Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Vatikan untersagt jährlicher Wallfahrt im Rahmen der überlieferten lateinischen Liturgie den Zutritt
  2. Wenn die Falschbehauptung einer evangelischen Sängerin zum Eklat bei einer Musiksendung führt
  3. Warum bei dem hohen Aufkommen an Bischöfen in Deutschland eine solch vehemente Entchristlichung?
  4. „Drohende Worte von Kardinal Roche: Besucht nicht die überlieferte lateinische Messe!“
  5. „Menschen können die Kirche weder reformieren noch nach eigenem Gutdünken eine neue gründen“
  6. Papst vor jüdischer Delegation: Die Kirche duldet keinen Antisemitismus, sie bekämpft ihn
  7. Steigende Zahl erwachsener Taufbewerber in ostdeutschen Städten, aber...
  8. „Als Bischof ist es meine Pflicht, den Glauben der Kirche zu verkünden“
  9. Am Grab des Petrus – Die diesjährige Romwallfahrt Ad Petri Sedem
  10. Priester spendete bei Zugunglück in Spanien die Generalabsolution, tröstete Opfer und Angehörige
  11. Chick-fil-A-Chef stellt klar: Keine Öffnung an Sonntagen – das wird sich nicht ändern
  12. Eine katholische Fake-Priesterin möchte das Töten kleiner Kinder
  13. Nordische Bischöfe: Europa sucht bei der Migration „nach einem neuen Gleichgewicht“
  14. Wir machen da was mit Medien
  15. Neuerlich umstrittene Ehrung durch Kardinal Cupich

Diözese Rottenburg-Stuttgart veröffentlicht Handreichung für geschlechtersensible Sprache

17. Jänner 2023 in Deutschland, 51 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Die Diözese folgt damit dem Vorbild anderer Bistümer, Organisationen, Unternehmen, dem ZdK und dem BDKJ. Auch bei der Auswahl von Bildern sollen ‚Geschlechter-Stereotypen’ vermieden werden.


Rottenburg (kath.net/jg)

Das Bistum Rottenburg-Stuttgart, beziehungsweise deren „Gleichstellungsstelle und Stabsstelle Mediale Kommunikation“, hat im Dezember 2022 eine Handreichung zur „geschlechtersensiblen Sprache“ herausgegeben.

Die Bistumsleitung folgt damit dem Beispiel einiger anderer deutscher Diözesen, Organisationen und Unternehmen, dem „Zentralkommittee (sic!) der deutschen Katholiken“ (ZdK) und dem Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ), ist in einem Artikel auf der Internetpräsenz der Diözese zu lesen. Denn: „Mitgemeint und mitgedacht – ist nicht unbedingt gut gemacht“, schreibt Thomas Brandl, Mediendirektor der Diözese, einleitend wörtlich. Gebhard Fürst, der Bischof von Rottenburg-Stuttgart, wird mit dem Satz zitiert: „Die Gesellschaft verändert sich, ihre Sprache ebenfalls – dem tragen wir mit der neuen Broschüre nun Rechnung.“


Die Handreichung soll „eine Brücke bauen zu mehr Geschlechtergerechtigkeit in der Sprache“. Die einzig richtige Form im Sinne einer allgemein gültigen Regel gebe es nicht, heißt es in der Broschüre (S. 6). Es gehe „um einen geschlechtersensiblen Gebrauch von Sprache, bei der die innere Haltung und Überzeugung sichtbar wird.“

Das generische Maskulinum soll nicht alleine verwendet werden. Stattdessen sollen zum Beispiel Paarformen oder Neutrale, das heißt substantivisierte Partizipien, verwendet werden. Kurzformen mit Klammer (innen), das Binnen-I, Sonderzeichen wie Gendersternchen und der Gendergap werden in der Broschüre abgelehnt. Die letztgenannten Formen würden für Vorlesesysteme unlösbare Probleme bedeuten und auch in der Brailleschrift zu Irritationen führen. Eine Ausnahme gibt es für den Doppelpunkt (z.B. Mitarbeiter:innen), der bereits häufig verwendet werde.

Die Texte sollten verständlich bleiben und nicht zu kompliziert werden, betonen die Verfasser. Die „geschlechtersensible Sprache“ wird für die Kommunikation des Bistums empfohlen, sie ist aber nicht verbindlich. Schrifterzeugnisse mit Rechtsverbindlichkeit werden weiterhin nach den geltenden Regeln der deutschen Rechtschreibung verfasst.

Die „Handreichung für geschlechtersensible Sprache“ wird an alle Kurienmitarbeiter, Dekanate, Kirchengemeinden, katholische Organisationen, Verwaltungszentren sowie Diözesanräte verteilt.

Beim Einsatz von Bildern soll ebenfalls auf Geschlechtersensibilität geachtet werden. Alle Personen und Zielgruppen sollen sich angesprochen fühlen. Bei der Auswahl soll darauf geachtet werden, ob „hierarchische Positionen“ deutlich oder „Geschlechter-Stereotype“ bedient werden. Personen mit Handicap oder anderer Hautfarbe sollen bewusst gezeigt werden, um „Inklusion und Diversität“ zu signalisieren.

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

gender mainstreaming

  1. IOC klärt: Künftig nehmen keine Transfrauen mehr an Frauenwettbewerben bei Olympischen Spielen teil!
  2. Detransition: US-Amerikanerin gewinnt erstmals Klage gegen Transgender-Ärzte
  3. Deutsches Formular für Geburtenanzeige: Welches Geschlecht hat die Mutter?
  4. IMABE kritisiert VfGH-Urteil zur Streichung des Geschlechtseintrags
  5. US-Bischof Daniel Thomas/Ohio: „Gott hat Transsexualität nicht vorgesehen“
  6. Liturgie – ein „katholischer Queer-Gottesdienst“ – oder kirchliche „Identitätspolitik“
  7. US-Studie zeigt: Transgender wird unter jungen Leuten unmodern!

Bistum Rottenburg-St

  1. Diözese Rottenburg-Stuttgart hebt (endlich) alle Corona-Maßnahmen auf
  2. Diözesanrat Rottenburg-Stuttgart: ‚Bestürzt und betroffen’ über Nein zur Segnung Homosexueller
  3. Maskenirrsinn im Bistum Rottenburg-Stuttgart
  4. Wenn ein katholischer Bischof nichts mehr über Jesus zu sagen hat
  5. Bischof Fürst: ARD-Beitrag verzerrt Tatsachen







Top-15

meist-gelesen

  1. „Der Kurierfahrer steuerte die falsche Tür an und landete versehentlich in der Kathedrale“
  2. Vatikan untersagt jährlicher Wallfahrt im Rahmen der überlieferten lateinischen Liturgie den Zutritt
  3. Fatima-Tag in Berlin
  4. Lucky Luke wird in Jubiläums-Comic zum Heiligen
  5. Die Liebe als Mitte des Glaubens: Das Gebot, das den ganzen Menschen umfasst
  6. Auf den Spuren des Hl. Paulus - Mit Michael Hesemann nach Griechenland
  7. Wenn die Falschbehauptung einer evangelischen Sängerin zum Eklat bei einer Musiksendung führt
  8. Chick-fil-A-Chef stellt klar: Keine Öffnung an Sonntagen – das wird sich nicht ändern
  9. Impuls für Körper und Geist: Kirchensportler empfehlen das Jesus-Gebet
  10. Nordische Bischöfe: Europa sucht bei der Migration „nach einem neuen Gleichgewicht“
  11. Im Licht der Liebe
  12. Gott inmitten von Töpfen und Geschirr
  13. Künstlerin Akiane Kramarik erzählt von Vision des Himmels in ihrer Kindheit
  14. Papst vor jüdischer Delegation: Die Kirche duldet keinen Antisemitismus, sie bekämpft ihn
  15. Bravo! Erbprinz Alois legt Veto gegen Abtreibungsgesetz in Liechtenstein ein

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz