Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wie die Piusbrüder - Linker belgischer Bischof plant weiterhin verbotene Weihen
  2. Ist der Islam ‚eine alternative Form des byzantinischen Christentums‘?
  3. Vatikan genehmigte 2025 in 34 Diözesen die Feier der Alten Messe in Pfarrkirchen
  4. Gefeuert wegen AfD-Kandidatur: Deutsche Caritas-Erzieherin zieht vor Gericht
  5. Antwerpens Bischof Bonny droht jetzt dem Papst
  6. 'Amoris Laetitia' oder das Lehramt, das sich selbst abschafft
  7. Asymmetrisch blinder Blick auf die deutsche Landschaft
  8. Die Deutsche Bischofskonferenz will keine 'Demontage' des deutschen Staatsfunks
  9. Wort-Gottes-Feier in katholischer Kirche mit Liedern von Taylor Swift
  10. ‚Der Segen für Marie-Garance war auch ein Segen für ihre biologischen Eltern‘
  11. Papst versetzt umstrittenen Kurienkardinal Gambetti vom Petersdom in die Provinz
  12. US-Diözese führt Rosenkranzwochenende ein
  13. Einbürgerung als Wahlstrategie? Linke profitiert massiv von muslimischen Wählern in Berlin
  14. Vatikan bestätigt Sexualverbrechen des toten Ordensgründers Buela
  15. Das Houellebecq-Szenario: Wenn die politische „Mitte“ die Ränder großfüttert

Vatikan gibt grünes Licht für Marienseherin

9. Juli 2024 in Weltkirche, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Glaubensbehörde fällt zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage ein Urteil über angebliche Marienerscheinungen


Vatikanstadt (kath.net/KAP) Erstmals seit Erlass neuer Normen zu übernatürlichen Phänomenen hat der Vatikan die Visionen einer Marienseherin als unbedenklich eingestuft. Der Fall dreht sich um die mittlerweile gestorbene Italienerin Pierina Gilli (1911-1991). Mehrfach soll ihr die Muttergottes erschienen sein und Nachrichten übermittelt haben. In den von ihr anschließend verbreiteten Botschaften seien keine Elemente gefunden worden, die der Lehre der katholischen Kirche über Glauben und Moral direkt widersprechen, heißt es in einem am Montag veröffentlichten Brief aus der vatikanischen Glaubensbehörde.

In dem Schreiben hält Präfekt Kardinal Victor Manuel Fernandez weiter fest: "Auch negative moralische Aspekte oder andere kritische Aspekte sind in den Fakten im Zusammenhang mit dieser spirituellen Erfahrung nicht zu finden. Vielmehr lassen sich mehrere positive Aspekte finden, die in den Botschaften insgesamt hervorstechen, und andere, die eine Klarstellung verdienen, um Missverständnisse zu vermeiden." Entsprechende Textstellen listet Fernandez auf.


"Rosa Mystica"

Der Brief des Glaubensdikasteriums ist datiert auf den 5. Juli 2024 und wurde an diesem Tag auch von Papst Franziskus genehmigt. Adressat ist der Bischof von Brescia, Pierantonio Tremolada. In seiner norditalienischen Diözese ereigneten sich die mutmaßlich übernatürlichen Phänomene. Über mehr als 20 Jahre soll Gilli die Gottesmutter immer wieder gesehen haben - in der Kathedrale von Montichiari und dem kleinen Ort Fontanelle in der Nähe. Bei einer dieser Erscheinungen soll die Muttergottes sie gebeten haben, mit dem Titel "Rosa Mystica" angerufen zu werden.

Trotz vieler gläubiger Besucher an der Erscheinungsstätte erkannte die katholische Kirche diese Visionen lange nicht an. Erst 2001 wurden öffentliche Gottesdienste in Fontanelle genehmigt, 2019 erfolgte die Errichtung eines Diözesanheiligtums - jedoch noch ohne Anerkennung der Erscheinungen.

Ortsbischof entscheidet über weiteres Vorgehen

In seinem Brief verweist der Präfekt der Glaubensbehörde auf den Hauptzweck der kürzlich erlassenen Vatikan-Normen, die eine "lehrhaft-pastorale Bewertung" dessen vornähmen, was von den übernatürlichen Phänomenen ausgehe. Die Entscheidung, wie jetzt weiter zu verfahren sei, liege beim Ortsbischof.

Damit handelte der Vatikan in Brescia deutlich anders als bei den sogenannten Marienerscheinungen von Trevignano bei Rom. Ende Juni bestätigte er dort das negative Urteil des örtlichen Bischofs, der angebliche Marienerscheinungen einer noch lebenden Seherin als "nicht übernatürlich" eingestuft und ein entsprechendes Kultverbot erlassen hatte.

Copyright 2024 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
(www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Thérèse von Lisieux und die ‚Süßigkeit‘ eines Buches über die Apokalypse
  3. Gesetzesvorschlag zum Verbot von Konversionstherapien in Nordirland ist ‚gefährlich‘
  4. 'Jesus macht alles und ich nichts'
  5. UN-Bevölkerungsfonds berichtet über das Leid der Frauen in Gaza
  6. Rosenkranzmonat Oktober steht im Zeichen des Friedens
  7. Asymmetrisch blinder Blick auf die deutsche Landschaft
  8. Reliquien der Kinder von Fatima kommen nach Berlin!
  9. Bekannte US-Influencerin und Mutter von neun Kindern konvertierte zum Katholizismus
  10. Wie die Piusbrüder - Linker belgischer Bischof plant weiterhin verbotene Weihen
  11. Frankreich und das Zeichen der Wiedergeburt
  12. Einbürgerung als Wahlstrategie? Linke profitiert massiv von muslimischen Wählern in Berlin
  13. Verletzter Priester: "Wir vergeben!"
  14. 'Wir sprechen deshalb zurecht hier nicht von Neuevangelisierung, sondern von Erstevangelisierung'
  15. Zehn Jahre ‚Amoris laetitia‘ – Die Kunst, eine Lehre zu ändern, ohne sie zu ändern

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz