Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Endgültiger Bruch mit Rom droht: Priesterbruderschaft St. Pius X. kündigt Bischofsweihen an
  2. Der Vatikan ist in Kontakt mit der Bruderschaft St. Pius X., um eine Spaltung zu vermeiden
  3. Theologe Johannes Hartl: „Woher kommt dieses Konglomerat an Denken, das sich ‚liberal‘ nennt?“
  4. Bischöfe und Funktionäre im Paralleluniversum
  5. Kardinal Müller: „Von der ‚Kirche des Franziskus‘ zu sprechen“, „das ist für mich eine Häresie“
  6. Kard. Müller nach Gespräch mit Papst Leo: „Atmosphäre ist von wechselseitigem Vertrauen bestimmt“
  7. Öffentlich-rechtlicher Sender SWR konfrontiert Ordensfrau mit obszöner Frage
  8. Hunderte Einsprüche gegen Pfarrauflösung in der Diözese Linz - Keine Antworten aus Rom
  9. Bischof von Cordoba: Priester durften bei Zugsunglück Sterbesakramente nicht spenden
  10. Bischof Oster: „In der Sache selbst war ich ja in mehrfacher Hinsicht kritisch“
  11. „Weitergabe des Glaubens von Generation zu Generation scheiterte, Neuevangelisierung ist notwendig“
  12. Papst Leo XIV.: 'Abtreibung ist der größte Zerstörer des Friedens'
  13. Medienkrise verschärft sich: Dramatische Auflagenverluste für Tageszeitungen in Deutschland
  14. Massive Medienvorwürfe gegen den Priester Wolfgang Rothe als Mitglied des Betroffenenbeirats
  15. Schwere Zensur-Vorwürfe aus den USA: EU unterdrückt die Meinungsfreiheit

Der Genderstern ist wirklich ein Problem

1. November 2021 in Kommentar, 19 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Der Jugendbischof der DBK, Johannes Wübbe, freut sich über eine von der KJG losgetretene Diskussion - Der Montagskick von Peter Winnemöller


Linz (kath.net)

Der Jugendbischof der DBK, Johannes Wübbe, freut sich über eine von der KJG losgetretene Diskussion. Das wäre tatsächlich mal eine Nachricht, denn im Grunde machen einst katholische Jugendverbände dem Episkopat mehr Sorgen als Freude. Der Grund der bischöflichen Freude sorgt allerdings für schnelle Ernüchterung. Man möge, so der Vorschlag der Jugendfunktionäre, Gott einen Genderstern spendieren. Schnell winkte der Pressesprecher der DBK ab, man habe in der Kirche in Deutschland andere Probleme. Ist das so? Die Frage ist ernst gemeint.

Ist es nicht vielmehr so, dass die Funktionärinnen (mwd) der KJG exakt den Finger in die Wunde der Probleme der Kirche in Deutschland gelegt haben? Das mag unfreiwillig geschehen sein. Natürlich braucht der Allmächtige keinen Genderstern. Andernfalls hätte er sich uns mit selbigem geoffenbart. Tatsächlich ist solch eine Frage, die man einem Katholiken gerne mal als Blasphemie auslegen könnte, eine geradezu bedauernswert naive Offenlegung des Zustandes innerhalb des einst katholischen Jugendverbandes KJG. Schon öfter machte dieser Verband von sich reden. Man erinnert sich an die Provokationen beim Papstbesuch in Freiburg. Der lange verwendete Slogan des Vereins „Demokratisch.Amen.“ zeigt den bedauernswerten ekklesiologischen Irrtum der Funktionäre auf. Das war nicht immer so.


Der Tag, an dem diese Zeilen geschrieben werden, ist im neuen liturgischen Kalender der 31. Sonntag im Jahreskreis. Im alten Kalender, der aus wohl erwogenem Grund parallel mit läuft, ist der heutige Tag das Fest Christkönig. Dieser Tag war über viele Jahrzehnte das große Fest der katholischen Jugend. Dieser Tag war, außer einem Tag der Selbstvergewisserung katholischer Jugendlicher ein durch und durch politischer Tag. Den Mächten der Welt sagten katholische Jugendliche mit feierlichen Gottesdiensten, mit Fahnen, Gesängen und Brauchtum sehr deutlich, wer der einzige ist, den sie als Herrn anerkennen: Christus den König.

Schnell erkennt man den Unterschied. Der heutige König der Welt heißt Gender und Diversität, er ist woke und vor lauter Toleranz cancelt er alle unliebsamen Meinungen. Statt diesem falschen König die Fahne des wahren Königs entgegen zu halten, wie es sich für Katholiken geziemt, machen die heutigen Funktionäre einst katholischer Verbände Kotau vor dem Kaiser der Welt. Selbst Gott wollen sie in ihren schmutzigen Deal mit der Welt hineinziehen. Statt das Evangelium zu verkünden, predigen sie den Geist der Zeit. Statt Jugendliche zum Glauben zu führen oder im Glauben zu stärken, wird der Unglaube gepflegt und der Irrtum verbreitet. Weit davon entfernt, die Zustände innerhalb der Kirche in der Zeit vom Kulturkampf bis in die NS-Zeit irgendwie glorifizieren zu wollen, muss man dem Bemühen Respekt zollen, der Welt ein authentisches Glaubenszeugnis zu geben.

Ein katholischer Jugendverband, den man heute ernst nehmen könnte, würde sich darum bemühen jugendgerechte Katechese zu etablieren. Es gilt, junge Menschen, die nicht getauft sind, mit dem Glauben in Kontakt zu bringen, also Jugendmission ins Leben zu rufen. Es gilt den getauften Ungläubigen einen Weg zum Glauben zu öffnen. Es gilt Zeugnis zu geben vom Glauben an den lebendigen Gott. Fängt man damit einmal an, wird einem sehr schnell bewusst, wie lächerlich das Ansinnen ist, Gott einen Genderstern zu verpassen.

In der Tat muss man leider sagen, dass die Kirche in Deutschland eine ganze Menge anderer Probleme hat. Müßig, sie hier aufzuzählen. Trotzdem zeigt der KJG- Vorschlag auf den Kernpunkt aller Probleme der Kirche in Deutschland. Der Vorschlag zeigt in dramatischer Deutlichkeit den Unglauben, den Irrtum, die wild wuchernden Häresien und die weit verbreitete innerkirchliche Apostasie auf, an dem die Kirche hierzulande von der Basis bis an die Spitze leidet. Und dann fällt einem vermutlich wirklich nichts besseres ein, als die Dreifaltigkeit zu gendern. Tatsächlich wird das dann ein Kernproblem, mit dem sich Sitzungsstunde um Sitzungsstunde füllen lässt. Schön, dass wir mal darüber gesprochen haben.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. ISLAND-REISE - KOMMEN SIE MIT! - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Endgültiger Bruch mit Rom droht: Priesterbruderschaft St. Pius X. kündigt Bischofsweihen an
  3. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  4. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz
  5. Theologe Johannes Hartl: „Woher kommt dieses Konglomerat an Denken, das sich ‚liberal‘ nennt?“
  6. Kard. Müller nach Gespräch mit Papst Leo: „Atmosphäre ist von wechselseitigem Vertrauen bestimmt“
  7. Nach „Wort zum Sonntag“: Staatsanwaltschaft ermittelt weiter gegen Pastorin Behnken
  8. Kardinal Müller: „Von der ‚Kirche des Franziskus‘ zu sprechen“, „das ist für mich eine Häresie“
  9. Öffentlich-rechtlicher Sender SWR konfrontiert Ordensfrau mit obszöner Frage
  10. Papst Leo XIV.: 'Abtreibung ist der größte Zerstörer des Friedens'
  11. Bischöfe und Funktionäre im Paralleluniversum
  12. Bischof von Cordoba: Priester durften bei Zugsunglück Sterbesakramente nicht spenden
  13. Der Vatikan ist in Kontakt mit der Bruderschaft St. Pius X., um eine Spaltung zu vermeiden
  14. Berichte über neue Wunder des Hl. Charbel in den USA und im Libanon
  15. Massive Medienvorwürfe gegen den Priester Wolfgang Rothe als Mitglied des Betroffenenbeirats

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz