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Kiew: Katholische Kirche bekommt Nikolaus-Kathedrale zurück

21. November 2021 in Chronik, 4 Lesermeinungen
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Zweitältestes katholisches Kirchengebäude der ukrainischen Hauptstadt war zuletzt im Besitz des Kulturministeriums und diente vorrangig als Veranstaltungsraum für Orgelkonzerte


Kiew (kath.net/KAP) In Kiew ist nach langen Verhandlungen die Rückgabe der St.-Nikolaus-Kathedrale vom Kulturministerium an die Katholische Kirche vereinbart worden. Wie das Portal risu.ua berichtete, wurde als Übergabetermin für das über Jahrzehnte vom Staat verwaltete Gotteshaus im Zentrum der ukrainischen Hauptstadt der 1. Juni 2022 festgesetzt. Auch über die Durchführung dringender Renovierungsarbeiten wurde ein Abkommen getroffen. "Dank der Bemühungen vieler Gläubigen wird historische Gerechtigkeit wiederhergestellt und das christliche Heiligtum kann in den Schoß der Kirche zurückkehren", heißt es auf dem kirchlichen Portal.


Die von 1899 bis 1909 nach Plänen von Architekt Wladyslaw Horodecki im neugotischen Stil erbaute St.-Nikolaus-Kathedrale hat zwei 62 Meter hohe Spitzbogentürme und ist nach der Alexanderkirche das zweitälteste katholische Kirchengebäude in Kiew. Ihrer ursprünglichen Bestimmung diente sie anfangs nur kurz, wurde die Kirche doch in den 1930er-Jahren vom kommunistischen Regime geschlossen und diente dann als Lager, ehe sie während des Zweiten Weltkriegs stark beschädigt wurde. In den Nachkriegsjahren wurde sie teilweise renoviert und beherbergte das Archiv der Region Kiew. Seit 1980 ist das Haus der Orgel- und Kammermusik darin untergebracht, welches das nochmals umgebaute Kirchgebäude auch als Konzertsaal nutzt.

1992 wurde es der Römisch-katholischen Kirche erlaubt, in der Kathedrale parallel zum Konzertbetrieb auch wieder regelmäßig Gottesdienste zu feiern; seit damals gibt es Bemühungen um eine Rückgabe. Hemmend war lange Zeit vor allem die Frage des Transports der eigentlich für den Konzertsaal des Hauses der Orgel- und Kammermusik gebauten Orgel in ein anderes Gebäude. Das enorm große Instrument wurde allerdings bei einem Brand am 3. September 2021 zerstört, wobei auch Teile des Gebäudeinneren beschädigt wurden. Als Brandursache gilt ein technischer Defekt bei der Orgel.

Die soeben im Oktober angelaufenen Renovierungsarbeiten des Gotteshauses, das schon vor dem Brand in schlechtem Zustand war und eine umfassende Erneuerung brauchte, sollen bis im März nächsten Jahres abgeschlossen sein. Somit könnte die Kathedrale, die als kulturelles Erbe von nationaler Bedeutung gilt, bereits zu diesem Zeitpunkt der Pfarrgemeinde St. Nikolaus übergeben werden, statt erst nach dem Umzug des Musikhauses in ein neues Gebäude 2023. Zuvor soll ein ausführliches Inventar über die Gegenstände der Kirche erstellt werden.

Copyright 2021 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten


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Lesermeinungen

 Cosmas 22. November 2021 
 

Es ging gegen die Sowjetunion, NICHT gegen Russland!

Kiew ist in der Ukraine. Die Unterscheidung ist wichtig!!


0
 
 Lee Kernaghan 22. November 2021 
 

Sehr geehrter Adamo,

die Verantwortung für diese Bomben liegen nicht bei "den Deutschen" sondern bei einer kriminellen diktatorischen Clique/Elite, der übrigens nicht nur Deutsche angehörten.


1
 
 SalvatoreMio 21. November 2021 
 

Kirche zurück in Gottes Hand zum Heil der Menschen

Ist das schön! Es gibt auch gute Nachrichten! Freuen wir uns mit den Gläubigen und allen, für die eine Kirche etwas Kostbares ist. - Zudem sieht sie von außen wunderschön aus! Danke allen, die sich dafür eingesetzt haben!


2
 
 Adamo 21. November 2021 
 

Die St.Nikolaus-Kathedrale in Kiew

wurde im 2.Weltkrieg stark beschädigt.

Sie wurde in der schrecklichen Nazizeit durch den Angriff der deutschen Wehrmacht auf Russland von deutschen Flugzeugen, von deutschen Bomben getroffen!


2
 

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