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Serbischer Patriarch ehrt Viktor Orban mit höchster Auszeichnung

11. September 2022 in Chronik, 2 Lesermeinungen
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Verleihung des Heiligen-Sava-Ordens für Verdienste des ungarischen Premiers um den "Schutz des Christentums in Europa".


Budapest/Belgrad (kath.net/ KAP)

Der ungarische Premierminister Viktor Orban ist am Montag vom serbisch-orthodoxen Patriarchen Porfirije ausgezeichnet worden. Orban empfing an seinem Regierungssitz in Budapest das Oberhaupt der serbischen Kirche und bekam von diesem den Orden des Heiligen Sava ersten Grades überreicht, berichteten die ungarische Nachrichtenagentur MTI wie auch das serbische Patriarchat in Belgrad. Ausgezeichnet wurde Orban für seine Bemühungen um den Schutz des Christentums in Ungarn und ganz Europa, für die Förderung der christlichen Werte wie auch für seinen persönlichen Beitrag zur Freundschaft zwischen dem ungarischen und dem serbischen Volk, hieß es seitens des serbischen Patriarchen.

Porfirije nannte Orban bei diesem Anlass einen "einzigartigen Staatsmann, der für die Seele Europas kämpft und dessen Worte von anderen Nationen, einschließlich der Serben, gehört werden". Gegenwärtig sei Europa mit einem neuen, "global auferlegten und aggressiven Wertesystem" konfrontiert, welche die bestehende Ordnung von Individuen und Gemeinschaften zum Einsturz bringen, und neue Paradigma durchsetzen wolle. Angesichts dessen stehe Orban "für das von Gott gestiftete, christliche Wertesystem", welches in Ungarn wie auch in Serbien weiter hochgehalten werde.

Orban betonte in seiner Dankesrede, er sei stolz über die Auszeichnung der serbischen Kirche. "Wir sind friedliche Menschen, wir wollen Frieden, aber in Wirklichkeit ist ein Krieg um die Seele Europas im Gange, und ohne die Einheit der Christen, einschließlich der Orthodoxie, können wir diese Schlacht nicht gewinnen", so der Ministerpräsident.

Der heilige Sava (1174-1236) gilt als Begründer der unabhängigen serbisch-orthodoxen Kirche. Der heute als Nationalheiliger Serbiens verehrte Sava war Sohn des Fürsten Stefan Nemanja, der 1171 einen unabhängigen serbischen Staat errichtete. Sava lebte zunächst als Mönch auf dem Berg Athos bis er in seine Heimat zurückkehrte, um eine vom bisherigen Erzbistum Ohrid unabhängige Kirche aufzubauen. 1219 wurde er vom Ökumenischen Patriarchen von Konstantinopel zum ersten Erzbischof der nunmehr autokephalen Serbischen Orthodoxen Kirche geweiht. Er gilt deshalb als Organisator und eigentlicher Begründer der Serbischen Kirche, auch wenn die ersten Anfänge des christlichen Glaubens byzantinischer Prägung in dieser Region bereits für das 9. Jahrhundert nachweisbar sind.

Der nach dem Heiligen benannte Sava-Verdienstorden wird an kirchliche und weltliche Persönlichkeiten mit herausragenden Verdiensten verliehen und gilt als höchste Auszeichnung der serbisch-orthodoxen Kirche.

 

Copyright 2022 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten

Foto: (c) Von European People's Party - EPP Summit, Brussels, December 2018, CC BY 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=82477683


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Lesermeinungen

 SCHLEGL 11. September 2022 
 

Zweifelhafte Ehre!

Es dürfte hinlänglich bekannt sein, dass das serbische Patriarchat noch das einzige ist, welches hinter Kyrill von Moskau und damit hinter Putin steht! Ob alles was Orban sagt und tut mit "christlichen Werten" vereinbar ist, darf bezweifelt werden. Ich denke zum Beispiel aggressive Überfälle auf ROMA und SINTI in Ungarn.
Wenn auch nicht zu leugnen ist, dass in Westeuropa schwere Zeiten für das christliche Menschenbild angebrochen sind, sind diktatorische Regimes, wie in Russland, teilweise Ungarn und teilweise in Serbien, auch nicht die Lösung.
Nach der "Heiligsprechung" von serbischen Kindern, die angeblich durch katholisch kroatische Institutionen ums Leben gekommen sind, muss gesagt werden, dass sich der serbische Patriarch, der lange in Ljubljana Bischof gewesen ist, offenbar unter öffentlichem Druck gewandelt hat! Schade!


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 heiner1898 11. September 2022 
 

Die mehr oder weniger pro-russische Politik der ungarischen Regierung finde ich alles andere als ok.


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