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„In Joh 6 macht Jesus die Wahrheit seiner realen Anwesenheit in der Eucharistie deutlich“

7. August 2023 in Spirituelles, 1 Lesermeinung
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US-Erzbischof Aquila: Jesus „verwässert diese Wahrheit nie und spricht auch nie davon als einem Symbol“ – Angesichts der „heutigen Glaubenskrise sind wir zum Glauben berufen. Wir sind dazu berufen, auf Jesus Christus und sein Wort zu vertrauen“


Denver (kath.net/pl) US-Erzbischof Samuel Aquila (siehe Link) hat jüngst einige pastorale Bemerkungen über die Hl. Eucharistie geschrieben, die auf der Website seiner Erzdiözese Denver veröffentlicht sind. kath.net übersetzt diese Meditation „Du hast Worte des ewigen Lebens“ in voller Länge – Arbeitsübersetzung © kath.net/Petra Lorleberg – Bibelstellen werden zitiert nach der „Einheitsübersetzung 2016“

„Du hast Worte des ewigen Lebens“

„Ich bin das Brot des Lebens ... Denn mein Fleisch ist wahrhaft eine Speise und mein Blut ist wahrhaft ein Trank. Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der bleibt in mir und ich bleibe in ihm“ (Joh 6,35a; 55-56). Das sechste Kapitel des Johannesevangeliums liefert uns die klarste Lehre über die Eucharistie. Jetzt, wo wir das zweite Jahr des Nationalen Eucharistie-Revivals [siehe Link] einsteigen, dem Jahr auf der Ebene der Pfarreien, möchte ich Ihnen diese Pastorale Anmerkung zu zwei Passagen des Evangeliums geben, die Sie hoffentlich zur eucharistischen Anbetung mitnehmen werden, um über die Worte Jesu zu beten und ihnen zuzuhören. Mein eigenes Gebet für Sie ist, dass Ihre Herzen wie die Herzen der Jünger auf dem Weg nach Emmaus (Lk 24,13-35) vor Liebe zu Jesus brennen, während Sie ihm als Ihrem Lehrer zuhören und von ihm lernen (Mt 11,29), sowohl bei der Messe als auch bei der Eucharistischen Anbetung in Ihrer Pfarrei.


Kürzlich diskutierten wir bei einem Abendessen mit einer Gruppe von Menschen über das Eucharistie-Revival, und ich brachte die Bibelstelle Johannes 6 ins Gespräch. Während man sich der Lehre vage bewusst war, kannten man [die Teilnehmer dieses Gesprächs) weder deren Tiefe noch wussten sie, dass sie unter den Jüngern Jesu Spaltung verursachte. In Johannes 6 macht Jesus die Wahrheit seiner realen Anwesenheit [Realpräsenz] in der Eucharistie deutlich, und er verwässert diese Wahrheit nie und spricht auch nie davon als Zeichen oder Symbol. Jünger, die Jesus nachfolgten, sahen darin eine harte Lehre, und „… daraufhin zogen sich viele seiner Jünger zurück und gingen nicht mehr mit ihm umher“ (Joh 6,66).

In dieser zweiten Phase des Revivals liegt der Schwerpunkt auf der Eucharistie und der Pfarrei. Der Grund dafür ist, dass die Pfarrei die Heimat der örtlichen Feier der Messe und wiederrum die Messe die Heimat der Eucharistie ist. Mit anderen Worten: Die Eucharistie steht im Mittelpunkt des Gemeindelebens und ist zweifellos der häufigste Ort, an dem die Gläubigen der Gegenwart Jesu in der Eucharistie begegnen. In jeder Pfarrei der Diözese wird die Eucharistie jeden Sonntag gefeiert und von unseren 108 Pfarreien feiern über 70 Pfarreien jede Woche irgendeine Form der Anbetung und über zwölf Pfarreien haben die Ewige Anbetung. Aus der Messe und der Anbetung werden wir in die Welt gesandt, um der Welt die Liebe Jesu zu bringen.

Eine Glaubenskrise

Papst Franziskus beklagte kürzlich: „Leider gibt es unter den katholischen Gläubigen diejenigen, die glauben, dass die Eucharistie eher ein Symbol als die Realität der Gegenwart und Liebe des Herrn ist … Die Eucharistie ist Gottes Antwort auf den tiefsten Hunger des menschlichen Herzens, auf den Hunger nach authentischem Leben, denn in der Eucharistie ist Christus selbst wirklich in unserer Mitte, um uns auf unserem Weg zu nähren, zu trösten und zu unterstützen.“ 1

Ich erinnere mich an die Worte von Papst Benedikt XVI. an die Kirche in Deutschland im Jahr 2011. Er lobte die Deutschen für ihre „hervorragende Organisation“ und sagte prophetisch: „Ehrlicherweise müssen wir doch sagen, daß es bei uns einen Überhang an Strukturen gegenüber dem Geist gibt. Und ich füge hinzu: Die eigentliche Krise der Kirche in der westlichen Welt ist eine Krise des Glaubens.“ 2

Diese Glaubenskrise besteht heute, und wir sind zum Glauben berufen. Wir sind dazu berufen, auf Jesus Christus und sein Wort zu vertrauen. Als Jesus in Johannes 6 die Zwölf, nachdem sie ihm zugehört haben, fragt, ob auch sie gehen wollen, antwortet Petrus: „Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens. Wir sind zum Glauben gekommen und haben erkannt: Du bist der Heilige Gottes.“ (Joh 6,67-69). Wie sehr wünsche ich mir, dass dieser Glaube, diese Liebe, dieses Vertrauen im Herzen jedes Gläubigen brennt!

Link zum Originaltext von Bischof Strickland auf der Website des Bistums Denver: You Have the Words of Eternal Life

1 Franziskus, „Gruß seiner Heiligkeit Papst Franziskus an das Organisationskomitee des Nationalen Eucharistischen Kongresses in den Vereinigten Staaten von Amerika“, 19. Juni 2023, https://www.vatican.va/content/francesco/en/speeches/ 2023/june/documents/20230619-comitato-congeuc-usa.html
2 Benedikt XVI., „Ansprache Seiner Heiligkeit Benedikt XVI.“, 24. September 2011, https://www.vatican.va/content/benedict-xvi/de/speeches/2011/september/documents/hf_ben-xvi_spe_20110924_zdk-freiburg.html

Archivfoto Erzbischof Aquila © Erzdiözese Denver


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