Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Belgischer Bischof Johan Bonny kündigt Weihe verheirateter Männer zu Priestern an
  2. Kardinal Woelki: Kirche ohne Priester wäre "nicht mehr katholisch"
  3. „Genau das, was wir heute in Deutschland beim Synodalen Weg erleben, dieselben Themen, Ansichten“
  4. Besser keine Laienpredigt
  5. US-Regierung kündigt nach Tod von Noelia Untersuchung gegen Spanien an
  6. Ehemaliger Bischof verteidigt Papst Leo XIV. gegen Vorwürfe im Zusammenhang mit Pachamama
  7. Norwegen: Bischof Hansen bittet, dass jeder Gläubige des Bistums Oslo zur Beichte geht
  8. IOC klärt: Künftig nehmen keine Transfrauen mehr an Frauenwettbewerben bei Olympischen Spielen teil!
  9. „Einheit heilen, ohne Wahrheit zu verdunkeln“
  10. Papst sprach mit Familie eines Opfers des Amoklaufs an Grazer Schule
  11. Besuch des syrischen Präsidenten - „Kirche in Not“ fordert Bundeskanzler Merz zum Handeln auf
  12. Israel verwehrt Patriarch Zugang zur Grabeskirche – Scharfer internationaler Protest
  13. Demokratischer Politiker aus Texas behauptet, die Bibel unterstützt Abtreibung
  14. Das „Ur-Datum“ des Heils: Warum der 25. März als Tag der Kreuzigung gilt
  15. Gericht: HateAid Geschäftsführerinnen dürfen als ‚linkswoke Faschistende‘ bezeichnet werden

Äthiopien: Verhaftete Salesianer wieder freigelassen

17. November 2021 in Aktuelles, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Erleichterung im Orden über Befreiung des Provinzials, weiterer Ordensleute sowie internationaler Volontäre, zugleich jedoch Sorge um weitere noch inhaftierte Laienmitarbeiter, die aus dem Tigray stammen


Wien/Addis Abeba (kath.net/KAP) Teilentwarnung im Fall der Priester und Mitarbeiter der Salesianer Don Boscos, die die vergangene Woche in der äthiopischen Hauptstadt von Militärpolizisten verhaftet worden sind, hat am Montag die Leitung des weltweiten Ordens gegeben. Alle Ordensmänner und die meisten Mitarbeiter seien vor dem Wochenende freigelassen worden, einige weitere Mitarbeitende, die aus der Bevölkerungsgruppe Tigray stammen, würden jedoch weiterhin festgehalten, bestätigte der Salesianer-Generalobere Don Angel Artime laut Angaben der österreichischen Ordensprovinz vom Montag.

Am 5. November waren 14 Salesianerpriester und etwa zwanzig Laien von den Behörden im Zuge einer Polizeirazzia im Provinzialat des Ordens in Addis Abeba verhaftet worden. Darunter befand sich auch der Regionalobere des Ordens in Äthiopien, P. Hailemariam Medhin Tesfay, sowie Volontäre des internationalen salesianischen Freiwilligendienstes VIS. Sie wurden verdächtigt, der Region Tigray zu helfen, zumal die Salesianer Finanzmittel für Entwicklungs- und Sozialprojekte erhalten haben.


Nach und nach wurden alle Salesianer und einige Laien, darunter die Volontäre des internationalen salesianischen Freiwilligendienstes, mit Hilfe diplomatischer Verhandlungen und der Zahlung einer Kaution freigelassen. "Sie sind bei guter Gesundheit, aber sehr müde", gab der äthiopische Provinzvikar P. Ignacio Jose Laventure Otegui an.

So froh man im Orden auch über die Freilassung der Mitbrüder sei, bleibe dennoch die Sorge um die noch inhaftierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, erklärte der Provinzial der österreichischen Salesianer-Provinz, P. Siegfried Kettner. "Mit Erschrecken müssen wir feststellen, dass politische Konflikte keine Rücksicht nehmen auf jene, deren klare Option die Sorgen für die Ärmsten ist. Trotz Einschüchterung und Gewalt sind die Salesianer Don Boscos und ihre Mitarbeitenden nicht bereit, sich von ihrem Einsatz für die Straßenkinder in der Provinz Tigray zurückzuziehen", so Kettner weiter.

Die Salesianer Don Boscos sind der zweitgrößte katholische Männerorden weltweit und seit 1975 auch in Äthiopien tätig, unter anderem in der derzeit umkämpften Region Tigray. Auf dem Onlineportal des Ordens heißt es, dass 100 Don-Bosco-Mitglieder in 14 Häusern in ganz Äthiopien leben, wo sie Schulen und Berufsbildungszentren sowie Heime für Straßenkinder betreiben. Auch das österreichische Hilfswerk "Jugend Eine Welt" zählt zu den Unterstützern und hatte bereits in der Vorwoche heftig gegen die Verhaftung seiner Projektpartner protestiert. Das von der Razzia betroffene Salesianer-Zentrum in Addis Abbeba steht allen Jugendlichen ohne Unterschied nach ethnischer Zugehörigkeit, Religion oder sozialer Schicht offen.

Zugespitzt hatte sich die Situation in Äthiopien nach den schon einjährigen Kämpfen in der abtrünnigen nordäthiopischen Region Tigray, da die Rebellen der Volksbefreiungsfront TPLF und verbündete Milizen laut Medienberichten einen Vormarsch auf die Hauptstadt Addis Abeba angekündigt hatten. Ministerpräsident Abiy Ahmed erklärte daher Anfang November einen sechsmonatigen Notstand und rief die Bevölkerung zu den Waffen.

Copyright 2021 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
 Alle Rechte vorbehalten

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. Große SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  2. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  3. Belgischer Bischof Johan Bonny kündigt Weihe verheirateter Männer zu Priestern an
  4. „Genau das, was wir heute in Deutschland beim Synodalen Weg erleben, dieselben Themen, Ansichten“
  5. Norwegen: Bischof Hansen bittet, dass jeder Gläubige des Bistums Oslo zur Beichte geht
  6. Besser keine Laienpredigt
  7. Kardinal Woelki: Kirche ohne Priester wäre "nicht mehr katholisch"
  8. Kanada: 84-Jährige wegen Rückenschmerzen in Notaufnahme, bekommt als Erstes Sterbehilfe angeboten!
  9. US-Regierung kündigt nach Tod von Noelia Untersuchung gegen Spanien an
  10. Blutiger Palmsonntag in Nigeria: Dschihadisten massakrieren über 40 Christen in Jos
  11. Vom Todesurteil zur Hoffnung: 'Irans geistliche Ketten werden brechen'
  12. Israel verwehrt Patriarch Zugang zur Grabeskirche – Scharfer internationaler Protest
  13. Ehemaliger Bischof verteidigt Papst Leo XIV. gegen Vorwürfe im Zusammenhang mit Pachamama
  14. Neuer Präfekt des Päpstlichen Hauses, Erzbischof Rajič, betont kirchliche Lehre zur Homosexualität
  15. Das „Ur-Datum“ des Heils: Warum der 25. März als Tag der Kreuzigung gilt

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz