Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Für alle, die bis jetzt zweifelten: Nun gehen sie wieder ins Schisma!
  2. Papst Leo XIV. empfing Katholiken, die mit gleichgeschlechtlicher Neigung keusch leben möchten
  3. Voll in die Falle getappt
  4. Piusbrüder und Vatikan suchen Weg zur Einheit
  5. „Treue oder Einheit? Wie wird Leo XIV. mit den Lehr- und Disziplinarproblemen der Kirche umgehen?“
  6. Der deutsch-synodale Weg als reines Herrschaftsinstrument!
  7. George Orwell wohnt in Brüssel, aber nicht nur dort!
  8. Deutsches Formular für Geburtenanzeige: Welches Geschlecht hat die Mutter?
  9. Kinderschutz oder Staatskontrolle? Das Dilemma der Social-Media-Verbote
  10. Meine Söhne, „seid heilig, Anbeter, Menschen des tiefen Gebets und lehrt das Volk, dasselbe zu tun!“
  11. Vatikan: Neue Statuten für die Marienforschung
  12. Wann sind wir zu Gottes Chefs geworden?
  13. Die Kirche – nicht nur – im deutschsprachigen Raum: «the big picture»
  14. Leere Hörsäle: Dramatischer Einbruch bei katholischen Theologie-Studenten
  15. Fünfmal Mary: Eine US-Familie und ihre ungewöhnliche Namenstradition

„Männer, schiebt eure Verantwortung nicht ab!“

2. September 2021 in Prolife, 4 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Argentinien: Vater ging vor Gericht, um Abtreibung seines Kindes zu verhindern, breite soziale Rückendeckung - USA: 300 Männer demonstrierten gegen Kultur des Todes. Leid von Vätern abgetriebener Kinder oft unbeachtet. Analyse von Michael Koder


Argentinien/USA (kath.net/Catholic News Agency/mk) Abtreibung, zweifellos eines der vor allem seit dem letzten Jahrhundert und bis heute umstrittensten gesellschaftspolitischen Themen, betrifft auch Männer, nämlich zunächst die Väter der abgetriebenen Kinder. Das ist eine Wahrheit, die in den heißen, emotionsgeladenen Kämpfen darum oft unbeachtet bleibt.

Vor einigen Monaten versuchte ein Mann in der Provinz San Juan in Argentinien, bei Gericht eine einstweilige Verfügung zu erlangen, um seine Ex-Partnerin an der Abtreibung  seines Kindes zu hindern. Er habe ihr sogar vorgeschlagen, dass sie das Baby gleich nach der Geburt in seine Obsorge geben könne. Die Richterin lehnte den Antrag jedoch ab: Es sei „gänzlich unbegründet und außerhalb des Gesetzes, eine schwangere Person ihres Rechtes auf Abtreibung zu berauben“, argumentierte das Urteil. Lebensschützer gingen an die Öffentlichkeit und verwiesen auf die Lücke im Abtreibungsgesetz, die Väter ignoriere. Der Fall rief eine breite Unterstützung in der sozialen Medien hervor; auch weibliche Politiker solidarisierten sich mit dem Mann.


In den USA kam es diesen Juni schon zu einem weiteren Schritt: etwa 300 Männer marschierten durch Washington und appellierten für ein Ende des Massenmordes der Abtreibung, begleitet mit einem Aufruf zur Reue und Buße. Der Marsch war in wenigen Wochen organisiert worden und führte bei der großen Abtreibungsklinik und auch am Weißen Haus vorbei. LifeSiteNews interviewte einige Teilnehmer, auch betroffene Väter, die andere Männer dazu ermutigten, ihre Verantwortung nicht wie Adam bei der Erbsünde im Paradies auf die Frau oder sonst wen abzuschieben. Die Schwangerschaft betreffe auch den Vater, auch er sei bei der Zeugung dabei gewesen. „Das eigentliche Problem kann durch die Abtreibung nicht weggemacht werden, es bleibt das ganze Leben“, sagte ein betroffener Vater.

Sicherlich kann den Männern nicht pauschal die Schuld an den zahllosen Abtreibungen gegeben werden, selbst wenn der Großteil der Betroffenen nicht so weit für sein Kind geht wie der eingangs erwähnte Argentinier. Denn es herrscht schließlich, wie der heilige Johannes Paul II. sagte, eine (Un-)Kultur des Todes, in die wir alle hineingestellt sind und gegen die sich zu erheben im Einzelfall schwierig bis heroisch sein mag. Dennoch bleibt zu wünschen, dass auch bei uns in Mitteleuropa das Bewusstsein für die Verantwortung, aber auch das Leid der von Abtreibung betroffenen Väter wächst und viele kräftige männliche Sprachrohre erhält. Der deutsch-libanesische Rapper MoTrip etwa hat vor einigen Jahren einen Song über die Abtreibung seines Kindes veröffentlicht, die bei ihm bis heute  „Narben“ hinterlassen habe.

MoTrip - Embryo (Orchestrated By Jimek / Live)

Mehr dazu auf kathtube:


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. Einmal im Leben nach ISLAND - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Voll in die Falle getappt
  4. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz
  5. Für alle, die bis jetzt zweifelten: Nun gehen sie wieder ins Schisma!
  6. Piusbrüder und Vatikan suchen Weg zur Einheit
  7. Papst Leo XIV. empfing Katholiken, die mit gleichgeschlechtlicher Neigung keusch leben möchten
  8. Meine Söhne, „seid heilig, Anbeter, Menschen des tiefen Gebets und lehrt das Volk, dasselbe zu tun!“
  9. „Treue oder Einheit? Wie wird Leo XIV. mit den Lehr- und Disziplinarproblemen der Kirche umgehen?“
  10. Der deutsch-synodale Weg als reines Herrschaftsinstrument!
  11. Die Kirche – nicht nur – im deutschsprachigen Raum: «the big picture»
  12. Vatikan: Neue Statuten für die Marienforschung
  13. George Orwell wohnt in Brüssel, aber nicht nur dort!
  14. Fünfmal Mary: Eine US-Familie und ihre ungewöhnliche Namenstradition
  15. Deutsches Formular für Geburtenanzeige: Welches Geschlecht hat die Mutter?

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz