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Papst Franziskus: Kirche hat nicht genug auf Frauen gehört

10. Februar 2024 in Chronik, 48 Lesermeinungen
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Papst: Katholische Kirche ist Gemeinschaft von Männern und Frauen - "Es ist notwendig, einander zuzuhören, um die Kirche weniger männlich zu machen".


Vatikanstadt (kath.net/ KAP)
Die katholische Kirche hat nach Ansicht von Papst Franziskus nicht genug auf die Stimme der Frauen gehört. "Es ist notwendig, einander zuzuhören, um die Kirche weniger männlich zu machen", schreibt Franziskus im Vorwort zu einem aktuell erschienenen Buch. "Denn die Kirche ist eine Gemeinschaft von Männern und Frauen, die den gleichen Glauben und die gleiche Taufwürde teilen."
Bei der Neuerscheinung handelt es sich um "Smaschilizzare la Chiesa?" (etwa: "Die Kirche ent-männlichen?"). Das Buch enthält die Beiträge, die zwei Theologinnen und ein Theologe am 4. Dezember auf Bitten des Papstes seinem wichtigsten offiziellen Beratergremium präsentierten - dem Kardinalsrat K9. Dreh- und Angelpunkt der Beiträge ist das "petrinische und marianische Prinzip" nach dem Schweizer Theologen Hans Urs von Balthasar (1905-1988). Das Buch enthält Texte der Theologinnen Lucia Vantini und Linda Pocher sowie ihres Kollegen Luca Castiglioni.


Zum "petrinischen und marianischen Prinzip" sagte Franziskus kürzlich in einem Interview, der petrinische Grundsatz betreffe die Ämter von Papst, Bischof und Priester. "Das marianische Prinzip ist kirchlich, es gehört zur Kirche: denn die Kirche ist die Frau, sie ist die Braut. (...) Die Kirche - die Braut - ist wichtiger als Petrus, der Amtsträger!" Daher sei es wichtig, Positionen in der Römischen Kurie für Frauen zu öffnen.
Bei der neuesten Sitzung des K9 Anfang dieser Woche hatten sich die Kardinäle und der Papst erneut über die Rolle der Frau in der Kirche ausgetauscht. Unter den drei Gastrednerinnen war diesmal die anglikanische Bischöfin von Dorking, Jo Bailey Wells.

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