Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. EWTN-Chefin Maria Montserrat Alvarado wird neue Kommunikationspräfektin
  2. Episkopale Arbeitsverweigerung in einem kleinen Video
  3. Vatikan-Bischof lobt John Lennons atheistisches ‚Imagine‘ als ‚schönstes Lied der Welt‘
  4. Deutliche Kritik an 'Amoris Laetitia' im Vorfeld des Papstbesuches
  5. Die 'Akte Lügenfritz': Wenn Staatsgläubigkeit die Meinungsfreiheit verdrängt
  6. Der synodale Prozess, eine Totgeburt von Anfang an!
  7. Wahrheit ist heilsrelevant
  8. 'Armutsindustrie' in der Kritik: Statistik misst Ungleichheit, nicht echte Not
  9. Papst Pius X.: ‚Was brauchen wir heute am meisten, um die Gesellschaft zu retten?
  10. Es gibt keine zweite Chance mehr
  11. Akademie Johannes Paul II. fordert Kard. Grech auf, den pro-LGBT-Synodenbericht zurückzunehmen
  12. Erbärmlich! Lieber Peter Thiel, die meisten Österreicher sind nicht so!
  13. Technisch brillant, geistig obdachlos
  14. Ritus, Zeichen und Symbol: Der Weg zum Mysterium
  15. Großes Kardinalstreffen mit dem Papst - KI statt Liturgie

OIDAC warnt vor "wachsender Intoleranz"/Neuer Bericht zu Hassverbrechen gegen Christen in Europa

16. November 2022 in Aktuelles, 5 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Zu den Hauptentwicklungen bezüglich Intoleranz zähle zudem eine zu beobachtende Selbstzensur von Christen im öffentlichen Raum, auf Medienplattformen, aber auch im privaten Bereich oder am Arbeitsplatz.


Wien (kath.net/KAP) Mehr als 500 Fälle von Hassverbrechen gegen Christen und christliche Einrichtungen in 19 europäischen Staaten hat die in Wien ansässige Beobachtungsstelle OIDAC für das Jahr 2021 dokumentiert. Das geht aus dem am Montag veröffentlichten Jahresbericht des "Observatory on Intolerance and Discrimination Against Christians" hervor. Demnach wurden im Zeitraum von Jänner bis Dezember des Vorjahres in Europa vier Christen ermordet; der Bericht verzeichnet zudem 14 körperliche Angriffe. "Aufgrund der allgemeinen Dunkelziffer von Hassverbrechen können wir davon ausgehen, dass die tatsächliche Zahl der Fälle viel höher ist", wird in dem Report festgehalten. Die Daten fließen auch in den jährlichen "Hate Crime Data"-Bericht der OSZE ein, der am Mittwoch (16. November) veröffentlicht wird.


Neben Hasskriminalität wie Vandalismus, Diebstählen oder Brandstiftung hat die Beobachtungsstelle nach eigenen Angaben außerdem eine "alarmierende Anzahl" an negativen Stereotypen, vermeintlichen Rechtfertigungen für Gewalt oder direkten Beleidigungen gegen Christen oder christliche Konfessionen durch Personen des öffentlichen Lebens, darunter auch Politiker oder Journalisten, registriert. Konkret ortet OIDAC "einen besorgniserregenden Trend, wonach die Gesellschaft gleichgültig gegenüber abfälligen Äußerungen und falschen Darstellungen gegenüber Christen zu sein scheint, insbesondere im Vergleich zu anderen religiösen Gruppen oder Identitätsgruppen".

Die "wachsende säkulare Intoleranz" habe negative Auswirkungen auf die Religionsfreiheit von Christen, warnt die Beobachtungsstelle. Zu den Hauptentwicklungen bezüglich Intoleranz zähle zudem eine zu beobachtende Selbstzensur von Christen im öffentlichen Raum, auf Medienplattformen, aber auch im privaten Bereich oder am Arbeitsplatz.

Ziel der Beobachtungsstelle sei es, "Quellen von Intoleranz und Diskriminierung gegenüber Christen zu analysieren und die Triebkräfte der Intoleranz in unserer Gesellschaft zu erkennen", erklärte OIDAC-Europa-Geschäftsführerin Madeleine Enzlberger. Daher erörtere der Bericht unter anderem auch Diskriminierung in Form von problematischer Gesetzgebung auf nationaler bzw. internationaler Ebene oder durch mangelnde Kompetenz von Behörden im Umgang mit Fällen, die Religion und Religionsfreiheit betreffen.

"Die Spaltung zwischen Christen und säkularen Gruppen wird oft von den Medien und der Politik vorangetrieben", mahnte Enzlberger. "Toleranz und Respekt sollten für alle Gruppen der Gesellschaft gleichermaßen gelten und geschützt werden. Daher betonen wir die Bedeutung der Religionsfreiheit, nicht nur für Christen auf der ganzen Welt, sondern auch für Nicht-Gläubige."

Copyright 2022 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich

Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz - ANMELDUNG noch bis 22. JUNI!
  2. Episkopale Arbeitsverweigerung in einem kleinen Video
  3. Der synodale Prozess, eine Totgeburt von Anfang an!
  4. EWTN-Chefin Maria Montserrat Alvarado wird neue Kommunikationspräfektin
  5. Deutliche Kritik an 'Amoris Laetitia' im Vorfeld des Papstbesuches
  6. RTL-Journalistin Liv von Boetticher: „Habe die Bundespolizei zwei Nächte lang auf Streife begleitet“
  7. Erbärmlich! Lieber Peter Thiel, die meisten Österreicher sind nicht so!
  8. Schottischer Pfadfinderjunge verweigert Verbeugung vor Allah in der Moschee
  9. Das brennende Herz des heiligen Philipp Neri: Ein wissenschaftlich dokumentiertes Pfingstwunder
  10. Warum haben alte Kirchen einen verborgenen Raum unter dem Altar?
  11. Vatikan-Bischof lobt John Lennons atheistisches ‚Imagine‘ als ‚schönstes Lied der Welt‘
  12. "Ich musste ihm unglücklicherweise ein paar Schläge verpassen"
  13. Schönborn: Glaube braucht Tradition und kirchliche Einheit
  14. Akademie Johannes Paul II. fordert Kard. Grech auf, den pro-LGBT-Synodenbericht zurückzunehmen
  15. Fossile Bäume lösen Debatte um Arche Noah und die Sintflut aus

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz