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Die Stunde des Todes von Benedikt – ein Gamechanger für die Kirche

11. Jänner 2023 in Kommentar, 36 Lesermeinungen
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Benedikt XVI. ist jetzt mächtiger als zuvor. Der Tod von Benedikt ist keine Trauerstunde, sondern eine Stunde, die alles verändern kann - Benedikts "Heerschar" traf sich vergangene Woche in Rom und steht bereit - Von Roland Noé aus Rom


Rom (kath.net/rn)
„Es ist schon alles gesagt, nur noch nicht von allen“, meint der bayerische Komiker Karl Valentin vor vielen Jahren. Daher hier mein Versuch eines persönlichen Rückblicks auf Benedikt XVI. und der Versuch, noch gewisse Aspekte aufzuzeigen, die noch nicht gesagt wurden. „...Also das ist ja schon etwas spooky, dass Du am 28.12. das Sterbedatum wusstest …“, erzählte mir ein Mitarbeiter von kath.net, nachdem ich am 28. Dezember nach Bekanntgabe eine Geschichte zum Ableben von Benedikt XVI. vorbereitete und diese in unserem kath.net-System auf den 31. Dezember reinstellte. Benedikt XVI. war ein treuer Begleiter von kath.net, der uns nicht nur mehrere Besuche als amtierender Papst und auch danach gewährte sondern uns auch unterstütze, sowohl geistlich als auch materiell. So war unser Papa emeritus der erste Papst, der zum Spenderkreis von kath.net gezählt hat.

Mit dem Tod von Benedikt XVI. endet keine Ära, Nein, diese beginnt jetzt, wenn man den Blick etwas weitet und die himmlische Dimension einschaltet. Und die „Heerscharen von Benedikt“ standen im Rom bei seinem Begräbnis schon bereit. Unfassbar viele junge Priester eilten zu seinem Begräbnis, ganze Sektoren am Petersplatz waren nur für Priester zugänglich, "Benedikts Army" steht bereit. Wir durften am Platz mit einigen sprechen. Be honest: Diese Priesterschar macht Hoffnung und ist das genau Gegenteil einer 68er-Bischofsmentalität, die sich gerne an den Zeitgeist anbiedert.

Wenn Kardinal Walter Kasper meint, dass man nicht per Expresszug in den Himmel fahre, dann irrt er gewaltig. Die Heiligen fahren nicht nur mit Express-Zug in den Himmel, sondern sogar – um es mit Elon Musk zu sagen – mit gewaltigen Raketenantrieb und das subito. Und Benedikt hat für mich den „Wohlgeruch der Heiligkeit“. Ob dies auch wörtlichen Sinne stattfand – der Fachbegriff dafür ist „Osmogenesia“ – kann nur sein engstes Umfeld erzählen. Für mich steht fest, dass die katholische Kirche einen neuen Heiligen hat, ob dies formal in 5, 10 oder 15 Jahren von der Kirche bestätigt wird, tangiert mich relativ wenig. Jeder kann bereits Benedikt anrufen und ich durfte vergangene Woche mehrfach wichtige Anliegen der kath.net-Leser und auch persönliche Anliegen in unmittelbarer Nähe von Benedikt deponieren – eine besondere Gnadenstunde.


Der Tod von Benedikt XVI. ist keine Trauerstunde, sondern eine Stunde, die alles verändern kann, ein sogenannter „Gamechanger“. An der Börse spricht man bei besonderen Ereignissen in einem Unternehmen von einem sogenannten „Pivotal Point“, die Stunde des Todes eines so großen Kirchenmannes ist dies, ein „himmlischer Pivotal Point“. Es gibt die Erzählung, dass der Tod und das Begräbnis von Kardinal Meisner seinen Nachfolger Erzbischof Woelki verändert haben soll, im positiven Sinne. Vielleicht wird der Tod von Benedikt XVI. auch Kirchenmänner in verschiedenen Punkten verändern, vielleicht auch Papst Franziskus in manchen Punkten nachdenklich machen.

Daher sollten wir diese Stunde nützen, denn solche „Gamechanger“-Stunden gibt es nicht so viele in der Kirche und für mich bricht gerade die „Stunde der großen Scheidung“ (C. S. Lewis) für die Kirche an. Dies sieht man an der „Aufgeregtheit“ bei den „Los-von-Rom“-Journalisten und synodal-verwirrten Kirchenbeamten und den deutsch-kirchlichen Würdenträger, die lieber von LGBT als von Jesus predigen. Diese „Freude“ der Kirchenkreise erinnert mich ein wenig an König von Narnia von C. S. Lewis, in dem die böse Hexe auch geglaubt hat, den Löwen Aslan besiegt zu haben, als sich dieser für einen anderen opferte. Am Ende war aber die Hexe tot und Aslan, der Jesus verkörperte, siegte.

Das Tragische oder auch Gute ist: Diese Kirchenkreise von Bätzing & Co. abwärts haben wenig Ahnung von der himmlischen Regie und sie haben vermutlich auch nicht viel Ahnung von der Macht der Heiligen. Denn Benedikt XVI. ist jetzt für diese Kreise noch viel „gefährlicher“ und kann in seiner jetzigen Position viel mehr machen als zuvor als Papa Emeritus hinter dem Petersdom. Jetzt liegt er im Zentrum der Weltkirche und kann Tag und Nacht mithelfen, die Kirche wieder aufzubauen. Nutzen wir diese, rufen wir ihn an, beten wir für unsere Kirche, lesen wir erneut seine großartigen Schriften. Nützen wir unsere kostbare Zeit für diese wertvollen Schriften eines Heiligen und vergeuden wir die Zeit nicht mit der Beschäftigung mit dem unfruchtbaren, synodalen Zeitgeist-Geschwätz.

Ich beginn übrigens die nächsten Tage mit der Neu-Lektüre von „Salz und Erde“ und „Geist der Liturgie“ und freu mich darauf, wie unser Sohn Emanuel sich freute, als er nach einem Besuch bei Papa Emeritus einmal im Papamobil des Heiligen sitzen durfte. (Foto bei https://mewe.com/p/kathnet)

Heiliger Benedikt XVI. – bitte für uns!

 

"Ich stehe nicht an zu behaupten, dass die große Krankheit unserer Zeit ihre Armut an Wahrheit ist. Der Erfolg, die Wirkung hat ihr überall den Rang abgelaufen. Nur scheinbar ist der Verzicht auf Wahrheit und die Flucht in die Gruppenkonformität ein Weg zum Frieden. Solche Gemeinschaft ist auf Sand gebaut. Der Schmerz der Wahrheit ist die Voraussetzung für wirkliche Gemeinschaft. Er muss Tag um Tag angeommen werden. Nur in der kleinen Geduld der Wahrheit reifen wir von innen her, werden frei von uns selbst und frei für Gott." (Benedikt XVI, Ein neues Lied für den Herrn)

 

Interview in Rom mit jungen Priestern:


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Lesermeinungen

 Chris2 16. Jänner 2023 
 

Welch ein erbärmlicher Umgang des Vatikans

mit diesem großen Papa emeritus. Kein Glockengeläut, keine Flaggen auf Halbmast (so wie selbst in Deutschland vielerorts), keine Totenwache und nicht einmal eine würdige Überführung. Und da war Benedikt XVI. noch nicht einmal unter der Erde. Was uns erst beim dieses Jahr beginnenden weltweiten synodalen Weg blüht, dessen Leiter bereits bekannt hatte, dass ihm die protestantischen Kirchen nicht revolutionär genug seien, ist absehbar...
Oremus!


0
 
 girsberg74 16. Jänner 2023 
 

Gratuliere zu „Dienstanweisung für einen Unterteufel“

@Scotus „JA, aber ...“

Habe das Buch in sechzig Jahren mehr als ein Dutzendmal zur Gänze gelesen, viele Kapitel noch öfter; abgesehen vom Spirituellen und dem sonstigen Vergnügen, eine Fundgrube für „Schriftsteller“. Und nie langweilig!

Mein Exemplar, seinerzeit ein einfaches Taschenbuch, ist unansehnlich geworden, einige Eselsohren und mehr; es kommt aber nicht weg.


0
 
 sivadach 11. Jänner 2023 

Wissen über die Glaubensinhalte tut not!

Grosse Anerkennung und Dank den schweizerischen Bischöfen für ihr mutiges, klares Wort zur Feier der Heiligen Liturgie. Leider ist heute das Glaubenswissen so sehr verdunstet, dass viele die Eucharistiefeier nicht mehr von einer Wort- und Kommunionfeier unterscheiden können. Dieses Wissen wird auch kaum mehr vermittelt.
Im Herbst 2022 wurde ein wegweisendes Buch zu «Form und Wesen der Heiligen Messe» von Bärbel Weidmann-Dach veröffentlicht. Darin finden die Leser den kostbarsten Schatz -die würdig gefeierte Hl. Messe- erklärt und dargestellt in der überlieferten und in der nachkonziliaren Form. Beide Riten sind nebeneinander übersichtlich dargestellt. Es ist ein Nachschlagewerk für Jung und Alt.
Infos dazu: weidmann.net/buch-schatz-geortet
Bestellung in der Schweiz an Radio Gloria [email protected]

shop.weidmann.net/bücher.html


0
 
 lamwool 11. Jänner 2023 
 

Frage bleibt

@discipulus:
Danke für den Erklärungsversuch, wenngleich die Frage nach dem Wunder offen bleibt. Und, wenn ich mir die Frage nach dem 'heilig sein auf Erden' stelle, überkommen mich Zweifel. Muss nicht jeder Mensch im Laufe seines Lebens Entscheidungen treffen, die schon nicht GEGEN etwas sind, aber halt das Andere bevorzugen. Ausser man lebe in totaler Abgeschiedenheit als Selbstversorger. Und darum sind wir ja auch auf die Gnade des himmlischen Vaters angewiesen.
Hoffe verstanden zu werden.


0
 
 SalvatoreMio 10. Jänner 2023 
 

Heilig sein ...

@lamwool: ich finde Ihre Gedanken wichtig und richtig, möchte nur ergänzen: "Heiligt Euch und seid heilig!" Den Aufruf Gottes finden wir bereits bei Mose, während Paulus des Öfteren "An die Heiligen von ..." schreibt. Durch die Taufe sind wir heilig, müssen uns aber immer neu um heiligen Lebenswandel mühen, denke ich. Und da ist Papst Benedikt uns leuchtendes Vorbild.


2
 
 Silke76 10. Jänner 2023 

Über das "Warum" darf spekuliert werden..

2005 war auch eine ganz andere Zeit. Da hatte man evtl. mehr Geld zur Verfügung um mal kurz nach Rom zu fahren, es gab keine Inflation, Energiepreise, Corona, Ängste Kriegsgefahr... und evtl. zuletzt Kirchenaustritte Glaubensabfall, und und und. Wieviel Glauben wird der Herr vorfinden wenn er wiederkommt? Wobei ja die Zahlen weltweit steigen aber in EU siehts glaub ich schlecht aus...Lieber Papa Benedikt bitte für uns.


1
 
 discipulus 10. Jänner 2023 
 

@lamwool

Ihre Fragen sind durchaus berechtigt. Zu unterscheiden sind zwei Dinge: "ein Heiliger sein" und "als Heiliger verehrt werden". Ein Heiliger sein, kann man auch schon zu Lebzeiten, gewiß kann dessen aber nur Gott sein. Bei vielen Heiligen ist das auch nach dem Tod so: nur Gott weiß, daß sie heilig sind und deshalb bereits Anteil haben an der visio beatifica. Bei einigen Heiligen erkennt das die Kirche und nennt sie offizielle "Heilige" (oder auch "Selige"). Entscheidend für diese Erkenntnis der Kirche sind verschiedene Dinge: ein heroischer Tugendgrad, Rechtgläubigkeit, Einheit mit dem Bischof von Rom - und eben von der Kirche anerkannte Wunder. Bei Märtyrern geht die Kirche davon aus, daß allein schon das Martyrium Ausweis der Heiligkeit ist und daher keine bestätigten Wunder vorliegen müssen.

Ich hoffe, damit ist Ihre Frage beantwortet.


3
 
 Fatima 1713 10. Jänner 2023 
 

Ich bin für santo subito

und war zu Tränen gerührt, als die Rufe am Ende der hl. Messe am Petersplatz erschallten, obwohl ich sie nur vom Fernseher aus mitverfolgt hatte.
Ja, kann sein, dass Heiligsprechungen in letzter Zeit etwas inflationär geworden sind, aber besondere Zeiten erfordern besondere Mittel...
Ich jedenfalls habe Benedikt XVI. wie hier schon mal erwähnt zu meinem persönlichen Jahresheiligen erkoren und habe das auch so in das Kondolenzbuch im Stephansdom geschrieben. Gestern durfte ich auch beim Requiem dabei sein und ich bete seit seinem Todestag täglich zu ihm in persönlichen Anliegen, aber auch in den Anliegen der hl. Kirche. Ich bilde mir sogar ein, schon ein oder zweimal gespürt zu haben, dass er während des Gebets bei mir "vorbeigeschaut" hat...


2
 
 discipulus 10. Jänner 2023 
 

@lakota

Eben, zu Johannes Paul d. Gr. sind schon in seinen Sterbestunden Abertausende gekommen, um vor Ort in seiner Nähe zu beten.


2
 
 lamwool 10. Jänner 2023 
 

Heilige und ihre Wunder

Trotz den vielen Kommentaren über 'Heilig sein' und Heiligsprechung wage ich zu fragen. Ist es nicht Bedingung für eine Heiligsprechung, dass ein Wunder vorliegt, welches die zur Ehrung vorgeschlagene Person vollbracht haben muss? Und halt wie ich schon des öftern schrieb: kann ein Mensch überhaupt in seinem Leben 'heilig' sein? Ist gewagt, aber es interessieren mich eure Gedanken.
Gruss


1
 
 lakota 10. Jänner 2023 
 

@discipulus

Nur noch ein Gedanke:
bei Papst Johannes Paul II sind schon viele vor seinem Tod nach Rom gefahren, als es hieß er liege im Sterben, da waren schon zigtausende auf dem Petersplatz und haben gebetet.


2
 
 Chris2 10. Jänner 2023 
 

@Coburger

Warum sollten diejenigen, die sich an die jahrhunderte- und jahrtausendelange Lehre und Liturgie der Kirche halten, Papst Benedikt XVI. Summorum Pontificium übelgenommen haben? Gut, manche hätten sich die überlieferte Liturgie für die ganze Kirche gewünscht, ja. Aber sie meinen sicherlich andere Probleme, die er vielleicht zu wenig oder vergeblich anging. Und ja, ich glaube, er ist ein Heiliger, aber kein Mensch (außer Jesus und seiner Mutter) ist fehlerlos oder ohne Sünde. Erst im Himmel machen wir keine Fehler mehr, wird alles endgültig gut...


3
 
 bibelfreund 10. Jänner 2023 
 

Großartig

Was Peter hahne als Lutheraner spontan am Todestag hier bei kath net geschrieben hat, wird hier noch einmal sehr persönlich aus Rom unterstrichen. Wie erbärmlich sind gegenüber Benedikt diese Jammertestalten vom suizidalen Irrweg, geistlich und geistig. Wenige deutsche Bischöfe können ihm das Wasser reichen. Das Elend unserer Eliten wird in den Kirchenführern himmelschreiend offenbar. In der EKD noch schlimmer. Herrn Noe ist zu danken für diesen wertvollen Bericht. Und ganz nebenbei: Papst Benedikt wird sich im Himmel freuen, wenn wir ihm gleich tun: spenden für kath net !!


6
 
 723Mac 9. Jänner 2023 
 

Joseph Ratzinger dank Seiner Lehre und dank Seinem Gebet war zum Hoffnungsträger

der Kirche und ist zum Hoffnungsträger der Kirche und des Glaubens geblieben

Priesterseminar der Kommunität St Martin ist das einizige überfüllte Novus ordo Priesterseminar in Frankreich- im Priesterseminar der Kommunität St. Martin wird nur das umgesetzt,was Vaticanum2 wollte und Joseph Ratzinger forderte

In Deutschladn sind nur Priesterseminare der Tradition und COR in Eichstätt überfüllt

Die deutsche Funktionärskirche hat sich als Ziel der Attacken nicht nur Joseph Ratzinger /Ppast Benedikt ausgesucht. Inzwischen werden auch Sakramente der Kirche attackiert (z.B. über Forderung der Interkommunion mit EKD, für die evangelsichen Ehepartner s. Erklärung der DBK von Ingolstadt 2018, über Frauenpredigten während der Hlg Messe, oder Über Erstkommunion ohne Beichte oder über eine säkularisierte Priesterusbildung im RAhmen dessen die Priesterkandidaten z.B. abgewöhnt werden eine Soutanne in der Öffentlichkeit zu tragen, oder über priesterlose Pfarrereien selbst ohne Priester vom Ausland

www.youtube.com/watch?v=TgX2YJRltsY


5
 
 discipulus 9. Jänner 2023 
 

Werter Gandalf,

2005 waren es sechs Tage, das ist genau einer mehr als dieses Jahr. Ob es wirklich an diesem einen Tag liegt? Gut, heuer war es Jahreswechsel - aber 2005 war es die Osterwoche, da sind Fahrten nach Rom auch meist ausgebucht und Busse schwer zu bekommen... So ganz überzeugt mich Ihr Argument daher nicht. Aber sind diese Zahlen wirklich so wichtig?


0
 
 Paddel 9. Jänner 2023 

Meisner/Woelki AMEN!

Oh wie schön, genau diesen Eindruck hatte ich, als Kardinal Woelki sehr lange am Sarg des Kard. Meisners verweilte. Fast schon hatte man den Eindruck, dass er mit ihm kommunizierte. Die Ansprache am Abend vor der Beisetzung von Kardinal Meisner, welche Kardinal Woelki hielt ist mir nach wie vor im Gedächtnis. Diese war so erfüllt vom Geiste Meisners, dass ich dachte Kardinal Meisner selbst würde sprechen und ab diesem Moment wurde mir klar, Woelki wurde verwandelt.
Wer genau durch den Tod von Papst Benedikt XVI verwandelt wurde, das kann ich nicht sagen. Das wird sich zeigen.


5
 
 Berufssoldat 9. Jänner 2023 
 

Man darf heilig sein nicht verwechseln mit einer Heiligsprechung. Der verstorbene Papst Benedikt war für mich schon zu Lebenszeit ein Heiliger. Aber eine Heiligsprechung ist etwas Anderes, sie wird von uns Menschen gemacht und dauert länger. Beim Papst JPII begann sie 2005, also im Todesjahr und endete 9 Jahre später. Meist beginnt dieser Prozess erst fünf Jahre nach dem Tod des Betreffenden.


2
 
 Gandalf 9. Jänner 2023 

Ad Begräbnis...

Die bayerischen Busse kamen viele erst am Mittwoch am Abend an, die konnten alle nicht mehr in den Petersdom zum Abschiednehmen... Wie gesagt: Ohne Notwendigkeit das Begräbnis 5 Tage später angesetzt... Der Vatikan wollte NICHT, dass zu viele kommen, das steht zweifelsfrei fest. Über das "Warum" darf spekuliert werden..


7
 
 Gandalf 9. Jänner 2023 

@discipulus

Kann man schwer vergleich, weil beim Begräbnis von JP2 viel mehr Zeit war als jetzt, nur 5 Tage. Wir hatten unzählige Anfragen von Lesern, die mit uns nach Rom mit einem Bus fahren wollten, nur wir konnten das aus organisatorischen Gründen nicht anbieten. Wir hätte am Montag Morgen die Reise bekanntgegeben müssen, am Dienstag wär schon Abfahrt gewesen. Wir hatten beim Begräbnis von JP2 etliche Busfahren mit vielen hunderten Teilnehmern. Ähnlich ging es auch vielen anderen, die Busse organisieren wollten. Durch diese vom Vatikan verordnete Hektik konnten viele nicht anreisen. Flüge kaum vorhanden oder nur sehr teure Karten, (Nacht)Züge ab Österreich waren alle ausgebucht.


5
 
 discipulus 9. Jänner 2023 
 

@ThomasR

Wurden solche Maßnahmen den 2005 beim Tod von Johannes Paul d.Gr. getroffen? Ich bin damals jedenfalls ganz allein nach Rom gefahren, ohne Charterflug eines Bistums oder einen Sonderzug... Und damals waren nicht ein paar 100 000 Gläubige da, sondern ein paar Millionen. Das muß man schon mal anerkennen - auch und gerade als großer Verehrer von Benedikt XVI.


2
 
 Scotus 9. Jänner 2023 

JA, aber ...

Vorige Woche hab ich mir beim Herder das Büchlein "Offenbarung des Johannes - (K)ein Buch mit sieben Siegeln" von Benedikt XVI. gekauft. Dazu noch von C. S. Lewis die "Dienstanweisung für einen Unterteufel". So wie mich die Buchhändlerin angeschaut hat, kauft das sonst niemand.

Jedenfalls hoffe ich, dass Benedikt uns ein großer Fürsprecher sein wird. Eine Befürchtung habe ich allerdings auch: Dass "die große Scheidung" nicht zu einer großen Spaltung führt. Die Einheit der Kirche war das Hauptanliegen unseres Vaters Benedikt. In seinem Sinne möchte ich daher auch weiterhin für dieses so wichtige Anliegen beten.


5
 
 ThomasR 9. Jänner 2023 
 

Benedikts "Heerschar" ist viel größer als bei Beerdigung

1) wir sind kurz nach Corona und veiel haben einfach weiterhin Angst zu reisen

2)in manchen Bistümern hat man alles mögliche unetrnommen damit so wenig Gläubige fahren können, wie es nur geht.
- keine Sonderzüge über die NAcht
- keine Charterflüge (für Lufthansa sind für Kunden mit guter BOnität CHarterflüge auch innerhalb von 48 Std ohne Problem zu organisieren
- statt 100 Busse nach Rom z.B. nur 3 Busse


5
 
 Palmsonntag 9. Jänner 2023 
 

Papst Benedikt XVI und nicht mehr Papst Emeritus Benedikt XVI


4
 
 lakota 9. Jänner 2023 
 

@Gandalf

An das Erlebnis im Papamobil wird sich Emanuel sicher für immer erinnern!

"Salz der Erde" war übrigens mein erstes Buch von Papa Benedikt, damals noch Kardinal Ratzinger. Ich hatte es mir gekauft, weil so viele über den "Panzerkardinal" schimpften und ich wissen wollte, was an dem Mann dran ist.
Nach der Lektüre dieses Buches war ich ein Fan von ihm und habe ihn im Auge behalten. Ein Höhepunkt war dann seine Wahl zum Papst!
Vor einer halben Stunde habe auch ich "Salz der Erde" wieder aus dem Regal genommen...ein Freund nannte es "die Strömung", wenn mehrere Leute unabhängig voneinander das gleiche tun.

Für mich ist Papst Benedikt auf jeden Fall ein Heiliger...er war es schon zu Lebzeiten!


7
 
 Taubenbohl 9. Jänner 2023 
 

Die Heiligsprechung kommt aus dem Katholischenvolk nicht aus die Strukturen. Der Beweis wird festgestellt auf lokale Ebene und letzendlich wird durch die zentrale Heiligsprechung für die gesamte Kirche deklariert. Es wird nicht lange dauern bis der Druck weltweit kommt schätze ich für den Papa Emirito Benedetto. Kardinal John Henry Newman (von Papst Francis heiliggesprochen 2014 nach 140 Jahren) lohnt sich zu lesen zum Thema.

John Henry Newman lohnt sich immer zu lesen. Durch ihn habe ich die Kirche viel besser verstanden als geistliche und nicht weltliche Macht. Der Papst als Diener nicht Herrscher. Danke Papst Francis für die Heiligsprechung damals. Längst überfällig.


4
 
 Gandalf 9. Jänner 2023 

Wann wurde denn die Muttergottes oder der Heilige Josef formal heiliggesprochen?

Frage für einen "Freund" ;-)


4
 
 Kostadinov 9. Jänner 2023 

@kranichsteiner

schon mal was vom Fest aller Heiligen gehört? die wurden auch nicht alle einzeln offiziell deklariert...


5
 
 Gandalf 9. Jänner 2023 

@kranichsteiner

Gar nichts muss man... der barmherzige Herr kann Menschen in den Himmel aufnehmen, ohne Rücksicht auf das Kirchenrecht.... Finds immer lustig, wenn manche plötzlich das Kirchenrecht entdecken, die das vermutlich im Leben noch nie gelesen haben...
Heiliger Benedikt XVI - Bitte für uns!


10
 
 Gandalf 9. Jänner 2023 

@lesa - DANKE

Genau so ist es :-)


4
 
 FNO 9. Jänner 2023 

@lesa

Ja, es tut sich was!


2
 
 kranichsteiner 9. Jänner 2023 
 

@Berufssoldat

"Man muß ihn nicht erst dazu erklären. "
Doch, muss man, laut Kirchenrecht.


1
 
 lesa 9. Jänner 2023 

Das neue Lied ...

"Die himmlischen Heerscharen" mit all ihren Chören waren schon seit Jahren hier aktiv, in all der "gut genutzten Zeit", in der Sie uns hier mit allem Fleiß die lichtvolle Musik der Theologie von Josef Ratzinger/Benedikt XVI. zu Gemüte brachten.
Und was das Papamobil-Mitfahren-Dürfen Ihres Sohnes betrifft: Man heißt ja schließlich nicht umsonst Emanuel!


6
 
 Hängematte 9. Jänner 2023 
 

Ja, ich hoffe und glaube,

dass Papst Benedikt ab jetzt vom Himmel aus wirken kann und will.
Allein der sogenannte synodale Weg, der kirchenrechtlich ein Nichts ist und die Kirche in Deutschland in eine Diktatur des Relativismus verwandeln will.
Lest allein seine erste Enzyklika "Deus caritas est". Sie ist die grandiose Antwort auf das Forum ""gelingendes Leben"" des synodalen Weges und dessen Widerlegung!!!


5
 
 Berufssoldat 9. Jänner 2023 
 

@Redaktion von kath.net

Unbedingt! So sehe ich das auch, außer vielleich, daß Benedikt schon heilig ist, er war es schon zu Lebzeiten. Man muß ihn nicht erst dazu erklären.


10
 
 YouBayer 9. Jänner 2023 
 

Östereischer Komiker

nur am Rande und es tut nichts zur Sache: Karl Valentin ['falɛntiːn] (* 4. Juni 1882 in München; † 9. Februar 1948 in Planegg), mit bürgerlichem Namen Valentin Ludwig Fey, war ein deutscher Komiker, Volkssänger, Autor und Filmproduzent. Er beeinflusste mit seinem Humor zahlreiche Künstler, darunter Bertolt Brecht, Samuel Beckett,[1] Loriot, Gerhard Polt und Helge Schneider.[2] ;)

de.wikipedia.org/wiki/Karl_Valentin


1
 
 Coburger 9. Jänner 2023 
 

Vielen herzlichen Dank

für diesen schönen Bericht.
Man könnte bzgl. gewisser Kirchenkreise noch hinzufügen, daß auch selbsternannte "Traditionalisten" ihre liebe Müh mit Papst Benedikt hatten und haben. Beide Seiten nehmen ihm, zwar aus unterschiedlichen Gründen, das Summorum Pontificium von 2007 übel und nicht nur das, sondern auch insbesondere Benedikts Anteil am 2. Vatikanum und seiner Interpretation des Konzils als "Hermeneutik der Kontinuität".


8
 

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