Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wie die Piusbrüder - Linker belgischer Bischof plant weiterhin verbotene Weihen
  2. Ist der Islam ‚eine alternative Form des byzantinischen Christentums‘?
  3. Gefeuert wegen AfD-Kandidatur: Deutsche Caritas-Erzieherin zieht vor Gericht
  4. Papst Leo singt mit 80.000 Jugendlichen das „Salve Regina“ auf Latein
  5. Sechs Messdiener mit Down-Syndrom ministrierten bei der historischen Papstmesse in Paris
  6. Asymmetrisch blinder Blick auf die deutsche Landschaft
  7. Es gibt drei Erzengel, die vor Gottes Thron für uns eintreten
  8. Wort-Gottes-Feier in katholischer Kirche mit Liedern von Taylor Swift
  9. Die Deutsche Bischofskonferenz will keine 'Demontage' des deutschen Staatsfunks
  10. „Wenn wir den wahren missionarischen Geist, den richtigen Weg finden, gibt es in Deutschland noch…“
  11. Ein Erzbischof auf Staatsbesuch
  12. 'Amoris Laetitia' oder das Lehramt, das sich selbst abschafft
  13. „Das Ende von Maria 2.0“
  14. Einbürgerung als Wahlstrategie? Linke profitiert massiv von muslimischen Wählern in Berlin
  15. US-Bischof Robert Barron: „Der Kommunismus erlebt in unserem Land gerade ein Comeback“

Deutschland: Bis 2040 wird sich durch die "Kirchenaustritte" die Zahl der Christen halbieren

15. November 2023 in Deutschland, 7 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


In Deutschland wurde gestern eine "Kirchenmitgliedschafts-Untersuchung" veröffentlicht, laut der es sehr dunkel für die Zukunft des Christentums aussieht. Die Studie selbst wurde gestern in der "Welt" deutlich kritisiert


Bonn (kath.net/rn)
"Wie hältst du's mit der Kirche?". Das war die Hauptfrage einer "Kirchenmitgliedschafts-Untersuchung" der evangelischen und katholischen Kirche, die gestern veröffentlicht wurde. Und laut der Studien-Autoren sieht es dunkel, sogar sehr dunkel für die Christen in Deutschland aus. Bis spätestens 2040 wird sich durch die "Kirchenaustritte" die Zahl der Christen halbieren, der Trend könnte sich sogar verstärken. Ursprünglich war man davon ausgegangen, dass diese Zahl erst später erreicht wird. Die Kirchen stünden laut den Autoren vor einem "Kipppunkt". Dieser könnte bereits in den nächsten Jahren laut der Studie zu "erheblichen Instabilitäten" und "disruptiven Abbrüchen" führen, gemeint dürfte damit auch sein, dass das "Kirchensteuer-System" endgültig zusammenbrechen dürfte.


Bei der katholischen Kirche selbst schließen derzeit nur noch 27 Prozent der Katholiken einen Austritt aus, bei den evangelischen Christen sind es 35 %. Angeblich würden laut der Studie zwei Drittel der Katholiken nicht austreten, wenn z.B. der Zölibat abgeschafft würde und Priester heiraten dürften. Generell geht aus der Studie auch hervor, dass die Religiosität in Deutschland von Generation zu Generation abnehme und dass vor allem sozial benachteiligte Menschen zunehmend den Anschluss an die Kirche verlieren.

Über die Möglichkeit der Mission und Neuevangelisierung wird in der vermutlich mit vielen tausende Euros von Kirchensteuer finanzierten Studie übrigens nicht gesprochen.

In der "Welt" hat gestern Lucas Wiegelmann vor allem die katholische Kirche gewarnt, aus der Studie mit "Hauptsache mehr Reformen" falsche Schlüsse zu ziehen. Er selbst halte die Studienergebnisse für fragwürdig. "Nun ist eine Gesellschaft, die sich Kirchen nach ihrem Abbild formt, schon ganz grundsätzlich eine wenig verheißungsvolle religiöse Aussicht. Aber auch die Studie selbst ist so widersprüchlich, dass sich die Kirchenstrategen vor Aktionismus hüten sollten", schreibt Wiegelmann und verweist darauf, dass es absurd sei zu denken, dass die Ergebnisse von Missbrauchsstudien dazu führen werde - wie es die Studie nahelege -, dass anschließend alle Gläubigen wieder mit erfrischter Begeisterung in die Gottesdienste strömen. Dies sei eine absurde Vorstellung.

Wiegelmann bezeichnet es weiter auch als absurd, dass die Studie ernsthaft naheliege, dass die katholischen Kirche nur noch evangelischer werden müsse und dann sozusagen die Menschen weiter in der Kirche bleiben werden. "Auf diese Logik muss man erst mal kommen. Die christliche Botschaft mag in dieser Phase der Weltgeschichte in bestimmten Regionen der Erde seltener gehört werden. Es ist aber keine Option, sie deswegen zu ändern."


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Lichterprozession in Lourdes: Papst betet in Lourdes den Rosenkranz auf Latein
  3. Meloni kündigt Burka- und Niqab-Verbot, Ausländerquoten an Italiens Schulen an
  4. Eucharistische Evangelisationsbewegung ‚Adore Him‘ in den USA
  5. Papst Leo XIV. trifft Missbrauchsbetroffene in Lourdes
  6. Die Würde des Menschen kennt keine Grenze: In den Augen Gottes ist niemand unsichtbar
  7. Den Willen Gottes für den Menschen bedenken und tun
  8. Buße, Hoffnung, ewiges Leben: Lourdes ruft zur Umkehr
  9. Papst Leo zu den Bischöfen: „Die Kirche in Frankreich liegt dem Papst sehr am Herzen!“
  10. Französische Bischöfe: Papst Leo hat das Herz der Franzosen berührt
  11. Er ist der dritte amtierende Papst in der Grotte von Massabielle/Lourdes: Leo XIV.
  12. ‚Trinkt auch ihr aus dieser Quelle!’ Der Durst, den nur Christus stillt
  13. Papst Leo singt mit 80.000 Jugendlichen das „Salve Regina“ auf Latein
  14. Papst Leo erstaunt über hohe Zahl von Erwachsenentaufen in Frankreich
  15. Wenn das Nein nicht mehr zählt

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz