Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wenn die Falschbehauptung einer evangelischen Sängerin zum Eklat bei einer Musiksendung führt
  2. Vatikan untersagt jährlicher Wallfahrt im Rahmen der überlieferten lateinischen Liturgie den Zutritt
  3. AfD-Gemeinderat muss Katholische Landjugendbewegung verlassen
  4. Vatikan sieht Kirche vor Traditionsbruch
  5. Britischer Erzbischof Longley erlaubt zwei Messfeiern im vortridentinischen Sarum-Usus
  6. „Menschen können die Kirche weder reformieren noch nach eigenem Gutdünken eine neue gründen“
  7. „Die trügerische Taktik der stillen Revolution“
  8. Papst vor jüdischer Delegation: Die Kirche duldet keinen Antisemitismus, sie bekämpft ihn
  9. „Als Bischof ist es meine Pflicht, den Glauben der Kirche zu verkünden“
  10. Papst Leo sagt die Assisi-Reise ab!
  11. Chick-fil-A-Chef stellt klar: Keine Öffnung an Sonntagen – das wird sich nicht ändern
  12. Good news - Vatikan: Papst Leo ist krebsfrei und braucht keine weitere Therapie!
  13. Nordische Bischöfe: Europa sucht bei der Migration „nach einem neuen Gleichgewicht“
  14. Eine katholische Fake-Priesterin möchte das Töten kleiner Kinder
  15. „Wenn du ihn verstehst, ist es nicht Gott“

Pakistan: Gericht hebt Todesurteil gegen christliches Ehepaar auf

6. Juni 2021 in Weltkirche, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Nach Kritik des Europäischen Parlaments wurde das Paar nach einer dreitägigen Verhandlung freigesprochen - Parallelen zum Fall von Asia Bibi


Islamabad (kath.net/KAP) In Pakistan hat das Oberste Gericht in Lahore nach dreitägiger Verhandlung ein christliches Ehepaar freigesprochen, das 2014 wegen Gotteslästerung zum Tode verurteilt worden war und seither auf die Vollstreckung wartete. Ein Imam hatte den beiden vorgeworfen, blasphemische Textnachrichten mit Beleidigungen des Propheten Mohammed verschickt zu haben. Ihr Rechtsanwalt Saif-ul-Malook, der bereits die Christin Asia Bibi verteidigt hatte, erwartet die Freilassung kommende Woche, wie der römische Nachrichtendienst "Fides" am Donnerstag berichtete.

Die beiden Freigesprochenen, Shafqat Emmanuel und seine Frau Shagufta Kausar aus der Stadt Gojra westlich von Lahore, sahen sich laut Angaben ihres Anwalts als Opfer einer Verschwörung. Sie bestritten im Prozess stets, die Nachrichten gesendet zu haben, vielmehr hätten sie einen Streit mit muslimischen Arbeitskollegen gehabt. Der ihnen zunächst angelastete Text sei von jemand anderem verschickt worden, nachdem sie das fragliche Telefon verloren hätten.


Die aktuelle Freisprechung erfolgt auch vor dem Hintergrund eines Antrags, welchen Europäische Parlament im April verabschiedet hatte. Pakistan war darin für den mangelnden Schutz religiöser Minderheiten, darunter schiitische Muslime, Christen und Ahmadis, verurteilt worden. Mitte Mai hatte das EU-Parlament dann in einer Resolution die Aufhebung des Todesurteils und die sofortige Freilassung des Paares gefordert. Eine weitere Forderung war eine Überarbeitung des Freihandelsabkommens, das Handelsvorteile für Pakistan als Teil eines Programms zur wirtschaftlichen Entwicklungshilfe im Gegenzug für Fortschritte bei den Menschen- und Sozialrechten vorsieht.

Pakistans Blasphemiegesetze sehen für alles, was als Beleidigung des Islam oder des Propheten Mohammed angesehen wird, die Todesstrafe vor. Menschenrechtsaktivisten kritisieren, dass die Gesetze gegen religiöse Minderheiten oder für persönliche Rachefeldzüge missbraucht werden.

Der Freispruch wurde am Donnerstag von Menschenrechtsorganisationen und Aktivisten begrüßt. In dem südasiatischen Land sind noch weitere Berufungsverfahren in hunderten Blasphemiefällen anhängig. Die Richter entscheiden diese aber oft nicht, da sie heftige Reaktionen radikaler Geistlicher und ihrer oft gewalttätigen Anhänger fürchten.

Die Entscheidung zu dem christlichen Paar ist die zweite derartige nach dem Fall der Christin Asia Bibi. Die Frau saß fast zehn Jahre in der Todeszelle, bevor sie im Jahr 2018 freigesprochen wurde. Nun lebt sie mit ihrer Familie im Exil in Kanada.
Copyright 2021 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Äthiopien: Mehr als 60 Tote bei Angriffen auf Christen
  2. US-Erzbischof Cordileone: „Die Familie: Das Abbild Gottes“
  3. Vatikan sieht Kirche vor Traditionsbruch
  4. „Die trügerische Taktik der stillen Revolution“
  5. MISSIO Österreich - Nationaldirektor Johannes Laichner legt Amt aus gesundheitlichen Gründen zurück
  6. „Neun interessante Fakten über den heiligen Johannes Paul II., die Sie wohl noch nicht kannten“
  7. Wallner: „Richten sich kirchliche Stellen bei uns nicht klammheimlich als Palliativstationen ein?“
  8. Wortwahl dieses Berichts ist entmenschlichend und aggressiv!
  9. "Non abbiate paura - Habt keine Angst!"
  10. Good news - Vatikan: Papst Leo ist krebsfrei und braucht keine weitere Therapie!
  11. „Kirchliche Persilscheine für Rot-Grün-Rot“
  12. ‚Mission ist kein Gegensatz zu nachhaltiger Hilfe‘
  13. Polens Parlament stimmt für erweiterte legale Abtreibungen
  14. „Wenn du ihn verstehst, ist es nicht Gott“
  15. Die Ehe: Lebens- und Liebesgemeinschaft - Die Familie: Grundlage der Gesellschaft

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz