Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Vatikan untersagt jährlicher Wallfahrt im Rahmen der überlieferten lateinischen Liturgie den Zutritt
  2. Warum bei dem hohen Aufkommen an Bischöfen in Deutschland eine solch vehemente Entchristlichung?
  3. „Drohende Worte von Kardinal Roche: Besucht nicht die überlieferte lateinische Messe!“
  4. Am Grab des Petrus – Die diesjährige Romwallfahrt Ad Petri Sedem
  5. Steigende Zahl erwachsener Taufbewerber in ostdeutschen Städten, aber...
  6. Freikirche oder katholische Kirche? Überlegungen eines Konvertiten
  7. „Menschen können die Kirche weder reformieren noch nach eigenem Gutdünken eine neue gründen“
  8. „Als Bischof ist es meine Pflicht, den Glauben der Kirche zu verkünden“
  9. Priester spendete bei Zugunglück in Spanien die Generalabsolution, tröstete Opfer und Angehörige
  10. Wir machen da was mit Medien
  11. „Wir werden erwartet“
  12. Neuerlich umstrittene Ehrung durch Kardinal Cupich
  13. Zisterzienserpater Isaak Maria Käfferlein aus Neuzelle: „Getauft sein reicht nicht!“
  14. Wie Halloween begann: Das Fest wurzelt in einem großen Exorzismus
  15. Nach Christus-Verhöhnung: CDU-Politikerin Bosbach legt Beschwerde gegen Jan Böhmermann ein

Weltsynoden-Treffen 2023: der Berg wird kreißen und eine Maus gebären

26. Juli 2022 in Weltkirche, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Der Publizist Ed Condon beschwichtigt Befürchtungen über einen Umsturz der kirchlichen Lehre bei der Synode in Rom. Trotz Fokus der Vorbereitungen auf Stimmen am Rande der Kirche würden die Progressiven letztlich am enttäuschtesten sein.


London (kath.net/mk) Ed Condon, Kirchenrechtler und Herausgeber der amerikanischen katholischen Internetzeitung „The Pillar“, äußerte sich in einem Interview mit dem britischen Magazin „The Spectator“ klärend zu den Vorbereitungen der nächstes Jahr in Rom tagenden Synode über Synodalität. Eine wesentliche Basis dafür sollen ja die Laienbefragungen bilden, die in den einzelnen Diözesen mittlerweile stattfanden, aber meist nur eine winzige Zahl der Kirchgänger erreichten (in England etwa 10 %). Die Art der Befragung war in den einzelnen Diözesen höchst unterschiedlich, zwischen einem versteckten Link auf der Diözesanhomepage bis zu einer intensiven thematischen Auseinandersetzung in den Pfarreien samt ausführlichem Abschlussdokument. Links-liberale, progressive Ansichten dürften in den Antworten  überrepräsentiert sein.


Condon stützt den Befund, dass die Synode von Anfang an mehr Interesse an Stimmen am Rande der Kirche gezeigt habe, an Menschen, die Probleme mit deren Lehre hätten, als an lehrtreuen Gläubigen mit missionarischem Eifer. In England etwa seien von Gläubigen kommende Themen wie die Alte Messe oder die Plattheit der modernen Kirchenmusik von der Diözese abgelehnt worden, da sie „zu spalterisch“ seien. Das römische Synodensekretariat habe dafür Anleitungen für „unorthodoxe“ Gruppen im liberalen Spektrum vorgesehen, wie sie ihre Themen wie Frauenweihe trotz Widerstands des Ortsbischofs nach Rom bringen könnten.

Dennoch sieht Condon nicht schwarz und weist auf die eigentliche Funktion der Weltbischofssynoden hin. Während diese bis zu Papst Franziskus zumeist unspektakulär einmütig und von der Öffentlichkeit großteils unbeachtet über die Bühne gegangen seien, habe man sie unter Franziskus mit hohen Erwartungen überfrachtet. Synoden seien als beratende Bischofstreffen gedacht, die dem Papst in seiner Regierungsgewalt Hilfestellungen geben sollen. In letzter Zeit habe sich jedoch auch unter manchen Kurienmitgliedern eine Strömung verbreitet, die die Synode als Gesetzgebungsorgan sieht, ähnlich wie in der anglikanischen Kirche.

Das eigentliche Thema der nunmehrigen Synode sei eben die Frage, wie eine Synode in der heutigen Zeit aussehen, welche Teilnehmer und welche Kompetenzen sie haben solle und wie sie den Papst unterstützen könne. Viele lehrtreue Katholiken würden laut Condon befürchten, dass das Treffen von Progressiven für deren Themen gekapert und im Endeffekt ein Umsturz der gesamten (Moral-)Lehre beschlossen werden könnte. Dass das Drehbuch bereits in diesem Sinne geschrieben sei, glaubt Condon jedoch nicht, und verweist auf die gerade zu Ende gegangene australische Nationalsynode, wo sehr verschiedene kirchliche Stimmen zu Wort gekommen seien und Anträge gestellt hätten. Die Abschlussdokumente habe dann so gut wie jeder unterschreiben können, und so könnte es auch nächstes Jahr in Rom laufen: am Ende viel Papier, aber keine wirkliche Änderung. Vielleicht würden also – ähnlich wie bei der Amazonas-Synode – die Progressiven schließlich am meisten enttäuscht sein, meint der Journalist abschließend.

Link zum Nachhören des Interviews: https://www.spectator.co.uk/podcast/why-the-pope-s-synod-on-synodality-has-become-a-joke


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Vatikan-Außenminister: Papstreise nach USA 2027?
  3. “As a bishop, my duty is to proclaim the faith of the Church”
  4. Erzbischof Marini über Johannes Paul II.: Er war für mich ein zweiter Vater
  5. ‚Ghost Soldier‘ – Action-Film mit Jim Caviezel in der Hauptrolle und Gebet zum Erzengel Michael
  6. ‚Big Bang Theory‘-Produzent warnt: Gesellschaften ohne Gott fallen in Tyrannei
  7. "Österreich-Feier" im Stephansdom mit Lichterprozession und Pummerin
  8. Pakistan: Gericht prüft erneut Fall von entführter Christin
  9. Vatikan bestätigt Papstreise nach Südamerika im vollen Umfang
  10. Wir machen da was mit Medien
  11. „Habe Entwicklung zur Ausblendung wichtiger Themen und der Tabuisierung von Kritik selbst erlebt“
  12. Glaubensweitergabe im Wandel der Zeit
  13. Nach Anschlag in Paris: Kritik an Macrons Aussage über religiös motivierte Gewalt
  14. Vatikan untersagt jährlicher Wallfahrt im Rahmen der überlieferten lateinischen Liturgie den Zutritt
  15. Eine unzählbare Schar von Zeugen - Heiligkeit kennt keine Grenzen

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz