Login




oder neu registrieren?



Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Konflikt um Alte Messe betrifft Auffassung über Kirche und ihre Rolle in der Welt
  2. Allein den Betern kann es noch gelingen - Schicken Sie uns Ihr Anliegen!
  3. „Illegal und provokant: Frauenpredigt mit dem Ziel der Priesterinnenweihe“
  4. Papst über katholische Schulen: Es geht nicht um Missionierung
  5. Brasilianischer Kardinal Tempesta exkommuniziert Diözesanpriester Holtz unter „Schisma“-Vorwurf
  6. Schweizer Staatskirchenportal verbreitet Propaganda für das Töten ungeborener Kinder
  7. Theologen kritisieren „Nötigung zur Gendersprache“
  8. Weihnachtsspende für kath.net - Wir brauchen JETZT Ihre DRINGENDE Hilfe!
  9. „Pandemie der Ungeimpften“? – Vorwurf: Politische Maßnahmen ignorierten wissenschaftliche Studien
  10. Kohlgraf: Papst Franziskus ist über Synodalen Weg „gut informiert“, aber beurteilt ihn „kritisch“
  11. „Teufel ade, wir brauchen den guten Arzt nicht mehr, wir haben die Medizin“
  12. Viele Belgier beantragen, dass ihre Taufe aus dem Taufregister gestrichen wird
  13. Katholisch im absurden Theater
  14. "Wie der Heilige Nikolaus mit einer schallenden Watschn die Kirche rettete"
  15. 'Jesus, Josef und Maria - Ich kenne nur eine 'Royal family'

Vom ‚Fels in der Brandung’ zum ‚würdelosen Anbiedern an den schwankenden Zeitgeist’

22. Juli 2021 in Deutschland, 9 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Nach Handreichung für ‚Geschlechtersensible Sprache’ im Bistum Hildesheim: Der Vorsitzende des Vereins Deutsche Sprache überlegt, aus der katholischen Kirche auszutreten.


Dortmund (kath.net/jg)

Dr. Walter Krämer, Professor für Statistik an der Universität Dortmund und Vorsitzender des „Vereins Deutsche Sprache“ (VDS) überlegt, aus der katholischen Kirche auszutreten. Anlass ist die Handreichung „Geschlechtersensible Sprache“, welche das Bistum Hildesheim vor wenigen Wochen veröffentlicht hat.

In einem Brief an Heiner Wilmer, den Bischof von Hildesheim, bringt Krämer seine Enttäuschung darüber zum Ausdruck, dass die Kirche sich „an den schwankenden Zeitgeist“ anbiedert. „Diese Gendersprache grenzt aus, ist behinderten- und fremdenfeindlich und einer Unterstützung durch die katholische Kirche dermaßen unwürdig, dass ich es bis heute nicht begreifen kann“, schreibt Krämer wörtlich in Bezug auf die Handreichung des Bistums.

Für ihn sei die katholische Kirche „immer ein Fels in der Brandung des modernen turbulenten Zeitgeschehens“ gewesen, schreibt Krämer einleitend. Er sei einer der letzten seines Freundes- und Bekanntenkreises, der noch Kirchensteuer bezahle. Für Ende dieses Jahres überlege er nun den Austritt, fährt Krämer fort. Sollte sich die katholische Kirche „weiter an der Vergewaltigung der deutschen Sprache“ beteiligen, werde er jedenfalls austreten, kündigt Krämer an.

Prof. Krämer hat gegenüber kath.net die Echtheit des Briefes bestätigt.

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 lesa 23. Juli 2021 

Dringend notwendiger Widerstand

@naiverKatholik: Ihnen geht es dankenswerterweise um die Einheit.
Ohne Wahrheit gibt es aber keine Einheit. Dafür ist Gendern ein Exempel. Herr Krämer macht darauf aufmerksam: Es wäre Aufgabe der Kirche, dafür zu sorgen, dass diese Häresie wieder ausgeräumt wird. Ob "klein" oder "groß" - es ist vom Teufel und schadet enorm, umso mehr als es so harmlos daher kommt. A. Riebel schreibt: "Krämer nennt die Gendersprache als der Katholischen Kirche UNWÜRDIG. Als einer, der sich für Sprache engagiert, weiß er, dass mit Wortveränderungen der Sinn des Glaubens entstellt werden kann. Und er weß, von einer höheren Ordnung, der die Sprache erst gemäß sein soll." (TP 22.7.)
"Die Grenzen meiner Sprache sind die Grenzen meiner Welt" ist hier irrtümlich angewendet - entsprechend dem eigenmächtigen Gehabe des "Imperium des Guten": Wir bestimmen alles selber. Wir sind selber Gott. Aber die höhere Ordnung wird nicht durch Sprache begrenzt. Der Turmbau zu Babel mit aller Wirrsal stürzt ein.


3
 
 naiverkatholik 22. Juli 2021 
 

Lieber Professor, ...

...es gibt auch noch weitere gravierende Ärgernisse in der Kirche und durch die Kirche, die an Austritt denken lassen. Manche von den Tagen der Jüngerkirche an. Bitte nicht austreten. Austritt schwächt auch andere Gläubige in ihrer Bekenntnisstreue, vor allem die Kleinen. Ihre Kritik an einigem Hildesheimer Schwachsinn (es gibt auch vernünftige Empfehungen darunter) ist überall gehört worden. Kirche ist der Leib Christi. Der hätte auch guten Grund aus unserer Gemeinschaft auszutreten. Er tut es nicht. In Christo


2
 
 naiverkatholik 22. Juli 2021 
 

Lieber Professor,


1
 
 girsberg74 22. Juli 2021 
 

„geschlechtersensibel“, das Zauberwort um anzukommen.

War eigentlich schon immer so.

Nur dass ein Bischof von Hildesheim jetzt auch noch darauf verfällt, finde ich sonderbar.

Um die Geschäfte in Hildesheim auf Köpfe zu stellen, anstatt auf den Kopf, wäre zu überlegen, ob man in Hildesheim nicht das ganze Ordinariat bis in die Spitzte durchforstet – gendersensibel versteht sich.


4
 
 lesa 22. Juli 2021 

Gendersprache ist eine Lüge

Korrektur "noch immer" sind einige Hirten gegen die permanente Schädigung des Menschenbildes und auf die Dauer auch des Menschen selber blind und taub.
Das wird bagatellisiert, obwohl es nicht harmlos ist, sondern stellt mit der primitiven Verunstaltung auch eine schleichende geistige Vergiftung dar. Solche Zeitungen wird man dann halt abbestellen müssen, auch wenn sie andererseits reichhaltig Substanz bieten. Genderverdrehungen sind Lügen.
Christliche Verkündigung sollte sich zu schade sein für "Gendern" in irgendwelcher Form (z. B. Schwestern und Brüder etc.) Und der Papst hätte lieber angeordnet, dass die neuen Messlektionare entsorgt werden, anstatt dass er der Feier des Alten Ritus einen Riegel vorgeschoben hat.
Bei diesem verlogenen Gender-Plunder kann mancher nicht mitbeten.


4
 
 lesa 22. Juli 2021 

Nicht nur die Form, sondern das Menschenbild und der Mensch wird abgemurxt

@mphc: Danke! Das Schlimmste ist, dass mit der Verdrehung und Vermurxung de Sprache auch das christliche Menschenbild abgemurxt wird und noch immer nicht alle in der Verkündigung und Neuevangelisierung, noch nicht einmal alle Bischöfe im deutschsprachigen Raum gegenüber dieser Realität blind und schwerhörig sind.


6
 
 Chris2 22. Juli 2021 
 

An sich eine sehr zutreffende Analyse,

doch hoffe ich sehr, dass Prof. krämer nur aus der Kirchensteuer austreten würde.
Tipp dazu: In die Austrittserklärung "aus der Kirchensteuer" schreiben und dann - weil es so nicht durchgeht - das "steuer" dezent streichen. Damit und mit der Begründung ist dokumentiert, dass man katholisch bleibt, aber keine Kirchenzerstörung mehr fördert, somdern seine Gelder direkt an vertrauenswürdige Gruppen in der Kirche überweist (dokumentieren!)


2
 
 Krfiko 22. Juli 2021 
 

Bistum Hildesheim

Ich hoffe, dass der Bischof Wilmer den Brief auch
erhalten hat...und nicht nur seine vielen Vorzimmer...die alles bearbeiten...nach ihren Wünschen...


Armes Bistum Hildesheim.


6
 
 mphc 22. Juli 2021 

Ich liebe die deutsche Sprache

als meine Muttersprache mit einer großen Ausdrucksmöglichkeiten durch die Fähigkeit von Wortzusammensetzungen, wie sie in romanischen Sprachen zum Beispiel oft nicht möglich sind.
Ich leide sehr unter den Verhunzungen durch die Gendersprache.
Bender ist ob nur eine Schreibe, wie man es besonders im Französischen feststellen kann (Unterscheidung oft nur durch ein stummes "e") Außerdem, eine mit Gender versetzte Sprache ist durch Nicht-Mutterspracher noch schwerer erlernbar und und ist das Gegenteil von barrierefrei. Gerade Menschen mit besonderen Bedürfnissen müssen sich dann noch mehr plagen.


5
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Bistum Hildesheim

  1. Vorsitzender des Vereins Deutsche Sprache: Auf der Suche nach einem neuen Bistum
  2. Bistum Hildesheim spricht ab jetzt in ‚geschlechtersensibler Sprache’!
  3. Bischof Wilmer: Manche Gläubige „nur auf die Eucharistie fixiert!“
  4. Hildesheimer Bischof Heiner Wilmer auf Konfrontation mit Rom
  5. Wilmer hat sein Amt als 71. Bischof von Hildesheim angetreten
  6. P. Heiner Wilmer SCJ wird neuer Bischof von Hildesheim
  7. Papst Franziskus nimmt Rücktritt von Bischof Norbert Trelle an

gender mainstreaming

  1. "Liebe Herren-Kund*innen!" - Gender-Gaga bei H&M 
  2. Deutschland 2022 - Gender-Gaga statt Shakespeare bei Abitur!
  3. Willkommen im Kreise der Wertgeschätzten
  4. Weiterhin Gender-Gaga beim BDKJ!
  5. USA: Kein Demokratischer Senator will ‚Frau’ definieren
  6. Apple führt neues Emoji ‚schwangerer Mann’ ein
  7. US-Gleichstellungsbericht: Hitze, Luftverschmutzung, Infektionskrankheiten bedrohen Frauen stärker







Top-15

meist-gelesen

  1. Allein den Betern kann es noch gelingen - Schicken Sie uns Ihr Anliegen!
  2. Eine einmalige kath.net-Reise ans Ende der Welt - NORDKAP + LOFOTEN
  3. 'Jesus, Josef und Maria - Ich kenne nur eine 'Royal family'
  4. Das Platzen der großen Lebenslüge der 'deutschen Kirchen'
  5. Konflikt um Alte Messe betrifft Auffassung über Kirche und ihre Rolle in der Welt
  6. Weihnachtsspende für kath.net - Wir brauchen JETZT Ihre DRINGENDE Hilfe!
  7. Brasilianischer Kardinal Tempesta exkommuniziert Diözesanpriester Holtz unter „Schisma“-Vorwurf
  8. „Illegal und provokant: Frauenpredigt mit dem Ziel der Priesterinnenweihe“
  9. Katholisch im absurden Theater
  10. US-Bischof: „Diese deutschen Bischöfe sollten den Mut haben, eine weitere Sekte zu gründen“
  11. "Wie der Heilige Nikolaus mit einer schallenden Watschn die Kirche rettete"
  12. Kohlgraf: Papst Franziskus ist über Synodalen Weg „gut informiert“, aber beurteilt ihn „kritisch“
  13. Theologen kritisieren „Nötigung zur Gendersprache“
  14. „Teufel ade, wir brauchen den guten Arzt nicht mehr, wir haben die Medizin“
  15. Wallfahrtsort Maria Birkenstein – Wie geht es weiter?

© 2022 kath.net | Impressum | Datenschutz