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Kirchenkritischer Kabarettist Reichow beim Kreuzfest des Bistums Limburg

25. August 2021 in Deutschland, 18 Lesermeinungen
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Bei seinen Auftritten hat Lars Reichow die katholische Kirche wiederholt als welt- und lebensfremde Organisation parodiert, die den Menschen unsinnige Gebote auferlegt, an die sich ihre Bischöfe und Kardinäle nicht halten.


Limburg (kath.net/jg)

Beim Kreuzfest des Bistums Limburg soll der Kabarettist Lars Reichow auftreten. Reichow habe „durchaus auch mal kritische Töne zur Kirche“ anklingen lassen, schreibt die Frankfurter Neue Presse im Rahmen eines Vorberichtes zu der Veranstaltung, die von 16. bis 19. September im Bischofsgarten Limburg stattfinden soll. „Die Zeiten sind vorbei, wo so was nicht erwünscht war“, zitiert die Zeitung den Sprecher des Bistums, Stephan Schnelle.


Im Frühjahr 2013 trat Reichow in der SWR Spätschicht in einer roten Soutane auf und überlegte, was Papst Benedikt XVI. nach seinem Rücktritt tun könnte. Im Laufe des etwa fünfminütigen Auftritts schlug er das übliche Programm für Prominente nach ihrer Karriere vor: ein Buch schreiben, in Talkshows auftreten und ähnliches. Gegen Ende des Auftritts bringt er dann die Idee, der emeritierte Papst könne seine Haushälterin ehelichen.

Bei anderen Auftritten in den letzten Jahren stellte Reichow die katholische Kirche als welt- und lebensfremde Organisation dar, die unsinnige Gebote vertritt, deren Bischöfe und Kardinäle sich aber selbst nicht an das halten was sie predigen und von anderen verlangen.

Man wolle „nah an den Menschen sein“, zitiert die Frankfurter Neue Presse Bistumssprecher Schnelle. Reichow soll am Abend des 17. September auftreten. Die Karten kosten für Erwachsene 12 Euro, für Kinder, Jugendliche und Behinderte 8 Euro.

 


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Lesermeinungen

 Critilo 26. August 2021 
 

Nachtrag zu meinem Kommentar von vor 31 h:

"Kreuzfidel in die neue Krise"

So war der Beitrag in der Kirchlichen Umschau 3/14 überschrieben, nicht mit "...in den Untergang"


0
 
 J. Rückert 25. August 2021 
 

Mildes Stockholm-Syndrom?

Psychologisch dürfte es sich um ein mildes Stockholm-Syndrom handeln. Man solidarisiert sich mit seinen Peinigern, um den Druck auf seine Psyche zu verringern und eine gnädige Stimmung bei der Macht zu erwirken.
Aus solchem Lehm kann Gott keine Märtyrer formen.


2
 
 Chris2 25. August 2021 
 

Und alles zusammen nennt sich dann wohl

"Bät-zing-Messe"? (für die etwas Älteren unter uns, die mit dem Begriff "Bet-Sing-Messe" noch etwas anfangen können)


4
 
 Chris2 25. August 2021 
 

@Siri

Danke für die Information. Ich hatte mich allein auf diesen Artikel bezogen. Dass hier alles zusammenpasst, nur nicht das "selbstverständlich katholisch sein", ist mir ebenso klar, wie, dass er nicht wirklich die Verbrechen der Knabenschändernetzwerke in der Kirche gemeint haben wird...


1
 
 Stephaninus 25. August 2021 
 

Defätismus

und nichts anderes.


2
 
 Critilo 25. August 2021 
 

Prof. Hoeres (RIP)...

...schrieb vor Jahren mal übers Limburger Kreuzfest: "Kreuzfidel in den Untergang" (oder so ähnlich)


6
 
 SalvatoreMio 25. August 2021 
 

Kreuzfest im Bischofsgarten Limburg!

Allein schon diese Worte lassen Böses ahnen für die Veranstaltung. - Dann heute bei kath.net der Artikel: "Schützenhilfe des evang. Pressedienstes für Frauenweihe"! Da fällt mir spontan der hl. Paulus ein: "Von allen Seiten werden wir in die Enge getrieben und finden doch noch Raum ... Die kleine Last unserer gegenwärtigen Not schafft uns in maßlosem Übermaß ein ewiges Gewicht an Herrlichkeit, uns, die wir nicht auf das Sichtbare starren, sondern nach dem Unsichtbaren ausblicken ..." (Korinther 4, 7-18) Diese Worte mögen noch überzogen klingen, aber vielleicht "morgen" schon geben sie uns große Kraft, um das zu ertragen, was uns blühen wird ...


6
 
 Herbstlicht 25. August 2021 
 

Kreuz(fest) und Kabarett - wie passt das zusammen?

Lockere Sprüche von sich geben, Späßchen machen, die Kirche als welt-und lebensfremd erscheinen lassen - ja so etwas kommt offensichtlich an bei der Kirchenführung des Bistums Limburg.

Kirche -nicht die Lehre- zu kritisieren ist ja grundsätzlich nicht negativ, das tun wir hier auch oftmals.
Aber es kommt darauf an, aus welchem Geist heraus das geschieht: Aus Liebe zu ihr und aus Sorge für sie - oder in der Absicht, ihre Lehre als fragwürdig erscheinen zu lassen.


5
 
 Siri 25. August 2021 
 

Skandal

@Chris2, diesen Skandal kann man gar nicht überbewerten. Reichow geht es bei Weitem nicht nur um Kritik am Missbrauch, sondern er tritt für Abtreibung und die Pille danach ein. Man schaue sich nur seinen widerlichen Auftritt bei „Mainz bleibt Mainz“ an. Oder besser nicht.


4
 
 Winrod 25. August 2021 
 

So geht Selbstzerstörung.


5
 
 Diadochus 25. August 2021 
 

Geschlossene Gesellschaft

Wozu die Aufregung? Das ist eine geschlossene Gesellschaft, Geimpfte unter sich. "Diesen wolle man besonders nahe sein", so Bistumssprecher Schnelle.


4
 
 Seeker2000 25. August 2021 
 

Teilnahme dann aber nur mit 2/3-G-Regel

Wenn schon Realsatiere, dann richtig.

Staat und (leider auch) Kirche parodieren sich doch während Corona und mit den Maßnahmen selbst, braucht man da wirklich noch einen "externen" Komiker?!


5
 
 lakota 25. August 2021 
 

Sorry,

aber wer da hingeht und für so einen Müll noch Geld ausgibt ist selber schuld.


5
 
 borromeo 25. August 2021 

Was ist nur mit der Kirche los?

Das ist nicht Selbstkasteiung, nicht Selbstverstümmelung, nicht Selbstaufgabe, nein. Das ist Selbstmord der hiesigen Kirche, jedenfalls in Teilbereichen, und das mit Vollgas und in vollem Bewußtsein!

Wenn darin nur ein ganz klein wenig Gutes zu finden ist, dann vielleicht die Erkenntnis, daß dadurch offenbar wird, in welchen Abgrund bestimmte Kirchenführer und deren interessiertes Gefolge die Kirche zu führen beabsichtigen. "Wehret den Anfängen" kommt hier zu spät. Wir sind bereits mitten drin im Desaster. Mögen die Menschen guten Willens, die bisher nicht aufgewacht sind, dies noch rechtzeitig erkennen.


5
 
 hape 25. August 2021 

Um der Wahrheit willen?

In manchen Kreisen gilt es als schick, sich die abendliche Langeweile mit etwas Kleinkunst vertreiben zu lassen. Das ruft natürlich Künstler auf den Plan, die diese Sehnsucht bedienen, damit sie ihre Brötchen bezahlen können. Lars Reichow ist einer davon und er macht das gut. Das zeigt seine lange Liste an Auszeichnungen.

Freilich ist damit nicht gesagt, dass er Gewichtiges zu sagen hätte. Er wäre nicht das erste Fliegengewicht, das im Stile einer Schmeißfliege den Papst durch den Kakao zieht. Schmeißfliegen haben eine Vorliebe für geruchsintensive organische Stoffe. Insofern könnte Reichow bei der Kirche sogar etwas finden, das zum Himmel stinkt. Vorausgesetzt, sein Geruchssinn wäre intakt und noch nicht korrumpiert worden.

Für die Aktion #allesdichtmachen hatte Reichow jedenfalls keinen Riecher. Um der Wahrheit willen die Karriere aufs Spiel setzen, das scheint nicht sein Ding zu sein.


6
 
 Chris2 25. August 2021 
 

Nicht überbewerten.

Das ist ein Kabarettist und seine Aussagen scheinen auch nicht besonders aggressiv zu sein. Viel schlimmer ist die aktive Abrissbirnenpolitik von Priestern, Bischöfen und Laien, insbesondere Hochschullehrern. Seine allgemeine Kritik will ich mal wohlwollend so interpretieren, dass er die Übergriffe von knabenfixierten Netzwerken gegen Buben anprangert.


2
 
 Siri 25. August 2021 
 

Unter aller Kanone

Diese deutsche Kirche wird untergehen. Je schneller, desto besser. In 30 Jahren wird sie völlig marginalisiert sein und dann können die wenigen Gläubigen, die es noch gibt, den Laden wieder aufbauen.

Nur schade, dass die den Mist noch mit ihrem Geld zwangsfinanzieren müssen.


5
 
 golden 25. August 2021 
 

Kirchenkritisches bringt Menschen-Nähe ?

Bar jeder Logik ! mehr Distanz witzelnder Möchtegern komiker und ihres Publikums zu Gott und gottgeweihten menschen kann nicht gut sein.Dem Titel der veranstaltung "Kreuzfest" spricht es Hohn.


6
 

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