Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. „Wir können nicht sagen, dass das, was 1.600 Jahre lang getan wurde, jetzt nicht mehr gültig sei“
  2. Kissler-Kritik an Papst Leo XIV.: „Fatale Botschaft“ bei Lampedusa-Besuch
  3. Die US-Bischöfe fördern die natürliche Familienplanung
  4. INSA-Umfrage: Relative Mehrheit der Deutschen lehnt Leihmutterschaft ab
  5. Neues Video bringt Sea-Watch unter schweren Verdacht: Zusammenarbeit mit bewaffneten Schleusern?
  6. Gänswein wird 70: Kirchenkarriere wohl noch nicht am Ende
  7. 'Weihnachten im Juli': Der Gedenktag der Heiligen Drei Könige
  8. Pax tecum – Wenn der Papst über Frieden spricht
  9. Vatikan dementiert Berichte über Ende des Rupnik-Verfahrens
  10. Deutsches Auswärtiges Amt verzichtet auf Genderschreibweise
  11. Papst ruft zu christlichem Lebensstil im Urlaub auf
  12. Auf der Intensivstation zum ständigen Diakon geweiht: Pino Cannavò
  13. Ahmad Mansour: „Nennen wir es beim Namen: Es ist der Islamismus“
  14. Papst Leo: „So können wir als Christen das Alter leben: gebrechlich, aber zugleich berufen“
  15. Leo beruft den lehramtstreuen US-Erzbischof Cordileone in die Apostolische Signatur

Jesus sitzt auf der „Kathedra“ des Mose als der größere Mose, der den Bund ausweitet

6. September 2021 in Aktuelles, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Benedikt XVI. – Licht des Glaubens: eine seltsame Frage, durch die man zum Wesentlichen vordringt. Keiner kann ohne die Gegenwart des Sohnes Gottes lehren oder gar wirken noch zu den erkennbaren Wahrheiten vordringen. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) Montag der 23. Woche im „Jahreskreis“. Eine seltsame Frage: „Was ist am Sabbat erlaubt, Gutes zu tun oder Böses?“ Noch seltsamer: die offiziellen Vertreter der Religion (die Schriftgelehrten und Pharisäer) wissen auf diese Frage keine Antwort. Jesus gibt die Antwort durch seine Tat. Jesus unterscheidet göttliche Gebote und menschliche Vorschriften. „Gutes zu tun oder Böses“: darin ist das ganze Gesetz enthalten.

Sabbat, Heilung und Intrige:

„Es geschah an einem anderen Sabbat, dass er in die Synagoge ging und lehrte. Dort war ein Mann, dessen rechte Hand verdorrt war. Die Schriftgelehrten und die Pharisäer aber gaben Acht, ob er am Sabbat heilen werde; sie suchten nämlich einen Grund zur Anklage gegen ihn. Er aber kannte ihre Gedanken und sagte zu dem Mann mit der verdorrten Hand: Steh auf und stell dich in die Mitte! Der Mann stand auf und stellte sich hin. Dann sagte Jesus zu ihnen: Ich frage euch: Ist es am Sabbat erlaubt, Gutes zu tun oder Böses, ein Leben zu retten oder zugrunde zu richten? Und er sah sie alle der Reihe nach an und sagte dann zu dem Mann: Streck deine Hand aus! Er tat es und seine Hand wurde wiederhergestellt. Sie aber in ihrem Unverstand berieten sich untereinander, was sie gegen Jesus unternehmen könnten“ (Lk 6,6-11).


Benedikt XVI., beim Angelus am 30. Oktober 2011:

Der Apostel Paulus lud ein, das Evangelium „nicht als Menschenwort, sondern – was es in Wahrheit ist – als Gottes Wort« anzunehmen (1 Thess 2,13). Auf diese Weise können wir gläubig die Mahnungen empfangen, die Jesus an unser Gewissen richtet, um ein ihnen gemäßes Verhalten einzunehmen.

Im Abschnitt aus dem Evangelium „tadelt Jesus die Schriftgelehrten und Pharisäer, die in der Gemeinde die Rolle von Lehrern einnahmen, da ihr Gebaren offen im Widerspruch zur Lehre stand, die sie den anderen mit Strenge vortrugen. Jesus hebt hervor: »Sie reden nur, tun selbst aber nicht, was sie sagen« (Mt 23,3); mehr noch: »Sie schnüren schwere Lasten zusammen und legen sie den Menschen auf die Schultern, wollen selber aber keinen Finger rühren« (Mt 23,4). Die gute Lehre muß angenommen werden, doch sie läuft Gefahr, durch eine inkonsequente Lebensführung verleugnet zu werden. Daher sagt Jesus: »Tut und befolgt also alles, was sie euch sagen, aber richtet euch nicht nach dem, was sie tun« (Mt 23,3).

Die Haltung Jesu ist das genaue Gegenteil: Er verwirklicht als erster das Gebot der Liebe, das er alle lehrt, und kann sagen, daß es gerade deshalb eine leichte und milde Last ist, weil er uns hilft, sie gemeinsam mit ihm zu tragen (vgl. Mt 11,29–30).

Eingedenk der Lehrer, die die Freiheit der anderen im Namen der eigenen Autorität unterdrücken, verweist der hl. Bonaventura darauf, wer der echte Meister ist, und erklärt: »Keiner kann ohne die Gegenwart des Sohnes Gottes lehren oder gar wirken noch zu den erkennbaren Wahrheiten vordringen« (Sermo I de Tempore, Dom. XXII post Pentecosten, Opera omnia, IX, aracchi, 1901, S. 442). »Jesus sitzt auf der ›Kathedra‹ des Mose […] als der größere Mose, der den Bund ausweitet auf alle Völker hin« (Jesus von Nazareth, Freiburg-Basel-Wien 2007, S. 96).

Er ist unser wahrer und einziger Lehrer! Daher sind wir aufgerufen, dem Sohn Gottes zu folgen, dem menschgewordenen Wort, der die Wahrheit seiner Lehre durch die Treue zum Willen des Vaters, durch die Hingabe seiner selbst zum Ausdruck bringt. Der sel. Antonio Rosmini schreibt: »Der erste Lehrer formt alle anderen Lehrer, wie er auch die Schüler formt, da es [sowohl die einen als auch die anderen] allein kraft jenes ersten, stillschweigenden, doch so mächtigen Lehramtes gibt« (Idea della Sapienza, 82, in: Introduzione alla filosofia, Band II, Rom 1934, S. 143). Jesus verurteilt auch entschieden die Prahlerei und merkt an, daß sich ein Handeln, »damit die Menschen es sehen« (Mt 23,5), der Willkür der menschlichen Billigung aussetzt und so die Werte untergräbt, die das Eigentliche der Person ausmachen.

Liebe Freunde, Jesus, der Herr, ist als Diener vor die Welt getreten, er hat sich gänzlich seiner selbst entäußert und soweit erniedrigt, daß er am Kreuz die beredsamste Lehre an Demut und Liebe erteilte. Seinem Vorbild entspringt der Lebensvorsatz: »Der Größte von euch soll euer Diener sein« (Mt 23,11). Bitten wir um die Fürsprache der allerseligsten Jungfrau Maria und beten wir besonders für all jene, die in der christlichen Gemeinschaft zum Dienst der Lehre berufen sind, damit sie stets mit den Werken die Wahrheiten bezeugen können, die sie mit dem Wort vermitteln.

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Benedikt XVI. - Licht des Glaubens

  1. Der außerordentliche Aufruf zur Umkehr
  2. Die antike Prophetie und der letzte Horizont
  3. Unsere Liebe Frau in Jerusalem – die Hingabe
  4. Elisabeth von Ungarn – Brot, das zu schönsten Rosen wird
  5. Unterwegs zu Christus, dem König
  6. Martin von Tours. Der Soldat Christi
  7. Die Kirche: der Weinstock, die Reben und die Reblaus
  8. Simon und Judas: unsere Identität erfordert angesichts der Widersprüchlichkeiten der Welt Kraft
  9. Ein Narrativ: das reale Konzil und des ‚Konzil der Journalisten’
  10. Leiden mit dem anderen, für die anderen. Leiden um der Wahrheit und der Gerechtigkeit willen






Top-15

meist-gelesen

  1. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  2. „Wir können nicht sagen, dass das, was 1.600 Jahre lang getan wurde, jetzt nicht mehr gültig sei“
  3. Kissler-Kritik an Papst Leo XIV.: „Fatale Botschaft“ bei Lampedusa-Besuch
  4. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  5. Gänswein wird 70: Kirchenkarriere wohl noch nicht am Ende
  6. DANKE JUSTIN! - Kanadischer Sänger bringt Stadion während WM-Finale mit „Halleluja“ zum Schweigen!
  7. Krebs und Paradies – Das Leben des 17-jährigen David Buggi
  8. Auf der Intensivstation zum ständigen Diakon geweiht: Pino Cannavò
  9. Kardinal Burke: ‚Die Synodalität muss gestoppt werden‘
  10. INSA-Umfrage: Relative Mehrheit der Deutschen lehnt Leihmutterschaft ab
  11. Erzdiözese Wien bestätigt Pensionierung von Dompfarrer Faber
  12. Leo beruft den lehramtstreuen US-Erzbischof Cordileone in die Apostolische Signatur
  13. Birkenstock springt auf "Nun Girl Summer"-Trend auf: Animierte Filz-Nonne in Birkenstock-Sandalen
  14. Ahmad Mansour: „Nennen wir es beim Namen: Es ist der Islamismus“
  15. Irrtümer über den Jakobsweg

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz