Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Fernández: „Miterlöserin“ in offiziellen Vatikandokumenten tabu, in der privaten Andacht erlaubt
  2. Vatikan macht sich für Monogamie in der Ehe stark
  3. Karmeliten-Pater Joshy Pottackal wird neuer Weihbischof im Bistum Mainz
  4. „Als katholischer Christ und als Hochschullehrer macht mich dieser Vorgang tief traurig“
  5. Papst Leo XIV. empfängt deutsche Theologin und Bätzing-Marx-Kritikerin Katharina Westerhorstmann
  6. Papst will für 2033 Treffen aller Kirchen in Jerusalem
  7. Latein nicht mehr erste Amtssprache im Vatikan
  8. 'Für mich gilt: Mein Leben liegt in der Hand Gottes'
  9. Mutig: Fürst Albert II. verweigert für Monaco die Ausweitung der legalisierten Abtreibung
  10. "Hassprediger und Hofnarr"
  11. R.I.P. Martin Lohmann
  12. Salzburg: Die drei Goldensteiner Ordensfrauen dürfen im Kloster bleiben, ABER...
  13. „Wir bestreiten das Recht einiger Bischöfe, für alle Bischöfe zu sprechen und handeln“
  14. Die (w)irren Begründungen der Diözese Linz bei dutzenden Pfarrauflösungen
  15. Drei Brücken zum Licht. Vom Zion zum Bosporus: Erneuerung der Einheit

Kirche reformiert Ehevorbereitung: Mehr Begleitung für Paare

30. Juli 2021 in Familie, 3 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Österreichische Bischofskonferenz veröffentlicht neuen Leitfaden - Bischof Glettler: "Ausgangspunkt ist das päpstliche Schreiben 'Amoris laetitia', in dem Papst Franziskus den großen Stellenwert einer fundierten Ehevorbereitung hervorhebt"


Innsbruck/Wien (kath.net/KAP) Die Österreichische Bischofskonferenz hat einen neuen Leitfaden für kirchliche Ehevorbereitung veröffentlicht, der heiratswillige Paare noch mehr als bisher in den Blick der Seelsorge in den Gemeinden rücken lässt. In einem knapp vier Jahre dauernden Prozess hat eine interdiözesane Arbeitsgruppe den neuen Leitfaden entwickelt. Das nun vorliegende Konzept wurde von der Österreichischen Bischofskonferenz im Rahmen ihrer Sommervollversammlung im Juni 2021 approbiert und soll nun schrittweise in den Diözesen umgesetzt werden.

"Ausgangspunkt für das neue Konzept war das päpstliche Schreiben 'Amoris Laetitia', in dem Papst Franziskus den großen Stellenwert einer fundierten Ehevorbereitung hervorhebt", betont dazu der Referatsbischof für Ehe, Familie und Lebensschutz, Hermann Glettler. Es werde auch künftig unterschiedliche Modelle der Ehevorbereitung in den Diözesen geben, betont Glettler. Mit dem neuen Konzept sei jedoch ein österreichweiter Standard etabliert worden, der künftig den unterschiedlichen diözesanen Modellen für die Ehevorbereitung zugrunde liege.


Bischof Glettler nennt wesentliche Kriterien, die das Modell der erneuerten Ehevorbereitung prägen: Die Ehevorbereitung wird von der konkreten Lebenssituation des Paares aus gedacht und gestaltet. Sie wird nicht als punktuelles Ereignis, sondern als Prozess wahrgenommen, der von der Anmeldung zur Trauung bis zur Hochzeit reicht. Den Paaren sollen künftig ehrenamtliche Begleitpersonen zur Seite gestellt werden, die das Paar in der Zeit der Vorbereitung begleiten. In den Pfarren gelte es, die Vorbereitung der Paare auf die Trauung als einen gemeinsamen pastoralen Auftrag wahrzunehmen.
An der Ausarbeitung des neuen Konzeptes mitgewirkt haben der Leiter des Instituts für Ehe und Familie, Johannes Reinprecht, der Generalsekretär des Österreichischen Pastoralinstitutes, Walter Krieger, die Leiterin des Familienreferates der Diözese Graz-Seckau, Katrin Windischbacher, der Leiter der Abteilung Familie und Lebensbegleitung der Diözese Innsbruck, Alfred Natterer, und Robert Schmalzbauer von der "Initiative Christliche Familie".

Herausforderung für Pfarrgemeinden

Mit dem neuen Konzept werde "das Paar neu ins Zentrum des kirchlichen Bemühens gerückt", so Johannes Reinprecht. Dass künftig Begleitpersonen Verantwortung für junge Paare übernehmen, sei eine große Chance für die Seelsorge in den Pfarrgemeinden. Die Herausforderung der nächsten Jahre werde darin liegen, diese Begleitpersonen zu finden und für ihren Dienst zu schulen, erläutert Katrin Windischbacher von der Diözese Graz-Seckau. Die Erfahrung zeige, dass sich viele heiratswillige Paare "in der Rushhour ihres Lebens befinden und zum Teil bereits Kinder haben", so Windischbacher: "Wir sehen unsere Aufgabe darin, diese Paare in ihrer jeweiligen Situation wahrzunehmen und gut zu begleiten".

Für Alfred Natterer von der Diözese Innsbruck gleicht die Ehevorbereitung der "Gestaltung eines Willkommensraumes für Paare, in den sie mit ihrer Sehnsucht nach einem gelingenden Leben eintreten dürfen". Aufgabe der Begleitpersonen könne sein, "den Brautleuten den Kirchenraum zu zeigen, die spirituelle Dimension der Beziehung spürbar werden zu lassen und auch die eine oder andere Unsicherheit zu nehmen".
Für Robert Schmalzbauer von der Initiative Christliche Familie bietet die Ehevorbereitung die Chance, "den Blick der Paare auf das Geschenk und die Schönheit der sakramentalen Ehe zu lenken und sie als etwas Anstrebenswertes und Schönes zu vermitteln". Er sieht darin "ein neues Bemühen der Kirche, auf die Paare zuzugehen und sie auf dem Weg zur Hochzeit zu begleiten."

Anteil zu nehmen an der Freude der Paare - darin sieht auch Walter Krieger vom Österreichischen Pastoralinstitut den roten Faden, der sich durch die gesamte Ehevorbereitung zieht. Einen Kulturwechsel sieht er darin, dass Pfarren und Gemeinschaften auch etwas vom heiratswilligen Paar lernen können. "Darum sind wir auch dankbar, dass junge Menschen bereit sind, sich in diesen Weg der kirchlichen Ehevorbereitung hineinzubegeben", so Krieger.

Der neue Leitfaden zur Ehevorbereitung steht unter www.pastoral.at zum Download bereit. In Kürze wird er auch in der von der Bischofskonferenz herausgegebenen Schriftenreihe "Die Österreichischen Bischöfe" erscheinen.

Copyright 2021 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich

Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. R.I.P. Martin Lohmann
  2. ISLAND-REISE - SOMMER 2026 - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  3. Papst Leo XIV. empfängt deutsche Theologin und Bätzing-Marx-Kritikerin Katharina Westerhorstmann
  4. Fairer Streiter für die Wahrheit – Ein Nachruf auf Dr. h.c. Martin Lohmann (14.3.1957-24.11.2025)
  5. „Als katholischer Christ und als Hochschullehrer macht mich dieser Vorgang tief traurig“
  6. Die (w)irren Begründungen der Diözese Linz bei dutzenden Pfarrauflösungen
  7. Karmeliten-Pater Joshy Pottackal wird neuer Weihbischof im Bistum Mainz
  8. Vatikan macht sich für Monogamie in der Ehe stark
  9. „Ich wünsche mir gebildete Laien!“ – Newman hätte Martin Lohmann als Beispiel genommen
  10. Fernández: „Miterlöserin“ in offiziellen Vatikandokumenten tabu, in der privaten Andacht erlaubt
  11. "Hassprediger und Hofnarr"
  12. Mutig: Fürst Albert II. verweigert für Monaco die Ausweitung der legalisierten Abtreibung
  13. „Wir bestreiten das Recht einiger Bischöfe, für alle Bischöfe zu sprechen und handeln“
  14. Papst will für 2033 Treffen aller Kirchen in Jerusalem
  15. "Was kümmert es den Mond, wenn ihn der Hund anbellt"

© 2025 kath.net | Impressum | Datenschutz