Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Papst Leo XIV. und die Zukunft der liturgischen Einheit der Kirche
  2. Vatikan veröffentlicht scharfe Kritik an deutschen Segnungsleitfäden für Homosexuelle!
  3. Konsekrierte Hostien an Hunde verfüttert: Keine Konsequenzen im Bistum Chur
  4. Insider: Vatikan bereitet sich auf Folgen der Bischofsweihen der Piusbruderschaft vor
  5. „Bestellt wie eine Ware“: Scharfe Kritik an Leihmutterschafts-Fall in der CDU
  6. Schisma auf leisen Sohlen
  7. Verheiratete Frauen sind (zunehmend) die glücklichsten von allen
  8. Goldenstein-Nonnen doch in Rom? Propst in Sorge
  9. Back to the future: Durch den Traditionalismus zur Gendergerechtigkeit
  10. Paukenschlag in der Klimadebatte: KlimaGuru Al Gore warnt plötzlich vor neuer Eiszeit
  11. Priester sagt, in seiner Gemeinde gebe es viele religiöse Menschen, aber nur wenig Christen
  12. „Theologische Katastrophe“: Massive Kritik am Erprobungsband des neuen evangelischen Gesangbuchs
  13. Kanadischer Priester mit gebrochener Hüfte erhält im Krankenhaus Sterbehilfeangebote
  14. Goldenstein-Nonnen: Verstimmung um nun doch durchgeführte Romreise
  15. Erzbischof Sheen warnte bereits 1965 vor falschem Mitgefühl

Scheuer zur Ukraine: Legitim, dem Aggressor Einhalt zu gebieten

29. Dezember 2024 in Aktuelles, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Linzer Bischof in "OÖN": Reiner Pazifismus kann auch naiv sein und führt nicht dazu, Krieg zu vermeiden - Friedensarbeit ist aber nie naiv, und Krieg "macht die Gehirne krank".


Linz (kath.net/ KAP)
Die aktuelle Entwicklung mit dem Krieg in der Ukraine hat gezeigt, "dass ein reiner Pazifismus auch naiv sein kann und nicht dazu führt, dass ein Krieg vermieden wird". Das hat der Linzer Bischof Manfred Scheuer, der im Vorjahr das von Russland attackierte Land besuchte, in den "OÖ Nachrichten" (24. Dezember) erklärt. Von der katholischen Friedensethik her sei entscheidend, dass alles dafür getan werden muss, um Konflikte und Gewalt zu vermeiden. Als ultima ratio sei Gewalt zur Abwehr von ungerechtfertigter Gewalt aber legitim. "Das heißt nicht, dass es einen gerechten Krieg gibt, aber eine gerechtfertigte Abwehr von Gewalt", sagte Scheuer.
Was die Aufrüstung der westlichen Unterstützer der Ukraine betreffe, sollte man sich davon nicht versprechen, dass sich dadurch die Atmosphäre und die Weltlage verbessern, gab der Bischof zu bedenken. In der aktuellen Konstellation halte er den Einsatz von Waffen für eine gerechtfertigte Verteidigung: "Dem Aggressor Einhalt zu gebieten, ist ein Dienst an den Menschen und an den Menschenrechten."


Grundsätzlich halte er es aber für gefährlich, "wenn sich der Krieg in den Köpfen festsetzt". Scheuer zitierte die deutsche Literatin Christa Wolf, wonach "Krieg die Gehirne krank macht". Wohin das gesellschaftlich führt, habe man in Europa nach dem Ersten Weltkrieg gesehen. "Friedensarbeit ist daher nie naiv", betonte der Bischof.
Er sei sehr dankbar für die friedliche Entwicklung der vergangenen 80 Jahre in Europa, "das war alles andere als selbstverständlich". Es sei aber auch Wachsamkeit gefordert. "Die Schreckgespenster von Gewalt, Rassismus und Antisemitismus sind nicht einfach vergangen, und das, was gegenwärtig da und dort wieder lautstark gesagt wird, das macht mich nachdenklich und manchmal sogar ängstlich", sagte Scheuer.

Copyright 2024 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. Große SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  2. Vatikan veröffentlicht scharfe Kritik an deutschen Segnungsleitfäden für Homosexuelle!
  3. Konsekrierte Hostien an Hunde verfüttert: Keine Konsequenzen im Bistum Chur
  4. Back to the future: Durch den Traditionalismus zur Gendergerechtigkeit
  5. Schisma auf leisen Sohlen
  6. „Theologische Katastrophe“: Massive Kritik am Erprobungsband des neuen evangelischen Gesangbuchs
  7. Insider: Vatikan bereitet sich auf Folgen der Bischofsweihen der Piusbruderschaft vor
  8. Goldenstein-Nonnen doch in Rom? Propst in Sorge
  9. Goldenstein-Nonnen: Verstimmung um nun doch durchgeführte Romreise
  10. „Es war, als sähe ich Jesus wirklich“
  11. Papst Leo XIV. und die Zukunft der liturgischen Einheit der Kirche
  12. Erzbischof Sheen warnte bereits 1965 vor falschem Mitgefühl
  13. Paris: Klassische lateinische Messe bringt eine neue Generation in die katholische Kirche
  14. Arche-Sprecher warnt vor Zunahme des Islamismus an Schulen in Deutschland
  15. Buchneuheit: Nuntius Eterović, Stärke deine Brüder. Impulse für eine lebendige Kirche in Deutschland

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz