Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Freikirche oder katholische Kirche? Überlegungen eines Konvertiten
  2. „Drohende Worte von Kardinal Roche: Besucht nicht die überlieferte lateinische Messe!“
  3. Bischof Wilmer: "Wir wollen keinen deutschen Sonderweg"
  4. Am Grab des Petrus – Die diesjährige Romwallfahrt Ad Petri Sedem
  5. „Brot für die Vögel?“ – Können Protestanten zur Hl. Kommunion zugelassen werden?
  6. Wie wird das „pro multis“ im neuen Messbuch übersetzt werden?
  7. Steigende Zahl erwachsener Taufbewerber in ostdeutschen Städten, aber...
  8. Bätzing gegen Papst Leo
  9. „Menschen können die Kirche weder reformieren noch nach eigenem Gutdünken eine neue gründen“
  10. „Als Bischof ist es meine Pflicht, den Glauben der Kirche zu verkünden“
  11. Kardinal Fernández räumt geringes Interesse an seinem Dokument über Mission ein
  12. Priester spendete bei Zugunglück in Spanien die Generalabsolution, tröstete Opfer und Angehörige
  13. Revision des Messbuchs geht in nächste Phase - Erprobung 2027 geplant
  14. „Wir werden erwartet“
  15. Nach Christus-Verhöhnung: CDU-Politikerin Bosbach legt Beschwerde gegen Jan Böhmermann ein

Bistum Hildesheim spricht ab jetzt in ‚geschlechtersensibler Sprache’!

17. Juni 2021 in Deutschland, 84 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Statt ‚Gott unser Vater’ heißt es ‚Guter Gott, der du uns Vater und Mutter bist’. Jesus Christus ist auch nicht mehr ‚Herr’, sondern Bruder. Eine Handreichung des Bistums gibt 19 Hinweise für eine Sprache, die ‚niemanden ausschließt’.


Hildesheim (kath.net/jg)

Das bischöfliche Generalvikariat des katholischen Bistums Hildesheim verfügt über ein eigenes Stabsreferat Gleichstellung. Dieses hat eine 17-seitige Handreichung „Geschlechtersensible Sprache“ erstellt und an die Pfarreien und Einrichtungen des Bistums verschickt.

In der Einleitung verweisen die Verfasser auf „wissenschaftliche Untersuchungen der letzten 30 Jahre“, die gezeigt hätten, dass die Verwendung des generischen Maskulinums dazu führe, dass Frauen „in den Vorstellungen nicht vorkommen.“ Im Bistum Hildesheim gilt deshalb ab jetzt: „mit-ansprechen statt mitmeinen!“

Auf den nächsten Seiten folgen insgesamt 19 Hinweise für eine „inklusive Sprache“, mit deren Hilfe es „mit Übung und Bewusstheit“ gelingt, „alle anzusprechen und niemanden auszuschließen.“ Mit Doppelnennungen sollen Frauen und Männer direkt angesprochen werden, also „die Seelsorgerinnen und Seelsorger“, statt „die Seelsorger“. Substantivierte Partizipien dürfen auch nicht fehlen. Statt „die Leiter “ sollte lieber „die Leitenden“ verwendet werden. Interessant ist der Vorschlag, Funktion oder Amt statt der Person zu benennen, also „das Präsidium“ statt „der Präsident“. Eine andere Möglichkeit zur „geschlechtersensiblen Sprache“ sieht das Bistum Hildesheim darin, bei Aufzählungen abwechselnd die männliche und die weibliche Form zu verwenden. Dazu gibt es noch einen fett gedruckten Hinweis: „Die Geschlechtsstereotype können dabei auch bewusst durchbrochen werden.“


Da mittlerweile die männliche und die weibliche Form nicht mehr ausreichen, soll das Gender-Sternchen oder der Gender-Doppelpunkt verwendet werden, „denn“ so heißt es in der Handreichung wörtlich und etwas gouvernantenhaft, „niemand wird ausgeschlossen“. Auch die Gottesdienste sollen an die neue, geschlechtersensible Sprache angepasst werden. „Herr, Vater, König, Richter, Herrscher – Mutter, Trösterin, Heilige Geistkraft, Liebe – Welches Gottesbild hilft uns in unserem Glaubensleben und spricht die Menschen an, die da sind?“, ist in der Handreichung zu lesen. Liest man weiter, gewinnt man den Eindruck der Ausdruck „Herr“ sollte eher vermieden werden. Statt „Gott der Herr“ sollte man besser „Du, unser Gott“ sagen, und statt „Gott unser Vater“ soll es „Guter Gott, der du uns Vater und Mutter bist“ heißen. „Der Herr ist barmherzig“ passt auch nicht mehr in die neue Sprachregelung; statt dessen soll Gott direkt angesprochen werden: „Du, Gott, bist barmherzig“. Von „Herr Jesus Christus“ soll auch nicht mehr die Rede sein. Für das Bistum Hildesheim heißt es ab nun: „Christus, unser Bruder“.

Bei der Auswahl von Fotos und Bildern will das Bistum Hildesheim ebenfalls „geschlechtersensibel“ vorgehen. Hierarchien sollen vermieden werden, „die Mimik sollte ähnlich sein“. Die Handreichung weist darauf hin, dass Männer „auch mal freundlich oder emotional“ wirken, während Frauen auch „ernst schauen“ dürfen. Wichtig: „Verzichten Sie auf stereotype Darstellungen.“ Frauen sollen „nicht nur als passiv Zuhörende oder mit Kindern“ abgebildet werden, „Männer nicht nur in erklärenden Positionen“. Die Bilder sollen auch so ausgewählt werden, „dass Männer nicht häufiger abgebildet sind als andere Personen.“ In den Bildern soll „die Vielfalt der Menschen sichtbar“ werden.

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Bistum Hildesheim

  1. Bistum Hildesheim: Kein Verständnis für Kritik an Auftritt eines Imams bei Abschlussfeier
  2. Imam mit Verbindung zur IGMG predigt bei Abschlussfeier einer katholischen Schule
  3. Weihnachtskarte des Bistums Hildesheim mit Nietzsche-Zitat
  4. Vorsitzender des Vereins Deutsche Sprache: Auf der Suche nach einem neuen Bistum
  5. Vom ‚Fels in der Brandung’ zum ‚würdelosen Anbiedern an den schwankenden Zeitgeist’
  6. Bischof Wilmer: Manche Gläubige „nur auf die Eucharistie fixiert!“
  7. Hildesheimer Bischof Heiner Wilmer auf Konfrontation mit Rom

gender mainstreaming

  1. IOC klärt: Künftig nehmen keine Transfrauen mehr an Frauenwettbewerben bei Olympischen Spielen teil!
  2. Detransition: US-Amerikanerin gewinnt erstmals Klage gegen Transgender-Ärzte
  3. Deutsches Formular für Geburtenanzeige: Welches Geschlecht hat die Mutter?
  4. IMABE kritisiert VfGH-Urteil zur Streichung des Geschlechtseintrags
  5. US-Bischof Daniel Thomas/Ohio: „Gott hat Transsexualität nicht vorgesehen“
  6. Liturgie – ein „katholischer Queer-Gottesdienst“ – oder kirchliche „Identitätspolitik“
  7. US-Studie zeigt: Transgender wird unter jungen Leuten unmodern!







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. „Die ‚Irish Times‘ hat den 3293. Artikel von jemandem veröffentlicht, der nicht mehr zur Messe geht“
  3. Ulf Poschardt warnt vor Islamismus: Erst sind die Synagogen dran, dann die Christen
  4. „Menschen können die Kirche weder reformieren noch nach eigenem Gutdünken eine neue gründen“
  5. „Als Bischof ist es meine Pflicht, den Glauben der Kirche zu verkünden“
  6. Papst Leo beantragte Briefwahl-Unterlagen für die Midterms - Papst hat tatsächlich gewählt!
  7. „Mit der Unterstützung meiner Schwiegereltern verließ ich eine nicht-sakramentale Beziehung“
  8. Erzbischof von Vilnius als CCEE-Präsident wiedergewählt
  9. Steigende Zahl erwachsener Taufbewerber in ostdeutschen Städten, aber...
  10. „Drohende Worte von Kardinal Roche: Besucht nicht die überlieferte lateinische Messe!“
  11. Am Grab des Petrus – Die diesjährige Romwallfahrt Ad Petri Sedem
  12. 'Junge Menschen sehnen sich danach, mit etwas Zeitlosem verbunden zu sein'
  13. Jesus begegnen im Stift Kremsmünster
  14. Nach Christus-Verhöhnung: CDU-Politikerin Bosbach legt Beschwerde gegen Jan Böhmermann ein
  15. „Die Kirche sieht Medjugorje heute aus geistlicher und aus pastoraler Sicht positiv“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz