Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Für alle, die bis jetzt zweifelten: Nun gehen sie wieder ins Schisma!
  2. Der Vatikan ist in Kontakt mit der Bruderschaft St. Pius X., um eine Spaltung zu vermeiden
  3. Bischof Oster legt nach: Grundsatzkritik am (deutsch-)Synodalen Weg
  4. Papst Leo XIV. empfing Katholiken, die mit gleichgeschlechtlicher Neigung keusch leben möchten
  5. Weihen ohne päpstliche Erlaubnis geplant: Papst Leo XIV. berät mit Vatikanbehörde
  6. Voll in die Falle getappt
  7. Die synodale Sackgasse der Anderskatholischen
  8. Die große Täuschung
  9. Bischof Oster: „In der Sache selbst war ich ja in mehrfacher Hinsicht kritisch“
  10. George Orwell wohnt in Brüssel, aber nicht nur dort!
  11. Wohltuende Überraschung: Papst beruft norwegischen Bischof Erik Varden OCSO zu seinem Fastenprediger
  12. Medienkrise verschärft sich: Dramatische Auflagenverluste für Tageszeitungen in Deutschland
  13. Fatales Gerichtsurteil in Deutschland: Chefarzt siegt gegen katholisches Klinik-Verbot
  14. Vatikan: Neue Statuten für die Marienforschung
  15. Schwere Zensur-Vorwürfe aus den USA: EU unterdrückt die Meinungsfreiheit

Er macht seine Pläne mit deiner Verwundbarkeit

26. Juli 2024 in Jugend, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Bist du bereit deine tiefsten Wunden in den Dienst Gottes zu stellen? - Die Jugendkolumne von kath.net von Magdalena Preineder


Wien (kath.net)

Weißt du, momentan kommt mir meine Seele vor wie die Flügel eines Schmetterlings: Zutiefst und so leicht verletzlich. Zerbrechlich. Wie oft würde ich momentan gerne vor den Aufgaben weglaufen, die mir der Herr anvertraut hat, weil es mir so vorkommt als könnte mein Inneres dem nicht standhalten.
Und doch kann ich nicht davonlaufen, weil Gott meiner Seele zugleich kundgetan hat, dass er einen Plan hat und weglaufen ist kein Teil davon. Um an seinem Plan mitzuwirken, muss ich ausharren, dort wo ich bin. Dort, wo er mich hingestellt hat und worüber er sein „Ich will es so“ ausgesprochen hat.

Das ist die Konfrontation mit schmerzhaften Ereignissen.
Das ist die Konfrontation mit dem geistlichen Kampf in Erschöpfung und Hoffnungslosigkeit.
Das ist die Konfrontation mit der Spannung, in der man sich selbst zu nichts fähig sieht und Gott einen trotzdem diesen Weg entlang sendet.

Das ist die Hingabe, die er fordert – und zwar in jenen Momenten, in denen ich mit scheinbar leeren Händen vor ihm stehe und sage „Wie denn? Wie könnte ich dir noch etwas geben?“ Und in diesen Momenten zeigt er auf das Innerste meiner Seele und sagt: „Das da, das will ich haben.“

Was er dort findet, sind zerplatzte Träume, die er zu wandeln und zu beleben ersehnt. Was er dort findet, sind Pläne, die ich einst gemacht habe, die nicht seinen Plänen entsprechen. Was er dort findet, ist mein verwundetes Herz, das den Weg gehen soll, den er es sendet – einen Weg, den ich mir oft anders vorgestellt hätte.


Wenn er sagt „Das da, das will ich haben.“, dann meint er unter all diesen scheinbar zerbrochenen Dingen vor allem eines: Die Liebe meines zerbrechlichen Herzens. Denn was er mich lehrt, ist: Was die Liebe kostbar macht, ist, dass sie Schmerz erträgt und bereit ist ein Opfer zu bringen. So wie seine Liebe. Wer lieben will, muss lernen diese Pfade zu begehen, die Pfade, die sein Herz vorgezeichnet hat.

Wenn der Herr spricht „Das da, das will ich haben.“, meint er meine Seele in ihrem verletzlichsten Zustand. Und was er damit vor hat? Eine Liebe zu formen, die ihm gefällt. Er ist der Bräutigam, der wartet, dass die Braut bereit wird, ihm das zurückzureichen, was er bereit war für sie geben.

Oft genug enthalte ich ihm diese Liebe vor. Oft genug flüchte ich mich auf den Weg der Gemütlichkeit und versuche mich in der Welt zu bergen. Oft genug gewähre ich meinem Herzen nicht einmal seine Liebe – wie sollte meines dann darauf antworten?

Aber da steht Gott und haucht mein Herz an: „Das da, das will ich haben.“ Er zeigt auf jeden wunden Punkt, jeden Punkt, den ich ihm noch nicht ganz übergeben habe oder vor ihm zu verhüllen suche. „Das da, das will ich haben“ – und damit will er sein Reich aufbauen.

Wir sind der Lehm und er der Töpfer.
Er ist der Baumeister und wir die Steine.
Jede Scherbe setzt er zu einem Mosaik zu seiner Ehre zusammen.
Und das macht er, wenn du nur eines machst: es geschehen lassen.

Deshalb frage ich heute dich: Vor was möchtest du weglaufen? Gott will es in die Hände seiner Liebe aufnehmen und neu – seinen Plänen entsprechend – formen, damit dein Leben zu seiner Ehre gereicht. Besonders das, was verwundbar ist – du musst es nur in den Dienst stellen.  

Denken wir an die Frau mit dem Alabastergefäß: Sie bringt Jesus etwas sehr kostbares und hat es für ihn zerbrochen. Sie lässt ihre Tränen auf ihn fallen und darin liegt ihr ganzes Herz.

Vielleicht hast du ja auch solch eine Seele, die zu manchen Zeiten so verwundbar ist, dass sie selbst von einem Windhauch ein Loch bekommen könnte und dir zu nichts zu Nutze scheint. Dann übergib sie ihm. Gott handelt an dir und mit dir. Das Zerbrechliche ist in seinen Augen das besonders wertvolle.

Also: Was wirst du ihm bringen? Womit darf er sein Reich aufbauen?

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 723Mac 27. Juli 2024 
 

eine Ikone der Verwundbarkeit Jesu ist das Gnadenbild des weinenden Heilandes

zu Pielenhofen bei Regensburg.

Noch im Besitz der Münchner Mistykerin Maria Josepha Lindmayr hat das Bild zu Weihnachten 1690 in München 9mal geweint zu haben, so Maria Josepha Lindmayr.

Es ist zum Teil vergessenes Gnadenbild Jesu vom Weltrang, ich kann jedem empfehlen, sich das Bild zu herunterladen und lebendige Verwundbarkeit Jesu auch zu Hause zu betrachten

germania-catholica.blogspot.com/2007/02/das-ecce-homo-gnadenbild-zu-pielenhofen.html


0
 
 gebsy 26. Juli 2024 

"Das da, das will ich haben",

könnte auch so verstanden werden, dass Gott den Menschen bevormunden will.
In diesem Zusammenhang ist tatsächlich das LOSLASSEN unser einziger Verdienst, der aber nur im kindlichen Vertrauen möglich ist.
In der Versuchung standhaft zu bleiben, ist mit Gottes Schutz und Hilfe möglich und beglückend.
Gotteslob,2013 Nr.600 ist ein unverzichtbarer Einstieg ...

www.gebsy.at/onewebmedia/Versuchung%20n%C3%BCtzen.pdf


0
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Jugendkolumne

  1. Der Friede, den Gott dir nachwirft
  2. Ruhelos in der Welt, doch ruhig in Christus
  3. Jesu Kreuzesopfer und dein Bekenntnis
  4. Gnade in jedem Augenblick
  5. Die Sehnsucht Christi nach dir
  6. Gerufen, das Blut Christi zu lieben
  7. Große Veränderung beginnt von kleinen Fortschritten
  8. Berufen zur Blume im Garten Gottes
  9. Wenn du heute vor Jesus stehen würdest ...
  10. Was ersehnen wir? Was ist deine tiefste Sehnsucht?






Top-15

meist-gelesen

  1. ISLAND-REISE - KOMMEN SIE MIT! - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Bischof Oster legt nach: Grundsatzkritik am (deutsch-)Synodalen Weg
  4. Voll in die Falle getappt
  5. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz
  6. Für alle, die bis jetzt zweifelten: Nun gehen sie wieder ins Schisma!
  7. Der Vatikan ist in Kontakt mit der Bruderschaft St. Pius X., um eine Spaltung zu vermeiden
  8. Weihen ohne päpstliche Erlaubnis geplant: Papst Leo XIV. berät mit Vatikanbehörde
  9. Papst Leo XIV. empfing Katholiken, die mit gleichgeschlechtlicher Neigung keusch leben möchten
  10. Wohltuende Überraschung: Papst beruft norwegischen Bischof Erik Varden OCSO zu seinem Fastenprediger
  11. Schwere Zensur-Vorwürfe aus den USA: EU unterdrückt die Meinungsfreiheit
  12. Bischof Oster: „In der Sache selbst war ich ja in mehrfacher Hinsicht kritisch“
  13. Die synodale Sackgasse der Anderskatholischen
  14. Die große Täuschung
  15. Niederösterreich: Pfarrer während Messfeier verstorben

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz