Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Endgültiger Bruch mit Rom droht: Priesterbruderschaft St. Pius X. kündigt Bischofsweihen an
  2. Glaubenspräfekt warnt vor "Internet-Theologen" und Selbstsicherheit
  3. Theologe Johannes Hartl: „Woher kommt dieses Konglomerat an Denken, das sich ‚liberal‘ nennt?“
  4. Bischöfe und Funktionäre im Paralleluniversum
  5. Kardinal Müller: „Von der ‚Kirche des Franziskus‘ zu sprechen“, „das ist für mich eine Häresie“
  6. Kard. Müller nach Gespräch mit Papst Leo: „Atmosphäre ist von wechselseitigem Vertrauen bestimmt“
  7. Öffentlich-rechtlicher Sender SWR konfrontiert Ordensfrau mit obszöner Frage
  8. Die Stunde der Heuchler
  9. Bischof von Cordoba: Priester durften bei Zugsunglück Sterbesakramente nicht spenden
  10. Papst Leo XIV.: 'Abtreibung ist der größte Zerstörer des Friedens'
  11. Ein einziges Depositum der Wahrheit. Die Einheit von Schrift und Tradition
  12. Hunderte Einsprüche gegen Pfarrauflösung in der Diözese Linz - Keine Antworten aus Rom
  13. Massive Medienvorwürfe gegen den Priester Wolfgang Rothe als Mitglied des Betroffenenbeirats
  14. Ist Jesus der Herr?
  15. Nach „Wort zum Sonntag“: Staatsanwaltschaft ermittelt weiter gegen Pastorin Behnken

Scheuer zur Ukraine: Legitim, dem Aggressor Einhalt zu gebieten

29. Dezember 2024 in Aktuelles, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Linzer Bischof in "OÖN": Reiner Pazifismus kann auch naiv sein und führt nicht dazu, Krieg zu vermeiden - Friedensarbeit ist aber nie naiv, und Krieg "macht die Gehirne krank".


Linz (kath.net/ KAP)
Die aktuelle Entwicklung mit dem Krieg in der Ukraine hat gezeigt, "dass ein reiner Pazifismus auch naiv sein kann und nicht dazu führt, dass ein Krieg vermieden wird". Das hat der Linzer Bischof Manfred Scheuer, der im Vorjahr das von Russland attackierte Land besuchte, in den "OÖ Nachrichten" (24. Dezember) erklärt. Von der katholischen Friedensethik her sei entscheidend, dass alles dafür getan werden muss, um Konflikte und Gewalt zu vermeiden. Als ultima ratio sei Gewalt zur Abwehr von ungerechtfertigter Gewalt aber legitim. "Das heißt nicht, dass es einen gerechten Krieg gibt, aber eine gerechtfertigte Abwehr von Gewalt", sagte Scheuer.
Was die Aufrüstung der westlichen Unterstützer der Ukraine betreffe, sollte man sich davon nicht versprechen, dass sich dadurch die Atmosphäre und die Weltlage verbessern, gab der Bischof zu bedenken. In der aktuellen Konstellation halte er den Einsatz von Waffen für eine gerechtfertigte Verteidigung: "Dem Aggressor Einhalt zu gebieten, ist ein Dienst an den Menschen und an den Menschenrechten."


Grundsätzlich halte er es aber für gefährlich, "wenn sich der Krieg in den Köpfen festsetzt". Scheuer zitierte die deutsche Literatin Christa Wolf, wonach "Krieg die Gehirne krank macht". Wohin das gesellschaftlich führt, habe man in Europa nach dem Ersten Weltkrieg gesehen. "Friedensarbeit ist daher nie naiv", betonte der Bischof.
Er sei sehr dankbar für die friedliche Entwicklung der vergangenen 80 Jahre in Europa, "das war alles andere als selbstverständlich". Es sei aber auch Wachsamkeit gefordert. "Die Schreckgespenster von Gewalt, Rassismus und Antisemitismus sind nicht einfach vergangen, und das, was gegenwärtig da und dort wieder lautstark gesagt wird, das macht mich nachdenklich und manchmal sogar ängstlich", sagte Scheuer.

Copyright 2024 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. ISLAND-REISE - KOMMEN SIE MIT! - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Endgültiger Bruch mit Rom droht: Priesterbruderschaft St. Pius X. kündigt Bischofsweihen an
  3. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  4. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz
  5. Theologe Johannes Hartl: „Woher kommt dieses Konglomerat an Denken, das sich ‚liberal‘ nennt?“
  6. Kard. Müller nach Gespräch mit Papst Leo: „Atmosphäre ist von wechselseitigem Vertrauen bestimmt“
  7. Kardinal Müller: „Von der ‚Kirche des Franziskus‘ zu sprechen“, „das ist für mich eine Häresie“
  8. Nach „Wort zum Sonntag“: Staatsanwaltschaft ermittelt weiter gegen Pastorin Behnken
  9. Öffentlich-rechtlicher Sender SWR konfrontiert Ordensfrau mit obszöner Frage
  10. Die Stunde der Heuchler
  11. Papst Leo XIV.: 'Abtreibung ist der größte Zerstörer des Friedens'
  12. Bischöfe und Funktionäre im Paralleluniversum
  13. Bischof von Cordoba: Priester durften bei Zugsunglück Sterbesakramente nicht spenden
  14. Glaubenspräfekt warnt vor "Internet-Theologen" und Selbstsicherheit
  15. Goldensteiner Schwestern: Schwere Vorwürfe um Spendengelder

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz