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Papstreise nach Portugal: Jugend, Friede und Europa

30. Juli 2023 in Jugend, keine Lesermeinung
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Die Reise von Papst Franziskus zum Weltjugendtag ist die 42. Auslandsreise seines Pontifikats - Vatikansprecher wies auf Bedeutung des Besuchs von Papst Franziskus im Marienwallfahrtsort Fatima hin, den der Papst gewünscht hat


Vatikanstadt (kath.net/KAP)  Jugend, Glaube und Frieden: Das sind die Themen, auf die Papst Franziskus bei seiner nächsten Auslandsreise nach Portugal laut Papstsprecher Matteo Bruni besonders eingehen möchte. Auch auf Europa und das Thema Umwelt werde Franziskus ansprechen, sagte Bruni am Donnerstag im Rahmen eines Pressebriefings im Vatikan. Papst Franziskus reist vom 2. bis 6. August nach Portugal zum 37. internationalen katholischen Weltjugendtag in Lissabon. Im Zuge der Reise werde es zahlreiche Begegnungen mit Jugendlichen geben, möglicherweise auch mit Missbrauchsopfern, so Bruni laut "Vatican News".

Die Reden in Form von Katechesen an die Jugendlichen sollen sich rund um "ihre Träume, Ängste und Sorgen mit Blick auf die Zukunft, zur Versuchung, die aus Enttäuschung und Not heraus entstehen kann, und zu Versuchen, junge Menschen auszubeuten" drehen, erklärte der Vatikansprecher. Papst Franziskus werde all seine elf Reden auf Spanisch halten - mit Ausnahme der ersten Rede - an Vertreter der Politik, Diplomatie und Zivilgesellschaft -, die auf Italienisch sein wird. Die Reise von Papst Franziskus zum Weltjugendtag ist die 42. Auslandsreise seines Pontifikats.


Bruni wies auch auf die Bedeutung des Besuchs von Papst Franziskus im Marienwallfahrtsort Fatima hin. Die Extra-Etappe in Fatima am 5. August war auf Wunsch des Papstes ergänzt worden. Franziskus will in dem portugiesischen Marienwallfahrtsort, an dem die Muttergottes den sogenannten Seherkindern von Fatima erschienen war, mit kranken Menschen den Rosenkranz beten und ein Friedensgebet halten.

Europa, Säkularismus, Zukunft der Kirche

Die Lage von Lissabon am Meer biete auch Gelegenheit, sich zur Umwelt zu äußern oder zu Europa und seiner Rolle, sagte Bruni. Ferner sei auch ein Treffen mit Missbrauchs-Überlebenden nicht ausgeschlossen: "Wenn es ein Treffen geben wird, erfolgt das in privater Form. Üblicherweise sind solche Treffen, wenn es sie gibt, immer in privater Form, nicht öffentlich - auch, um den Heilungsprozess zu erleichtern, der immer ganz persönlich und individuell ist", so Bruni wörtlich. Und weiter: "Wenn es ein solches Treffen geben sollte und die Beteiligten einverstanden sein sollten, wird es wohl hinterher kommuniziert werden."

Auch mit Blick auf ein eventuelles Treffen russischer und ukrainischer Weltjugendtagteilnehmer äußerte sich Papstsprecher Bruni ähnlich: Bisher sei dazu nichts bekannt.

Mehr als 330.000 Anmeldungen junger Menschen aus mehr als 200 Ländern sind laut dem Vatikansprecher bisher eingegangen. Diese Zahlen seien aber schon ein paar Tage alt, und es sei nicht auszuschließen, dass am Ende, wie von einigen Medien berichtet, bis zu eine Million Menschen zum Weltjugendtag in Lissabon sein könnten. Nicht alle registrierten sich frühzeitig. Bisher registriert seien zudem auch 20.000 Freiwillige aus etwa 150 verschiedenen Ländern.

Hintergrund

Papst Franziskus reist bereits das dritte Mal zu einem internationalen Weltjugendtag - 2016 Krakau, 2019 Panama. Den Marienwallfahrtsort Fatima besucht das katholische Kirchenoberhaupt das zweite Mal; er war dort auch am 13. Mai 2017, um zwei Seherkinder heiligszusprechen: Den beiden Hirtenkindern Francisco und Jacinta war die Muttergottes am 13. Mai 1917 erstmals erschienen. Auch Lúcia dos Santos erschien die Muttergottes; sie starb als einziges der drei Seherkinder in einem hohen Alter; im Jahr 2005. Der Überlieferung nach vernahmen die Kinder drei Prophezeiungen, die als "drei Geheimnisse von Fatima" bekannt sind. Francisco und Jacinta sind die ersten heilig gesprochenen Kinder, die keine Märtyrer waren.

Copyright 2023 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
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