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Brasilien: Konservative Politiker wollen ungeborene Kinder deutlich stärker schützen

19. Juni 2024 in Prolife, 3 Lesermeinungen
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Abtreibungen nach der 22. Schwangerschaftswoche sollen wie Mord behandelt werden.


Brasilia (kath.net/jg)
In Brasilien haben konservative Abgeordnete einen Gesetzesvorschlag vorgelegt, der eine Verschärfung des Abtreibungsrechts hinsichtlich Spätabtreibungen beinhaltet. Abtreibungen nach der 22. Schwangerschaftswoche sollen wie Mord behandelt werden, berichtet n-tv.

Derzeit sind Abtreibungen in Brasilien nur unter drei Umständen legal: Wenn die Schwangerschaft bei einer Vergewaltigung entstanden ist, wenn das Leben der Mutter in Gefahr ist oder es schwere Fehlbildungen beim Ungeborenen gibt. Abtreibungen, die nicht unter diese Ausnahmen fallen, sind illegal und können mit bis zu drei Jahren Haft geahndet werden. Die Strafe würde sowohl Frauen betreffen, die Abtreibungen durchführen lassen, als auch medizinisches Personal, welches daran beteiligt ist.


Gegner der Verschärfung gehen davon aus, dass der Strafrahmen für Abtreibungen nach der 22. Woche dem von Mordfällen angeglichen wird. Auf Mord stehen in Brasilien sechs bis 20 Jahre Gefängnis. In mehreren Städten Brasiliens haben am vergangenen Wochenende Demonstrationen gegen eine Verschärfung des Abtreibungsgesetzes stattgefunden. Auch die linksgerichtete Regierung des Landes lehnt den Gesetzesvorschlag ab.

Die Liberale Partei (PL) des früheren Präsidenten Jair Bolsonaro ist die größte Partei im Kongress, dem brasilianischen Parlament. Um den Gesetzesvorschlag durchzusetzen braucht sie die Unterstützung weiterer Parteien.

 


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