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Vatikan: Beziehungen mit Nicaragua sind "suspendiert"

13. März 2023 in Weltkirche, 1 Lesermeinung
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Laut "Vatican News" sind diplomatische Beziehungen zwischen Nicaragua und dem Heiligen Stuhl ausgesetzt worden


Vatikanstadt (kath.net/KAP) Der Vatikan hat auf die Verschärfung der diplomatischen Krise zwischen dem Heiligen Stuhl und Nicaragua reagiert. Das zur vatikanischen Kommunikationsbehörde gehörende Nachrichtenportal "Vatican News" meldete am Montag: "Die diplomatischen Beziehungen zwischen Nicaragua und dem Heiligen Stuhl sind ausgesetzt worden. Dies geht aus einer Erklärung des nicaraguanischen Außenministeriums hervor." Die Regierung habe den Heiligen Stuhl gebeten, seine diplomatischen Vertretungen im Land zu schließen.

Weiter heißt es in dem Text, der in mehreren Sprachen des Portals verbreitet wurde: "Um einen Abbruch der Beziehungen handelt es sich dabei nicht. Der Heilige Stuhl und Nicaragua unterhalten seit 1908 diplomatische Beziehungen." Im spanischen Text ist von einer "Suspendierung" der Beziehungen die Rede, die eingetreten sei.


Das Portal erinnerte dran, dass die Regierung in Nicaragua bereits am 12. März 2022 den Apostolischen Nuntius in Managua, Erzbischof Waldemar Stanislaw Sommertag, ausgewiesen hatte. Der Heilige Stuhl habe diese Entscheidung damals "mit Erstaunen und Bedauern zur Kenntnis genommen". Der Diplomat habe sich "mit großer Hingabe für das Wohl der Kirche und des nicaraguanischen Volkes, insbesondere der Schwächsten, eingesetzt." Ferner habe er sich für den Dialog zwischen Regierung und Opposition eingesetzt.

Möglicher Auslöser der erneuten Verschärfung der Krise war ein Interview des argentinischen Portals "Infobae" zum zehnten Jahrestag der Wahl von Franziskus. Darin hatte sich der Papst kritisch über das Vorgehen der Regierung in Nicaragua geäußert und sie als "strenge Diktatur" bezeichnet. Dabei verglich er sie mit "der kommunistischen Diktatur von 1917 oder der Hitler-Diktatur von 1935".

Diesen Vergleich wiederholte das Vatikan-Portal nicht. Es wies darauf hin, dass die katholische Kirche sich auf die Seite der Regime-Kritiker stelle und damit schwere Nachteile in Kauf nehme. "So verurteilte ein nicaraguanisches Gericht den Bischof von Matagalpa, Rolando Alvarez, zu 26 Jahren Haft." Seit er die Strafe vor einem Monat antrat, gebe es von ihm keine Nachrichten mehr.

Copyright 2022 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten

Archivfoto:  Verhaftung von Bischof Alvarez im Sommer 2022


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Lesermeinungen

 Taubenbohl 14. März 2023 
 

Und der Sandinista Führer war....Daniel Ortega. der jetzt ein neues Gesicht zeigt. Ironie pur.

Sandinisten übernahmen 1979 die Kontrolle über Nicaragua, um ihre befreiungstheologische Utopie in Lateinamerika zu starten.

Die sandinistische Revolution war in der Tat nicht nur die Niederlage einer blutigen Diktatur. Es war der Beginn einer anderen, die den Vereinigten Staaten feindlich gesinnt und der Sowjetunion freundlich gesinnt war. Es repräsentierte auch den Traum von Befreiungstheologen, denn es war ihre Gelegenheit, ihre Theologie in die Tat umzusetzen.

Diese Theologen hatten wirklich die Kontrolle. Es ist bekannt, dass die Sandinisten gegen den ausdrücklichen Willen von Papst Johannes Paul II. drei katholische Priester der Befreiung – Ernesto Cardenal, Miguel D'Escoto und Fernando Cardenal – zu Ministern in der sandinistischen Regierung ernannt haben.

Die führenden Persönlichkeiten der Befreiungstheologie in Lateinamerika – Gustavo Gutierrez, Leonardo Boff, Juan Luis Segundo, Jon Sobrino, Pablo Richard, Ignacio Ellacuría und viele andere – waren Beirat in Managua


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