Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Fünf weibliche Opfer von Pater Marko Ivan Rupnik schreiben offenen Brief an Papst Leo XIV.
  2. Papst Leo singt mit 80.000 Jugendlichen das „Salve Regina“ auf Latein
  3. Sechs Messdiener mit Down-Syndrom ministrierten bei der historischen Papstmesse in Paris
  4. Es gibt drei Erzengel, die vor Gottes Thron für uns eintreten
  5. „Wenn wir den wahren missionarischen Geist, den richtigen Weg finden, gibt es in Deutschland noch…“
  6. Wort-Gottes-Feier in katholischer Kirche mit Liedern von Taylor Swift
  7. Ein Erzbischof auf Staatsbesuch
  8. „Das Ende von Maria 2.0“
  9. US-Bischof Robert Barron: „Der Kommunismus erlebt in unserem Land gerade ein Comeback“
  10. Politisch aber auch innerkirchlich „gibt es derzeit wieder viel Konfliktpotenzial“
  11. Gefeuert wegen AfD-Kandidatur: Deutsche Caritas-Erzieherin zieht vor Gericht
  12. Wie die Piusbrüder - Linker belgischer Bischof plant weiterhin verbotene Weihen
  13. Anerkanntes Wunder von Fulton Sheen: Baby nach 61 Minuten Atemstillstand lebt, heute kerngesund
  14. Papst Leo: „Diese vier Tage waren buchstäblich erfüllt mit vielen Segnungen, fast schon Wundern“
  15. „Die katholische Kirche ruht auf zwei Säulen ihrer sichtbaren Einheit: Petrusamt und Eucharistie“

Kardinal Kasper kritisiert Bischof Bätzing

28. Jänner 2023 in Deutschland, 4 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


„Selbstverzicht der Bischöfe ist unredliche und widersprüchliche Trickserei“. Pressemitteilung von der Initiative Neuer Anfang.


Neuss (kath.net/ pm)

Kardinal Kasper hat in einer aktuellen Stellungnahme der Analyse unserer Initiative explizit zugestimmt, wonach der Versuch Bischof Bätzings, die päpstliche Anordnung zum Verbot eines Synodalen Rates zu umgehen, nichts weiter als ein Trick sei.
Kasper betont, hinter dem aktuellen Schreiben aus Rom stehe „die Autorität des Papstes und letztlich das Zweite Vatikanische Konzil“. Das könne nicht durch „trickreiche Umdeutung ausgehebelt werden“. Auf die „sakramental übertragene Vollmacht in der Nachfolge der Apostel“ könne ein Bischof nicht „ohne die Verletzung der ihm persönlich übertragenen Verantwortung nachträglich durch Selbstbindung an einen Synodalen Rat ganz oder teilweise verzichten“. Die Theorie vom Selbstverzicht der Bischöfe bezeichnet Kasper als „in Wahrheit eine unredliche und in sich widersprüchliche Trickserei.“


Als Laien-Initiative sind wir dankbar für diese Klarstellung und die Bestätigung unserer Einschätzung, dass die Missachtung der päpstlichen Weisung die Krise in Deutschland verschärft und die Katholische Kirche in Deutschland sehenden Auges an den Rand eines Schismas treibt.


In einer Stellungnahme vom 25. Januar 2023 haben wir als Initiative ausführlich die durchschaubare Taktik der Führung des Synodalen Weges analysiert und einen sofortigen Stopp des sogenannten „Synodalen Ausschusses“ gefordert. Der Papst hat unmissverständlich die Installation eines Synodalen Rates auf allen kirchenrechtlichen Ebenen untersagt. Wo kein legitimes Ziel mehr vorhanden ist, braucht es keine Ressourcenverschwendung, um untersagte Gremien zu organisieren – es sei denn man will die Katholische Kirche in Deutschland mit voller Fahrt in den Abgrund einer Spaltung mit Rom führen. Das ernste Schreiben aus Rom ist kein gutgemeinter Serviervorschlag, sondern eine „in forma specifica“ ausgestellte – also rechtsverbindliche und auch finale – päpstliche Anordnung, die keine Deutlichkeit vermissen lässt.
Die Erklärung und Forderung der Initiative im vollen Wortlaut
Den vollen Wortlaut der Erklärung von Kardinal Kasper



Mehrfach hat sich Kardinal Walter Kasper bereits mit scharfer Kritik zu den Debatten auf dem deutschen "Synodalen Weg" zu Wort gemeldet und Inhalte, aber auch Vorgehensweisen scharf kritisiert, nachzulesen auf unserer Internetseite:

1. Kasper zum Synodalen Rat: "Ein solcher Oberster Sowjet in der Kirche wäre offensichtlich keine gute Idee."
Kardinal Walter Kasper erklärte in seinem Vortrag zum Online-Studientag über "Wahre und falsche Reform der Kirche" bereits am 19. Juni 2022, warum die aktuellen Selbstverpflichtungen der Bischöfe auf Verzicht der Anwendung von Kirchenrecht nur ein „fauler Trick“ seien, der einem kollektiven Rücktritt der Bischöfe gleichkäme und warum Synoden nur außerordentliche Unterbrechungen sein können und keine synodalen Kirchenregierungen. Er formulierte aber auch, warum ein geplanter "Synodaler Rat" in Form eines solchen Rätesystems "keine christliche, sondern eine aus ganz anderem Geist oder Ungeist kommende Idee" sei. Kasper: "Es würde die Freiheit des Geistes, der weht, wo und wann er will, abwürgen und die Struktur zerstören, die Christus für seine Kirche gewollt hat." Er zog zudem einen deutlichen Vergleich zum Synodalen Rat: "Ein solcher Oberster Sowjet in der Kirche wäre offensichtlich keine gute Idee."

2. „Der Synodale Weg hat sich selbst zur Farce einer Synode gemacht“
Bereits am 7. November 2021 hat Kardinal Walter Kasper ebenfalls bei einem Vortrag im Rahmen eines Online-Studientages der Initiative Neuer Anfang zur Frage des Sendungsauftrages der Kirche Stellung genommen und die eigene Hierarchie der Kirche analysiert. Anlass war das Dokument des Synodalen Weges zu „Macht und Gewaltenteilung in der Kirche - Gemeinsame Teilnahme und Teilhabe am Sendungsauftrag“. Kasper geht der Frage nach: Wozu ist die Kirche da, wofür steht sie, wofür steht das Bischofsamt und in welcher Weise können alle Christen daran teilhaben?  Er hatte bei dieser Gelegenheit aber auch das unsynodale Miteinander auf dem deutschen Weg kritisiert. Kasper: „Eine Synode soll also nicht eine Minderheit ohne seriösen Austausch der Argumente niederstimmen und abzuschmettern, wie es bei der letzten Sitzung des Synodalen Wegs geschehen ist. Damit hat sich der Synodale Weg selbst zur Farce einer Synode gemacht.“  Kaspers Vortrag unter dem Titel: „Vollmacht, Macht und Hierarchie in der katholischen Kirche“ findet sich in voller Länge hier unter dem Link.

 

Die Initiative Neuer Anfang ist ein Kreis von Theologen und Laien, die dazu anregen, Reformvorhaben in der Kirche am Evangelium auszurichten. Ihr Reform-Manifest, das mit neun Thesen zum Synodalen Weg zur Einheit mit der Weltkirche aufruft, durften sie im Namen von fast 7.000 Unterzeichnern am 05. Januar 2022 in Rom dem Heiligen Vater übergeben. Weitere Informationen zur Initiative und das Manifest im Wortlaut auf der Homepage: https://neueranfang.online.

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Bekannte US-Influencerin und Mutter von neun Kindern konvertierte zum Katholizismus
  2. Leo an Bischöfe: „Liebe Brüder, wir müssen immer wieder in die Schule des Kreuzes zurückkehren“
  3. Chefredakteur Philippe Marie: „Ich werfe dem Erzbistum Paris vor, die Pressefreiheit zu verletzen“
  4. Dem Leben verpflichtet: Johanna Gräfin von Westphalen
  5. Kurienkardinal Parolin nennt „Lebensschutz“ eines der Schwerpunktthemen von Leos Frankreichreise
  6. USA: Medienbischof Fulton Sheen ist nun seliggesprochen!
  7. Eine Stadt im völligen Ausnahmezustand: Hohe Sicherheitsstufe für Papstbesuch in Paris
  8. Priester bei Messer-Attacke in polnischem Kloster getötet
  9. Anerkanntes Wunder von Fulton Sheen: Baby nach 61 Minuten Atemstillstand lebt, heute kerngesund
  10. Pater Stanisław Tasiemski OP vor Papstreise: „Wohin gehst du, Frankreich?“
  11. Fünf weibliche Opfer von Pater Marko Ivan Rupnik schreiben offenen Brief an Papst Leo XIV.
  12. 'Putin ist auf dem besten Weg, in diesem Jahr mehr Christen zu töten als der ISIS'
  13. Der evangelischen Theologischen Hochschule Basel soll die Akkreditierung entzogen werden
  14. Über das Dämonische
  15. 'Kirche casht ab' - Immer weniger österreichische Katholiken, immer mehr Millionen!

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz