Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. „Wir können nicht sagen, dass das, was 1.600 Jahre lang getan wurde, jetzt nicht mehr gültig sei“
  2. Denn sie wissen nicht, was sie fordern
  3. Kissler-Kritik an Papst Leo XIV.: „Fatale Botschaft“ bei Lampedusa-Besuch
  4. Die US-Bischöfe fördern die natürliche Familienplanung
  5. "Menschenhandel bleibt Menschenhandel"
  6. INSA-Umfrage: Relative Mehrheit der Deutschen lehnt Leihmutterschaft ab
  7. Vatikan: Neues Café auf Kuppel des Petersdoms öffnet im Herbst
  8. Neues Video bringt Sea-Watch unter schweren Verdacht: Zusammenarbeit mit bewaffneten Schleusern?
  9. Gänswein wird 70: Kirchenkarriere wohl noch nicht am Ende
  10. 'Weihnachten im Juli': Der Gedenktag der Heiligen Drei Könige
  11. Vatikan dementiert Berichte über Ende des Rupnik-Verfahrens
  12. Deutsches Auswärtiges Amt verzichtet auf Genderschreibweise
  13. Papst ruft zu christlichem Lebensstil im Urlaub auf
  14. Auf der Intensivstation zum ständigen Diakon geweiht: Pino Cannavò
  15. Papst bleibt in Bewegung: Dritter Ausflug von Castel Gandolfo aus

„Das Judentum in Deutschland ist im Begriff, unsichtbar zu werden“

21. Juni 2024 in Deutschland, 15 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Chefredakteur Engel von der „Jüdischen Allgemeinen“: Neben Rechtsextremen sind es „Islamisten, säkulare Muslime und Linksextreme, die uns massiv bedrohen, die uns das Leben zur Hölle machen“ – Berlin sei bereits „gekippt“


Berlin (kath.net) „Viele unserer Journalistenkollegen“ nähmen „gar nicht zur Kenntnis, dass das Judentum in Deutschland im Begriff ist, unsichtbar zu werden. Fast keiner traut sich mehr mit Kippa oder anderen Symbolen auf die Straße, weil die Wahrscheinlichkeit, attackiert zu werden verbal oder physisch, zu groß ist. Die erfassten antisemitischen Fallzahlen steigen exponentiell.“ Darauf macht Philipp Peyman Engel, Chefredakteur der in Berlin herausgegebenenWochenzeitung „Jüdischen Allgemeinen“, im Interview mit der „Welt“ aufmerksam. Das Interview führte Chefredakteur Ulf Poschardt. Die Situation habe sich nach nach dem Überfall der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 extrem verschärft.

Engel weist darauf hin, dass der Rechtsextremismus in der Tat ein großes Problem sei. Doch bei dem, was er als „Alltagsjudenhass“ bezeichnet, könne man „ohne zu generalisieren, feststellen: Es sind Islamisten, säkulare Muslime und Linksextreme, die uns massiv bedrohen, die uns das Leben zur Hölle machen.“


Er kritisiert, dass „wir als Gesellschaft – gemeint sind wir alle – und viele politischen Entscheidungsträger sowie Journalisten“ viel zu lang weggeschaut hätten. Zwar würde Judenhass, der von rechts komme, „sofort verurteil“, „aber Judenhass unter muslimischen Deutschen? Bloß nicht ansprechen, das ist unangenehm, da könnte man sich den Vorwurf einhandeln ‚rechts‘ zu sein – so die Devise.“ Engel beschreibt, dass die jüdischen Deutschen die Leidtragenden dieser Verhaltensweise seien. Er vertritt: „Es muss doch möglich sein, offenkundige Probleme anzusprechen. Und wir haben ein massives Problem in der Benennung von muslimischen und linken Judenhassern.“

Engel kritisierte weiter, dass etwa „Bundespräsident Steinmeier am Sonntag betroffen ‚Nie wieder!‘“ sage, aber „werktags im Namen aller Deutschen den größten Judenhassern und Islamisten im Iran zum 40. Jahrestag ihrer Revolution gratuliert, Türkeis Präsidenten Erdogan als ‚werten Freund‘ bezeichnet, obwohl dieser lupenreiner Antisemit ist und die Hamas als Partner und Widerstandsorganisation bezeichnet sowie die Massaker des 7. Oktobers relativiert“.

Bezüglich der Lebensmöglichkeiten für deutsche Juden sei Berlin bereits „gekippt“, schildert er, ebenso einige Städte des Ruhrgebiets. Er höre immer häufiger Überlegungen, aus Deutschland wegzuziehen, gerade auch bei jüngeren Familien.

Link zum „Welt“-Interview in voller Länge: „Jüdische Allgemeine“-Chef „Es sind Islamisten, säkulare Muslime und Linksextreme, die uns das Leben zur Hölle machen“


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  2. „Wir können nicht sagen, dass das, was 1.600 Jahre lang getan wurde, jetzt nicht mehr gültig sei“
  3. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  4. Kissler-Kritik an Papst Leo XIV.: „Fatale Botschaft“ bei Lampedusa-Besuch
  5. Denn sie wissen nicht, was sie fordern
  6. "Menschenhandel bleibt Menschenhandel"
  7. Gänswein wird 70: Kirchenkarriere wohl noch nicht am Ende
  8. DANKE JUSTIN! - Kanadischer Sänger bringt Stadion während WM-Finale mit „Halleluja“ zum Schweigen!
  9. Vatikan: Neues Café auf Kuppel des Petersdoms öffnet im Herbst
  10. Nach dem WM-Krimi um 3. Platz - England- und Frankreich-Stars vereint im Gebet
  11. Krebs und Paradies – Das Leben des 17-jährigen David Buggi
  12. Auf der Intensivstation zum ständigen Diakon geweiht: Pino Cannavò
  13. Kardinal Burke: ‚Die Synodalität muss gestoppt werden‘
  14. INSA-Umfrage: Relative Mehrheit der Deutschen lehnt Leihmutterschaft ab
  15. Erzdiözese Wien bestätigt Pensionierung von Dompfarrer Faber

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz