Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Das Gratis-Christentum des Hendrik Wüst
  2. Vatikan reagiert auf LGBT-Sexualkonzept für katholische Schulen in Hamburg!
  3. 'Was ich am Katholizismus schon immer toll fand...'
  4. Ablehnung ökumenischer Konzile ist modernistisch
  5. Der vatikanische Synodalismus ist ein Anachronismus
  6. Tragisches Ende einer Medjugorje-Wallfahrt: Zwölf polnische Pilger sterben bei Busunglück in Ungarn
  7. Vor Papstbesuch in Lourdes: Alle Rupnik-Mosaike werden dauerhaft verhüllt
  8. Der Bischof und der Denunziant
  9. Biologische Eltern verklagen Leihmutter, weil diese Abtreibung verweigerte
  10. SPÖ-Ministerinnen fordern ‚Schutzzonen‘ um Abtreibungskliniken
  11. Die denkwürdige Wandlung des Tucker Carlson
  12. Papst Leo XIV. nimmt Rücktrittsgesuch von Bischof Wiesemann an
  13. Nach Lebensschutzdemonstration: Zwölf Polizisten von Linksradikalen verletzt
  14. Töten bis zur Geburt - Aber US-Gouverneurin bleibt 'stolze Katholikin'
  15. Neues Eigentümer-Ehepaar lässt Ex-Epstein-Ranch drei Tage lang exorzieren

Vatikan: Erscheinungen von Amsterdam haben keinen übernatürlichen Ursprung

12. Juli 2024 in Weltkirche, 9 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Die Entscheidung über die angebliche Erscheinung der ‚Frau aller Völker’ wurde bereits 1974 getroffen, aber erst jetzt veröffentlicht.


Vatikan/Amsterdam (kath.net/jg)
Das Dikasterium für die Glaubenslehre hat am 11. Juli eine Entscheidung zu den angeblichen Erscheinungen der „Muttergottes aller Völker“ in Amsterdam (Niederlande) bekannt gegeben, berichtet Vatican News.

Die Entscheidung ist bereits im März 1974 getroffen und von Papst Paul VI. gebilligt worden, war aber bis jetzt nicht veröffentlicht worden.

„Angesichts der anhaltenden Vorbehalte gegenüber den angeblichen Erscheinungen und Offenbarungen in den Jahren 1945–1959 in Amsterdam und der damit verbundenen Verehrung der ‚Frau aller Völker‘, veröffentlicht das Dikasterium für die Glaubenslehre nun jedoch das Resultat der ordentlichen Sitzung der damaligen Heiligen Kongregation für die Glaubenslehre vom 27. März 1974 über die oben genannten Phänomene“, steht in einer Pressemitteilung des Dikasteriums.


Dann werden zwei Urteile veröffentlicht, die einstimmig ergangen sind, wie das Wort „Omnes“ verrät. Die „lehrmäßige Beurteilung“ lautet: „constat de non supernaturalitate“. Es wird also festgestellt, dass es sich bei den angeblichen Erscheinungen nicht um übernatürliche Phänomene handelt. Das zweite Urteil bezieht sich auf möglich weitere Untersuchungen, die aber abgelehnt worden sind.

Die Entscheidung wurde Papst Paul VI. am 5. April 1974 vorgelegt und von diesem genehmigt.

Der 25. März 1945 war der 600. Jahrestag eines eucharistischen Wunders in Amsterdam. An diesem Tag gab die in Amsterdam lebende Ida Peerdeman an, ihr sei Maria erschienen und habe sich unter dem Namen „Frau aller Völker“ vorgestellt. Peerdeman gab an, dass Maria ihr in den Jahren 1945 bis 1959 insgesamt 56 Mal erschienen sei. Maria habe ihr mehrere Ereignisse vorausgesagt, darunter den Tod von Papst Pius XII. im Jahr 1958.

Nach ihren Angaben wurde ein Bild angefertigt, das in einer Kapelle in einem Wohngebiet im Süden von Amsterdam aufbewahrt wird.

1956 hat Johannes Huibers, der Bischof von Haarlem-Amsterdam, erklärt, dass er keine Anzeichen für einen übernatürlichen Ursprung der Erscheinungen („non constat de supernaturalitate“) gefunden habe. Der Vatikan bestätigte diese Entscheidung 1972 und 1974. 2002 erkannte Jos Punt, der damalige Bischof von Haarlem-Amsterdam, die Erscheinungen als übernatürlich an, ohne zuvor Rücksprache mit dem Vatikan zu halten.

Im Dezember 2021 veröffentlichte Johannes Hendriks, der derzeitige Bischof von Haarlem-Amsterdam, nach Rücksprache mit dem Vatikan eine Erklärung zu den Erscheinungen. Er stellte fest, dass der Vatikan die Bezeichnung „Frau aller Völker“ für „theologisch akzeptabel“ halte, dass damit aber keine – auch keine implizite – Anerkennung der Erscheinungen als übernatürlich verbunden sei.

 

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Glaubensdikaterium/-kongregation

  1. Kardinal Fernández: Es laufen keine dezidierten päpstlichen Großaufträge am Glaubensdikasterium
  2. Katholische US-Historikerin Bronwen McShea schreibt über „die Frauen, die der Vatikan vergaß“
  3. Fernández: „Miterlöserin“ in offiziellen Vatikandokumenten tabu, in der privaten Andacht erlaubt
  4. Präfekt Fernández: „Das Kreuz braucht keine 738 Meter Stahl oder Beton, um erkannt zu werden“
  5. Kardinal Fernandez, Präfekt des Glaubensdikasteriums: „Synodalität: Warum nein und warum ja?“
  6. Keine Zustimmung aus Rom zur Handreichung der Deutschen Bischofskonferenz!
  7. Akademie Johannes Paul II. verlangt Entlassung von Kardinal Fernández
  8. Kardinal Fernández – eine Fehlkalkulation von Papst Franziskus?
  9. Kardinal Sarah lehnt ‚Fiducia supplicans’ ab
  10. Nein zur Segnung Homosexueller: Papst entließ verantwortliche Mitarbeiter der Glaubenskongregation






Top-15

meist-gelesen

  1. EILT - Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns JETZT!
  2. Der Bischof und der Denunziant
  3. Wie die deutsche Bundesregierung Ihre Steuergelder verschwendet!
  4. 21 Märtyrer: 20 ägyptische Kopten und ein Wanderarbeiter aus Ghana
  5. Der vatikanische Synodalismus ist ein Anachronismus
  6. Cardinal Confusione
  7. Ablehnung ökumenischer Konzile ist modernistisch
  8. Tragisches Ende einer Medjugorje-Wallfahrt: Zwölf polnische Pilger sterben bei Busunglück in Ungarn
  9. Frau, dein Glaube ist groß! Die Gnade, die Grenzen überschreitet
  10. Studie: Weniger Angststörungen in religiös geprägtem Umfeld
  11. Medjugorje und Papst-Akademie laden zu ersten "Mariologischen Tagen"
  12. FEST MARIA KÖNIGIN - Einladung zur Gebets-Novene zur Muttergottes - 13. bis 21. August
  13. Stift Heiligenkreuz: Abt Maximilian Heim tritt zurück
  14. 'Was ich am Katholizismus schon immer toll fand...'
  15. Vatikan reagiert auf LGBT-Sexualkonzept für katholische Schulen in Hamburg!

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz