SucheSuchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln: 



Top-15meist-diskutiert- Wenn die Falschbehauptung einer evangelischen Sängerin zum Eklat bei einer Musiksendung führt
- „Unwahrscheinlich aber eindeutig: Gemeinsamkeiten zwischen der Piusbruderschaft und Priesterinnen“
- AfD-Gemeinderat muss Katholische Landjugendbewegung verlassen
- Vatikan untersagt jährlicher Wallfahrt im Rahmen der überlieferten lateinischen Liturgie den Zutritt
- Vatikan sieht Kirche vor Traditionsbruch
- Britischer Erzbischof Longley erlaubt zwei Messfeiern im vortridentinischen Sarum-Usus
- „Die trügerische Taktik der stillen Revolution“
- Papst vor jüdischer Delegation: Die Kirche duldet keinen Antisemitismus, sie bekämpft ihn
- Papst Leo sagt die Assisi-Reise ab!
- USA: Zahl der Teenager-Mädchen, die sich als lesbisch oder bisexuell bezeichnen, sinkt stark
- Chick-fil-A-Chef stellt klar: Keine Öffnung an Sonntagen – das wird sich nicht ändern
- Hartl: Wenn das in Frankreich „Schülerproteste sind, warum weht so oft die Palästinenserfahne?“
- Herabstürzendes Kruzifix tötet Priester während der Messe
- Good news - Vatikan: Papst Leo ist krebsfrei und braucht keine weitere Therapie!
- „Wenn du ihn verstehst, ist es nicht Gott“
| 
Klosterstudie zeigt höhere Lebenserwartung bei Ordensmännern10. Februar 2024 in Österreich, 5 Lesermeinungen Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden
Wissenschaftliche Erhebung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften offenbart verblüffendes Zwischenergebnis.
Wien (kath.net/ KAP)
Ordensmänner leben im Schnitt fünf Jahre länger als ihre weltlichen Geschlechtsgenossen. Zu diesem verblüffenden Zwischenergebnis kommt eine aktuelle am Institut für Demographie der Österreichischen Akademie der Wissenschaften durchgeführte Langzeitstudie, mit dem Ziel, die entscheidenden Faktoren für Gesundheit und Langlebigkeit zu erforschen. Als Hauptgrund für die erhöhte Lebenserwartung von Mönchen sieht Studienleiter Marc Luy den geregelten Alltag im Kloster: regelmäßige Abläufe, Essen, Meditieren wirkten sich demnach positiv auf die Gesundheit der Männer aus, teilten die Ordensgemeinschaften am Donnerstag in einer Aussendung mit.
Auf der Suche nach dem Schlüssel zum "erfolgreichen Altern" analysieren die Forscherinnen und Forscher die Lebenserwartung in Klöstern in Österreich und Deutschland in zwei Teilen. Zum einen werden Archivdaten aus den Einrichtungen gesammelt. Die in den Klosterarchiven erfassten Lebensdaten der Ordensmitglieder, wie Geburtsdatum, Eintrittsdatum und gegebenenfalls das Austritts- oder Sterbedatum, sind wichtige Grundlagen für die Erforschung von Langlebigkeit. Zum anderen laufe eine Befragungsstudie, die Aufschluss über die Gesundheit und die Risikofaktoren der Ordensleute geben soll. An dieser haben sich bisher 1.158 Ordensleute - 622 Ordensfrauen und 536 Ordensmänner - aus 16 verschiedenen Orden in Deutschland und Österreich beteiligt. 
Am meisten würden jene Männer mit einem geringeren Bildungsgrad vom Klosterleben profitieren - im Vergleich zu ihren männlichen Kollegen, die nicht in einem Kloster leben, erklärte Luy. Der Studienleiter erklärt das Phänomen damit, dass soziale Unterschiede wie bessere medizinische Behandlung oder gesünderes Essen im Kloster wegfallen. Ordensmänner mit geringerer Bildung würden somit in der Lebenserwartung zu den Männern mit höherer Bildung und höherer Lebenserwartung aufschließen. "Das zeigt deutlich, wie stark die Lebenserwartung beeinflussbar ist", resümierte Luy.
Bei den Ordensfrauen, die tendenziell eine höhere Lebenserwartung haben als die Männer habe man in Studie "nur" einen Unterschied von einem Jahr zu den Ordensmännern feststellen können. Bei nahezu identischer Lebensweise von Männern und Frauen im Kloster schrumpfe der Unterschied also auf ein Jahr zusammen. Das zeige, dass es nicht biologische Faktoren seien, sondern beeinflussbare Aspekte.
Geregelter Tagesablauf und Gemeinschaft
Besonders hervorzuheben sei der Stressfaktor in Hinblick auf ein langes Leben. Die Studie habe gezeigt, dass ein stressreduziertes Leben, etwa durch Entspannung durch Gebet und Meditation, zu einem längeren Leben führen kann. "Das ist genau das, was im Klosterleben automatisch passiert", so Luy. Ein weiterer wichtiger Faktor sei die Gemeinschaft im Ordensverbund. "Die Gemeinschaft trägt, die Mönche sind füreinander da und das hat zudem den positiven Nebeneffekt, dass es auch noch lebensverlängernd wirkt", berichtete Luy.
Ordensmitglieder bildeten für die Erforschung von Gesundheitsaspekten eine "einzigartige" Datenbasis. So unterschieden sich etwa die Lebensumstände von Ordensleuten bezüglich ihres Tagesablaufs, der Ernährung, Wohnsituation, Familienstand, Religionszugehörigkeit und vieler anderer Aspekte, die Gesundheit und Langlebigkeit beeinflussen, kaum. Überdies ermöglichten die Archive vieler Gemeinschaften die Rekonstruktion der Lebensläufe ihrer Mitglieder. Teilweise ist dies sogar für einen Zeitraum von mehreren Jahrhunderten möglich.
Copyright 2024 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten
Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

Lesermeinungen| | ottokar 13. Februar 2024 | | | | Bei Klosterschwestern ist es genau so. Dazu kommt, dass diese bestimmte Frauenkrankheiten nicht oder nur ganz selten bekommen. |  0
| | | | | Wilolf 10. Februar 2024 | | | | Das 2.-Wichtigste fehlt: Mönche beten nicht nur, sondern sie arbeiten auch. Das heißt, sie BEWEGEN sich, auch im hohen Alter. Und sie hängen nicht bewegungslos im Sofa vor der Glotze. Letzteres führt nämlich relativ schnell zum Abschied vom Diesseits. Besonders krass war dies erkennbar am massiven Anstieg der Sterblichkeit nach den Corona-Maßnahmen. |  0
| | | | | Richelius 10. Februar 2024 | | | |
Das war aber schon vor Jahrzehnten bekannt! |  0
| | | | | H.v.KK 10. Februar 2024 | | | | h.v.kk Bei diesem Thema fällt mir spontan der HW Reichersberger Augustiner Chorherr Herr Roman Foissner ein.Ein wunderbarer Gottesmann im 100-sten Lebensjahr,nach wie vor,in bescheidenem Rahmen aktiv!Gottes Segen (aus Pitten) Hw.Hr.Roman! |  0
| | | | | Walahfrid Strabo 10. Februar 2024 | |  |
Der stressreduzierte Tagesablauf macht sehr viel aus. Und mit Sicherheit auch der durch das Klosterleben reduzierte Konsum bzw. komplette Verzicht von Alkohol, Tabak, weniger Medikamentenmißbrauch etc. |  1
| | |
Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen. Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net) kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen. | 
Mehr zu | 






Top-15meist-gelesen- Wir machen da was mit Medien
- „Wenn du ihn verstehst, ist es nicht Gott“
- Die Ehe: Lebens- und Liebesgemeinschaft - Die Familie: Grundlage der Gesellschaft
- Britischer Erzbischof Longley erlaubt zwei Messfeiern im vortridentinischen Sarum-Usus
- Hartl: Wenn das in Frankreich „Schülerproteste sind, warum weht so oft die Palästinenserfahne?“
- Spanischer Nationaltrainer legt WM-Pokal der berühmten Marienstatue in Saragossa zu Füßen
- Der Rosenkranz als Schule der Christusbetrachtung
- „Unwahrscheinlich aber eindeutig: Gemeinsamkeiten zwischen der Piusbruderschaft und Priesterinnen“
- Belgien: Anteil der Euthanasiefälle in den letzten fünf Jahren verdoppelt
- Herabstürzendes Kruzifix tötet Priester während der Messe
- USA: Zahl der Teenager-Mädchen, die sich als lesbisch oder bisexuell bezeichnen, sinkt stark
- Patrozinium im Mailänder Dom, während draußen Explosionen und Sirenen zu hören sind
- War der katholische Soldat Gus March-Phillipps (+1942) ein Vorbild für die Filmfigur James Bond?
- „Lourdes ganz nah: Komm und begegne der heiligen Bernadette“
- Papst beruft Wiener Uni-Professor Tück in die Internationale Theologenkommission
|