Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Papst Leo XIV. geht auf Distanz zu Kardinal Marx und seinen geplanten Homo-Segnungen
  2. Marx ärgert sich über die "Reaktionären" und "Stimmungsmache"
  3. Kardinal Marx und das öffentlich gewordene Geheimdekret
  4. Kardinal Marx unter Druck: Zwischen grober Fahrlässigkeit und dem Vorwurf der Vertuschung
  5. Konsekrierte Hostien an Hunde verfüttert: Keine Konsequenzen im Bistum Chur
  6. Insider: Vatikan bereitet sich auf Folgen der Bischofsweihen der Piusbruderschaft vor
  7. Goldenstein-Nonnen doch in Rom? Propst in Sorge
  8. „Gott und sein Gesetz sind wichtiger als menschliche Vereinbarungen und Macht“
  9. Bischof der Herzen – Walter Mixa wurde 85
  10. Trotz Konflikt mit dem Papst - Trump genießt jetzt Rekordzustimmung bei US-Katholiken
  11. „Theologische Katastrophe“: Massive Kritik am Erprobungsband des neuen evangelischen Gesangbuchs
  12. Back to the future: Durch den Traditionalismus zur Gendergerechtigkeit
  13. Erzbischof Sheen warnte bereits 1965 vor falschem Mitgefühl
  14. Erst Gerichtssaal, dann Preisverleihung: Weronika Krawczyk erhält Opoka-Preis „Auf Fels gebaut“
  15. Jesus ist lebendige Gegenwart

US-Bischof Barron: „Gleichheit, Diversität und Inklusion sind keine absoluten Werte“

10. November 2021 in Weltkirche, 9 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Weihbischof Barron von Los Angeles legt den wahren Kern der drei modernen moralischen „Heiligtümer“ frei und verwirft ihre Auswüchse.


Los Angeles (kath.net/aleteia/mk) Bischof Robert Barron, Weihbischof von Los Angeles, präsentiert eine Analyse der drei moralischen „Heiligtümer“ der heutigen säkularen Gesellschaft, nämlich Gleichheit, Diversität und Inklusion. Sie seien verwandt mit dem aus der französischen Revolution stammenden Trio „Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit“, würden aber wie dieses in Wahrheit keine absoluten moralischen Werte darstellen, die unter allen Umständen gültig sind. Barron äußerte sich in einem Gastkommentar in der englischsprachigen Ausgabe des katholischen Internetportals „Aleteia“. Weihbischof Barron (siehe Link) ist Professor für systematische Theologie an der theologischen Fakultät der Universität von St. Mary of the Lake und er versucht, den christlichen Glauben gerade auch durch seine publizistischen Aktivitäten zu verkünden.


Die Forderung nach Gleichheit habe einen wahren Kern, nämlich die gleiche Würde jedes Menschen, die Gleichheit vor dem Gesetz, welche unsachliche Differenzierungen verbietet, und die Chancengleichheit im Bildungs-, Wirtschafts- und Kulturbereich. Gleichheit in jeder Hinsicht, etwa an Intelligenz, Kreativität, Mut oder Ausdauer, sei natürlicherweise nicht erreichbar. Nur durch das totalitärste aller vorstellbaren politischen Systeme wäre eine solche Gleichheit erzwingbar.

Diversität sei in den letzten Jahrzehnten stark betont worden, auch vor dem Hintergrund des unheilvollen Einheitsgedankens der totalitären Regime des 20. Jahrhunderts. Vielfalt in Kultur, persönlichem Ausdruck und Volkstum sei wunderbar und bereichernd. Eine Überbetonung der Diversität führe aber zum Verlust gemeinsamer, unverhandelbarer Grundpfeiler und zu Auswüchsen wie der Gender-Ideologie. Sie mache uns zu Gefangenen auf unseren eigenen egozentrischen Inseln.

Auch der Wunsch nach Inklusion sei verständlich, zumal jeder von uns schon den Stachel verspürt habe, ungerecht Außenseiter zu sein. In der Geschichte habe das auch ganze Rassen und Volksgruppen betroffen, sodass die Bemühung zum Bauen von Brücken lobenswert sei. Jede Gemeinschaft sei aber auch in einem gewissen Sinn exklusiv: die Kirche als Paradebeispiel sei dazu gerufen, zu allen Menschen hinauszugehen; auf der anderen Seite schließe sie von Natur aus bestimmte Formen des Denkens und Verhaltens aus. Als Kardinal Francis George einmal gefragt worden sei, ob in der Kirche alle willkommen seien, habe er geantwortet: „Ja, aber nach den Bedingungen Christi, nicht unseren eigenen.“ Es gebe also eine gesunde und notwendige Spannung zwischen Inklusion und Ausschluss in jeder wohl geordneten Gemeinschaft.

Die Relativierung dieser drei modernen Leuchttürme führe aber zu keinem moralischen Relativismus: denn der höchste absolute Wert sei die Liebe, verstanden als Streben nach dem Wohl des anderen um seiner selbst willen; Gleichheit, Diversität und Inklusion seien wertvoll in dem Maß, wie sie Ausdruck solcher Liebe sind.

Archivfoto Bischof Barron (c) Diözese Los Angeles


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Große SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  2. Papst Leo XIV. geht auf Distanz zu Kardinal Marx und seinen geplanten Homo-Segnungen
  3. Kardinal Marx und das öffentlich gewordene Geheimdekret
  4. Marx ärgert sich über die "Reaktionären" und "Stimmungsmache"
  5. Keine Bistums-Erlaubnis für Afrika-Madonna in der Gebetsstätte Marienfried
  6. Kardinal Marx unter Druck: Zwischen grober Fahrlässigkeit und dem Vorwurf der Vertuschung
  7. Back to the future: Durch den Traditionalismus zur Gendergerechtigkeit
  8. Bischof der Herzen – Walter Mixa wurde 85
  9. Das Vermächtnis eines Sterbenden
  10. „Theologische Katastrophe“: Massive Kritik am Erprobungsband des neuen evangelischen Gesangbuchs
  11. Konsekrierte Hostien an Hunde verfüttert: Keine Konsequenzen im Bistum Chur
  12. Trotz Konflikt mit dem Papst - Trump genießt jetzt Rekordzustimmung bei US-Katholiken
  13. Insider: Vatikan bereitet sich auf Folgen der Bischofsweihen der Piusbruderschaft vor
  14. Goldenstein-Nonnen doch in Rom? Propst in Sorge
  15. Was Kardinal Marx meint und was das Zweite Vatikanische Konzil lehrt

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz