Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns JETZT!
  2. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  3. „Bin ich Konvertitin oder von Kindesbeinen an katholisch?“
  4. Auf Christus schauen!
  5. Liebe 'Deutsche Kirche', ihr seid Heuchler vor dem Herrn!
  6. Tschechien: Kirchenkommission warnt vor prorussischer Desinformation
  7. Die Geburt des neuen Antisemitismus aus dem verurteilten alten Antisemitismus
  8. Wahl in Sachsen-Anhalt: AfD auch bei Kirchenmitgliedern stärkste Kraft
  9. Papst Leo XIV. berät mit seinen Behördenleitern
  10. Primat in Synodalität – Synodalität in Communio
  11. Altabt bei Jugendfestival: Jesus als Vorbild für gelebte Liebe nehmen
  12. Leo XIV.: „Ihre Anwesenheit ist ein leuchtendes Zeugnis für die ungeschuldete Zuwendung Gottes“
  13. Neue Kirche "Heilig Kreuz" in Selfoss eingeweiht: Meilenstein für die katholische Kirche Islands
  14. Papst würdigt „berühmten Hymnus ‚Lead, Kindly Light‘ (Führ, liebes Licht)“ des hl. John Henry Newman
  15. Dann sollen sie doch in die Hölle gehen

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz