Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Das Gratis-Christentum des Hendrik Wüst
  2. Vatikan reagiert auf LGBT-Sexualkonzept für katholische Schulen in Hamburg!
  3. 'Was ich am Katholizismus schon immer toll fand...'
  4. Ablehnung ökumenischer Konzile ist modernistisch
  5. Der vatikanische Synodalismus ist ein Anachronismus
  6. Tragisches Ende einer Medjugorje-Wallfahrt: Zwölf polnische Pilger sterben bei Busunglück in Ungarn
  7. Vor Papstbesuch in Lourdes: Alle Rupnik-Mosaike werden dauerhaft verhüllt
  8. Der Bischof und der Denunziant
  9. Biologische Eltern verklagen Leihmutter, weil diese Abtreibung verweigerte
  10. Bischof widerruft Erlaubnis, dass die Piusbruderschaft in Lourdes Sakramente spenden dürfen
  11. Jedes Rosenkranzgebet sollte mit einer klaren Intention begonnen werden!
  12. Die denkwürdige Wandlung des Tucker Carlson
  13. SPÖ-Ministerinnen fordern ‚Schutzzonen‘ um Abtreibungskliniken
  14. Papst Leo XIV. nimmt Rücktrittsgesuch von Bischof Wiesemann an
  15. Nach Lebensschutzdemonstration: Zwölf Polizisten von Linksradikalen verletzt

"Kardinal Woelki steht unter dem Kreuz, während andere sich entfernen"

8. Juni 2021 in Kommentar, 32 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


"Für die ARD und den ZDF geht es überhaupt nicht um Missbrauch, es geht um den synodalen Weg" - Gastkommentar von Helmut Müller


Köln (kath.net)

Das heißt nicht, dass ich selbst die Kraft hätte unter dem Kreuz stehen zu bleiben, im Hinblick auf das, was Kardinal Woelki seit Monaten aushalten muss. Diese Gedanken kamen mir, als ich die Nachrichten im ZDF und der ARD und danach in ZDF spezial und den Tagesthemen von vergangenem Freitag sah. Kardinal Marx bat den Papst um die Annahme seines Rücktritts vom Bischofsamt, wie er sagte, aus persönlichen Gründen, weil er im Missbrauchskandal versagt habe. Mein Respekt, wenn das der Grund ist. Zumindest bei ZDF und ARD spielte bei der Berichtserstattung Missbrauch überhaupt keine Rolle. Allein Karen Miosga versuchte in viermaligem Nachfragen Bischof Bätzing zu einer Stellungnahme zu nötigen, dass ein anderer hätte zurücktreten müssen und nannte auch den Namen: Kardinal Woelki. Auch hier wurde ganz unverblümt nicht Missbrauch thematisiert, sondern Widerstand des Kölner Kardinals gegen die Reformagenda des synodalen Weges genannt. Mir ist noch nie so massiv und offensichtlich begegnet, dass Missbrauch mit dem Missbrauch geschieht. Sowohl Marx als auch Bätzing ließen dann doch noch durchblicken, dass auch sie an den Kardinal aus Köln dachten. In der Berichterstattung wurden dann auch ein ganzes Rudel von Gegnern Woelkis interviewt, die wie Bluthunde den Kölner Kardinal seit Monaten verfolgen und dann verbellen, auch wenn sie gar keine Spur gefunden haben: Der Münsteraner Kirchenrechtler Thomas Schüller, der Journalist Joachim Frank und Christian Weisner von Wir sind Kirche, der vermutlich in eine Sinnkrise stürzen würde, wenn sich alle seine Wünsche an die katholische Kirche tatsächlich erfüllten. Kirchenkritik ist offensichtlich seit über 20 Jahren sein Lebensinhalt.


   Ich will jetzt aber nicht über die Entscheidung von Kardinal Marx rätseln oder spekulieren, wie Franziskus entscheidet, sondern Kardinal Woelki bestärken, dass er wie Maria, die er ja im Namen führt und der Apostel Johannes, als einziger der Jünger unter dem Kreuz stehen geblieben sind. Jedenfalls kann man es nicht als Heldentat verkaufen, wenn man nicht darunter stehen geblieben ist. Dem Kölner Kardinal ergeht es nämlich nicht anders als Jesus selbst: Jesus bekam von seinen Jüngern zu hören: „Was er sagt, ist unerträglich. Wer kann das anhören? (Joh 6,60) Und einige Zeilen weiter heißt es dann: „Daraufhin zogen sich viele Jünger zurück und wanderten nicht mehr mit ihm umher.“ (Joh. 6,66)

Kardinal Woelki ist widerfahren, was auch seinem Meister widerfahren ist: Er redet den Leuten, wie Jesus damals, nicht nach dem Mund. Das ist sein eigentliches Vergehen. Da kann ihn auch der pensionierte Bundesrichter Thomas Fischer, der nicht mal Christ ist, sogar im Nachrichtenmagazin Der Spiegel, in Schutz nehmen, das erste Gutachten aus München ihn nicht belasten, der Strafrechtler Björn Gercke im zweiten Gutachten von Schuld freisprechen – das wird jetzt auch schon in Frage gestellt, natürlich von Thomas Schüller.  Und da nützt es auch nichts dass der Deutschlandfunk von einem Freispruch erster Klasse berichtet. Auch der Bild-Zeitung wurde vom Kölner Landgericht untersagt, wahrheitswidrige Behauptungen über den Kardinal in die Welt zu setzen. Das nützt alles nichts. Wie jetzt berichtet wird, ist ja schon eine neue Klage gegen den Kardinal unterwegs. Der eigentliche Grund ist: Der Kardinal sagt nicht, was die Leute hören wollen. Deshalb zeigen sie ihm die rote Karte, wie in einer Pfarrei geschehen.

 Das taten auch die Jünger Jesu, die ihren Meister nach Joh, 6,66 verlassen haben. Sie zeigten ihm die rote Karte, hätte es sie damals schon gegeben. Wenn seine Erzdiözese visitiert wird, visitieren die beauftragten Bischöfe hoffentlich auch die bockigen Schafe, die Mietlinge unter den Hirten des Kardinals und nicht nur ihren Oberhirten. Die Medienvertreter sollten einmal darüber nachdenken, wie sie es mit der Wahrheit halten. Man hätte zum Beispiel melden können, dass nicht alle in der Gemeinde dem Kardinal die rote Karte gezeigt haben, sondern dass die Gemeinde gespalten ist.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. EILT - Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns JETZT!
  2. Vatikan reagiert auf LGBT-Sexualkonzept für katholische Schulen in Hamburg!
  3. Der Bischof und der Denunziant
  4. Das Gratis-Christentum des Hendrik Wüst
  5. Stift Heiligenkreuz: Abt Maximilian Heim tritt zurück
  6. Papst Leo XIV. nimmt Rücktrittsgesuch von Bischof Wiesemann an
  7. 'Was ich am Katholizismus schon immer toll fand...'
  8. Neues Eigentümer-Ehepaar lässt Ex-Epstein-Ranch drei Tage lang exorzieren
  9. Tragisches Ende einer Medjugorje-Wallfahrt: Zwölf polnische Pilger sterben bei Busunglück in Ungarn
  10. Der vatikanische Synodalismus ist ein Anachronismus
  11. Ablehnung ökumenischer Konzile ist modernistisch
  12. Die denkwürdige Wandlung des Tucker Carlson
  13. Nach Lebensschutzdemonstration: Zwölf Polizisten von Linksradikalen verletzt
  14. 21 Märtyrer: 20 ägyptische Kopten und ein Wanderarbeiter aus Ghana
  15. Passauer Bischof Oster warnt in Altötting vor Verfall des christlichen Menschenbildes

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz