Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Die Mitwirkung der seligen Jungfrau Maria an der Erlösung
  2. IRRE! – „LifeSiteNews“ postet Papst-Bild mit Henkerstrick auf X
  3. BREAKING NEWS - Der Papst hat Lungen-Krebs!
  4. 'Wenn du deinen Apparat kulturell gegen dich hast, bist du der ärmste Hund als Bischof.'
  5. Kardinal Marx meint: "Die Kirche ist kein sinkendes Schiff, sie wird nur umgebaut"
  6. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  7. Deutsche Caritas-Präsidentin fordert CDU-Annäherung an 'Die Linke'
  8. Was auch immer Synodalität sein soll
  9. „Warum bin ich Christ“
  10. Halbierung der Pfarren und Schließung Dutzender Kirchen
  11. Böhmermann verhöhnt in seiner Sendung Jesus Christus
  12. Forscher sprechen von neuen Beweisen für möglichen Fundort der Arche Noah
  13. Papst Leo wird operiert - Knoten in der Lunge!
  14. Meghan Markle-Fans ‚terrorisieren‘ Priester wegen Kritik an ihrem Adventskalender
  15. Was eine Messe wiegt

Humanitäre Katastrophe in Berg-Karabach: Appelle für Blockade-Ende

6. September 2023 in Aktuelles, 6 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Metropolit Isaak (Barakat): Aserbaidschan muss unverzüglich humanitären Korridor freigeben - "Pro Oriente"-Konsultorin Dum-Tragut: 120.000 Menschen in armenischer Enklave eingeschlossen.


Berlin/Wien (kath.net/ KAP)
Metropolit Isaak (Barakat), Oberhaupt der zum Patriarchat von Antiochien gehörenden griechisch-orthodoxen Gläubigen in Deutschland und Österreich, hat einen eindringlichen Appell an die Regierung von Aserbaidschan verfasst, den Latschin-Korridor nach Berg-Karabach (Artsach) freizugeben. Ein humanitärer Zugang müsse unverzüglich ermöglicht werden, so die Forderung des Metropoliten. Die fundamentale Würde jedes Menschen, unabhängig von seiner Herkunft oder seines Glaubens erfordere, "dass wir uns für die Verteidigung der Menschenrechte und humanitären Werte einsetzen", erklärte Isaak nach Angaben des Informationsdienstes der Stiftung "Pro Oriente" (Dienstag).

Der Metropolit rief die internationale Staatengemeinschaft auf, sich für die Wiederherstellung des ungehinderten Zugangs nach Berg-Karabch einzusetzen. Sie müsse alles in ihrer Macht Stehende zu tun, um die Leiden der Menschen zu lindern.


2020 hatte Aserbaidschan namhafte Teile der zwischen Armenien und Aserbaidschan umstrittenen Region Berg-Karabach erobert. Seit Dezember 2022 blockiert Aserbaidschan die einzige Straßenverbindung (Latschin-Korridor) zwischen Armenien und dem verbliebenen armenisch kontrollierten Teil von Berg-Karabach, seit Mitte Juni 2023 wurden überhaupt keine Hilfslieferungen mehr durchgelassen. In Berg-Karabach harren noch rund 120.000 Menschen aus, darunter rund 30.000 Kinder. Die ersten Bewohner sind laut Medienberichten bereits an Hunger und Folgeerkrankungen gestorben. 95 Prozent der Bevölkerung leiden Hunger, die medizinische Versorgung ist zusammengebrochen, es gibt weder Strom noch Benzin oder Diesel. Auch das Wasser ist knapp.

Erst vor wenigen Tagen hat auch die Salzburger Armenien-Expertin und "Pro Oriente"-Konsultorin Jasmin Dum-Tragut gemahnt, dass die 120.000 eingeschlossenen Menschen in der armenischen Enklave Berg-Karabach nicht zum Opfer bzw. Kollateralschaden des Kriegs in der Ukraine werden dürfen. Die Staatengemeinschaft müsse endlich mehr Druck auf Aserbaidschan ausüben, das die Enklave komplett von der Außenwelt abgeriegelt hat.

Am Montag hatte in gleicher Weise auch der Europarat freien Zugang zur Bevölkerung von Berg-Karabach verlangt. Aserbaidschan müsse den Latschin-Korridor wieder öffnen, forderte Menschenrechtskommissarin Dunja Mijatovic in Straßburg. Sowohl Armenien als auch Aserbaidschan müssten Anstrengungen unternehmen, um auf dem Weg zur Versöhnung voranzukommen, mahnte Mijatovic. Beide Staaten gehören dem Europarat an.

Status von Berg-Karabach
1991 erklärte sich die innerhalb Aserbaidschans gelegene armenisch besiedelte autonome Republik Artsach (Berg-Karabach) für unabhängig. Der folgende erste Karabach-Krieg dauerte bis 1994 und endete mit einem Waffenstillstand. Die Milizen von Artsach konnten den größten Teil der kleinen Republik mit der historisch bedeutsamen Hauptstadt Stepanakert bewahren und im Zusammenwirken mit der armenischen Armee auch sieben zwischen Berg-Karabach und Armenien gelegene aserbaidschanische Provinzen unter ihre Kontrolle bringen und so die Verbindung zwischen Artsach und der armenischen Republik sicherstellen. Die Republik Artsach war international allerdings nie anerkannt. Völkerrechtlich gehört die Region zu Aserbaidschan.

Copyright 2023 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Papst ernennt Petersdom Nachfolger von Kardinal Gambetti
  3. Präsident der Rabbinerkonferenz: Druck auf Juden in Europa steigt
  4. Wien: Über 3.000 Teilnehmende beim "Marsch fürs Leben"
  5. Frankreich: Jugendliche schänden Kirche und feiern islamistischen Rap-Song
  6. 'Wenn du deinen Apparat kulturell gegen dich hast, bist du der ärmste Hund als Bischof.'
  7. Über 3000 Teilnehmer beim Marsch fürs Leben in Wien 2026
  8. Die Mitwirkung der seligen Jungfrau Maria an der Erlösung
  9. Wie die Geschichte von Baby Miran ungeborene Kinder rettete
  10. Forscher sprechen von neuen Beweisen für möglichen Fundort der Arche Noah
  11. Aktionäre fordern FedEx auf, den Versand von Abtreibungspillen einzustellen
  12. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  13. Israel: Vikariat ruft drei Jahre nach 7. Oktober zu Versöhnung auf
  14. Georgien: Kirchen- und Staatsoberhaupt bekräftigen christliche Wurzeln
  15. Papst Leo feiert Hl. Messe im Gemelli-Krankenhaus

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz