Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Brasilianischer Erzbischof droht Teilnehmern an der Alten Messe Exkommunikation an
  2. Österreich: Liturgische Kommission wirbt für Kommunion in beiderlei Gestalt
  3. Ab Juli müssen Besucher Eintritt für den Kölner Dom bezahlen
  4. Um Gottes willen: „die Waffen nieder“ – Kardinal Brandmüllers Ruf zur liturgischen Vernunft
  5. Toni Faber und der Zölibat - Beschwerdewelle gegen Wiener Dompfarrer
  6. Ein Gott, der nichts mehr verlangt
  7. Der Apostolische Stuhl und die FSSPX: Wenn Extreme sich berühren
  8. Katholische Kirche in Island hilft Menschen mit homosexuellen Neigungen enthaltsam zu leben
  9. "Mit Hitler hat es keinen vernünftigen, authentischen und verantwortungsvollen Dialog gegeben!"
  10. Beschließen ohne zu entscheiden?
  11. „Nimm deine kleinen Kinder zur Messe mit!“
  12. Die Nazi-Projektion
  13. "Herr Kardinal Parolin, wieviele zehntausende Tote brauchen Sie noch im Iran, bis Sie aufwachen?"
  14. Exorzismus-Experte: Aktuelle Weltlage nicht nur Werk des Bösen
  15. Abtreibungs-Aktivisten greifen Profemina-Beratungszentrum an

Weltsynoden-Treffen 2023: der Berg wird kreißen und eine Maus gebären

26. Juli 2022 in Weltkirche, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Der Publizist Ed Condon beschwichtigt Befürchtungen über einen Umsturz der kirchlichen Lehre bei der Synode in Rom. Trotz Fokus der Vorbereitungen auf Stimmen am Rande der Kirche würden die Progressiven letztlich am enttäuschtesten sein.


London (kath.net/mk) Ed Condon, Kirchenrechtler und Herausgeber der amerikanischen katholischen Internetzeitung „The Pillar“, äußerte sich in einem Interview mit dem britischen Magazin „The Spectator“ klärend zu den Vorbereitungen der nächstes Jahr in Rom tagenden Synode über Synodalität. Eine wesentliche Basis dafür sollen ja die Laienbefragungen bilden, die in den einzelnen Diözesen mittlerweile stattfanden, aber meist nur eine winzige Zahl der Kirchgänger erreichten (in England etwa 10 %). Die Art der Befragung war in den einzelnen Diözesen höchst unterschiedlich, zwischen einem versteckten Link auf der Diözesanhomepage bis zu einer intensiven thematischen Auseinandersetzung in den Pfarreien samt ausführlichem Abschlussdokument. Links-liberale, progressive Ansichten dürften in den Antworten  überrepräsentiert sein.


Condon stützt den Befund, dass die Synode von Anfang an mehr Interesse an Stimmen am Rande der Kirche gezeigt habe, an Menschen, die Probleme mit deren Lehre hätten, als an lehrtreuen Gläubigen mit missionarischem Eifer. In England etwa seien von Gläubigen kommende Themen wie die Alte Messe oder die Plattheit der modernen Kirchenmusik von der Diözese abgelehnt worden, da sie „zu spalterisch“ seien. Das römische Synodensekretariat habe dafür Anleitungen für „unorthodoxe“ Gruppen im liberalen Spektrum vorgesehen, wie sie ihre Themen wie Frauenweihe trotz Widerstands des Ortsbischofs nach Rom bringen könnten.

Dennoch sieht Condon nicht schwarz und weist auf die eigentliche Funktion der Weltbischofssynoden hin. Während diese bis zu Papst Franziskus zumeist unspektakulär einmütig und von der Öffentlichkeit großteils unbeachtet über die Bühne gegangen seien, habe man sie unter Franziskus mit hohen Erwartungen überfrachtet. Synoden seien als beratende Bischofstreffen gedacht, die dem Papst in seiner Regierungsgewalt Hilfestellungen geben sollen. In letzter Zeit habe sich jedoch auch unter manchen Kurienmitgliedern eine Strömung verbreitet, die die Synode als Gesetzgebungsorgan sieht, ähnlich wie in der anglikanischen Kirche.

Das eigentliche Thema der nunmehrigen Synode sei eben die Frage, wie eine Synode in der heutigen Zeit aussehen, welche Teilnehmer und welche Kompetenzen sie haben solle und wie sie den Papst unterstützen könne. Viele lehrtreue Katholiken würden laut Condon befürchten, dass das Treffen von Progressiven für deren Themen gekapert und im Endeffekt ein Umsturz der gesamten (Moral-)Lehre beschlossen werden könnte. Dass das Drehbuch bereits in diesem Sinne geschrieben sei, glaubt Condon jedoch nicht, und verweist auf die gerade zu Ende gegangene australische Nationalsynode, wo sehr verschiedene kirchliche Stimmen zu Wort gekommen seien und Anträge gestellt hätten. Die Abschlussdokumente habe dann so gut wie jeder unterschreiben können, und so könnte es auch nächstes Jahr in Rom laufen: am Ende viel Papier, aber keine wirkliche Änderung. Vielleicht würden also – ähnlich wie bei der Amazonas-Synode – die Progressiven schließlich am meisten enttäuscht sein, meint der Journalist abschließend.

Link zum Nachhören des Interviews: https://www.spectator.co.uk/podcast/why-the-pope-s-synod-on-synodality-has-become-a-joke


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 golden 26. Juli 2022 
 

Fehlt die orthodoxe "Katze", tanzen die apostatischen "Mäuse"

Ein wirrer "Direktor" kann nur einen wirren Zirkus hervorzaubern.
Es wurde in die Weltkirche hineingerufen :"Sagt alle Eure Meinung" und es wird keine Stimmenmenge der Gläubigen vorgelassen werden, sondern der civil-religiöse Filterbrei- dazu muss man kein Prophet sein !!!


3
 
 Smaragdos 26. Juli 2022 
 

"Das römische Synodensekretariat habe dafür Anleitungen für „unorthodoxe“ Gruppen im liberalen Spektrum vorgesehen, wie sie ihre Themen wie Frauenweihe trotz Widerstands des Ortsbischofs nach Rom bringen könnten."

Wie bitte, habe ich falsch gelesen oder träume ich?


2
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. kath.net ISLAND REISE im JULI 2026 - ANMELDE-DEADLINE - 25. MÄRZ!
  2. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Toni Faber und der Zölibat - Beschwerdewelle gegen Wiener Dompfarrer
  4. "Europa hat die Gefahr der islamischen Republik Iran noch immer nicht begriffen"
  5. Um Gottes willen: „die Waffen nieder“ – Kardinal Brandmüllers Ruf zur liturgischen Vernunft
  6. "Mit Hitler hat es keinen vernünftigen, authentischen und verantwortungsvollen Dialog gegeben!"
  7. Der Apostolische Stuhl und die FSSPX: Wenn Extreme sich berühren
  8. Vier von sieben: Die unglaubliche Berufungs-Geschichte der Familie Morrison
  9. Brasilianischer Erzbischof droht Teilnehmern an der Alten Messe Exkommunikation an
  10. Österreich: Liturgische Kommission wirbt für Kommunion in beiderlei Gestalt
  11. Ein Gott, der nichts mehr verlangt
  12. "Herr Kardinal Parolin, wieviele zehntausende Tote brauchen Sie noch im Iran, bis Sie aufwachen?"
  13. Die Nazi-Projektion
  14. Ab Juli müssen Besucher Eintritt für den Kölner Dom bezahlen
  15. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz