Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Anordnung von Franziskus: Gänswein muss Rom bis 1. Juli verlassen, ohne Amt!
  2. Nackter Mann auf Confessio-Altar des Petersdoms
  3. CDU-Chef Merz: Gender-Sprache macht die AfD stark
  4. 'Schwach und schwul' - 2-Wochen-Klosterstrafe für Priester aus Argentinien
  5. Papst Franziskus - NOT-Operation im Krankenhaus!
  6. Liturgie für einen „Segen für Alle“?
  7. Kiewer Großerzbischof: Ganze Welt muss Staudamm-Sprengung durch Russland verurteilen
  8. „Rothäute in der Phantasie eines alten weißen Mannes“
  9. Under pressure – Kirche unter Druck
  10. Zu Fronleichnam beten wir Christus an - Wir brauchen kein "Klima-Götzen-Goldenes-Kalb"
  11. Werden Sie Schutzengerl für kath.net!
  12. „Warum nehmen wir nicht Gelder vom Synodalen Weg und holen solche Filme ins Deutsche?“
  13. Disney+ - DISNEY SCHLUSS! - In neuer Serie wird Frau von Satan schwanger
  14. „Es gibt nur eine katholische Kirche – Jede Glaubensvielfalt wird sich daran messen lassen müssen“
  15. US-Regierung veröffentlicht Richtlinie für Familienplanungsorganisationen

Papst Franziskus: „Die anthropologische Identität der Frauen ist gefährdet“

15. Mai 2023 in Weltkirche, 6 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Frauen werden „als Werkzeuge, als Gegenstand politischer Auseinandersetzungen und kultureller Ideologien eingesetzt, die die Schönheit, mit der sie geschaffen wurden, ignorieren“. Von Petra Lorleberg


Vatikan (kath.net/pl) „Neben dem Frieden ist auch die anthropologische Identität der Frauen gefährdet, da sie als Werkzeuge, als Gegenstand politischer Auseinandersetzungen und kultureller Ideologien eingesetzt werden, die die Schönheit, mit der sie geschaffen wurden, ignorieren.“ Das betonte Papst Franziskus in seiner Ansprache bei einer Audienz für den in Spanien ansässigen Weltverband der katholischen Frauenorganisationen (UMOFC) am 13.5.2023. Er vermied dabei zwar das Wort „Gender-Ideologie“, das er sonst warnend benutzt, sogar in seinem sehr bekannten nachsynodalen Schreiben „Amoris laetitia (siehe Link). Dennoch wird im Kontext seiner Wortwahl deutlich, dass es ihm gerade nicht um einer Einebnung der Geschlechtspolaritäten nach dem Strickmuster der Gender-Ideologie geht. Der Papst betont vor den Frauen aus der ganzen Weltkirche, dass es einer größeren Wertschätzung der Fähigkeiten von Frauen „zur Beziehung und zum Geben“ bedürfe, ebenso, „Männer den Reichtum der Gegenseitigkeit, die sie von Frauen erhalten, besser verstehen, um jene anthropologischen Elemente wiederzugewinnen, die die menschliche Identität und damit auch die der Frauen charakterisieren und ihre Rolle in der Familie und der Gesellschaft, wo sie nie aufhören, ein schlagendes Herz zu sein“. Wenn man wissen wolle, „was die Menschheit ohne Frau ist, was der Mann ohne Frau ist“ finde man die Antwort darauf „auf der ersten Seite der Bibel: Einsamkeit. Der Mann ohne die Frau ist allein. Die Menschheit ohne Frau ist allein. Eine Kultur ohne Frauen ist einsam. Wo keine Frau ist, herrscht Einsamkeit, trockene Einsamkeit, die Traurigkeit und allerlei Schaden für die Menschheit hervorbringt. Wo keine Frau ist, ist Einsamkeit.“


Papst Franziskus führte weiter aus: „Heute ist der Tag, an dem wir der Erscheinungen der Jungfrau Maria vor den Hirtenkindern von Fatima gedenken – und heute bin ich auch sehr traurig, denn in dem Land, in dem die Jungfrau erschien, wird ein Tötungsgesetz erlassen, eine weitere Ergänzung zum lange Liste von Ländern mit Sterbehilfe. Heute also, wenn wir an die Jungfrau denken, blicken wir auf Maria als Vorbild der Frau schlechthin, die ein Geschenk und eine Aufgabe voll und ganz lebt: das Geschenk der Mutterschaft und die Aufgabe, für sie zu sorgen Kinder in der Kirche. Auch Sie als Frauen besitzen diese Gabe und diese Aufgabe in jeder Umgebung, in der Sie anwesend sind, im Bewusstsein, dass diese Umgebungen ohne Sie einsam wären. Für den Mann ist es nicht gut, allein zu sein, deshalb gibt es Frauen. Maria lehrt uns, Leben hervorzubringen und es immer zu schützen, mit anderen mit Zärtlichkeit und Mitgefühl umzugehen und drei Sprachen zu kombinieren: die des Geistes, die des Herzens und die der Hände, die koordiniert werden müssen…  Wie ich bereits bei anderen Gelegenheiten gesagt habe, glaube ich, dass Frauen über die Fähigkeit verfügen, zu denken, was sie fühlen, zu fühlen, was sie denken, und zu tun, was sie fühlen und denken. Ich ermutige Sie, diese Sensibilität weiterhin in den Dienst anderer zu stellen.

Frauen sollten „wie Maria die Fülle des Frauseins zu leben, mit dem Bewusstsein, sich als Auserwählte und als Mitwirkende im Heilswerk Gottes zu fühlen“, so Franziskus. Die „innere Verbundenheit mit Jesus muss sich äußerlich manifestieren, sie muss sich in der Gemeinschaft mit der Kirche, mit meiner Familie oder meiner Organisation manifestieren, die mir helfen, im Glauben zu reifen. Das ist es, was allen Initiativen, die wir durchführen“, ihren Wert verleihe. „Wir müssen Taten ‚beten‘ und das Gebet ‚in die Tat umsetzen‘. Auf diese Weise werden wir im Einklang mit der Mission der gesamten Kirche sein. Dies ist auch das Wesen der Synodalität, das uns das Gefühl gibt, Protagonisten und Mitverantwortliche für das Wohlergehen der Kirche zu sein, Unterschiede zu integrieren und in kirchlicher Harmonie zu arbeiten.“

„Ich danke Ihnen für alles, was Sie tun, und ich ermutige Sie, Ihre Projekte und Aktivitäten zugunsten der Evangelisierung mit Begeisterung voranzutreiben und dabei der inneren Stimme des Heiligen Geistes zu folgen und seinen inneren Berührungen gegenüber fügsam zu sein“, mahnte der Papst, erläuterte aber gleichzeitig auch: „Sprechen Sie klar, diskutieren Sie, streiten Sie sich ein wenig, denn es ist gut, es bringt Sie voran“.

Der Text in voller Länge auf englisch auf der Website des Vatikans: siehe Link.

Foto aus der Audienz (c) VaticanMedia


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 ottokar 15. Mai 2023 
 

Wo hatt unsrer Papst nur sein Wissen über die Frauen her?

Spaß beiseite: wieder einmal anbiederisches Sprechen , entsprechend der gegebenen Gelegenheit. Die Frau ist nichts ohne den Mann und umgekehrt. Nur beide garantieren die Existenz der Menschheit. Alleine , ohne die von Gott gewollt erschaffenen Geschlechter, sind - Frau wie Mann- verloren. So einfach ist das.


1
 
 winthir 15. Mai 2023 

Aus dem Artikel:

„Sprechen Sie klar, diskutieren Sie, streiten Sie sich ein wenig, denn es ist gut, es bringt Sie voran“.

Nun, aus der Erfahrung meines Lebens bringen die Frauen gerade uns Männer damit voran.


(Über die "Schönheit der Frauen", und ob es auch eine "Schönheit der Männer" gäbe, muß ich jetzt nicht nachdenken).


0
 
 AngelView 15. Mai 2023 
 

@Felix87

Haben Sie da nicht eine Kleinigkeit "vergessen" zu zitieren? Nämlich das, was über den Mann dort geschrieben wird?!
Liebe und Hingabe wie Christus es vorgelebt hat ggf bis zum Tod.
Oder ist der Part zu unangenehm? Dann doch lieber die Unterordnung? Übrigens auch der Mann der Frau, denn das meint gegenseitig.


1
 
 Xaverflo 15. Mai 2023 
 

Anthropoligische Identität ..

was soll denn das sein, die "anthropologische Identität der Frau"? Er sollte lieber direkt sagen, dass die Frau gefährdet ist. Punkt. Frei nach R. Feynman könnte man sagen, dass die anthropologische Identität der Frau für die Frau in etwa genauso nützlich ist wie Ornitologie für Vögel.


1
 
 Felix87 15. Mai 2023 
 

Epheser 5,21-24

21 Einer ordne sich dem andern unter in der gemeinsamen Furcht Christi! 22 Ihr Frauen euren Männern wie dem Herrn; 23 denn der Mann ist das Haupt der Frau, wie auch Christus das Haupt der Kirche ist. Er selbst ist der Retter des Leibes. 24 Wie aber die Kirche sich Christus unterordnet, so sollen sich auch die Frauen in allem den Männern unterordnen.


0
 
 AngelView 15. Mai 2023 
 

Müssen/sollen sich Frauen jetzt für diesen Satz bedanken?

"Wie ich bereits bei anderen Gelegenheiten gesagt habe, glaube ich, dass Frauen über die Fähigkeit verfügen, zu denken, was sie fühlen, zu fühlen, was sie denken, und zu tun, was sie fühlen und denken."

Natürlich haben Frauen als von Gott geschaffene und dem Mann gegenüber - nicht unterstellte ! - Wesen, die Fähigkeit zu denken und sich auszudrücken. Und sie haben das Recht sich auch dafür zu entscheiden, wie sie ihre Gedanken, Fühlen und Taten einsetzen wollen. Ob das als Mutter, für die Familie oder im bzw. für einen Beruf (der nichts mit "Sozial" und/oder "Familie" zu tun hat) ist, ist ihnen zu überlassen. Frauen nur auf Sozial und Familie als Primärzweck zu reduzieren, ist doch sehr eng, wenn nicht schon abwertend und entspricht nicht Gottes Willen. Die Frau kann mehr. Und ich bin für viele Kolleginnen dankbar, die das täglich in unterschiedlichen Bereichen handwerklich, wirtschaftlich, in Forschung- und Technik oder wo auch immer zeigen und ihre Passion und Fähigkeit leben.


1
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Werden Sie Schutzengerl für kath.net!
  2. Anordnung von Franziskus: Gänswein muss Rom bis 1. Juli verlassen, ohne Amt!
  3. kath.net-Wallfahrt nach Medjugorje - Oktober 2023
  4. Papst Franziskus - NOT-Operation im Krankenhaus!
  5. Nackter Mann auf Confessio-Altar des Petersdoms
  6. 'Schwach und schwul' - 2-Wochen-Klosterstrafe für Priester aus Argentinien
  7. Kardinal Gambetti vollzieht Bußritus für geschändeten Papstaltar des Petersdoms
  8. Spanier kann wieder gehen – nach einer Novene ist er geheilt
  9. Bonifatius, die neuen Heiden und die Leere in der Kirche
  10. Under pressure – Kirche unter Druck
  11. „Warum nehmen wir nicht Gelder vom Synodalen Weg und holen solche Filme ins Deutsche?“
  12. Ein Traum wird wahr - Ostern 2024 im HEILIGEN LAND - Kommen Sie mit!
  13. Zu Fronleichnam beten wir Christus an - Wir brauchen kein "Klima-Götzen-Goldenes-Kalb"
  14. CDU-Chef Merz: Gender-Sprache macht die AfD stark
  15. Bischof von Odessa: Russen sind die Verursacher der Kraftwerks-Zerstörung!

© 2023 kath.net | Impressum | Datenschutz