Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Antwerpens Bischof Bonny droht jetzt dem Papst
  2. Vatikan genehmigte 2025 in 34 Diözesen die Feier der Alten Messe in Pfarrkirchen
  3. Ist der Islam ‚eine alternative Form des byzantinischen Christentums‘?
  4. Zehn Jahre ‚Amoris laetitia‘ – Die Kunst, eine Lehre zu ändern, ohne sie zu ändern
  5. Tschechischer Bischof Holub meint: Neuer Ritus ist 'wesentlich' für Synodalität
  6. Papst verkündet neuen Friedensappell der Weltreligionen in Assisi
  7. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  8. Papst versetzt umstrittenen Kurienkardinal Gambetti vom Petersdom in die Provinz
  9. „Meine Lieben! Darum soll der Rosenkranz nicht vergessen auf dem Boden einer Schublade liegen“
  10. Bischöfe beauftragen Familien als Missionare
  11. US-Diözese führt Rosenkranzwochenende ein
  12. ‚Der Segen für Marie-Garance war auch ein Segen für ihre biologischen Eltern‘
  13. Das Houellebecq-Szenario: Wenn die politische „Mitte“ die Ränder großfüttert
  14. Vatikan bestätigt Sexualverbrechen des toten Ordensgründers Buela
  15. Papst Leo: 'Ehe offenbart etwas von Gottes Geheimnis'

Klosterstudie zeigt höhere Lebenserwartung bei Ordensmännern

10. Februar 2024 in Österreich, 5 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Wissenschaftliche Erhebung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften offenbart verblüffendes Zwischenergebnis.


Wien (kath.net/ KAP)
Ordensmänner leben im Schnitt fünf Jahre länger als ihre weltlichen Geschlechtsgenossen. Zu diesem verblüffenden Zwischenergebnis kommt eine aktuelle am Institut für Demographie der Österreichischen Akademie der Wissenschaften durchgeführte Langzeitstudie, mit dem Ziel, die entscheidenden Faktoren für Gesundheit und Langlebigkeit zu erforschen. Als Hauptgrund für die erhöhte Lebenserwartung von Mönchen sieht Studienleiter Marc Luy den geregelten Alltag im Kloster: regelmäßige Abläufe, Essen, Meditieren wirkten sich demnach positiv auf die Gesundheit der Männer aus, teilten die Ordensgemeinschaften am Donnerstag in einer Aussendung mit.
Auf der Suche nach dem Schlüssel zum "erfolgreichen Altern" analysieren die Forscherinnen und Forscher die Lebenserwartung in Klöstern in Österreich und Deutschland in zwei Teilen. Zum einen werden Archivdaten aus den Einrichtungen gesammelt. Die in den Klosterarchiven erfassten Lebensdaten der Ordensmitglieder, wie Geburtsdatum, Eintrittsdatum und gegebenenfalls das Austritts- oder Sterbedatum, sind wichtige Grundlagen für die Erforschung von Langlebigkeit. Zum anderen laufe eine Befragungsstudie, die Aufschluss über die Gesundheit und die Risikofaktoren der Ordensleute geben soll. An dieser haben sich bisher 1.158 Ordensleute - 622 Ordensfrauen und 536 Ordensmänner - aus 16 verschiedenen Orden in Deutschland und Österreich beteiligt.


Am meisten würden jene Männer mit einem geringeren Bildungsgrad vom Klosterleben profitieren - im Vergleich zu ihren männlichen Kollegen, die nicht in einem Kloster leben, erklärte Luy. Der Studienleiter erklärt das Phänomen damit, dass soziale Unterschiede wie bessere medizinische Behandlung oder gesünderes Essen im Kloster wegfallen. Ordensmänner mit geringerer Bildung würden somit in der Lebenserwartung zu den Männern mit höherer Bildung und höherer Lebenserwartung aufschließen. "Das zeigt deutlich, wie stark die Lebenserwartung beeinflussbar ist", resümierte Luy.
Bei den Ordensfrauen, die tendenziell eine höhere Lebenserwartung haben als die Männer habe man in Studie "nur" einen Unterschied von einem Jahr zu den Ordensmännern feststellen können. Bei nahezu identischer Lebensweise von Männern und Frauen im Kloster schrumpfe der Unterschied also auf ein Jahr zusammen. Das zeige, dass es nicht biologische Faktoren seien, sondern beeinflussbare Aspekte.

Geregelter Tagesablauf und Gemeinschaft
Besonders hervorzuheben sei der Stressfaktor in Hinblick auf ein langes Leben. Die Studie habe gezeigt, dass ein stressreduziertes Leben, etwa durch Entspannung durch Gebet und Meditation, zu einem längeren Leben führen kann. "Das ist genau das, was im Klosterleben automatisch passiert", so Luy. Ein weiterer wichtiger Faktor sei die Gemeinschaft im Ordensverbund. "Die Gemeinschaft trägt, die Mönche sind füreinander da und das hat zudem den positiven Nebeneffekt, dass es auch noch lebensverlängernd wirkt", berichtete Luy.
Ordensmitglieder bildeten für die Erforschung von Gesundheitsaspekten eine "einzigartige" Datenbasis. So unterschieden sich etwa die Lebensumstände von Ordensleuten bezüglich ihres Tagesablaufs, der Ernährung, Wohnsituation, Familienstand, Religionszugehörigkeit und vieler anderer Aspekte, die Gesundheit und Langlebigkeit beeinflussen, kaum. Überdies ermöglichten die Archive vieler Gemeinschaften die Rekonstruktion der Lebensläufe ihrer Mitglieder. Teilweise ist dies sogar für einen Zeitraum von mehreren Jahrhunderten möglich.

Copyright 2024 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Der Heilige und das Tier
  3. Papst versetzt umstrittenen Kurienkardinal Gambetti vom Petersdom in die Provinz
  4. US-Diözese führt Rosenkranzwochenende ein
  5. Das Houellebecq-Szenario: Wenn die politische „Mitte“ die Ränder großfüttert
  6. Vatikan bestätigt Sexualverbrechen des toten Ordensgründers Buela
  7. Vatikan genehmigte 2025 in 34 Diözesen die Feier der Alten Messe in Pfarrkirchen
  8. ‚Der Segen für Marie-Garance war auch ein Segen für ihre biologischen Eltern‘
  9. Warum der Todestag des Franz von Assisi nicht sein Gedenktag ist
  10. Wo der Mensch nicht berechenbar ist
  11. Wenn das Nein nicht mehr zählt
  12. USA: Frauen klagen Planned Parenthood wegen Druck in Richtung Abtreibung
  13. Ist der Islam ‚eine alternative Form des byzantinischen Christentums‘?
  14. Erschütterndes Historiendrama: Netflix-Serie „Fauda“ verarbeitet den Terror des 7. Oktober
  15. „Ceresanis reale Eschatologie zum Jubiläum 2033 spricht in dieser Form des Romans…“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz