Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Papst Leo XIV. geht auf Distanz zu Kardinal Marx und seinen geplanten Homo-Segnungen
  2. Marx ärgert sich über die "Reaktionären" und "Stimmungsmache"
  3. Kardinal Marx und das öffentlich gewordene Geheimdekret
  4. Kardinal Marx unter Druck: Zwischen grober Fahrlässigkeit und dem Vorwurf der Vertuschung
  5. Insider: Vatikan bereitet sich auf Folgen der Bischofsweihen der Piusbruderschaft vor
  6. „Gott und sein Gesetz sind wichtiger als menschliche Vereinbarungen und Macht“
  7. Goldenstein-Nonnen doch in Rom? Propst in Sorge
  8. Bischof der Herzen – Walter Mixa wurde 85
  9. Trotz Konflikt mit dem Papst - Trump genießt jetzt Rekordzustimmung bei US-Katholiken
  10. „Theologische Katastrophe“: Massive Kritik am Erprobungsband des neuen evangelischen Gesangbuchs
  11. Back to the future: Durch den Traditionalismus zur Gendergerechtigkeit
  12. Erst Gerichtssaal, dann Preisverleihung: Weronika Krawczyk erhält Opoka-Preis „Auf Fels gebaut“
  13. Jesus ist lebendige Gegenwart
  14. Die Messe in der außerordentlichen Form kehrt nach Santa Maria Maggiore/Rom zurück
  15. Erzbischof Sheen warnte bereits 1965 vor falschem Mitgefühl

„Das Judentum in Deutschland ist im Begriff, unsichtbar zu werden“

21. Juni 2024 in Deutschland, 15 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Chefredakteur Engel von der „Jüdischen Allgemeinen“: Neben Rechtsextremen sind es „Islamisten, säkulare Muslime und Linksextreme, die uns massiv bedrohen, die uns das Leben zur Hölle machen“ – Berlin sei bereits „gekippt“


Berlin (kath.net) „Viele unserer Journalistenkollegen“ nähmen „gar nicht zur Kenntnis, dass das Judentum in Deutschland im Begriff ist, unsichtbar zu werden. Fast keiner traut sich mehr mit Kippa oder anderen Symbolen auf die Straße, weil die Wahrscheinlichkeit, attackiert zu werden verbal oder physisch, zu groß ist. Die erfassten antisemitischen Fallzahlen steigen exponentiell.“ Darauf macht Philipp Peyman Engel, Chefredakteur der in Berlin herausgegebenenWochenzeitung „Jüdischen Allgemeinen“, im Interview mit der „Welt“ aufmerksam. Das Interview führte Chefredakteur Ulf Poschardt. Die Situation habe sich nach nach dem Überfall der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 extrem verschärft.

Engel weist darauf hin, dass der Rechtsextremismus in der Tat ein großes Problem sei. Doch bei dem, was er als „Alltagsjudenhass“ bezeichnet, könne man „ohne zu generalisieren, feststellen: Es sind Islamisten, säkulare Muslime und Linksextreme, die uns massiv bedrohen, die uns das Leben zur Hölle machen.“


Er kritisiert, dass „wir als Gesellschaft – gemeint sind wir alle – und viele politischen Entscheidungsträger sowie Journalisten“ viel zu lang weggeschaut hätten. Zwar würde Judenhass, der von rechts komme, „sofort verurteil“, „aber Judenhass unter muslimischen Deutschen? Bloß nicht ansprechen, das ist unangenehm, da könnte man sich den Vorwurf einhandeln ‚rechts‘ zu sein – so die Devise.“ Engel beschreibt, dass die jüdischen Deutschen die Leidtragenden dieser Verhaltensweise seien. Er vertritt: „Es muss doch möglich sein, offenkundige Probleme anzusprechen. Und wir haben ein massives Problem in der Benennung von muslimischen und linken Judenhassern.“

Engel kritisierte weiter, dass etwa „Bundespräsident Steinmeier am Sonntag betroffen ‚Nie wieder!‘“ sage, aber „werktags im Namen aller Deutschen den größten Judenhassern und Islamisten im Iran zum 40. Jahrestag ihrer Revolution gratuliert, Türkeis Präsidenten Erdogan als ‚werten Freund‘ bezeichnet, obwohl dieser lupenreiner Antisemit ist und die Hamas als Partner und Widerstandsorganisation bezeichnet sowie die Massaker des 7. Oktobers relativiert“.

Bezüglich der Lebensmöglichkeiten für deutsche Juden sei Berlin bereits „gekippt“, schildert er, ebenso einige Städte des Ruhrgebiets. Er höre immer häufiger Überlegungen, aus Deutschland wegzuziehen, gerade auch bei jüngeren Familien.

Link zum „Welt“-Interview in voller Länge: „Jüdische Allgemeine“-Chef „Es sind Islamisten, säkulare Muslime und Linksextreme, die uns das Leben zur Hölle machen“


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Große SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  2. Papst Leo XIV. geht auf Distanz zu Kardinal Marx und seinen geplanten Homo-Segnungen
  3. Kardinal Marx und das öffentlich gewordene Geheimdekret
  4. Marx ärgert sich über die "Reaktionären" und "Stimmungsmache"
  5. Keine Bistums-Erlaubnis für Afrika-Madonna in der Gebetsstätte Marienfried
  6. Kardinal Marx unter Druck: Zwischen grober Fahrlässigkeit und dem Vorwurf der Vertuschung
  7. "Einfach viel unverschämter vom persönlichen Glauben erzählen"
  8. Back to the future: Durch den Traditionalismus zur Gendergerechtigkeit
  9. Bischof der Herzen – Walter Mixa wurde 85
  10. Das Vermächtnis eines Sterbenden
  11. „Theologische Katastrophe“: Massive Kritik am Erprobungsband des neuen evangelischen Gesangbuchs
  12. Trotz Konflikt mit dem Papst - Trump genießt jetzt Rekordzustimmung bei US-Katholiken
  13. Goldenstein-Nonnen doch in Rom? Propst in Sorge
  14. Was Kardinal Marx meint und was das Zweite Vatikanische Konzil lehrt
  15. Die Messe in der außerordentlichen Form kehrt nach Santa Maria Maggiore/Rom zurück

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz