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Vatikan geht gegen sichtbare Tatoos und Piercings sowie uneheliches Zusammenleben vor

1. Juli 2024 in Weltkirche, 17 Lesermeinungen
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Laienmitarbeiter der Vatikanischen Dombauhütte bekommen neue Regeln auferlegt – „Il Messagero“ kommentiert positiv: „Das ist mehr als eine Kleiderordnung: es ist eine verbindliche Erinnerung an Anstand, Fleiß und Verantwortung“


Vatikan (kath.net) „Es ist verboten, Piercings oder Tätowierungen in aller Öffentlichkeit zu tragen oder ‚Vereinen beizutreten, deren Ziele nicht mit der Lehre der Kirche vereinbar sind‘. Darüber hinaus gibt es keine [vor- oder unehelichen] Lebensgemeinschaften, sondern nur kirchliche Trauungen. In der neuen Regelung werden ganz konkrete Verpflichtungen für Laienmitarbeiter gefordert, die in unterschiedlichen Funktionen in der Dombauhütte arbeiten und insbesondere im Hinblick auf das Heilige Jahr [2025] mit Tausenden von Touristen in Kontakt kommen.“ So fasst der die in Rom erscheinende große Tageszeitung „Il Messagero“ die neue Ordnung des Vatikans für Laienmitarbeiter der Dombauhütte des Petersdoms zusammen.“ „Il Messagero“ kommentiert das durchaus positiv: Dies sei „mehr als eine Kleiderordnung: es ist eine verbindliche Erinnerung an Anstand, Fleiß und Verantwortung“.

Die Anordnungen betreffen nach Darstellung des „Messagero“ sowohl die „Sampietrini“, die handwerklich orientierten Mitarbeiter der Dombauhütte, wie auch die Mitarbeiter auf der Verwaltungsebene des Petersdoms. Immerhin sei die Verwaltungsbehörde der Dombauhütte „in den letzten Jahren Gegenstand mehrerer Skandale: vom Diebstahl von in Archiven aufbewahrten Werken und Dokumenten bis hin zu Fällen undurchsichtiger Beschaffung. Sogar die Kunstsammlung eines älteren Kanonikers, der letztes Jahr im Vatikan verstarb, gab in letzter Zeit Anlass zur Sorge und ließ Zweifel an der Herkunft einiger noch in einem Lagerhaus gelagerter Werke aufkommen“, erläutert „Il Messagero“. Es sei daher „an der Zeit“ gewesen, dass sich Papst Franziskus in diesem Bereich. engagiere.


Die Vorschriften für die Mitarbeiter der Dombauhütte sind durchaus komplex, fasst der „Messagero“ zusammen. „Von nun an können sie entlassen oder suspendiert werden, wenn sich herausstellt, dass sie Informationen über die Vorgänge in der Basilika an Außenstehende weitergeben. Sie dürfen weder Fremde mehr im Büro willkommen heißen noch ‚Originaldokumente, Fotokopien, elektronische Kopien oder anderes Archivmaterial entfernen‘. Es sei auch verboten, ‚die Stempel und Briefpapiere der Dombauhütte oder ihre Computersoftware unrechtmäßig für private Zwecke zu nutzen‘. Sie werden nicht einmal mehr in der Lage sein, ‚private Korrespondenz über das Büro zu empfangen oder zu versenden‘, ‚Aufträge entgegenzunehmen oder externe Aufgaben zu erledigen‘.

Bei den „Sampietrini“ handle es sich etwa um „Maurer, Brückenarbeiter, Klempner, Gabelstaplerfahrer, Tischler, Elektriker, Maler, Marmorarbeiter, Schmiede oder Arbeiter, welche Wartungsarbeiten durchführen“, erläutert der „Messagero“ und zitiert aus den neuen Vorschriften. Die Samietrini seien „aufgerufen, besonders auf ihr äußeres Erscheinungsbild zu achten. ‚Aus Respekt vor Anstand und Arbeitsumfeld sind sichtbare Hauttätowierungen und Elemente von Piercings verboten.‘ Sie müssen angemessene Kleidung tragen, die für die auszuführende Tätigkeit geeignet ist. ‚Dienstkleidung darf nur während des Dienstes getragen werden.‘ Sampietrini mit einer zerrissenen oder fleckigen Uniform „oder die die Uniform außerhalb des Dienstes tragen, werden mit Disziplinarstrafen belegt.‘“

Abschließend kommentiert der „Messagero“: „Vor allem in einem Punkt scheint Papst Franziskus nicht mehr zu Kompromissen bereit zu sein und die Regel gilt für alle Mitarbeiter, vom Arbeiter bis zum Beamten: Päpstliche Geheimhaltung und Vertraulichkeit, unter Androhung der Suspendierung oder sogar der Entlassung.“

 


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Lesermeinungen

 Everard 4. Juli 2024 
 

ministro44

Sehr richtig, aber es wird dazu nicht kommen, weil selbst die meisten Bischöfen den dressed down Schlendrian präfererieren.


1
 
 Tante Ottilie 2. Juli 2024 
 

Nun ja, aber in Deutschland wurde das kirchl. Arbeitsrecht extrem liberalisiert

Man hat sich bei uns der Initiative "Out in church" gebeugt und lässt hierzulande auch Leute in kirchl. Dienst arbeiten, die in ihrer persönl. Lebensführung diametral kirchl. Recht widersprechen.


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 ministro44 2. Juli 2024 
 

Kleidervorschriften - Priester

Wenn man in Österreich die meisten Priester im Alltagsleben betrachtet, so erkennt man sie nicht. Sie laufen in Trachtenjankern, lässigen Blousons, Jeans u.a.m. umher. Was wollen sie iegentlich verbergen, schämen sie sich als Priester der kath. Kirche zu erkennen zu geben. Nur Priester aus Afrika, Indien und anedren Staaten tragen auch im Salzkammergut noch ihre UNIFORM d.h. schwarze Kleidung mit weissem Kragen und dies auch bei größter Hitze.Da freut man sich als Christ, wenn man sie sieht, denn unsere Priester bis auf wenige Ausnahmen sind anonym unterwegs. Könnte hier nicht auch der Vatikan einmal seine Stimme erheben und nicht nur bei der Dombauhütte. Das BODENPERSONAL Gottes sollte auch sichtbar sein. Jeder Feuerwehrmann oder Polizist ist stolz auf seine Uniform, warum nicht auch die Priester ? Da fehlt mir der Durchblick


1
 
 anjali 2. Juli 2024 
 

@Mystery

Ach ja, Sie haben Recht!!!!!


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 Mystery 2. Juli 2024 

@anjali

Quod licet lovi, non licet Bovi. Nicht das jetzt manche au Bon Jovi schliessen :-)


0
 
 MutigSein 2. Juli 2024 
 

-GerogBer- ja bei der Kleidung der Priester sind unterschiedliche Stilrichtungen

zu sehen. Unser indischer Aushilfspfarrer trägt 99 Prozent dunklen Anzug mit Kreuz am Revers und weißem Priesterkragen. Die beiden regulären Gemeindepfarrer kleiden sich meist in blauer oder grauer Jeans mit farbigem Tshirt im Sommer (aktuell tragen beide das Deutsche Fussballtrikot) und Pullover im Winter. Zu Beerdigungen bei denen sie zur Kaffeetafel geladen sind, kommt der schwarze Anzug an. Soutane trägt hier niemand. Zu meiner Kindheit trug unser Pfarrer stets Soutane und einen -wie sagen meine Kinder heute- Eierwärmer auf dem Kopf; schon recht imposant! Würde sich heute ein Priester so kleiden, bekäme er, nett und sympathisch er auch sei, sofort den Stempel konservativ / altmodisch ausgedrückt. Dann hätte er bei Jugendlichen und jungen Erwachsene sofort verspielt. Für mich ist es nur wichtig, dass der Pfarrer da ist wenn man ihn braucht. Die jungen Leute in den Gruppen und vereinen sind mit ihnen gleich per Du. Ich mags nicht aber die Zeiten ändern sich.


0
 
 Richelius 2. Juli 2024 
 

Witzigerweise gibt es in manchen Gegenden eine jahrhundertealte Tradition katholischer Tätowierungen.


2
 
 heikostir 1. Juli 2024 
 

Es freut mich, dass der Vatikan keine anderen Probleme wie sichtbare Tatoos und Piercings hat (Ironie aus!).


2
 
 GerogBer 1. Juli 2024 

Ich würde mehr Wert

darauf legen, dass Priester wieder als Priester an ihrer Kleidung in Schwarz, mit weißer Kragenleiste und einem Kreuz im Knopfloch erkennbar wären. statt in kurzer Hose mit Badelatschen die Sakristei zu betreten. Papst Franziskus täte gut daran, die Soutane wieder verpflichtend für den Klerus zu machen.


5
 
 anjali 1. Juli 2024 
 

Katholisches Benimmen

Also, diese einfache Arbeiter, Laien, sollen sich besser und Katholischer benimmen als manche Geistliche die unbestraft machen können was sie wollen?! Beispiel: Rupnik.Und viele andere.... Quod licet Jovi, non licet Bovi.....


3
 
 Everard 1. Juli 2024 
 

Eine sehr

Weise Verordnung. Derlei Selbstverstümmelungen sind geradezu Musterbeispiele von cultural appropriation. Nur da sie in diesem Fall gefällig sind werden sie nie in diesem Sinne kontextualisiert.


0
 
 MutigSein 1. Juli 2024 
 

-Freude an Gott- Ich stimme Ihnen da gern zu. Aussehen und innere Werte

können ganz verschieden sein und einen vollkommen falschen Eindruck hinterlassen. Ich las kürzlich in unseres Tageszeitung einen Bericht über eine junge Frau hier aus der Gemeinde, die als Touristenführer in Rom lebt und arbeitet. U.A. gibt sie Führungen in den vatikanischen Nuessen. Sie musste für die Bewerbung einen Nachweis der katholischen Heimat-/Wohngemeinde beibringen, dass sie noch Mitglied der katholischen Kirche ist. Wäre sie es nicht, hätte sie keine Genehmigung bekommen, Touristengruppen dort durchzuführen. Viele Kollegen hätten auch gern diese prestige trächtige Tour auch gehabt, waren leider aus der Kirche ausgetreten und somit keine Chance. Die junge Frau war nach eigenen Ausagen allerdings auch kurz davor, auszutreten, aber durch den Umzug nach Rom und die berufliche Neuorientierung war sie noch nicht dazugekommmen.


0
 
 Freude an Gott 1. Juli 2024 
 

Also...

...ich kenne genug durch und durch katholische Leute in den schrillsten Outfits. Man kann heute einfach nicht mehr sicher vom Äußeren aufs Innere schließen. Ich finde nicht, dass sich die Kirche da einmischen sollte.
Anders sieht es natürlich aus bei unehelichen Lebensgemeinschaften oder gar bei Geheimnisverrat. Ist aber auf jeden Fall mal ein interessanter Kontrapunkt zu vielem anderen aus Rom, z.B. Fiducia supplicans. Vermutlich wäre es ok, wenn sich ein homosexuelles Paar vorher einen außerliturgischen Segen geben lässt.


2
 
 MutigSein 1. Juli 2024 
 

Dombauhütte ..

Ich bin absolut einverstanden wenn katholische Arbeitgeber von ihrer Mitarbeitern verlangen, katholisch zu sein und kein Zusammenleben ohne kirchliche Trauung. Bei Tattoo sehe ich es nicht so eng. Es nun nicht mitten im Gesicht sein, aber ob ich auf einen tätowierten Handwerker treffe oder nicht ist egal. Interessant wird’s bei zusammenleben ohne kirchliche Trauung. Dann wären zumindest in Deutschland viele Handwerker ohne Arbeit. Die Enkelin (katholisch 28 Jahre) einer Freundin ist fertig als Lehrerin für Erdkunde und Geschichte fürs Gymnasium. Bewerbung auch bei einer katholischen schule in der Nähe. Vorstellungsgespräch lief gut bis die junge Dame erklärte sie würde mit ihrem Freund zusammenleben und eine Hochzeit nicht in Planung. Ab da war das bisher freundliche Gespräch abrupt zu Ende und der Rektor erklärte ihr, dass sie nicht passen würde da ihr Lebenswandel nicht für eine katholische Schule passt. Inzwischen hat sie an einem staatlichen Gymnasium eine Stelle bekommen.


0
 
 MutigSein 1. Juli 2024 
 

-SalvatoreMio— Tättowierungen und Nasenringe

Wir haben hier einen jungen Mann der in der Kirchengemeinde sein Freiwilliges Soziales Jahr macht. Gut katholisches Elternhaus, äußerst freundlich und hilfsbereit. An seinem Körper wohl kaum noch eine Steile ohne Tattoo. Kam beim Essen bringen bei einigen Senioren nicht gut an.


3
 
 augas 1. Juli 2024 
 

keine [vor- oder unehelichen] Lebensgemeinschaften

Damit dürfte wohl klar sein, dass es irgendwelche Änderungen/Reformen in Bezug auf die Sexualmoral nicht geben wird.


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 SalvatoreMio 1. Juli 2024 
 

"Verbindliche Erinnerung an Anstand, Fleiß und Verantwortung“.

Das klingt schon mal ganz gut, wie "Il Messagero" berichtet. - Überall, im ganz normalen Miteinander, wird es allmählich unerträglich, wie sich Mitmenschen präsentieren mit Nasenringen und rundum tätoviert. Man mag nicht hinsehen! - Schön, wenn im Bereich des Vatikan dagegen vorgegangen wird. Vielleicht führt es einige zum Umdenken - auch bei uns hierzulande.


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