Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Die nächste Reform ist immer die beste aller Zeiten
  2. Vertrauenskrise in der Kirche
  3. Vatikan korrigiert argentinische Bischöfe: Gläubige dürfen kniend und auf die Zunge kommunizieren
  4. Bischöfe und ZdK wollen die AfD ausgrenzen, der Papst empfängt einen AfD-Bundestagsabgeordneten
  5. „Puff für alle“: Entsetztes Kopfschütteln über Sexualkunde-Aufgabe an katholisch geprägtem Gymnasium
  6. 'Gut' gebrüllt, Löwe?
  7. Kardinal Eijk: Synodenbericht der Arbeitsgruppe 9 muss zurückgewiesen werden
  8. Sacrosanctum Concilium: Die Liturgie und das Geheimnis Christi
  9. „Kann der Westen ohne das Christentum überleben?“
  10. „Ut unum sint“ - Wahrheit, Tradition und sichtbare Communio
  11. „Leo macht Schluss mit ‚Doppelstandards‘: Warum der deutsche Synodale Weg ins Stocken gerät“
  12. Rom und die orientalisch-orthodoxen Kirchen seit Fiducia supplicans
  13. „So wie Volker Beck geht es mir auch mit ganz vielen Predigten und kirchlichen Verlautbarungen“
  14. Vatikan veröffentlicht die Leitlinien für den Umsetzungsweg der Synode über die Synodalität
  15. Trend unter jungen New Yorkern: Gemeinsam zur Sonntagsmesse gehen

Wien: Immer mehr Video-Kameras in Gotteshäusern

11. April 2023 in Österreich, 5 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Religionsgemeinschaften nicht erst seit der Wiener Terrorwarnung vom 15. März bei Sicherheit sensibilisiert - Videoüberwachung in katholischen Kirchen noch Randerscheinung


Salzburg/Wien (kath.net/KAP) Kirchen, Moscheen und Synagogen werden zunehmend mit Kameras, Zugangscodes und Gitterabsperrungen versehen. Gotteshäuser verschiedener Religionen seien nicht erst seit der Terrorwarnung der Wiener Polizei am 15. März für die christlich-syrische Gemeinde sensibilisiert und hätten bei ihren Sicherheitsmaßnahmen aufgerüstet, berichteten die "Salzburger Nachrichten" (18. März). Dabei sind laut der Zeitung die Schutzvorkehrungen bei kleineren Gemeinschaften um ein Vielfaches höher als bei katholischen Kirchen.

Trotzdem haben laut dem Bauamt der Erzdiözese Wien zumindest fünf Wiener Pfarren Videoüberwachungen eingerichtet. "Wir versuchen, die Kirchen so barrierefrei wie möglich zu machen. Es war bis jetzt nicht notwendig, Sicherheitsschleusen zu errichten", sagte Michael Prüller, Sprecher der Erzdiözese Wien. Jede Pfarrgemeinde sei eigenverantwortlich für die Sicherheit zuständig. Manche sperrten die Gotteshäuser außerhalb der Messzeiten zu, andere errichteten Gitterabsperrungen nach der Eingangstür, andere würden darauf achten, dass sich immer Pfarrpersonal in der Kirche aufhalte, damit nichts passieren könne.


Laut Erzdiözese haben Staatsschützer in der Bundeshauptstadt einzelne touristische Objekte im Auge, darunter den Stephansdom oder die Votivkirche. "Wir merken das gar nicht", betonte Prüller. Jedenfalls sei die katholische Kirche im regelmäßigen Austausch mit der Polizei. Es sei oft eine heikle Frage der Abwägung: "Wir sind zurückhaltend, Menschen dabei zu filmen, die in der Kirche ungestört beten wollen", so Prüller.

Eine der Pfarren mit Videoüberwachung ist die Pfarre St. Brigitta in Wien-Brigittenau. Anlass für die Maßnahme gaben laut dem Pfarrer der Gemeinde, Wolfgang Seybold, 20 Fälle von Vandalismus. "Ich kann nur ermutigen, das zu machen. Es ist seither ruhiger geworden und die Kameras werden von den Kirchenbesuchern gut angenommen, es gab nie eine Beschwerde", so der Geistliche. Trotz Überwachung sei es noch einmal zu einer Beschmierung gekommen, die nicht aufgeklärt werden konnte. Ein Opferstockdieb sei hingegen auf Basis der Kameraauswertungen bei der Polizei angezeigt worden.

Gebetsstätten sollten immer offen sein

Die muslimische Gemeinschaft sei bei Sicherheitsthemen seit einigen Jahren besonders sensibilisiert, erklärte Edina Husovi von der Islamischen Glaubensgemeinschaft Österreich (IGGÖ). Die Terrorwarnung vom 15. März, "genau am Internationalen Tag gegen Islamfeindlichkeit", habe auch die Muslime geschockt. Jedes Gebetshaus könne Ziel eines Angriffs sein, das könnten auch Vandalismusakte sein wie etwa Graffiti, so die Muslimen-Vertreterin. Gebetsstätten sollten immer offen sein und gleichzeitig auch sicher; da seien Kameras und Zutrittssysteme eine Option, so Husovi.

Bei der jüdischen Gemeinde ist das Thema Sicherheit aufgrund antisemitischer Angriffe auf Jüdinnen und Juden seit Jahrzehnten ein großes. 24 Stunden am Tag patrouillieren Streifenpolizisten vor dem Stadttempel in der Seitenstettengasse in der Wiener Innenstadt. "Wir treffen sehr viele Sicherheitsvorkehrungen. Aber wir äußern uns nicht zu Details der Sicherheitsmaßnahmen", sagte Ben Dagan, Sprecher der Israelitischen Kultusgemeinde Wien.

Laut dem Bischof der koptisch-orthodoxen Kirche, Anba Gabriel, wurden in jüngster Vergangenheit die 15 koptischen Kirchen sowie Klöster in Österreich mit Überwachungskameras versehen. "So können wir beobachten, was in den Innenräumen passiert", so der Bischof. Österreich sei ein sicheres Land, aber man habe die Warnungen nicht ignorieren können. "Es ist gut, wenn man wachsam ist."

Copyright 2022 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. EINMALIGE CHANCE - SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  2. „Leo macht Schluss mit ‚Doppelstandards‘: Warum der deutsche Synodale Weg ins Stocken gerät“
  3. „Kann der Westen ohne das Christentum überleben?“
  4. Bischöfe und ZdK wollen die AfD ausgrenzen, der Papst empfängt einen AfD-Bundestagsabgeordneten
  5. Die nächste Reform ist immer die beste aller Zeiten
  6. „Puff für alle“: Entsetztes Kopfschütteln über Sexualkunde-Aufgabe an katholisch geprägtem Gymnasium
  7. „So wie Volker Beck geht es mir auch mit ganz vielen Predigten und kirchlichen Verlautbarungen“
  8. Vertrauenskrise in der Kirche
  9. Proteste gegen Auftritt von Kardinal Marx
  10. Vatikan korrigiert argentinische Bischöfe: Gläubige dürfen kniend und auf die Zunge kommunizieren
  11. Kardinal Eijk: Synodenbericht der Arbeitsgruppe 9 muss zurückgewiesen werden
  12. 'Gut' gebrüllt, Löwe?
  13. Komm, o Geist der Heiligkeit! Aus des Himmels Herrlichkeit!
  14. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  15. Warum die deutsche „Demokratie-Kirche“ keine Zukunft hat

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz