Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. „Drohende Worte von Kardinal Roche: Besucht nicht die überlieferte lateinische Messe!“
  2. Freikirche oder katholische Kirche? Überlegungen eines Konvertiten
  3. Warum bei dem hohen Aufkommen an Bischöfen in Deutschland eine solch vehemente Entchristlichung?
  4. Am Grab des Petrus – Die diesjährige Romwallfahrt Ad Petri Sedem
  5. Steigende Zahl erwachsener Taufbewerber in ostdeutschen Städten, aber...
  6. „Menschen können die Kirche weder reformieren noch nach eigenem Gutdünken eine neue gründen“
  7. „Als Bischof ist es meine Pflicht, den Glauben der Kirche zu verkünden“
  8. Priester spendete bei Zugunglück in Spanien die Generalabsolution, tröstete Opfer und Angehörige
  9. Revision des Messbuchs geht in nächste Phase - Erprobung 2027 geplant
  10. „Wir werden erwartet“
  11. Nach Christus-Verhöhnung: CDU-Politikerin Bosbach legt Beschwerde gegen Jan Böhmermann ein
  12. Neuerlich umstrittene Ehrung durch Kardinal Cupich
  13. ‚Entschuldigung, aber … was?‘
  14. Auf zu den Friedhöfen! Wir bitten für unsere Verstorbenen um Gottes Gnade!
  15. Zisterzienserpater Isaak Maria Käfferlein aus Neuzelle: „Getauft sein reicht nicht!“

Schweizer Presserat: kath.ch verstösst gegen das Wahrheitsgebot und die Pflicht zur Berichtigung!

31. Jänner 2022 in Schweiz, 3 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Der Schweizer Presserat gelangte auf Beschwerde hin zum Schluss, dass kath.ch gegen das Wahrheitsgebot verstossen hatte, weil ein Pfarrer fälschlicherweise als Nicht-Chemiker abqualifiziert wurde - Ein Kommentar von Niklaus Herzog


Chur (kath.net)

Die Redaktion von kath.ch, allen voran ihr Leiter Raphael Rauch, steht wegen ihrer tendenziösen und persönlichkeitsverletzenden Berichterstattung in der Dauerkritik. Nun sieht sich auch der Schweizer Presserat veranlasst, kath.ch wegen Verletzung des Wahrheitsgebots und der Berichtigungspflicht die rote Karte zu zeigen.

Am 7. Juli 2021 veröffentlichte kath.ch einen Artikel mit dem Titel „Schwyzer Pfarrer warnt vor Impfung und kritisiert Bundesrat“. Gemeint war Dr. Roland Graf, Pfarrer in Unteriberg. Pfarrer Dr. Roland Graf hat in Moraltheologie zu einem bioethischen Thema doktoriert, publiziert als ausgewiesener Fachmann regelmässig zu medizin-ethischen Themen und ist Mitglied der Kommission für Bioethik der Schweizer Bischofskonferenz. Sein besonderes Augenmerk gilt dabei der Covid-Pandemie und deren Handhabung durch Politik und Wissenschaft. Im beanstandeten Artikel riet Pfarrer Graf davon ab, „gesunde Personen im fortpflanzungsfähigen Alter und insbesondere Kinder zum jetzigen Zeitpunkt gegen Covid-19 zu impfen.“

Im Zusammenhang mit dem von einer Praktikantin verfassten Artikel beschäftigten sich drei Redaktoren von kath.ch damit, den missliebigen Bio-Ethik-Experten nach allen Regeln der Kunst in die Pfanne zu hauen. So wurde u.a. tatsachenwidrig behauptet, Pfarrer Graf sei zwar „Theologe, jedoch kein Mediziner, kein Chemiker und kein Biologe.“ Dies ist nachweislich falsch. Pfarrer Graf verfügt über einen Abschluss als Chemiker HTL (entspricht einem heutigen Fachhochschulabschluss in Chemie) und arbeitete während sechs Jahren in diesem Beruf. Darüber hinaus ist der ganze kath.ch-Artikel von einem tendenziös-despektierlichen Duktus durchtränkt. So wird Pfarrer Graf allen Ernstes zum Vorwurf gemacht, er habe den Begriff des Impfstoffs ‚mRNA‘ nicht ausgedeutscht. Auch Begriffe wie „unlautere Zusammenhänge“; „undurchsichtiger Fachbegriffsdschungel“ und „unterschlägt Verbindung zu konservativen Medizinerkreisen“ durften in diesem Sammelsurium von Fake news, Halbwahrheiten und unbewiesenen Verdächtigungen nicht fehlen.


Der Schweizer Presserat gelangte auf Beschwerde hin zum Schluss, dass kath.ch gegen das Wahrheitsgebot verstossen hatte, weil Graf fälschlicherweise als Nicht-Chemiker abqualifiziert wurde. Damit hat kath.ch gegen Ziffer 1 und so gegen den zentralen Eckwert der „Erklärung der Pflichten und Rechte der Journalistinnen und Journalisten“ verstossen. Mehr noch: Wer wahrheitswidrig berichtet, ist gemäss diesem Kodex auch zur Berichtigung verpflichtet. kath.ch strich zwar nach Kenntnisnahme den wahrheitswidrigen Passus nachträglich aus dem Artikel, ohne aber die Leserschaft über die notgedrungen vorgenommene Korrektur zu informieren. Wer die Website von kath.ch regelmässig abruft, weiss, dass diese gegen die journalistische Berufsethik verstossende Verschleierungstaktik bei kath.ch zur gängigen Praxis gehört. Der Schweizer Presserat kam deshalb nicht umhin, auch diesbezüglich die Verletzung der genannten Erklärung zu rügen (vgl. Ziffer 5: Berichtigungspflicht gänzlich oder teilweise falscher Meldungen).

Auch der Vorwurf, kath.ch habe mit seiner irreführenden Verkürzung (aus dem Satz „von der Impfung gesunder Personen im fortpflanzungsfähigen Alter gegen Covid-19 ist im gegenwärtigen Zeitpunkt abzuraten“ wurde das Adjektiv „gesund“ gestrichen) die Leserschaft irregeführt, schrammte haarscharf an einer Verurteilung vorbei: „Aufgrund der Brisanz von Grafs Aussagen hätte kath.ch die Formulierungen in fraglichen Pfarrblatt-Text jedenfalls genau nachprüfen und präzise zitieren sollen. Der Presserat spricht aber angesichts der grundsätzlich legitimen Gewichtung des Inhaltes in diesem Fall von einer Ungenauigkeit, aber nicht von einer regelrechten Verletzung der Wahrheitspflicht.“

Nichtsdestotrotz wiegt die Verurteilung der Berichterstattung von kath.ch durch den Presserat schwer, weil sie den zentralen Punkt der Erklärung betrifft, nämlich das Wahrheitsgebot, das von kath.ch verletzt wurde. Von der Boulevardzeitung ‚Blick‘ zum Inhalt des Artikels von Pfarrer Graf befragt, zeigte sich Bischof Bonnemain „nicht glücklich“.Stellt sich nur noch die Frage, wie glücklich Bischof Bonnemain und seine Mitbrüder im Bischofsamt über die chronisch wahrheitswidrige Berichterstattung von kath.ch sind.

 

 

 

https://presserat.ch/complaints/78_2021/


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Nach Christus-Verhöhnung: CDU-Politikerin Bosbach legt Beschwerde gegen Jan Böhmermann ein
  3. Medienpolitik: Bald verpflichtende Quote für öffentlich-rechtliche Inhalte in sozialen Netzwerken?
  4. Medjugorje: Erster Mariologie-Kongress mit Beteiligung des Vatikans
  5. Norwegen: Daniel (18) hielt Gott für einen Mythos – heute geht er jeden Sonntag in die Kirche
  6. Warum bei dem hohen Aufkommen an Bischöfen in Deutschland eine solch vehemente Entchristlichung?
  7. Nicht Anpassung, sondern Verwandlung. Was die Kultur dem Christentum verdankt
  8. Zisterzienserpater Isaak Maria Käfferlein aus Neuzelle: „Getauft sein reicht nicht!“
  9. Neuerlich umstrittene Ehrung durch Kardinal Cupich
  10. Neue Vatikan-Kommunikationschefin Montserrat Alvarado gibt Einblick in ihre Ideen
  11. „Alles wieder in den Urzustand versetzen“: Das Oxford Oratory wird wieder einen Hochaltar errichten
  12. Wenn das Scrollen in die Gnade eintaucht
  13. Äthiopien: Mehr als 60 Tote bei Angriffen auf Christen
  14. Venezuela: Machado kehrt zurück und besucht Marienheiligtum
  15. »Habt Mut: Ich habe die Welt besiegt!« (Joh 16,33)

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz